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Reife Olivenbäume



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🌳 Reife Olivenbäume – Charaktervolle Persönlichkeit mit mediterraner Seele

Ein reifer Olivenbaum ist mehr als eine Pflanze – er ist ein lebendiges Kunstwerk mit Geschichte. Zwischen zwanzig und fünfzig Jahren hat er bereits viel erlebt, seine charaktervolle Stammstruktur erzählt von Sonne, Wind und den Jahreszeiten, die ihn geformt haben. Die ausladende Krone mit ihren silbergrünen Blättern verleiht ihm eine zeitlose Eleganz, die sofort ins Auge fällt. Wo ein junger Baum Potenzial zeigt, beeindruckt der reife Olivenbaum mit vollendeter mediterraner Ausstrahlung.

Reife Olivenbäume – mit einem Alter von etwa zwanzig bis fünfzig Jahren und je nach Sorte sowie Standort unterschiedlich ausgeprägtem Stamm – sind etablierte Persönlichkeiten im Garten oder auf der Terrasse. Sie sind robust, anspruchslos und belohnen dich mit regelmäßigem Fruchtansatz. Das tiefe, kräftige Wurzelsystem macht sie deutlich trockenheitstoleranter als junge Exemplare, und ihre natürliche Winterhärte reicht in milden Lagen oft bis minus 10 °C. Perfekt für alle, die sich ein mediterranes Statement wünschen, das bereits seine volle Pracht entfaltet hat und mit jedem Jahr noch ausdrucksvoller wird.

Ideal als Solitär in geschützten Lagen, als majestätischer Blickfang auf der sonnigen Terrasse oder im lichten Wintergarten – reife Olivenbäume schaffen Atmosphäre und Beständigkeit. Sie bringen nicht nur mediterrane Lebensart ins Zuhause, sondern auch eine gewisse Ruhe und Gelassenheit, die nur Pflanzen ausstrahlen können, die schon viele Sommer gesehen haben. Wer einen reifen Olivenbaum pflegt, investiert nicht nur in Schönheit, sondern auch in eine langfristige Beziehung mit einem treuen grünen Gefährten.

Reifer Olivenbaum mit charaktervollem Stamm und ausladender Krone
Reife Olivenbäume überzeugen mit zeitloser mediterraner Eleganz und robuster Natur

☀️ Standort & Licht

Der Olivenbaum (Olea europaea) ist seit über 6000 Jahren ein Symbol der Mittelmeerkultur und stammt ursprünglich aus den sonnenverwöhnten Regionen zwischen dem östlichen Mittelmeer und dem Nahen Osten. Dort wächst er in lichten Hainen auf kargen, steinigen Böden – oft an Hängen, wo das Wasser schnell abfließt und die Wurzeln nie im Nassen stehen. In Griechenland, Spanien, Italien und der Türkei prägen alte Olivenbäume das Landschaftsbild: knorrige Stämme von intensiver Sonne gezeichnet, ausladende Kronen, die Schatten spenden, und silbergrüne Blätter, die selbst im heißesten Sommer nicht welken. Das mediterrane Klima mit seinen langen, trockenen Sommern und milden, feuchten Wintern hat den Olivenbaum geformt. Im Sommer erreichen die Temperaturen regelmäßig 30 bis 35 °C, während die Winter mit Durchschnittstemperaturen zwischen 5 und 15 °C mild bleiben. Regen fällt hauptsächlich zwischen Oktober und März, die Sommer sind oft monatelang trocken. Olivenbäume sind evolutionär perfekt an diese Bedingungen angepasst: tief reichende Wurzeln erschließen Wasser aus unteren Bodenschichten, die wachsartige Blattoberfläche reduziert Verdunstung, und der knorrige Stamm speichert Reserven für schwierige Zeiten. Reife Exemplare haben bereits Jahrzehnte dieser Anpassung hinter sich und sind dadurch noch robuster als junge Pflanzen.

Für einen reifen Olivenbaum bedeutet das: Er braucht maximale Sonne. Ein vollsonniger Standort – mindestens 6 bis 8 Stunden direkte Sonneneinstrahlung täglich – ist nicht verhandelbar. Optimal ist ein Platz auf der Südterrasse, im Innenhof mit Südausrichtung oder im lichtdurchfluteten Wintergarten. Reife Olivenbäume vertragen sommerliche Hitze mühelos und fühlen sich bei Temperaturen zwischen 25 und 35 °C am wohlsten. Kurzzeitige Temperaturspitzen bis 40 °C sind kein Problem. Im Gegenzug tolerieren sie auch kühlere Phasen: Etablierte Exemplare überstehen Temperaturen bis minus 10 °C kurzfristig, manche Sorten sogar bis minus 12 °C, sofern sie langsam an die Kälte gewöhnt wurden. Ein windgeschützter Standort ist empfehlenswert, da starke Böen die ausladende Krone belasten können – besonders bei Kübelpflanzen besteht Kippgefahr. Reife Olivenbäume sind bereits an intensive Sonne gewöhnt und müssen nicht akklimatisiert werden – sie können direkt ins volle Sonnenlicht gestellt werden.

