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Kanarischer Drachenbaum bis 0°C

Kanarischer Drachenbaum (Dracaena drago)

Tauchen Sie ein in die exotische Schönheit des Kanarischen Drachenbaums (Dracaena draco). Erfahren Sie, wie Sie ihn pflegen und wachsen lassen.

Alle wichtigen Informationen finden Sie hier!


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DRDR
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Palmenstadl-Pflanzen
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🐉 Kanarischer Drachenbaum – Legendärer Baum mit Drachenblut

Mit dem Kanarischen Drachenbaum holst du dir eine lebende Legende in dein Zuhause – dieser markante subtropische Baum mit seinem charakteristischen, dicken grauen Stamm und den schwertförmigen, grün-roten Blättern in Rosetten ist seit Jahrhunderten ein Symbol der Kanarischen Inseln und fasziniert durch sein einzigartiges rotes Harz, das als "Drachenblut" bekannt ist. Der wissenschaftliche Name Dracaena draco leitet sich vom lateinischen "draco" (Drache) ab und verweist auf die antiken Legenden, die sich um diesen außergewöhnlichen Baum ranken. In seiner Heimat kann er bis zu 20 Meter hoch werden und einen Stammumfang von über 15 Metern erreichen – das berühmteste Exemplar, der "Drago Milenario" in Icod de los Vinos auf Teneriffa, ist etwa 400–600 Jahre alt und 16 Meter hoch.

Als Zimmerpflanze oder Kübelpflanze ist der Kanarische Drachenbaum außergewöhnlich robust und pflegeleicht. Er wächst langsam und entwickelt über viele Jahre seinen charakteristischen, dicken Stamm, der sich im Alter verzweigt und dann die typische, majestätische Baumform annimmt. Die schwertförmigen Blätter sind 50–60 cm lang und wachsen in dichten Rosetten an den Zweigenden – sie haben eine grün-rote Färbung, die der Pflanze eine besondere Ausstrahlung verleiht. Das absolute Highlight sind die seltenen Blüten: Alle 10–15 Jahre erscheinen grünlich-weiße Rispen mit duftenden Blüten, gefolgt von orangefarbenen Beeren – ein außergewöhnliches Ereignis! Das berühmte rote Harz "Drachenblut" wird bei Verletzungen des Stammes abgesondert und wurde historisch als Farbstoff, Heilmittel und zur Einbalsamierung genutzt – tief verwurzelt in der guanchischen Kultur der Kanaren.

Perfekt für alle, die eine pflegeleichte, legendäre Pflanze mit historischer Bedeutung und außergewöhnlicher Optik suchen. Der Kanarische Drachenbaum verträgt Trockenheit gut, benötigt nur mäßige Bewässerung und wenig Dünger – ideal für alle, die Wert auf robuste, langsam wachsende Pflanzen mit geringem Aufwand legen. Er ist hitze- und kältetolerant (kurzzeitig bis -5°C) und eignet sich sowohl als Zimmerpflanze als auch als Kübelpflanze für Terrasse und Wintergarten. Ein echter Hingucker mit jahrhundertelanger Geschichte!

Kanarischer Drachenbaum mit charakteristischem dicken Stamm und schwertförmigen Blättern
Der Kanarische Drachenbaum beeindruckt mit seinem dicken, grauen Stamm und den schwertförmigen, grün-roten Blättern in Rosetten

☀️ Standort & Licht

Der Kanarische Drachenbaum stammt aus Makaronesien – den Kanarischen Inseln, Madeira und den Kapverden – sowie aus Südwest-Marokko. Dort wächst er in subtropischen bis trockenen Habitaten auf Klippen, in Schluchten und auf felsigen Hängen in Höhenlagen zwischen 200 und 600 Metern. Das Klima ist mild mit warmen Sommern (20–30°C), milden Wintern (selten unter 10°C) und mäßigen Niederschlägen, die hauptsächlich im Winter fallen. Der Sommer ist trocken, aber durch die Passatwinde und den Nebel aus dem Atlantik bleibt die Luftfeuchtigkeit relativ hoch. In seiner natürlichen Umgebung wächst Dracaena draco oft als Solitärbaum oder in kleinen Gruppen und entwickelt über Jahrhunderte seinen charakteristischen, dicken Stamm und die verzweigte, schirmförmige Krone.

In seiner Heimat genießt die Pflanze helles bis halbschattiges Licht – oft wächst sie an exponierten Standorten mit direkter Sonneneinstrahlung, aber auch in lichten Wäldern mit teilweiser Beschattung. Die schwertförmigen Blätter sind an sowohl sonnige als auch halbschattige Bedingungen angepasst. Der Kanarische Drachenbaum benötigt mindestens 4–6 Stunden Licht pro Tag, um gesund zu bleiben und seinen charakteristischen Wuchs zu entwickeln. Bei zu wenig Licht werden die Blätter länger, dünner und verlieren ihre intensive Färbung. Die Pflanze verträgt auch Halbschatten gut, wächst dort aber langsamer.

