Junge Olivenbäume
Olivenbaum (Olea europaea)
Erfahre alles über den Olivenbaum - von seiner Herkunft bis zur optimalen Pflege in deinem Garten.
Alle wichtigen Informationen findest du hier!
Stammumfang 10-12 cm
Gesamthöhe 160-180 cm - ohne Topf
Spedition "L"
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Lieferzeit: 2 - 5 Werktage (DE - Ausland abweichend)
Stammumfang 5-6 cm
Gesamthöhe 60-80 cm - ohne Topf
Paket "S"
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Stammumfang 6-8 cm
Gesamthöhe 120-140 cm - ohne Topf
Paket "M"
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Stammumfang 10-12 cm
Gesamthöhe 120-140 cm - ohne Topf
Spedition "L"
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🌿 Junge Olivenbäume – Mediterraner Charme für Garten und Terrasse
Mit einem jungen Olivenbaum holst du dir ein Stück Mittelmeerkultur direkt in deinen Garten – einen Baum, der selbst an bewölkten Tagen sofort südländische Urlaubsstimmung verbreitet. Die silbergrünen Blätter und der charakteristische, bereits leicht knorrige Stamm machen ihn zu einem unverwechselbaren Blickfang. Trotz seiner exotischen Erscheinung ist er überraschend pflegeleicht und kommt auch mit gelegentlichen Trockenperioden gut zurecht.
Junge Olivenbäume – damit meinen wir Bäume mit einem Alter bis etwa zwanzig Jahren und einem Stammumfang bis circa 20 Zentimeter – wachsen stetig und entwickeln bereits ihre typische mediterrane Ausstrahlung. Sie lieben vollsonnige Standorte, vertragen sommerliche Hitze problemlos und sind als Kübelpflanze bedingt winterhart. Damit eignen sie sich perfekt für die Terrassenkultur in milden Regionen Bayerns oder die geschützte Überwinterung im hellen Wintergarten. Ihr geringer Wasserbedarf und die Toleranz gegenüber Trockenheit machen sie ideal für alle, die eine mediterrane Pflanze mit geringem Pflegeaufwand suchen.
Perfekt für alle, die ohne großen Aufwand mediterranes Flair in ihr Zuhause bringen möchten – ob als dekorativer Solitär auf der Südterrasse, als Blickfang im hellen Wintergarten oder als grüner Akzent im lichtdurchfluteten Wohnraum. Junge Olivenbäume sind nicht nur optische Highlights, sondern auch robuste Begleiter, die dir über viele Jahrzehnte Freude bereiten und mit den Jahren immer charaktervoller werden.
☀️ Standort & Licht
Der Olivenbaum (Olea europaea) stammt aus den sonnenverwöhnten Regionen des Mittelmeers, wo er seit Jahrtausenden als Kulturpflanze in Halbwüsten, steinigen Hängen und trockenen Terrassen kultiviert wird. In seiner Heimat – von Spanien über Griechenland bis in den Nahen Osten – wächst er als majestätischer Solitärbaum oder in weitläufigen Hainen unter intensiver Sonneneinstrahlung. Dort herrschen mediterrane klimatische Bedingungen: Im Sommer steigen die Temperaturen regelmäßig über 30 °C, während die Winter mild bleiben – die Durchschnittstemperaturen liegen zwischen 10 und 20 °C. Die Niederschlagsmengen konzentrieren sich auf die Wintermonate, während die langen Sommer oft extrem trocken sind. Diese natürlichen Bedingungen prägen den Charakter des Olivenbaums: Er ist ein echter Sonnenanbeter, der Hitze liebt, mit kargen Böden zurechtkommt und an längere Trockenperioden angepasst ist. In seiner natürlichen Umgebung entwickelt er den typischen knorrigen Stamm, der über Jahrhunderte wächst und von silbergrauer Rinde geprägt ist, sowie die charakteristischen silbergrünen Blätter, die ihn vor intensiver Sonneneinstrahlung schützen.