Im Wintergarten, in der Orangerie oder im hellen Hausflur braucht der Baum ebenfalls einen sonnigen Platz direkt am Fenster. Bei Lichtmangel verliert er Blätter und schwächelt. In dunklen Winterquartieren sind leistungsstarke Pflanzenlampen mit mindestens 5000 Lumen unverzichtbar. Ein Nordstandort führt unweigerlich zu Kümmerwuchs und sollte vermieden werden. Reife Olivenbäume haben bereits ihren charaktervollen Wuchs entwickelt – plane großzügig, damit sie ihre volle mediterrane Pracht zeigen können. Ein Standortwechsel im Frühjahr ins Freie belebt den Baum spürbar: Die frische Luft, der Wind und die natürliche Sonne fördern Vitalität und Fruchtansatz.

💧 Bewässerung

Reifer Olivenbaum an sonnigem Standort auf Terrasse
Vollsonniger Standort bringt die volle Schönheit zur Geltung

Wasserbedarf: Reife Olivenbäume haben durch ihr tiefes, etabliertes Wurzelsystem einen deutlich geringeren Wasserbedarf als junge Pflanzen. Sie vertragen längere Trockenperioden problemlos und kommen oft wochenlang ohne zusätzliche Bewässerung aus. Im Sommer genügt es in der Regel, alle 7 bis 10 Tage durchdringend zu gießen – abhängig von Topfgröße, Standort und Witterung. Die oberste Erdschicht darf zwischen den Gießvorgängen vollständig abtrocknen, auch die mittleren Schichten können ruhig trocken werden. Prüfe mit der Fingerprobe etwa 5 cm tief: Fühlt sich die Erde dort trocken an, ist es Zeit zum Gießen. Bei ausgepflanzten Exemplaren reicht in milden Regionen der natürliche Niederschlag meist aus, nur bei längeren Hitzeperioden solltest du alle 10 bis 14 Tage kräftig wässern.

Richtig gießen: Gieße immer durchdringend, bis das Wasser aus den Abflusslöchern fließt – so stellst du sicher, dass der gesamte Wurzelballen befeuchtet wird. Überschüssiges Wasser im Untersetzer solltest du nach spätestens 15 Minuten entfernen, um Staunässe zu vermeiden. Reife Olivenbäume reagieren sehr empfindlich auf Staunässe: Die Wurzeln faulen schnell, erkennbar an gelben Blättern, Blattverlust und einem unangenehmen Geruch aus dem Substrat. Eine gute Drainage ist daher absolut essenziell. Olivenbäume vertragen Trockenheit deutlich besser als zu viel Wasser – im Zweifelsfall lieber etwas weniger gießen. Längere Trockenphasen sind für etablierte Exemplare kein Problem, während anhaltende Nässe schnell zum Verlust der Pflanze führt.

Wasserqualität: Verwende kalkarmes Wasser – ideal ist Regenwasser oder abgestandenes Leitungswasser mit Zimmertemperatur. Kaltes Wasser direkt aus der Leitung kann die Wurzeln schocken, besonders im Hochsommer bei warmem Substrat. Olivenbäume vertragen kalkhaltiges Wasser besser als viele andere mediterrane Pflanzen, bevorzugen aber dennoch weiches Wasser. Bei ausgepflanzten Bäumen kannst du bedenkenlos Leitungswasser verwenden.

Bewässerung im Winter: Im Winter, wenn der Olivenbaum kühler überwintert wird, reduzierst du die Wassergaben drastisch auf etwa alle 3 bis 4 Wochen. Das Substrat darf dann zwischen den Gießvorgängen fast vollständig durchtrocknen. Je kühler der Standort, desto trockener sollte das Substrat gehalten werden – bei kühler Überwinterung um 5 °C reicht oft monatliches Gießen. Das größte Winterproblem ist nicht zu wenig Wasser, sondern komplettes Austrocknen bei beheizten Standorten: Kontrolliere regelmäßig, dass der Wurzelballen nicht komplett vertrocknet, besonders bei Kübelpflanzen in warmen Wintergärten. Zu häufiges Gießen im Winter fördert Pilzbefall und Wurzelfäule.

Anzeichen für Unterbewässerung sind hängende, eingerollte Blätter und vertrocknete Blattspitzen, während Überwässerung sich durch gelbe Blätter, Blattverlust und braune, matschige Wurzeln zeigt. Reife Olivenbäume verzeihen Trockenheit eher als Nässe. Weitere Tipps zur richtigen Bewässerung mediterraner Pflanzen findest du in unserem ausführlichen Ratgeber.

🪴 Substrat & Umtopfen

Bester Zeitpunkt zum Umtopfen

Der ideale Zeitpunkt zum Umtopfen ist das Frühjahr, etwa April bis Mai, kurz bevor der Olivenbaum in die Hauptwachstumsphase startet. Zu diesem Zeitpunkt sind die Wurzeln bereit, sich schnell in frisches Substrat einzuwurzeln, und eventuelle Verletzungen beim Umtopfen heilen zügig ab. Reife Olivenbäume wachsen langsamer als junge Exemplare und müssen deutlich seltener umgetopft werden – in der Regel alle 4 bis 5 Jahre, manchmal auch nur alle 6 bis 7 Jahre. Bei sehr großen, etablierten Bäumen kann auch ein oberflächliches Austauschen der obersten 5 bis 10 cm Substrat ausreichen, ohne den gesamten Wurzelballen zu stören.