Für dich bedeutet das einen hellen bis halbschattigen Standort. Im Zimmer eignet sich ein Platz in der Nähe eines Süd-, Ost- oder Westfensters besonders gut – hier bekommt die Pflanze ausreichend Licht, ohne direkter Mittagssonne ausgesetzt zu sein. Direkte Mittagssonne im Hochsommer kann vor allem bei jungen Pflanzen zu Blattverbrennungen führen, daher ist leichte Beschattung oder ein Platz mit indirektem Licht ideal. Im Wintergarten solltest du einen hellen Platz wählen, der nicht zu heiß wird. Im Sommer (April–Oktober) kannst du den Kanarischen Drachenbaum auch nach draußen auf die Terrasse oder den Balkon stellen – gewöhne ihn langsam an die direkte Sonne, um Verbrennungen zu vermeiden. Ein halbschattiger bis sonniger Platz im Freien ist ideal. Vermeide zu schattige Standorte – die Pflanze wird dort zwar überleben, aber ihr Wachstum verlangsamt sich stark und die Blätter verlieren an Farbe.

💧 Bewässerung

Der Kanarische Drachenbaum ist an subtropische Bedingungen mit trockenen Sommern und mäßigen Winterregen angepasst. Die Pflanze verträgt Trockenheit gut und ist deutlich robuster gegenüber zu wenig Wasser als zu viel. Staunässe und übermäßiges Gießen sind die häufigsten Ursachen für Probleme mit dieser Pflanze.

Gießrhythmus im Jahresverlauf

Sommer (April–Oktober): Gieße mäßig und erst, wenn die obersten 2–3 cm des Substrats trocken sind. Im Sommer reicht es in der Regel, alle 7–10 Tage zu gießen – je nach Temperatur und Standort. Der Kanarische Drachenbaum zeigt dir durch leicht hängende oder eingerollte Blätter an, wenn er Wasser benötigt, aber warte nicht bis zu diesem Punkt. Eine trockene Erdschicht verträgt er problemlos, Staunässe dagegen nicht. Gieße durchdringend, sodass das Wasser aus den Drainagelöchern läuft, aber lasse das Substrat zwischen den Wassergaben antrocknen.

Herbst & Winter (November–März): Reduziere die Wassergaben deutlich. Im Winter reicht es, alle 2–3 Wochen zu gießen, je nach Raumtemperatur. Bei kühler Überwinterung (10–15°C) noch seltener – etwa alle 3–4 Wochen. Die Pflanze wächst im Winter kaum und benötigt deutlich weniger Wasser. Achte darauf, dass das Substrat zwischen den Wassergaben gut abtrocknet. Zu viel Wasser im Winter führt schnell zu Wurzelfäule.

Gießtechnik & Wasserqualität

Gieße immer durchdringend, aber nicht zu häufig – das Prinzip "weniger ist mehr" gilt hier. Vermeide es, kleine Mengen Wasser täglich zu geben, da dies zu ungleichmäßiger Durchwurzelung führt. Am besten verwendest du Regenwasser oder kalkarmes Leitungswasser – der Kanarische Drachenbaum ist empfindlich gegenüber zu viel Kalk, der zu braunen Blattspitzen führen kann. Gieße immer an der Basis, nicht in die Rosette – stehendes Wasser in der Rosette kann zu Stammfäule führen. Achte darauf, dass überschüssiges Wasser sofort abläuft und entferne stehendes Wasser aus dem Übertopf. Eine gute Drainage ist absolut wichtig.

Weitere Informationen zur optimalen Bewässerung findest du in unserem Ratgeber Tipps zur richtigen Bewässerung und Pflege von Palmen.

🪴 Substrat & Umtopfen

Bester Zeitpunkt zum Umtopfen

Der ideale Zeitpunkt zum Umtopfen ist das zeitige Frühjahr, idealerweise zwischen März und Mai, wenn die Pflanze aus der Winterruhe erwacht und mit dem neuen Wachstum beginnt. Zu diesem Zeitpunkt hat der Kanarische Drachenbaum genug Energie, um sich schnell im neuen Substrat zu etablieren. Vermeide es, im Spätsommer oder Herbst umzutopfen, da die Pflanze dann in die Ruhephase übergeht.