In seiner natürlichen Heimat genießt der Olivenbaum täglich mindestens 6 bis 8 Stunden direkte Sonneneinstrahlung – und genau diese Lichtintensität tut ihm gut damit er auch in Kultur gesund gedeihen kann. Der Baum bevorzugt ungefiltertes, direktes Sonnenlicht und verträgt selbst intensive Mittagssonne ohne Probleme. Seine silbergrünen Blätter sind perfekt an starke UV-Strahlung angepasst und entwickeln bei ausreichender Lichtversorgung ihre charakteristische silbrig-grüne Färbung. Bei optimalem Licht wachsen die Blätter kräftig und aufrecht, neue Triebe bilden sich regelmäßig aus, und der Baum zeigt sein volles Wachstumspotenzial. An schattigen Standorten wächst der Olivenbaum langsamer, die Blätter werden dunkelgrün statt silbrig, und das Wachstum pausiert. Die intensive Sonne sorgt auch dafür, dass der Stamm seine typische knorrige Struktur entwickelt und die Pflanze robust gegen Krankheiten bleibt.
Für dich bedeutet das einen vollsonnigen Platz auf dem Südbalkon, der Südterrasse oder direkt vor einem großen Südfenster. Junge Olivenbäume fühlen sich bei Temperaturen zwischen 20 und 30 °C am wohlsten und tolerieren kurzzeitig auch Werte bis 5 °C ohne Schaden zu nehmen. Im Sommer steht der Baum idealerweise im Freien, wo er Wind und Wetter ausgesetzt ist – das fördert die Stammbildung und macht ihn robust. Junge Pflanzen solltest du langsam an die direkte Sonne gewöhnen, indem du sie zunächst für ein paar Stunden täglich ins Freie stellst und die Dauer schrittweise erhöhst – so vermeidest du Verbrennungen an den Blättern. Im Wintergarten oder im Zimmer braucht der Olivenbaum ebenfalls einen hellen, warmen Platz – idealerweise direkt am Fenster. Bei Lichtmangel im Winter können Pflanzenlampen mit mindestens 3000 Lumen die natürliche Sonne ergänzen. Ein Nordstandort ist ungeeignet und führt zu Kümmerwuchs. Beachte auch, dass junge Olivenbäume bereits in den ersten Jahren einen charakteristischen Wuchs entwickeln – plane großzügig, damit sie ihre mediterrane Ausstrahlung voll entfalten können.
💧 Bewässerung
Wasserbedarf: Junge Olivenbäume haben trotz ihrer mediterranen Herkunft einen moderaten Wasserbedarf während der Wachstumsphase. Besonders in den ersten zwei Lebensjahren benötigen sie etwas mehr Wasser, um kräftige Wurzeln auszubilden. Der Wurzelballen sollte leicht feucht gehalten werden, wobei die oberste Erdschicht zwischen den Gießvorgängen gut antrocknen darf. Im Sommer gießt du etwa ein- bis zweimal pro Woche, abhängig von Standort, Topfgröße und Witterung. Die Fingerprobe etwa 2 cm tief in die Erde gibt dir schnell Aufschluss – fühlt sich die Erde dort trocken an, ist es Zeit zum Gießen.
Richtig gießen: Gieße immer durchdringend, bis das Wasser aus den Abflusslöchern läuft – das stellt sicher, dass der gesamte Wurzelballen befeuchtet wird. Überschüssiges Wasser, das sich im Untersetzer sammelt, solltest du nach spätestens 15 Minuten abgießen, um Staunässe zu vermeiden. Staunässe führt schnell zu Wurzelfäule, erkennbar an gelben Blättern und einem muffigen Geruch aus dem Substrat. Eine gute Drainage im Topf ist daher unerlässlich. Olivenbäume vertragen kurze Trockenperioden deutlich besser als anhaltende Nässe – im Zweifelsfall lieber etwas weniger gießen.
Wasserqualität: Verwende kalkarmes Wasser – ideal ist Regenwasser oder abgestandenes Leitungswasser in Zimmertemperatur. Kaltes Wasser direkt aus der Leitung kann die Wurzeln schocken, besonders im Sommer, wenn der Baum warm steht. Bei ausgepflanzten Olivenbäumen reicht in milden Regionen oft der natürliche Regen aus, bei längeren Trockenperioden solltest du jedoch alle 10 Tage durchdringend wässern.