Anzeichen für notwendiges Umtopfen

Du erkennst, dass ein Umtopfen nötig ist, wenn:

  • Wurzeln aus den Drainagelöchern wachsen oder die Substratoberfläche durchbrechen
  • Die Erde stark verdichtet, erschöpft wirkt oder an den Topfrand zurückweicht
  • Wasser sofort durchläuft, ohne richtig vom Substrat aufgenommen zu werden
  • Das Wachstum trotz guter Pflege deutlich nachlässt oder der Baum kränkelt
  • Der Topf sichtbar deformiert ist oder durch Wurzeldruck beschädigt wird

Ein zu kleiner Topf kann zu Staunässe führen, da das Substrat schnell erschöpft ist und das Wasser nicht mehr gut ableitet. Ein größerer Topf bietet den Wurzeln mehr Spielraum und verbessert die Vitalität des Baumes. Bei reifen Olivenbäumen ist es jedoch wichtig, nicht zu stark zu vergrößern – 5 bis 10 cm mehr Durchmesser reichen vollkommen aus.

Substrat- und Topfwahl

Unsere Palmenstadl-Palmenerde eignet sich auch für reife Olivenbäume hervorragend und kann direkt verwendet werden. Das Substrat ist strukturstabil, gut durchlässig und verhindert Staunässe zuverlässig. Für noch bessere Drainage – besonders wichtig bei größeren Exemplaren – kannst du die Erde mit Sand, Lavagranulat, Bims oder Perlite im Verhältnis 2:1 (Erde zu mineralischen Anteilen) mischen. Reife Olivenbäume bevorzugen eher nährstoffarme, steinige Substrate, wie sie in ihrer mediterranen Heimat vorkommen. Ein zu nährstoffreiches Substrat fördert übermäßiges Wachstum auf Kosten der Fruchtbildung.

Durchlässiges Substrat für reife Olivenbäume mit optimaler Drainage
Gut durchlässiges Substrat ist die Basis für langfristige Gesundheit

Der Topf sollte unbedingt ausreichend Drainagelöcher haben – mindestens 3 bis 5, bei großen Kübeln auch mehr. Terrakotta oder Ton sind ideal, da sie atmungsaktiv sind und überschüssige Feuchtigkeit verdunsten lassen. Kunststofftöpfe funktionieren ebenfalls, erfordern aber eine besonders gute Drainage und vorsichtigeres Gießen. Eine Drainageschicht aus Blähton, Kies oder Tonscherben am Topfboden verhindert, dass die Abflusslöcher verstopfen. Bei sehr großen, schweren Bäumen erleichtern Pflanzenroller den Transport und schützen den Boden.

Umtopfanleitung

Beim Umtopfen gehst du wie folgt vor:

  1. Wässere den Olivenbaum einen Tag vor dem Umtopfen gründlich – das erleichtert das Herauslösen aus dem alten Topf.
  2. Löse den Wurzelballen vorsichtig aus dem alten Topf, indem du den Topf seitlich klopfst oder den Rand mit einem Messer löst.
  3. Entferne vorsichtig alte, verbrauchte Erde und lockere den äußeren Wurzelbereich leicht auf. Beschädigte oder faulende Wurzeln schneidest du mit einer scharfen Schere ab.
  4. Fülle den neuen Topf mit einer Drainageschicht (3 bis 5 cm) und einer ersten Lage frischen Substrats.
  5. Setze den Olivenbaum mittig ein – die Oberseite des Wurzelballens sollte etwa 2 bis 3 cm unter dem Topfrand liegen.
  6. Fülle die Zwischenräume mit frischem Substrat auf und drücke es leicht an, damit keine Luftlöcher bleiben.
  7. Gieße den Baum nach dem Umtopfen durchdringend und stelle ihn an einen halbschattigen Platz für 1 bis 2 Wochen, damit er sich akklimatisieren kann.

Nach dem Umtopfen solltest du für etwa 4 bis 6 Wochen auf Düngung verzichten, da frisches Substrat bereits ausreichend Nährstoffe enthält. Danach kannst du mit der normalen Düngung fortfahren.

🌿 Düngung

Reife Olivenbäume haben einen moderaten Nährstoffbedarf und müssen nicht übermäßig gedüngt werden. Sie sind an karge, nährstoffarme Böden angepasst und entwickeln bei zu viel Stickstoff übermäßiges Blattwachstum auf Kosten der Fruchtbildung. Eine ausgewogene Düngung während der Wachstumsperiode von April bis September genügt vollkommen. Im Winter, während der Ruhephase, wird nicht gedüngt.

Du hast mehrere Möglichkeiten:

Langzeitdünger: Ein spezieller Langzeitdünger für mediterrane Pflanzen mit 6 Monaten Wirkdauer ist die bequemste Option. Einmal im Frühjahr (April) aufgebracht, versorgt er den Baum bis in den Herbst hinein kontinuierlich mit allen wichtigen Nährstoffen. Achte auf einen ausgewogenen NPK-Wert (z. B. 8-6-8 oder ähnlich) mit erhöhtem Kaliumanteil zur Förderung der Fruchtbildung.