Anzeichen für notwendiges Umtopfen

Du erkennst, dass ein Umtopfen nötig ist, wenn Wurzeln aus den Drainagelöchern wachsen, das Wasser sofort durchläuft oder die Erde stark verdichtet und erschöpft wirkt. Ein weiteres Zeichen ist verlangsamtes Wachstum trotz optimaler Pflege. Da der Kanarische Drachenbaum langsam wächst, musst du in der Regel nur alle 3–4 Jahre umtopfen. Jungpflanzen können etwas häufiger umgetopft werden, wenn sie ihren Topf schnell durchwurzeln. Ein guter Indikator ist auch, wenn die Pflanze im Topf instabil wird – dann ist es Zeit für einen größeren Behälter.

Substrat- und Topfwahl

Der Kanarische Drachenbaum benötigt ein gut durchlässiges Substrat, das Staunässe vermeidet, aber gleichzeitig Feuchtigkeit speichert. Ideal ist eine Mischung aus hochwertiger Zimmerpflanzenerde, Perlite und Sand im Verhältnis 2:1:1. Der pH-Wert sollte leicht sauer bis neutral liegen (6,0–7,0). Du kannst auch spezielle Palmen- oder Kübelpflanzenerde verwenden und diese mit Perlite oder Lavagranulat anreichern, um die Drainage zu verbessern. Weitere Informationen zur optimalen Erde findest du unter Palmenstadl-Substrate.

Wähle einen Topf, der 5–10 cm größer im Durchmesser ist als der bisherige. Wichtig sind Drainagelöcher am Boden. Schwere Töpfe aus Terrakotta oder Keramik sind ideal, da sie für Standfestigkeit sorgen (der Baum wird mit der Zeit kopflastig!) und atmungsaktiv sind. Lege eine Drainageschicht aus grobem Kies oder Blähton (3–5 cm) auf den Topfboden, bevor du das Substrat einfüllst. Das verhindert Staunässe und Wurzelfäule.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

Topfe die Pflanze vorsichtig aus und entferne lose Erde vom Wurzelballen. Beschädigte oder faulige Wurzeln schneidest du mit einer sauberen, scharfen Schere ab. Setze die Pflanze so in den neuen Topf, dass sie auf der gleichen Höhe steht wie zuvor. Fülle das Substrat ein und klopfe den Topf leicht auf, damit sich die Erde setzt. Gieße nach dem Umtopfen durchdringend und stelle die Pflanze an ihren gewohnten Standort. In den ersten Wochen nach dem Umtopfen gießt du etwas vorsichtiger, bis die Pflanze sich etabliert hat. Der Kanarische Drachenbaum verträgt Umtopfen gut und erholt sich schnell.

🌿 Düngung

Der Kanarische Drachenbaum hat moderate Nährstoffansprüche und benötigt nur wenig Dünger. In seiner natürlichen Umgebung wächst er auf relativ kargen, felsigen Böden und ist an nährstoffarme Bedingungen angepasst. Eine Düngung unterstützt das Wachstum und die Vitalität, sollte aber sparsam erfolgen.

Empfohlene Düngertypen

Option 1: Regelmäßige Düngung in der Wachstumszeit: Verwende einen flüssigen Grünpflanzendünger oder Palmendünger in reduzierter Konzentration (50% der empfohlenen Menge). Dünge alle 4–6 Wochen während der Wachstumsphase (April–September). Diese moderate Düngung fördert das Wachstum und hält die Blätter grün und vital.

Option 2: Langzeitdünger: Alternativ kannst du im Frühjahr (März/April) einen Langzeitdünger in das Substrat einarbeiten, der die Pflanze über mehrere Monate mit Nährstoffen versorgt. Das ist besonders praktisch für größere Exemplare.

Wann und wie düngen?

Dünge nur während der aktiven Wachstumsphase von April bis September, alle 4–6 Wochen. Im Herbst und Winter stellst du die Düngung komplett ein, da die Pflanze in dieser Zeit ruht und keine Nährstoffe aufnimmt. Überdüngung zeigt sich durch braune Blattspitzen, Salzablagerungen auf der Erde und weiche, übermäßig schnell wachsende Triebe. Wenn du dir unsicher bist, dünge lieber etwas weniger – der Kanarische Drachenbaum verträgt Unterversorgung besser als Überdüngung.

Weitere Informationen zu geeigneten Düngern findest du unter Palmenstadl-Dünger.