Bewässerung im Winter: Im Winter, wenn der Olivenbaum kühler überwintert wird, reduzierst du die Wassergaben deutlich auf etwa alle 2 bis 3 Wochen. Das Substrat darf dann zwischen den Gießvorgängen fast vollständig abtrocknen. Je kühler der Standort, desto trockener sollte das Substrat gehalten werden, um Pilzbefall zu vermeiden. Das größte Problem im Winter ist nicht zu wenig Wasser, sondern das Austrocknen – kontrolliere regelmäßig, dass der Wurzelballen nicht komplett austrocknet, besonders bei Kübelpflanzen in beheizten Winterquartieren.
Anzeichen für Unterbewässerung sind hängende, schlaffe Blätter und vertrocknete Blattspitzen, während Überwässerung sich durch gelbe Blätter, braune matschige Wurzeln und Wachstumsstillstand zeigt. Ein regelmäßiger Gießrhythmus fördert das stetige Wachstum junger Olivenbäume. Weitere Tipps zur richtigen Bewässerung mediterraner Pflanzen findest du in unserem ausführlichen Ratgeber.
🪴 Substrat & Umtopfen
Bester Zeitpunkt zum Umtopfen
Der ideale Zeitpunkt zum Umtopfen ist das Frühjahr oder der Frühsommer, etwa April bis Juni, kurz bevor der Olivenbaum in die Hauptwachstumsphase startet. Zu diesem Zeitpunkt sind die Wurzeln bereit, sich schnell in frisches Substrat einzuwurzeln, und eventuelle Verletzungen beim Umtopfen heilen zügig ab. Junge Olivenbäume wachsen langsamer als viele andere Kübelpflanzen, sollten aber dennoch alle 2 bis 3 Jahre umgetopft werden, da ihre Wurzeln den vorhandenen Raum schrittweise ausfüllen. Bei jungen Pflanzen bis etwa 5 Jahre kann jährliches Umtopfen das Wachstum fördern.
Anzeichen für notwendiges Umtopfen
Du erkennst, dass ein Umtopfen nötig ist, wenn:
- Wurzeln aus den Drainagelöchern wachsen
- Die Erde stark verdichtet und erschöpft wirkt
- Wasser sofort durchläuft, ohne richtig vom Substrat aufgenommen zu werden
- Das Wachstum sich trotz guter Pflege verlangsamt
- Der Durchmesser der Krone etwa so groß ist wie der Topfdurchmesser
Ein zu kleiner Topf kann zu Staunässe führen, die Wurzelfäule begünstigt. Ein größerer Topf bietet den Wurzeln mehr Platz und fördert so das Wachstum des Baumes.
Substrat- und Topfwahl
Unsere Palmenstadl-Palmenerde eignet sich auch für Olivenbäume hervorragend und kann direkt verwendet werden. Das Substrat ist gut durchlässig, verhindert Staunässe und hat einen leicht sauren bis neutralen pH-Wert. Für noch bessere Drainage kannst du die Erde mit Sand, Lavagranulat, Bims oder Perlite im Verhältnis 2:1 (Erde zu mineralischen Anteilen) mischen. Olivenbäume bevorzugen eher nährstoffarme, steinige Böden, wie sie in ihrer mediterranen Heimat vorkommen.
Wähle einen Topf, der nur etwa ein Drittel größer ist als der alte – zu große Töpfe führen zu Staunässe, da die Wurzeln das viele Substrat nicht schnell genug durchwurzeln. Wichtig sind Drainagelöcher im Boden, damit überschüssiges Wasser abfließen kann. Schwere Töpfe aus Terrakotta oder Keramik bieten bessere Standfestigkeit und lassen überschüssige Feuchtigkeit verdunsten. Olivenbäume sind Flachwurzler, daher sind eher breite als tiefe Töpfe ideal. Eine Drainage-Schicht aus Tonscherben, Blähton oder Kies am Boden verhindert Wurzelfäule.
Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Umtopfen
Topfe den Olivenbaum vorsichtig aus, indem du den Topf seitlich legst und leicht gegen die Wände klopfst. Lockere den Wurzelballen sanft mit den Fingern und entferne etwa ein Drittel der alten, erschöpften Erde, ohne die Wurzeln zu beschädigen. Fülle eine Drainage-Schicht aus Blähton oder Kies in den neuen Topf, darauf eine Lage frisches Substrat. Setze den Olivenbaum mittig ein und achte darauf, dass er in derselben Tiefe sitzt wie zuvor – der Wurzelhals sollte knapp unter der Oberfläche liegen. Fülle rundherum mit Substrat auf und drücke es fest an, um Lufttaschen zu vermeiden und dem Baum Stabilität zu geben. Gieße nach dem Umtopfen reichlich und stelle den Olivenbaum für etwa zwei Wochen an einen halbschattigen Platz, damit er sich erholen kann.