Flüssigdünger: Ein Flüssigdünger für mediterrane Pflanzen oder Zitruspflanzen wird alle 2 bis 3 Wochen während der Wachstumsperiode ins Gießwasser gegeben. Dosiere sparsamer als auf der Packung angegeben – etwa die Hälfte der empfohlenen Menge reicht bei Olivenbäumen meist aus. Flüssigdünger wirkt schnell und ermöglicht flexible Anpassungen bei Bedarf. Besonders bei kühler Überwinterung solltest du ab September die Düngung einstellen, damit der Baum vor dem Winter aushärten kann.

Organischer Dünger: Kompost, gut verrotteter Stallmist oder Hornspäne sind natürliche Alternativen, die das Bodenleben fördern und langfristig wirken. Organischer Dünger wird im Frühjahr oberflächlich eingearbeitet und gibt Nährstoffe langsam ab. Besonders bei ausgepflanzten Bäumen ist organische Düngung ideal. Eine dünne Schicht Kompost (2 bis 3 cm) im Frühjahr genügt oft für die gesamte Saison.

Anzeichen für Nährstoffmangel sind blasse, gelbliche Blätter (Stickstoffmangel), dunkle Blattadern bei gelben Blättern (Eisenmangel) oder schwaches Wachstum trotz guter Pflege. Überdüngung zeigt sich durch übermäßiges, weiches Wachstum, verbrannte Blattränder oder ausbleibende Blütenbildung. Reife Olivenbäume brauchen deutlich weniger Dünger als schnellwachsende Kübelpflanzen – weniger ist oft mehr. Weitere Informationen zu geeigneten Düngern für mediterrane Pflanzen findest du in unserem Sortiment.

🍊 Früchte

Reife Olivenbäume zwischen zwanzig und fünfzig Jahren sind in ihrer besten Ertragsphase und bilden regelmäßig Früchte aus – vorausgesetzt, die Standort- und Pflegebedingungen stimmen. Die Blüte erfolgt im späten Frühjahr (Mai bis Juni) mit unauffälligen, cremeweißen Blüten, die in Rispen erscheinen. Die Befruchtung erfolgt durch Wind oder Insekten, manche Sorten sind selbstfruchtbar, andere benötigen einen zweiten Baum als Pollenspender. Nach erfolgreicher Befruchtung entwickeln sich die Oliven über den Sommer und reifen im Herbst und frühen Winter (Oktober bis Januar). Zunächst grün, verfärben sie sich je nach Sorte zu violett, braun oder schwarz. Die Ernte kann bei grünen oder schwarzen Oliven erfolgen – beide stammen von der gleichen Frucht, nur der Reifezeitpunkt unterscheidet sich. Frisch geerntete Oliven sind wegen ihres hohen Gehalts an Bitterstoffen (Oleuropein) nicht genießbar und müssen erst eingelegt oder verarbeitet werden. Dazu werden sie in Salzlake eingelegt oder mit Natronlauge behandelt, um die Bitterstoffe abzubauen – ein Prozess, der mehrere Wochen dauert. Reife Olivenbäume können je nach Größe und Sorte zwischen 5 und 20 Kilogramm Früchte pro Jahr tragen, wobei Kübelpflanzen meist weniger produzieren als ausgepflanzte Exemplare.

❄️ Überwinterung

Reifer Olivenbaum im hellen Wintergarten
Helle, kühle Überwinterung fördert Vitalität und Fruchtbildung

Reife Olivenbäume sind deutlich winterhärter als junge Exemplare und vertragen in milden Lagen kurzzeitig Temperaturen bis minus 10 °C, manche Sorten sogar bis minus 12 °C. Ausgepflanzte Bäume in geschützten Weinbauregionen wie der Pfalz, dem Kaiserstuhl oder Teilen Bayerns können oft draußen überwintern, vorausgesetzt sie wurden langsam an die Kälte gewöhnt und der Boden friert nicht komplett durch. Eine Mulchschicht aus Laub oder Rindenmulch schützt die Wurzeln, ein Vlies oder eine Schilfmatte um den Stamm verhindert Frostrisse. Kübelpflanzen sollten spätestens bei Temperaturen unter minus 5 °C ins Winterquartier gebracht werden. Ideal ist ein heller, kühler Raum mit 5 bis 10 °C – etwa ein unbeheizter Wintergarten, eine Garage mit Fenster oder ein heller Kellerraum. Je heller das Winterquartier, desto besser – bei Lichtmangel wirft der Baum Blätter ab und schwächelt. Die Überwinterung bei 0 bis 5 °C ist optimal und fördert die Blütenbildung im Frühjahr. Vermeide beheizte Wohnräume, da die trockene Heizungsluft Schädlinge wie Spinnmilben begünstigt. Während der Überwinterung wird kaum gegossen – nur so viel, dass der Wurzelballen nicht komplett austrocknet. Gedüngt wird im Winter nicht. Ab März, wenn die Temperaturen steigen, kann der Baum langsam wieder nach draußen gebracht werden. Weitere Hinweise zur Überwinterung mediterraner Pflanzen und spezielle Tipps zum Überwintern von Olivenbäumen im Kübel findest du in unseren ausführlichen Ratgebern.