🍊 Blüten & Früchte

Grünlich-weiße Blütenrispen und orangefarbene Beeren des Kanarischen Drachenbaums
Die seltenen grünlich-weißen Blütenrispen erscheinen alle 10–15 Jahre und werden von orangefarbenen Beeren gefolgt

Der Kanarische Drachenbaum blüht in Kultur selten, aber wenn er blüht, ist es ein besonderes Ereignis. In seiner Heimat und auch bei älteren Exemplaren in Kultur erscheinen die Blüten typischerweise alle 10–15 Jahre – manchmal auch seltener. Die Blüten sind grünlich-weiß und erscheinen in großen, rispigen Blütenständen, die an den Enden der Zweige wachsen. Sie duften angenehm süßlich und ziehen Bienen und andere Insekten an. Die Blütezeit ist meist im Frühjahr oder Sommer. Nach der Blüte entwickeln sich orangefarbene, runde Beeren, die etwa 1 cm groß sind und 1–3 Samen enthalten.

In Zimmerkultur sind Blüten eine absolute Rarität und meist nur bei sehr alten, großen Exemplaren (15+ Jahre) mit gutem Stamm und mehreren Verzweigungen zu beobachten. Die Pflanze benötigt dafür optimale Bedingungen – helles Licht, regelmäßige Pflege und eine kühle Winterruhe können die Blütenbildung fördern. Nach der Blüte verzweigt sich der Trieb, was dem Baum seine charakteristische, schirmförmige Krone verleiht. Wenn du das Glück hast, eine Blüte zu erleben, ist das ein Zeichen dafür, dass sich dein Kanarischer Drachenbaum über viele Jahre rundum wohlfühlt und seine volle Reife erreicht hat. Das berühmte rote Harz "Drachenblut" wird übrigens bei Verletzungen des Stammes abgesondert – ein faszinierendes Merkmal, das historisch genutzt wurde.

❄️ Überwinterung

Kanarischer Drachenbaum in hellem Wintergarten
Ideale Überwinterung im hellen, kühlen Wintergarten bei 10–15°C

Die Überwinterung des Kanarischen Drachenbaums ist relativ unkompliziert, da die Pflanze kurzzeitig bis -5°C verträgt, aber nicht wirklich winterhart ist. Kübelexemplare sollten vor längerem Frost geschützt werden. Die Pflanze profitiert von einer kühlen Winterruhe, benötigt diese aber nicht zwingend.

Überwinterung im Zimmer (einfachste Variante): Der Kanarische Drachenbaum kann problemlos bei normaler Zimmertemperatur (18–22°C) überwintert werden. Wichtig ist ein heller Standort, da die Pflanze auch im Winter Licht benötigt. Reduziere die Wassergaben deutlich – gieße nur etwa alle 2–3 Wochen. Stelle die Düngung komplett ein. Achte auf ausreichende Luftfeuchtigkeit, da die Heizungsluft im Winter sehr trocken ist. Ein gelegentliches Besprühen der Blätter mit kalkfreiem Wasser oder das Aufstellen von Wasserschalen in der Nähe hilft.

Überwinterung kühl (ideal für Vitalität): Ideal ist eine kühle Überwinterung bei 10–15°C in einem hellen Wintergarten, unbeheizten Gewächshaus oder kühlen, hellen Raum. Bei diesen Temperaturen geht die Pflanze in eine echte Winterruhe und sammelt Kraft für das nächste Jahr. Gieße sehr sparsam – etwa alle 3–4 Wochen, gerade so viel, dass der Wurzelballen nicht komplett austrocknet. Bei kühler Überwinterung ist die Pflanze deutlich weniger anfällig für Schädlinge und wächst im nächsten Jahr vitaler.

Outdoor-Überwinterung (nur mild): In sehr milden Regionen (z.B. Weinbauklima, Rheinebene, Küstenregionen) kann der Kanarische Drachenbaum mit gutem Winterschutz auch ausgepflanzt überwintert werden. Kurzzeitig verträgt er bis -5°C. Wichtig ist ein sehr gut drainierter Boden und Schutz vor Winternässe. Bei Temperaturen unter -5°C solltest du die Pflanze mit Vlies oder Jute schützen. In den meisten deutschen Regionen ist Kübelkultur sicherer.

Ausführliche Informationen zur Überwinterung findest du in unserem Ratgeber Palmen, Oliven und Oleander im Kübel überwintern.

💨 Luftfeuchtigkeit

Der Kanarische Drachenbaum stammt von den Kanarischen Inseln mit ihrem subtropischen Klima und ist an moderate bis hohe Luftfeuchtigkeit angepasst. In seiner Heimat liegt die durchschnittliche Luftfeuchtigkeit durch den Passatwind und den Nebel aus dem Atlantik bei 60–80%. Die Pflanze verträgt aber auch niedrigere Luftfeuchtigkeit, wie sie in Wohnräumen vorkommt, relativ gut.