🌿 Düngung
Junge Olivenbäume benötigen ab einem Alter von etwa 2 Jahren regelmäßige Düngung während der Wachstumsphase, um ihr Wachstum zu unterstützen. Besonders wichtig sind Stickstoff für das Blattwachstum, Phosphor für die Wurzelentwicklung und Kalium für die Zellstabilität und Widerstandskraft gegen Krankheiten. Ein ausgewogenes Nährstoffangebot sorgt dafür, dass der Baum kräftige, silbergrüne Blätter entwickelt und seine charakteristische Wuchsform behält. Olivenbäume bevorzugen jedoch eher nährstoffarme Böden und gedeihen auch ohne zusätzliche Düngung – zu viel Nährstoffe können die Pflanze sogar schwächen.
Für die Düngung stehen dir drei bewährte Optionen zur Verfügung:
- Langzeitdünger mit 6 Monaten Wirkdauer: Wird im zeitigen Frühjahr in die oberste Erdschicht eingearbeitet und versorgt den Olivenbaum die gesamte Saison über kontinuierlich mit Nährstoffen. Ideal für alle, die wenig Aufwand mit der Düngung haben möchten.
- Langzeitdünger mit 3 Monaten Wirkdauer: Wird im Frühjahr eingearbeitet und im Hochsommer erneut nachgelegt. Diese Variante ermöglicht eine flexiblere Anpassung an den Nährstoffbedarf während der Saison.
- Löslicher Kübelpflanzendünger für wöchentliche Gaben: Wird während der Wachstumsphase von März bis August alle 2 Wochen mit dem Gießwasser ausgebracht. Diese Methode gibt dir die volle Kontrolle über die Nährstoffversorgung und ist besonders bei Kübelpflanzen effektiv.
Starte bei der ersten Düngung mit einer halben Dosierung, um die Verträglichkeit zu testen und Überdüngung zu vermeiden. Überdüngung zeigt sich durch braune Blattspitzen, einen weißen Salzbelag auf der Erde oder Wurzelverbrennung. Im Spätsommer solltest du die Düngung reduzieren oder einstellen, damit der Baum nicht zu wüchsig in den Winter geht. Im Herbst empfiehlt sich ein kaliumbetonter Herbstdünger, der den Olivenbaum auf die Überwinterung vorbereitet und die Frosthärte erhöht. Im Winter, wenn der Baum seine Wachstumsruhe hält, wird die Düngung ganz eingestellt. Bei kühler Überwinterung unter 10 °C verzichtest du komplett auf Dünger. Ausgepflanzte Olivenbäume können im Frühjahr mit Kompost versorgt werden – mehr ist oft nicht nötig.
🍊 Früchte
Olivenbäume blühen im Frühjahr oder Frühsommer, meist zwischen April und Juni, mit kleinen, cremeweißen Blüten, die in Rispen angeordnet sind und einen angenehm süßlichen Duft verströmen. Die unscheinbaren Blüten entwickeln sich aus den Blattachseln der vorjährigen Triebe und werden meist durch Wind oder Insekten bestäubt. Nach erfolgreicher Bestäubung entwickeln sich die charakteristischen Oliven – zunächst grün, später bei Vollreife schwarz glänzend. Es dauert oft 5 bis 7 Jahre, bis ein Olivenbaum zum ersten Mal Früchte trägt, und junge Bäume bis 20 Jahre produzieren noch keine nennenswerten Mengen.
Die Oliven sind länglich-oval, etwa 1 bis 3 cm groß und enthalten einen harten Steinkern. Sie reifen im Herbst und können je nach Reifegrad grün oder schwarz geerntet werden. Frisch vom Baum sind Oliven aufgrund ihrer Bitterstoffe nicht essbar und müssen vor dem Verzehr eingelegt und fermentiert werden. Wenn dein junger Olivenbaum fruchtet, ist das ein Zeichen für optimale Pflege und einen exzellenten Standort. Für eine gute Fruchtbildung sind kühl-kalte Wintertemperaturen um 10 °C wichtig, da diese die Blütenbildung im Frühjahr fördern.