💨 Luftfeuchtigkeit

Olivenbäume sind an das trockene mediterrane Klima angepasst und benötigen keine hohe Luftfeuchtigkeit. Im Gegenteil: Sie bevorzugen eher trockene Luft und kommen mit relativen Luftfeuchtigkeiten zwischen 40 und 60 Prozent bestens zurecht. Im Freien ist die Luftfeuchtigkeit ohnehin meist optimal, im Wintergarten oder im Wohnraum kann trockene Heizungsluft jedoch problematisch werden – nicht wegen der niedrigen Feuchtigkeit an sich, sondern weil sie Schädlinge wie Spinnmilben begünstigt.

Gelegentliches Besprühen der Blätter mit kalkarmem Wasser kann helfen, Staub zu entfernen und Schädlingen vorzubeugen, ist aber nicht zwingend nötig. Besonders im Winter bei trockener Heizungsluft kann ein leichtes Abduschen der Krone alle paar Wochen hilfreich sein. Achte darauf, dass die Blätter danach gut abtrocknen können, um Pilzbefall zu vermeiden. Zu hohe Luftfeuchtigkeit – etwa über 70 Prozent – fördert Pilzkrankheiten und sollte vermieden werden, besonders im Winter bei kühlen Temperaturen.

Im Wintergarten oder in der Wohnung sorgt regelmäßiges Lüften für frische Luft und beugt Schädlingen vor. Reife Olivenbäume sind robuste Pflanzen, die mit den meisten Bedingungen gut zurechtkommen – solange Licht, Wasser und Temperatur stimmen, ist die Luftfeuchtigkeit meist kein limitierender Faktor.

🐛 Schädlinge & Krankheiten

Häufige Schädlinge

Reife Olivenbäume sind robust, können aber unter bestimmten Bedingungen von Schädlingen befallen werden. Die häufigsten Probleme sind:

  • Spinnmilben: Besonders bei trockener Heizungsluft im Winter treten diese winzigen Spinnentiere auf. Sie saugen an den Blättern, die dadurch helle Sprenkel bekommen und später bronzefarben werden. Bei starkem Befall sind feine Gespinste sichtbar. Abhilfe schafft regelmäßiges Abduschen der Blätter, Erhöhung der Luftfeuchtigkeit oder bei starkem Befall der Einsatz von Raubmilben oder Neemöl-Präparaten.
  • Schildläuse: Diese sitzen oft an Blattunterseiten oder Zweigen und saugen Pflanzensaft. Sie sind als kleine, braune oder weiße Schildchen erkennbar und hinterlassen klebrigen Honigtau. Entferne Schildläuse mechanisch mit einem feuchten Tuch oder einer weichen Bürste. Bei stärkerem Befall helfen Neem-Präparate oder systemische Insektizide.
  • Wollläuse (Schmierläuse): Diese weißen, watteartigen Schädlinge verstecken sich in Blattachseln und an jungen Trieben. Sie saugen Pflanzensaft und schwächen den Baum. Entferne sie mit einem in Alkohol getränkten Wattestäbchen oder setze Nützlinge wie Marienkäferlarven ein. Bei starkem Befall helfen systemische Insektizide.
  • Olivenfliege (Bactrocera oleae): In mediterranen Anbaugebieten ein häufiger Schädling, in Mitteleuropa seltener. Die Fliege legt Eier in die Früchte, die Larven fressen das Fruchtfleisch. Befallene Früchte werden fleckig und ungenießbar. Vorbeugend helfen Gelbtafeln, befallene Früchte sollten sofort entfernt und entsorgt werden.

Häufige Krankheiten

  • Wurzelfäule (Phytophthora): Die häufigste Krankheit bei Olivenbäumen in Kultur, verursacht durch Staunässe und schlechte Drainage. Erkennbar an gelben Blättern, Blattverlust, matschigen braunen Wurzeln und muffigem Geruch aus dem Substrat. Vorbeugung: Gute Drainage, mäßiges Gießen, durchlässiges Substrat. Bei Befall: Sofort umtopfen, faule Wurzeln abschneiden, trockener halten, gegebenenfalls Fungizid einsetzen.
  • Verticillium-Welke: Eine Pilzkrankheit, die die Leitbahnen verstopft und zum Welken einzelner Äste führt. Betroffene Äste sterben ab, das Holz zeigt dunkle Verfärbungen. Befallene Äste müssen bis ins gesunde Holz zurückgeschnitten werden, Werkzeug anschließend desinfizieren. Schwere Fälle sind oft nicht heilbar.
  • Blattfleckenkrankheiten (Cycloconium oleaginum, Spilocaea oleagina): Pilzliche Erreger, die kreisrunde braune Flecken auf den Blättern verursachen. Begünstigt durch hohe Luftfeuchtigkeit und schlechte Belüftung. Vorbeugung: Krone auslichten, für gute Luftzirkulation sorgen, Überkopfbewässerung vermeiden. Befallene Blätter entfernen, bei starkem Befall Fungizide einsetzen.
  • Rußtaupilze: Schwarze, rußartige Beläge auf Blättern und Zweigen, die auf Honigtau von Schädlingen (Läuse, Schildläuse) wachsen. Nicht direkt schädlich, aber sie beeinträchtigen die Photosynthese. Bekämpfung: Erst die saugenden Schädlinge beseitigen, dann Blätter mit Seifenwasser abwischen.