Ideale Bedingungen

Eine Luftfeuchtigkeit von 50–70% ist ideal. Der Kanarische Drachenbaum kommt aber auch mit niedrigeren Werten (40–50%) zurecht, wie sie in beheizten Wohnräumen vorkommen. Bei zu niedriger Luftfeuchtigkeit (unter 40%) zeigen sich braune Blattspitzen und eingetrocknete Blattränder. Achte besonders im Winter bei trockener Heizungsluft auf ausreichende Luftfeuchtigkeit. Du kannst die Blätter regelmäßig mit kalkfreiem Wasser besprühen (1–2 Mal pro Woche) oder Wasserschalen in der Nähe der Pflanze aufstellen. Ein Luftbefeuchter hilft ebenfalls. Gute Luftzirkulation ist wichtig – vermeide stehendes Mikroklima, da dies Pilzbefall begünstigt.

Standortwahl nach Luftfeuchtigkeit

Ideal sind Standorte mit natürlich höherer Luftfeuchtigkeit wie Badezimmer (falls hell genug), Küchen oder Wintergärten. Vermeide direkte Nähe zu Heizkörpern oder Klimaanlagen, da diese die Luft stark austrocknen. Im Sommer kannst du die Pflanze nach draußen stellen – hier profitiert sie von der natürlichen Luftfeuchtigkeit und dem Regen. Der Kanarische Drachenbaum ist insgesamt relativ anpassungsfähig, aber höhere Luftfeuchtigkeit fördert seine Vitalität und verhindert braune Blattspitzen.

🐛 Schädlinge & Krankheiten

Kontrolle der Blätter auf Schädlinge beim Kanarischen Drachenbaum
Regelmäßige Kontrolle der Blätter hilft, Schädlinge frühzeitig zu erkennen

Der Kanarische Drachenbaum ist grundsätzlich robust, kann aber bei suboptimalen Bedingungen von Schädlingen und Krankheiten befallen werden. Bei optimaler Pflege – helles Licht, mäßige Bewässerung, gute Luftzirkulation – bleibt die Pflanze meist gesund. Probleme treten hauptsächlich bei zu niedriger Luftfeuchtigkeit, Staunässe oder geschwächten Pflanzen auf.

Häufige Schädlinge

  • Spinnmilben: Treten vor allem bei trockener Heizungsluft im Winter auf. Erkennst du an feinen Gespinsten auf den Blattunterseiten und kleinen, gelblichen Punkten auf den Blättern. Erhöhe die Luftfeuchtigkeit sofort, dusche die Pflanze gründlich ab und behandle sie mit Neemöl oder einer Seifenlösung (1 EL Schmierseife auf 1 Liter Wasser). Wiederhole die Behandlung alle 5–7 Tage.
  • Schildläuse: Siedeln sich vor allem an den Blattunterseiten und am Stamm an. Erkennst du an braunen, ovalen Schilden und klebrigen Ausscheidungen. Entferne sie mechanisch mit einem Wattestäbchen in Alkohol oder behandle die Pflanze mit Neemöl. Bei starkem Befall mehrfach wiederholen.
  • Wollläuse: Treten gelegentlich auf und bilden weiße, watteartige Gespinste in den Blattachseln. Entferne sie mechanisch oder behandle mit Neemöl. Kontrolliere die Pflanze regelmäßig, da Wollläuse sich schnell vermehren.
  • Thripse: Selten, aber möglich. Erkennst du an silbrigen Flecken auf den Blättern und kleinen, länglichen Insekten. Behandlung mit Neemöl oder Gelbtafeln zur Kontrolle.

Pilzkrankheiten

  • Wurzelfäule: Die häufigste Krankheit, verursacht durch Staunässe und übermäßiges Gießen. Erkennst du an weichen, matschigen Wurzeln, die unangenehm riechen, sowie an gelben, welken Blättern. Bei ersten Anzeichen die Pflanze sofort aus dem nassen Substrat nehmen, alle fauligen Wurzeln großzügig abschneiden und in frisches, trockenes Substrat umtopfen. Gieße erst nach einigen Tagen wieder sehr sparsam. Vorbeugung: Gute Drainage, mäßiges Gießen.
  • Stammfäule: Entsteht, wenn Wasser in der Rosette steht oder die Basis dauerhaft feucht ist. Erkennst du an braunen, weichen Stellen am Stamm. Entferne befallene Bereiche großzügig mit einem sauberen, scharfen Messer und lasse die Schnittstelle abtrocknen. Fungizid-Behandlung kann helfen. Vorbeugung: Niemals in die Rosette gießen, gute Luftzirkulation.
  • Blattfleckenkrankheit: Selten, meist durch Pilzbefall bei zu hoher Feuchtigkeit. Erkennst du an braunen Flecken mit gelbem Hof auf den Blättern. Entferne befallene Blätter, verbessere die Luftzirkulation und reduziere die Feuchtigkeit.