❄️ Überwinterung
Die Überwinterung junger Olivenbäume hängt stark von ihrer Winterhärte und der Klimazone ab. Junge Olivenbäume sind empfindlicher als ältere Exemplare und vertragen kurzfristig Temperaturen bis etwa -5 °C, bei länger anhaltenden Frostperioden oder stärkerem Frost benötigen sie jedoch Schutz. Bäume mit einem Stammumfang unter 20 cm sollten grundsätzlich frostfrei überwintert werden, da sie noch nicht ausreichend robust sind. Das größte Problem im Winter ist nicht die Kälte, sondern das Austrocknen – achte darauf, dass der Wurzelballen nie komplett austrocknet.
Überwinterung im Freien: Für Freilandüberwinterung in milden Regionen wählst du einen geschützten Standort, idealerweise an einer südorientierten Hauswand, die Wärme abstrahlt. Umwickle den Stamm mit mehreren Lagen Wintervlies oder Jute und binde die Krone locker zusammen oder wickle sie in Vlies ein. Eine dicke Mulchschicht aus Laub, Stroh oder Rindenmulch über dem Wurzelbereich schützt die empfindlichen Wurzeln. Bei angekündigtem starkem Frost kannst du zusätzlich eine Frostschutzhaube über die Krone ziehen. Wichtig ist, an frostfreien Tagen zu lüften, damit sich keine Feuchtigkeit staut, die zu Pilzbefall führen kann. Ausführliche Tipps zu Winterschutzmaßnahmen findest du bei unseren Winterschutz-Artikeln.
Überwinterung in Gebäuden: Die sicherere Variante für junge Olivenbäume ist die Überwinterung in Gebäuden – ideal ist ein heller, kühler Wintergarten oder ein unbeheiztes Gewächshaus mit Temperaturen zwischen 5 und 10 °C. Auch eine helle Garage mit Fenster, ein kühler Hausflur oder ein Treppenhaus eignen sich. Je heller der Standort, desto wärmer darf er sein – bei wenig Licht sollte es kühler sein, um Vergeilungswachstum zu vermeiden. Gieße während der Überwinterung nur sparsam, sodass die Erde nicht vollständig austrocknet, aber auch nicht feucht bleibt. Düngen entfällt komplett. Im Frühjahr, ab etwa Mitte April, gewöhnst du den Olivenbaum langsam wieder an Sonne und Außentemperaturen. Weitere detaillierte Informationen zur Überwinterung von Oliven im Kübel haben wir für dich zusammengestellt.
💨 Luftfeuchtigkeit
Olivenbäume stammen aus eher trockenen mediterran Regionen und tolerieren in Kultur eine breite Bandbreite an Luftfeuchtigkeit. Normale Raumluft mit 40 bis 50 Prozent relativer Luftfeuchte ist völlig ausreichend – der Baum zeigt sich hier unkompliziert und anpassungsfähig. Im Freien während des Sommers reguliert sich die Luftfeuchtigkeit natürlich und stellt kein Problem dar. Die silbergrauen Blätter sind mit feinen Sternhaaren bedeckt, die die Wasserabgabe reduzieren und den Baum vor Austrocknung schützen.
Problematisch wird es vor allem im Winter, wenn trockene Heizungsluft die Luftfeuchtigkeit unter 30 Prozent sinken lässt. Dann können die Blattspitzen braun werden und eintrocknen – ein typisches Symptom für zu trockene Luft. Um dem vorzubeugen, kannst du die Blätter ein- bis zweimal wöchentlich mit kalkarmem Wasser besprühen oder den gesamten Baum regelmäßig abduschen. Das entfernt gleichzeitig Staub von den Blättern, was die Photosynthese verbessert und Schädlingsbefall vorbeugt. Ein Luftbefeuchter im Raum kann bei dauerhaft trockener Luft hilfreich sein, ist aber nicht zwingend erforderlich.