Vorbeugung und allgemeine Tipps

Die beste Vorbeugung gegen Schädlinge und Krankheiten ist eine artgerechte Pflege: ausreichend Licht, mäßiges Gießen ohne Staunässe, gute Luftzirkulation und angemessene Düngung. Reife Olivenbäume, die optimal gepflegt werden, sind äußerst widerstandsfähig. Kontrolliere den Baum regelmäßig auf Anzeichen von Befall, besonders an Blattunterseiten, Triebspitzen und in Blattachseln. Frühes Erkennen erleichtert die Bekämpfung erheblich. Vermeide übermäßige Stickstoffdüngung, da sie weiches, anfälliges Wachstum fördert. Bei der Überwinterung im Wintergarten sorge für gute Belüftung, um Pilzbefall vorzubeugen. Quarantäne neuer Pflanzen verhindert die Einschleppung von Schädlingen.

✂️ Rückschnitt & Formschnitt

Bester Zeitpunkt: Der ideale Zeitpunkt für einen Rückschnitt ist das späte Frühjahr, etwa April bis Mai, nachdem die Gefahr strenger Fröste vorbei ist und vor dem neuen Austrieb. Alternativ kann ein leichter Formschnitt auch im Sommer nach der Blüte erfolgen. Vermeide Schnitte im Herbst oder Winter, da offene Schnittwunden bei Frost Schaden nehmen können. Reife Olivenbäume brauchen deutlich weniger Schnitt als junge Pflanzen – ein Erhaltungsschnitt alle 2 bis 3 Jahre genügt meist.

Schnitttechnik: Verwende immer scharfes, sauberes Werkzeug – eine Gartenschere für dünne Zweige, eine Astschere oder Säge für dickere Äste. Schneide immer knapp oberhalb einer Knospe oder einer Verzweigung, um saubere Wundheilung zu fördern. Vermeide glatte, gerade Schnitte – ein leicht schräger Schnitt lässt Wasser besser ablaufen. Bei größeren Schnittwunden kannst du ein Wundverschlussmittel auftragen, um Pilzbefall zu verhindern, bei kleineren Schnitten ist das meist nicht nötig.

Was wird geschnitten: Bei reifen Olivenbäumen geht es hauptsächlich um Erhaltungsschnitt – das heißt, du entfernst tote, kranke oder beschädigte Zweige sowie nach innen wachsende oder sich kreuzende Äste, die die Krone verdichten. Ziel ist eine luftige, lichte Krone, die gute Luftzirkulation ermöglicht und Licht bis ins Innere lässt. Ein regelmäßiges Auslichten alle 2 bis 3 Jahre hält den Baum vital und fördert die Fruchtbildung. Wassertriebe – steil nach oben wachsende, kräftige Triebe ohne Blütenansatz – sollten ebenfalls entfernt werden, da sie dem Baum Energie rauben. Bei Kübelpflanzen kannst du die Krone auch in Form bringen, um sie kompakt zu halten – schneide dazu lange Triebe um etwa ein Drittel zurück. Reife Olivenbäume vertragen auch stärkere Rückschnitte gut und treiben zuverlässig aus dem alten Holz aus, falls die Krone zu groß geworden ist. Achte jedoch darauf, nicht zu radikal zu schneiden – maximal ein Drittel der Gesamtmasse pro Jahr entfernen, damit der Baum nicht zu stark geschwächt wird.

⚠️ Typische Pflegefehler

Auch robuste reife Olivenbäume können bei falscher Pflege leiden. Die häufigsten Fehler sind:

  • Zu häufiges Gießen und Staunässe: Der häufigste und schwerwiegendste Fehler. Olivenbäume vertragen Trockenheit besser als Nässe. Staunässe führt zu Wurzelfäule, die oft tödlich endet. Immer erst gießen, wenn die obersten Zentimeter abgetrocknet sind.
  • Zu dunkler Standort: Olivenbäume brauchen maximale Sonne. Ein halbschattiger oder gar schattiger Standort führt zu Kümmerwuchs, Blattverlust und ausbleibender Blüte. Mindestens 6 Stunden direkte Sonne täglich sind Pflicht.
  • Zu warme Überwinterung: Olivenbäume brauchen eine Winterruhe bei kühlen Temperaturen. Eine warme Überwinterung im Wohnzimmer schwächt den Baum und begünstigt Schädlinge. Ideal sind 5 bis 10 °C.
  • Überdüngung: Zu viel Dünger, besonders zu viel Stickstoff, fördert weiches, anfälliges Wachstum und unterdrückt die Fruchtbildung. Olivenbäume sind Hungerkünstler und brauchen weniger Dünger als die meisten Kübelpflanzen.
  • Zu spätes Einräumen im Herbst: Auch wenn reife Olivenbäume einiges an Frost vertragen, solltest du sie nicht unnötigen Risiken aussetzen. Spätestens bei minus 5 °C sollten Kübelpflanzen ins Winterquartier. Plötzliche Fröste ohne Akklimatisierung können Schäden verursachen.
  • Zu häufiges Umtopfen: Reife Olivenbäume wachsen langsam und brauchen nur alle 4 bis 5 Jahre einen neuen Topf. Zu häufiges Umtopfen stresst den Baum unnötig.
  • Substrat ohne Drainage: Normale Blumenerde ohne Zuschlagstoffe ist zu kompakt und speichert zu viel Wasser. Olivenbäume brauchen durchlässiges Substrat mit mineralischen Anteilen.
  • Fehlende Winterruhe: Wer seinen Olivenbaum das ganze Jahr über warm hält und weiterdüngt, verhindert die natürliche Ruhephase. Das schwächt den Baum und verhindert die Blütenbildung.