Vorbeugung

Die beste Vorbeugung ist optimale Pflege: heller Standort, mäßiges Gießen, gute Drainage, ausreichende Luftfeuchtigkeit und gute Luftzirkulation. Kontrolliere die Pflanze regelmäßig auf Schädlinge – vor allem im Winter, wenn die Bedingungen für Spinnmilben ideal sind. Halte die Pflanze sauber und entferne abgestorbene Blätter. Vermeide Staunässe konsequent. Eine gesunde, vitale Pflanze ist deutlich weniger anfällig für Schädlinge und Krankheiten.

Bekämpfung

Bei leichtem Schädlingsbefall reichen oft mechanische Entfernung und Hausmittel wie Seifenlösung oder Neemöl. Mische für eine Seifenlösung 1 Esslöffel Schmierseife mit 1 Liter Wasser und besprühe die befallenen Stellen gründlich. Wiederhole die Behandlung alle 5–7 Tage, bis die Schädlinge verschwunden sind. Bei Wurzelfäule ist sofortiges Umtopfen in trockenes Substrat die wichtigste Maßnahme. Chemische Mittel sollten nur als letztes Mittel bei starkem Befall eingesetzt werden – biologische Maßnahmen reichen bei Zimmerpflanzen meist aus.

✂️ Rückschnitt & Formschnitt

Der Rückschnitt des Kanarischen Drachenbaums ist unkompliziert und beschränkt sich meist auf das Entfernen abgestorbener Blätter. Die Pflanze verzweigt sich von Natur aus nach der Blüte oder bei Verletzungen, sodass ein Formschnitt meist nicht notwendig ist. Du kannst aber durch gezielten Schnitt die Verzweigung fördern und die Form beeinflussen.

Wann und was schneiden?

Entferne abgestorbene, braune Blätter regelmäßig, am besten im Frühjahr (März/April). Schneide sie möglichst nah an der Basis ab, ohne den Stamm zu verletzen. Verwende eine saubere, scharfe Schere. Wenn du die Pflanze verzweigen lassen möchtest, kannst du den Haupttrieb kappen – am besten im Frühjahr. Die Pflanze treibt dann aus den darunter liegenden Knospen mehrere neue Triebe und entwickelt eine buschigere Form. Achtung: Beim Schnitt des Stammes tritt das berühmte rote Harz "Drachenblut" aus – das ist normal und verschließt die Wunde auf natürliche Weise.

Werkzeug und Sicherheit

Nutze eine scharfe, stabile Gartenschere oder eine Säge für dickere Stämme. Desinfiziere das Werkzeug vor und nach dem Schnitt mit Alkohol, um Krankheitsübertragungen zu vermeiden. Trage Handschuhe, da das austretende rote Harz klebrig ist und Flecken verursachen kann. Das Harz ist nicht giftig, kann aber bei empfindlichen Personen Hautreizungen verursachen.

Was passiert nach dem Schnitt?

Nach dem Entfernen alter Blätter sieht die Pflanze aufgeräumter aus. Nach einem Rückschnitt des Stammes treibt die Pflanze nach einigen Wochen neue Triebe aus den Knospen unterhalb der Schnittstelle – meist 2–4 neue Triebe. Das Wachstum ist langsam, aber stetig. Die Schnittstelle verschließt sich durch das rote Harz und heilt gut ab. Mit der Zeit entwickelt sich so die charakteristische, verzweigte, schirmförmige Krone des Kanarischen Drachenbaums.