Hohe Luftfeuchtigkeit – etwa im Badezimmer oder im beheizten Wintergarten – verträgt der Olivenbaum problemlos, solange die Luftzirkulation ausreichend ist. Achte darauf, dass bei hoher Luftfeuchte die Blätter nach dem Besprühen schnell abtrocknen können – sonst kann Pilzbefall entstehen. Die regelmäßige Staubentfernung durch Abduschen oder Abwischen ist nicht nur ästhetisch wichtig, sondern verbessert auch die Lichtaufnahme der Blätter deutlich und hält den Baum vital. Im Winterquartier solltest du für gute Belüftung sorgen, um Pilzkrankheiten vorzubeugen.
🐛 Schädlinge & Krankheiten
Häufige Schädlinge
Die häufigsten Schädlinge an jungen Olivenbäumen treten vor allem bei ungünstigen Kulturbedingungen auf – zu trockene Luft, zu wenig Licht oder zu warme Überwinterung begünstigen einen Befall:
- Spinnmilben: Erkennbar an feinen Gespinsten zwischen den Blättern und kleinen hellen Punkten auf der Blattoberseite. Die Blätter verfärben sich gräulich-gelb und wirken stumpf. Spinnmilben lieben trockene, warme Luft und breiten sich besonders im Winter in beheizten Räumen aus.
- Schildläuse: Braune, feste Höcker auf Blättern, Blattstielen und am Stamm, die klebrigen Honigtau ausscheiden. Dieser zieht oft Rußtaupilze nach sich, die die Blätter schwarz färben. Schildläuse sind hartnäckig, da ihr fester Panzer sie schützt.
- Wollläuse (Schmierläuse): Weiße, watteartige Gespinste in Blattachseln und an der Blattunterseite. Sie saugen Pflanzensaft und schwächen den Baum. Wollläuse sind mobil und können sich schnell ausbreiten, besonders in trockenen Winterquartieren.
- Blattläuse: Kleine grüne oder schwarze Insekten, die sich an jungen Trieben und Blattunterseiten ansiedeln. Sie saugen Pflanzensaft und können im Frühjahr zum Verkrüppeln von Trieben, Blättern oder Blüten führen.
Pilzkrankheiten
Pilzkrankheiten entstehen meist als Folge von Pflegefehlern, insbesondere zu viel Feuchtigkeit in Kombination mit kühlen Temperaturen oder schlechter Luftzirkulation:
- Wurzelfäule: Durch anhaltende Staunässe werden die Wurzeln braun, matschig und faulig. Die Blätter welken, obwohl der Wurzelballen feucht ist, und der Baum riecht muffig aus dem Topf. Im fortgeschrittenen Stadium ist Wurzelfäule meist nicht mehr heilbar.
- Blattfleckenkrankheit (Blattschimmel): Runde, schwarze oder gelbe Flecken auf den Blättern, verursacht durch Pilze. Tritt vor allem bei anhaltender Feuchtigkeit, schlechter Belüftung und nassen Blättern über Nacht auf. Erkennbar an runden Flecken mit gelbem Hof.
- Welkepilze: Können bei feucht-humoser, wasserspeichernder Erde auftreten. Die Blätter welken plötzlich, obwohl ausreichend gegossen wurde. Gute Drainage und strukturstabiles Substrat beugen vor.
Vorbeugung
Die beste Vorbeugung gegen Schädlinge und Krankheiten ist eine optimale Pflege mit ausreichend Licht, richtiger Bewässerung ohne Staunässe, guter Luftzirkulation und angemessener Luftfeuchtigkeit. Halte den Olivenbaum sauber, indem du Staub regelmäßig abduschst – das erschwert Schädlingen die Ansiedlung erheblich. Achte auf Hygiene beim Umtopfen: Verwende saubere Töpfe und desinfiziere Werkzeuge, um keine Krankheitserreger zu übertragen. Kontrolliere neue Pflanzen gründlich, bevor du sie zu deinen bestehenden Pflanzen stellst. Eine gestärkte, vital wachsende Pflanze ist von Natur aus widerstandsfähiger gegen Schädlinge und Krankheiten. Vermeide zu warme Überwinterung, da diese Schädlinge begünstigt.