📅 Pflegekalender

Jahreszeit Maßnahme
Frühjahr (März–Mai) • Ab März ins Freie bringen (langsam akklimatisieren)
• Rückschnitt und Auslichten im April/Mai
• Umtopfen bei Bedarf (alle 4–5 Jahre)
• Düngung beginnen (April)
• Regelmäßige Bewässerung (etwa alle 7–10 Tage)
• Blütezeit (Mai–Juni)
Sommer (Juni–August) • Vollsonniger Standort im Freien
• Regelmäßige Bewässerung (alle 7–10 Tage, bei Hitze häufiger)
• Düngung alle 2–3 Wochen (Flüssigdünger) oder mit Langzeitdünger
• Kontrolle auf Schädlinge
• Fruchtansatz entwickelt sich
Herbst (September–November) • Düngung ab September einstellen
• Bewässerung reduzieren
• Ins Winterquartier bringen (spätestens bei minus 5 °C)
• Oliven ernten (je nach Sorte Oktober–Dezember)
Winter (Dezember–Februar) • Kühle, helle Überwinterung (5–10 °C)
• Sehr sparsam gießen (alle 3–4 Wochen)
• Keine Düngung
• Kontrolle auf Schädlinge (besonders Spinnmilben)
• Regelmäßig lüften

Praxis-Beispiel: Reife Olivenbäume in der Anwendung

Ausgangssituation:

Ein Kunde aus Regensburg erwarb im Frühjahr 2022 einen reifen Olivenbaum mit etwa 35 Jahren und einem Stammumfang von 40 Zentimetern. Der Baum stand zunächst auf einer vollsonnigen Südterrasse in einem 80-Liter-Kunststofftopf und zeigte üppiges Wachstum. Im ersten Winter wurde er in einem beheizten Wintergarten bei 18 bis 22 °C überwintert – deutlich zu warm. Der Baum verlor im Laufe des Winters viele Blätter, entwickelte Spinnmilbenbefall und zeigte im Frühjahr 2023 kaum Blütenansatz. Der Kunde war enttäuscht und unsicher, was schiefgelaufen war.

Maßnahmen:

Nach einer ausführlichen Beratung stellte der Kunde die Überwinterung im Herbst 2023 komplett um. Der Baum wurde in einen unbeheizten, aber hellen Nebenraum mit Temperaturen zwischen 5 und 8 °C gebracht. Die Bewässerung wurde auf einmal monatlich reduziert, gedüngt wurde nicht. Im Frühjahr 2024 topfte der Kunde den Baum in einen größeren Terrakotta-Topf um, verwendete unser durchlässiges Substrat gemischt mit Lavagranulat (Verhältnis 2:1) und brachte ihn schrittweise wieder ins Freie. Die Düngung erfolgte sparsam mit einem Langzeitdünger für mediterrane Pflanzen, die Bewässerung wurde auf etwa alle 10 Tage angepasst.

Ergebnis:

Bereits im Mai 2024 zeigte der Olivenbaum üppige Blütenbildung – deutlich mehr als im Vorjahr. Die Krone wurde dicht und vital, neue Triebe entwickelten sich kräftig. Im Herbst 2024 konnte der Kunde zum ersten Mal etwa 3 Kilogramm Oliven ernten, die er selbst einlegte. Der Spinnmilbenbefall trat nicht mehr auf. Der Baum entwickelte sich prächtig und ist heute ein echtes Schmuckstück auf der Terrasse. Der Kunde hat gelernt, dass reife Olivenbäume eine kühle Winterruhe brauchen und nicht wie tropische Pflanzen behandelt werden dürfen – seitdem läuft die Pflege reibungslos.