⚠️ Typische Pflegefehler

  • Zu viel gießen / Staunässe: Der häufigste und gravierendste Fehler. Zeigt sich durch Wurzelfäule, gelbe Blätter und weichen Stamm. Der Kanarische Drachenbaum verträgt Trockenheit besser als Nässe. Abhilfe: Gießintervalle drastisch reduzieren, nur gießen wenn oberste 2–3 cm trocken sind, Drainage verbessern. Bei Wurzelfäule sofort umtopfen in trockenes Substrat.
  • Zu wenig Licht: Zeigt sich durch längere, dünnere Blätter, Verlust der Farbe und schwaches Wachstum. Die Pflanze streckt sich in Richtung Lichtquelle. Abhilfe: Standort wechseln zu einem helleren Platz mit mindestens 4–6 Stunden Licht täglich. Direkte Mittagssonne langsam angewöhnen.
  • Zu trockene Luft: Zeigt sich durch braune Blattspitzen und eingetrocknete Blattränder. Besonders im Winter bei Heizungsluft problematisch. Abhilfe: Luftfeuchtigkeit erhöhen durch regelmäßiges Besprühen (1–2 Mal pro Woche), Wasserschalen aufstellen oder Luftbefeuchter verwenden. Nicht direkt neben Heizkörper stellen.
  • Kalkhaltiges Wasser: Zeigt sich durch braune Blattspitzen, Salzablagerungen auf der Erde und schlechtes Wachstum. Der Kanarische Drachenbaum ist empfindlich gegenüber zu viel Kalk. Abhilfe: Regenwasser oder kalkarmes Leitungswasser verwenden, Wasser vor dem Gießen abstehen lassen.
  • Gießen in die Rosette: Zeigt sich durch Stammfäule, braune, weiche Stellen am Stamm und absterbende Blätter von innen heraus. Wasser sammelt sich in der Rosette und kann nicht verdunsten. Abhilfe: Immer an der Basis gießen, niemals von oben. Bei versehentlichem Gießen in die Rosette das Wasser mit einem Tuch aufsaugen.
  • Überdüngung: Zeigt sich durch braune Blattspitzen, Salzablagerungen auf der Erde und weiche Triebe. Abhilfe: Düngung reduzieren oder einstellen, Erde austauschen wenn stark versalzen. Der Kanarische Drachenbaum benötigt nur wenig Dünger.
  • Zu kalter Standort im Winter: Zeigt sich durch braune, matschige Blätter und Frostschäden. Kurzzeitig verträgt die Pflanze bis -5°C, aber nicht dauerhaft. Abhilfe: Rechtzeitig einräumen vor ersten Frösten, frostfrei überwintern. Bei versehentlichem Frost geschädigte Bereiche abschneiden.

📅 Pflegekalender

Der Kanarische Drachenbaum folgt einem klaren Jahresrhythmus, der sich an den Jahreszeiten orientiert. Mit diesem Pflegekalender behältst du den Überblick über die wichtigsten Aufgaben und sorgst dafür, dass deine Pflanze gesund und vital bleibt.

Jahreszeit Wichtigste Pflegemaßnahmen
Frühjahr (März–Mai) Umtopfen falls nötig (alle 3-4 Jahre) | Wassergaben langsam erhöhen (wenn oberste 2-3 cm trocken) | Abgestorbene Blätter entfernen | Düngung beginnen (ab April, alle 4-6 Wochen) | Nach draußen stellen ab Mitte Mai (langsam an Sonne gewöhnen) | Substrat auf Drainage prüfen
Sommer (Juni–August) Regelmäßig gießen (alle 7-10 Tage, wenn oberste Schicht trocken) | Heller bis halbschattiger Standort sicherstellen | Alle 4-6 Wochen düngen (Grünpflanzendünger, halbe Konzentration) | Luftfeuchtigkeit im Auge behalten (bei Hitze besprühen) | Auf Schädlinge kontrollieren
Herbst (September–November) Wassergaben reduzieren | Düngung einstellen (ab Oktober) | Pflanze ins Winterquartier bringen (Mitte/Ende Oktober, vor ersten Frösten) | Auf Schädlinge kontrollieren (vor dem Einräumen) | Abgestorbene Blätter entfernen
Winter (Dezember–Februar) Sparsam gießen (alle 2-3 Wochen bei Zimmertemperatur, alle 3-4 Wochen bei kühler Überwinterung) | Heller Standort (auch im Winter Licht wichtig!) | Keine Düngung | Luftfeuchtigkeit erhöhen (Heizungsluft ist trocken, regelmäßig besprühen) | Auf Spinnmilben kontrollieren (häufig im Winter) | Temperatur: 10-15°C ideal, mind. 5°C | Niemals Staunässe!

Praxis-Beispiel: Kanarischer Drachenbaum in der Anwendung

Ausgangssituation:

Eine Kundin aus Regensburg kaufte ihren Kanarischen Drachenbaum vor zehn Jahren bei uns – damals etwa 60 cm hoch mit einem dünnen Stamm. Sie suchte eine robuste, pflegeleichte Zimmerpflanze mit besonderer Optik und historischer Bedeutung für ihr helles Wohnzimmer. Der Standort war ideal: ein Platz etwa 2 Meter vom Südfenster entfernt, wo die Pflanze viel indirektes Licht bekommt, aber nicht direkt der Mittagssonne ausgesetzt ist.