Bekämpfung
Bei leichtem Befall reicht oft das mechanische Entfernen – Spinnmilben und Wollläuse lassen sich mit einem feuchten Tuch abwischen, Schildläuse kannst du mit einer alten Zahnbürste oder einem Holzstäbchen abkratzen. Anschließend den Baum gründlich mit einer milden Schmierseifenlösung abduschen. Bei stärkerem Befall hilft Neemöl, das als biologisches Insektizid wirkt und Schädlinge erstickt – mehrmals im Abstand von 5 bis 7 Tagen anwenden, auch die Blattunterseiten gründlich benetzen. Rapsöl oder Paraffinöl wirken ähnlich. Isoliere befallene Pflanzen sofort, um eine Ausbreitung zu verhindern. Bei Pilzbefall entferne befallene Blätter großzügig und entsorge sie im Hausmüll. Verbessere die Kulturbedingungen, reduziere die Feuchtigkeit und erhöhe die Luftzirkulation. Biologische Spritzmittel sind in Gärtnereien erhältlich und schonend für die Pflanze.
✂️ Rückschnitt & Formschnitt
Der Rückschnitt bei jungen Olivenbäumen ist unkompliziert und dient vor allem der Formgebung. Junge Olivenbäume wachsen von Natur aus sparrig und unregelmäßig und sollten daher häufiger geschnitten werden – den sogenannten Erziehungsschnitt. Auf diese Weise verzweigt sich die Pflanze stärker und bildet eine harmonische Krone oder einen dichten Strauch. Idealerweise gehen vom Mittelstamm drei bis fünf Leitäste in einem weiten Winkel ab. Durch diese kelchförmige Erziehung erhältst du einen harmonischen Kronenaufbau, der später pflegeleicht ist. Beim Erziehungsschnitt werden quer wachsende Äste entfernt, ebenso Äste, die ins Kroneninnere wachsen.
Zeitpunkt: Der beste Zeitpunkt für den Rückschnitt ist das späte Frühjahr im März oder April, am Ende der Winterruhe, wenn keine starken Fröste mehr zu erwarten sind. Alternativ kann auch im Herbst nach der Blüte geschnitten werden. Vor dem Einwintern können lange Triebe eingekürzt werden, um Platz zu sparen. Ein leichtes Auslichten ist fast das ganze Jahr über möglich, der Hauptschnitt sollte aber nur einmal jährlich erfolgen.
Technik: Verwende eine saubere, scharfe Gartenschere und desinfiziere das Werkzeug vor und nach dem Schnitt mit Alkohol, um keine Krankheiten zu übertragen. Setze den Schnitt an der Basis des Astes an, ohne Stummel stehen zu lassen. Bei zwei sich kreuzenden Ästen entfernst du den schwächeren. Achte darauf, dass die Krone nicht zu dicht wird – die Luft- und Lichtzirkulation muss gewährleistet sein. Lange Triebe können auf Seitentriebe eingekürzt werden. Ein glatter Schnitt heilt besser als ein ausgefranster.
Was du schneiden kannst: Entferne tote, beschädigte oder kranke Äste sowie Triebe, die ins Kroneninnere wachsen. Kürze lange Triebe ein, die die gleichmäßige Kronenform stören. Wurzeltriebe oder niedrige Äste am Baumstamm sollten ebenfalls entfernt werden, damit der Stamm frei bleibt. Bei jungen Olivenbäumen ist auch ein radikalerer Rückschnitt möglich, der bei älteren Bäumen nicht mehr durchführbar wäre. Trage beim Schneiden Handschuhe, um dich vor scharfen Ästen zu schützen. Der Schnitt fördert die Verzweigung und macht den Baum kompakt und attraktiv.
⚠️ Typische Pflegefehler
Auch bei robusten jungen Olivenbäumen können Pflegefehler auftreten, die das Wachstum beeinträchtigen. Die häufigsten Fehler und ihre Symptome:
- Staunässe: Zeigt sich durch gelbe Blätter, einen muffigen Geruch aus dem Substrat und braune, matschige Wurzeln. Verursacht durch zu häufiges Gießen, fehlende Drainage oder einen zu großen Topf. Abhilfe: Umtopfen in frisches, durchlässiges Substrat, beschädigte Wurzeln entfernen, Gießrhythmus anpassen.