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❓ Häufig gestellte Fragen

Wie alt werden Olivenbäume?
Olivenbäume können mehrere hundert, in Ausnahmefällen sogar über tausend Jahre alt werden. In ihrer mediterranen Heimat gibt es Exemplare, die nachweislich über 2000 Jahre alt sind. Reife Olivenbäume mit 20 bis 50 Jahren sind noch jung und haben ihr volles Potenzial noch vor sich. Mit guter Pflege können sie problemlos mehrere hundert Jahre alt werden und über Generationen hinweg Freude bereiten.
Kann ich meinen reifen Olivenbaum auspflanzen?
In sehr milden Weinbauregionen Deutschlands – etwa der Pfalz, dem Kaiserstuhl oder Teilen Bayerns – ist das Auspflanzen möglich, aber mit Risiken verbunden. Der Standort muss vollsonnig und absolut windgeschützt sein, der Boden gut durchlässig. Eine Mulchschicht schützt die Wurzeln im Winter. Reife Olivenbäume vertragen bis minus 10 °C kurzfristig, bei strengeren Frösten ist Winterschutz (Vlies, Schilfmatten) erforderlich. Kübelhaltung ist sicherer und flexibler.
Warum verliert mein Olivenbaum Blätter?
Blattverlust kann mehrere Ursachen haben: Staunässe und Wurzelfäule (häufigste Ursache), zu dunkler Standort, zu warme Überwinterung, plötzlicher Standortwechsel, Schädlingsbefall oder Trockenstress. Ein gewisser Blattverlust im Winter ist normal, besonders bei kühler Überwinterung. Prüfe die Wurzeln auf Fäulnis, optimiere den Standort und passe das Gießverhalten an. Bei gesunden Wurzeln treibt der Baum im Frühjahr wieder aus.
Mein Olivenbaum blüht nicht – was kann ich tun?
Fehlende Blüte hat meist zwei Hauptursachen: zu warme Überwinterung (keine Winterruhe) oder zu viel Stickstoffdünger. Olivenbäume brauchen eine kühle Ruhephase bei 5 bis 10 °C, um Blütenknospen zu bilden. Überdüngung fördert Blattwachstum statt Blüten. Außerdem brauchen Olivenbäume maximale Sonne – ein zu dunkler Standort verhindert die Blüte. Sorge für kühle Überwinterung, reduziere Düngung und stelle den Baum vollsonnig. Im Folgejahr sollte die Blüte einsetzen.
Wie kann ich Oliven selbst einlegen?
Frisch geerntete Oliven sind wegen der Bitterstoffe ungenießbar und müssen behandelt werden. Es gibt zwei Methoden: Einlegen in Salzlake (traditionell, dauert 2 bis 3 Monate) oder Behandlung mit Natronlauge (schneller, aber gefährlich). Für die Salzmethode ritzt du die Oliven an, legst sie in Salzwasser (100 g Salz pro Liter) und wechselst das Wasser alle 2 bis 3 Tage. Nach etwa 6 bis 8 Wochen sind die Bitterstoffe weitgehend ausgewaschen. Dann legst du die Oliven in frische Salzlake mit Kräutern und Gewürzen ein. Grüne Oliven brauchen länger als schwarze.
Wie schnell wächst ein reifer Olivenbaum?
Reife Olivenbäume wachsen langsamer als junge Exemplare – etwa 5 bis 10 Zentimeter Höhenzuwachs pro Jahr und weniger als 1 Zentimeter Stammumfang pro Jahr. Das Wachstum hängt stark von Standort, Düngung und Pflege ab. In Kübelhaltung wachsen sie noch langsamer als ausgepflanzt. Olivenbäume sind Langsamwachser, die ihre Energie in Langlebigkeit und Fruchtbildung investieren statt in schnelles Wachstum.
Welche Topfgröße braucht ein reifer Olivenbaum?
Die Topfgröße hängt von der Baumgröße ab. Als Faustregel gilt: Der Topfdurchmesser sollte etwa ein Drittel der Kronenhöhe betragen. Ein reifer Olivenbaum mit 150 Zentimeter Höhe braucht etwa einen 50-Liter-Topf, bei 200 Zentimeter Höhe etwa 80 bis 100 Liter. Wichtiger als die Größe sind ausreichend Drainagelöcher und ein stabiles Material (Terrakotta oder Kunststoff). Zu große Töpfe fördern Staunässe, zu kleine bremsen das Wachstum.
Kann ich meinen Olivenbaum im Wohnzimmer halten?
Ganzjährig im Wohnzimmer ist nicht empfehlenswert. Olivenbäume brauchen eine kühle Winterruhe bei 5 bis 10 °C, um gesund zu bleiben und zu blühen. Im beheizten Wohnraum fehlt diese Ruhe, außerdem begünstigt trockene Heizungsluft Schädlinge wie Spinnmilben. Im Sommer kann der Baum im hellen Wohnzimmer stehen, sollte aber im Winter kühl und hell überwintern. Ein heller Südstandort am Fenster ist im Wohnzimmer möglich, aber nicht ideal.
Warum werden die Blätter meines Olivenbaums gelb?
Gelbe Blätter haben meist eine von drei Ursachen: Staunässe und Wurzelfäule (häufigste Ursache), Nährstoffmangel (besonders Stickstoff oder Eisen) oder zu dunkler Standort. Prüfe zuerst das Substrat auf Nässe und die Wurzeln auf Fäulnis. Bei gesunden Wurzeln kann ein Mangel vorliegen – dünge sparsam mit ausgewogenem Dünger. Gelbe Blätter mit dunklen Adern deuten auf Eisenmangel hin, gleichmäßig gelbe Blätter auf Stickstoffmangel. Ein Standortwechsel an einen helleren Platz kann ebenfalls helfen.
Sind Olivenbäume giftig für Haustiere?
Nein, Olivenbäume gelten als ungiftig für Haustiere wie Katzen und Hunde. Die Blätter enthalten zwar Bitterstoffe, sind aber nicht toxisch. Dennoch sollten Haustiere nicht größere Mengen Blätter fressen, da dies zu Magenverstimmungen führen kann. Die Früchte sind ebenfalls ungiftig, aber roh wegen der Bitterstoffe ungenießbar. In der Regel meiden Haustiere Olivenbäume von sich aus wegen des bitteren Geschmacks.