- Zu wenig Wasser: Die Blätter hängen herab und werden schlaff, die Blattspitzen vertrocknen und werden braun. Die Erde ist dauerhaft trocken und steinhart. Abhilfe: Gießrhythmus erhöhen, Fingerprobe durchführen, evtl. Topf in Wasser tauchen, bis keine Blasen mehr aufsteigen.
- Zu dunkler Standort: Der Baum bildet lange, dünne, dunkelgrüne Blätter (Vergeilung) statt silbergrüner, das Wachstum ist schwach, und die Blätter hängen kraftlos herab. Abhilfe: Umzug an einen vollsonnigen Standort, bei Zimmerhaltung Pflanzenlampe ergänzen.
- Zu warme Überwinterung: Der Olivenbaum treibt im Winter neue Triebe, die schwach und hell sind. Schädlinge breiten sich aus. Abhilfe: Kühlere Überwinterung bei 5-10 °C, gute Belüftung, sparsam gießen.
- Kälteschäden: Braune, matschige Blätter nach Frost, der Baum treibt im Frühjahr nicht mehr aus, Triebe sind abgestorben. Abhilfe: Rechtzeitig einräumen oder ausreichend schützen, junge Pflanzen grundsätzlich frostfrei halten.
- Überdüngung: Braune Blattränder und -spitzen, weißer Salzbelag auf der Erde, Wurzelverbrennung. Abhilfe: Substrat gründlich durchspülen, Düngergaben reduzieren, beim nächsten Umtopfen frisches Substrat verwenden.
- Gelbe Blätter: Können verschiedene Ursachen haben – Staunässe, Nährstoffmangel, zu dunkler Standort oder natürliches Altern der unteren Blätter. Abhilfe: Ursache identifizieren und Pflegebedingungen anpassen. Natürliches Abwerfen alter Blätter ist normal.
- Blattabwurf im Winter: Kann bei zu warmem oder zu dunklem Winterquartier auftreten. Olivenbäume brauchen eine kühle Ruhephase mit viel Licht. Abhilfe: Kühlere, hellere Überwinterung.
Die Fingerprobe vor dem Gießen, eine langsame Gewöhnung an Standortwechsel und eine sorgfältige Beobachtung des Baumes helfen, die meisten Pflegefehler zu vermeiden. Bei Unsicherheiten lieber vorsichtiger agieren – junge Olivenbäume tolerieren kurze Trockenheit deutlich besser als Staunässe, und ein etwas zu dunkler Standort ist besser als ein Kälteschock.
📅 Pflegekalender
Der Pflegekalender zeigt dir auf einen Blick, welche Maßnahmen zu welcher Jahreszeit anstehen, damit dein junger Olivenbaum optimal gedeiht:
Praxis-Beispiel: Junger Olivenbaum in der Anwendung
Ausgangssituation:
Ein Kunde aus Regensburg hat seinen jungen Olivenbaum vor vier Jahren bei uns gekauft – damals etwa 15 Jahre alt mit 15 cm Stammumfang. Er suchte einen mediterran Baum für seine sonnige Südterrasse, der auch bei bayerischem Wetter gut gedeiht.
Maßnahmen:
Wir empfahlen einen vollsonnigen Standort mit gutem Winterschutz. Er gießt im Sommer einmal pro Woche durchdringend und düngt alle zwei Wochen mit löslichem Kübelpflanzendünger. Im Winter überwintert er den Baum in seinem hellen, kühlen Treppenhaus bei 5-8 °C. Er hat den Baum bereits zweimal umgetopft und führt jährlich einen Erziehungsschnitt durch, um die kelchförmige Krone zu formen.
Ergebnis:
Heute ist der Stammumfang bei etwa 19 cm, die Krone ist schön verzweigt mit silbergrünen Blättern, und der Baum hat dieses Jahr zum ersten Mal geblüht. Der Kunde ist begeistert von der pflegeleichten Art und dem mediterranen Flair, das der Olivenbaum auf seiner Terrasse verbreitet. Bei einem Besuch in unserem Ladengeschäft in Rogging berichtete er, dass der Olivenbaum zum absoluten Highlight seiner Terrassenbepflanzung geworden ist.
😊 Junge Olivenbäume – Jetzt bestellen!
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Qualität von Palmenstadl: Alle jungen Olivenbäume werden freilandgezogen, sorgfältig selektiert und visuell geprüft.
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