Maßnahmen:

Sie topfte die Pflanze alle 3–4 Jahre in einen größeren Terrakotta-Topf mit einer Mischung aus Zimmerpflanzenerde, Perlite und Sand (2:1:1) um. Eine Drainageschicht aus Blähton am Topfboden verhindert Staunässe. Im Sommer goss sie etwa alle 7–10 Tage, wenn die obersten 2–3 cm des Substrats trocken waren – durchdringend, aber nicht zu häufig. Im Winter reduzierte sie die Wassergaben auf alle 2–3 Wochen. Eine Düngung erfolgte alle 4–6 Wochen von April bis September mit halbierter Grünpflanzendünger-Konzentration. Besonders wichtig war ihr die Luftfeuchtigkeit: Sie besprühte die Blätter im Winter 1–2 Mal pro Woche mit kalkfreiem Wasser und stellte Wasserschalen in der Nähe der Heizung auf. Im Sommer (Juni–September) stellte sie die Pflanze auf ihren halbschattigen Balkon, wo sie von der natürlichen Luftfeuchtigkeit und dem Regen profitierte.

Ergebnis:

Heute ist der Kanarische Drachenbaum etwa 1,80 Meter hoch mit einem dicken, grauen Stamm von etwa 12 cm Durchmesser. Vor drei Jahren entschied sie sich, den Haupttrieb zu kappen, um die Pflanze zu verzweigen – seitdem hat sich eine wunderschöne, schirmförmige Krone mit vier Haupttrieben entwickelt. Die schwertförmigen, grün-roten Blätter in den dichten Rosetten sind ein absoluter Hingucker. Die Kundin berichtet, dass der Kanarische Drachenbaum eine der pflegeleichtesten und dankbarsten Pflanzen in ihrer Sammlung ist – in zehn Jahren keinerlei größere Probleme, nur gelegentlich Spinnmilben im Winter, die sie mit Neemöl schnell in den Griff bekam. Besonders schätzt sie die langsame, aber stetige Entwicklung des majestätischen Stammes und die legendäre Geschichte der Pflanze. Sie hofft, dass ihr Baum eines Tages blüht – auch wenn sie weiß, dass das noch einige Jahre dauern kann!

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❓ FAQ – Häufig gestellte Fragen zum Kanarischen Drachenbaum

"Drachenblut" ist das berühmte rote Harz, das der Kanarische Drachenbaum bei Verletzungen des Stammes absondert. Es hat eine tiefrote Farbe und wurde historisch als Farbstoff, Heilmittel und zur Einbalsamierung genutzt – tief verwurzelt in der guanchischen Kultur der Kanarischen Inseln. Der wissenschaftliche Name "draco" (Drache) stammt von diesem roten Harz und den antiken Legenden, die sich um den Baum ranken. Das Harz verschließt Wunden natürlich und schützt die Pflanze vor Infektionen. Es ist nicht giftig, aber klebrig. Heute wird es nur noch selten genutzt, da wilde Populationen geschützt sind (IUCN vulnerabel).

Nein, der Kanarische Drachenbaum ist nicht wirklich winterhart. Er verträgt kurzzeitig bis -5°C, aber nicht dauerhaft. In sehr milden Regionen (z.B. Weinbauklima, Küstenregionen) kann er mit gutem Winterschutz ausgepflanzt überwintert werden, aber in den meisten deutschen Regionen ist Kübelkultur sicherer. Wichtig ist frostfreie Überwinterung bei mindestens 5°C. Ideal ist eine kühle Überwinterung bei 10–15°C in einem hellen Wintergarten oder kühlen Raum. Bei Zimmertemperatur (18–22°C) kann er auch überwintert werden, benötigt dann aber ausreichend Licht und erhöhte Luftfeuchtigkeit. Rechtzeitiges Einräumen vor ersten Frösten (Mitte/Ende Oktober) ist wichtig.

Im Sommer (April–Oktober) gießt du etwa alle 7–10 Tage, wenn die obersten 2–3 cm des Substrats trocken sind. Gieße durchdringend, aber lasse das Substrat zwischen den Wassergaben antrocknen. Im Winter (November–März) reduziere die Wassergaben auf alle 2–3 Wochen bei Zimmertemperatur, bei kühler Überwinterung (10–15°C) nur alle 3–4 Wochen. Der Kanarische Drachenbaum verträgt Trockenheit gut, aber Staunässe überhaupt nicht – das führt schnell zu Wurzelfäule. Wichtig: Immer an der Basis gießen, niemals in die Rosette. Überschüssiges Wasser aus dem Übertopf entfernen. Lieber etwas zu wenig als zu viel – eine trockene Erdschicht verträgt er problemlos.

Der Kanarische Drachenbaum blüht in Kultur selten – typischerweise alle 10–15 Jahre, manchmal auch seltener. Die Blüten sind grünlich-weiß, erscheinen in großen Rispen und duften süßlich. Nach der Blüte entwickeln sich orangefarbene Beeren. In Zimmerkultur sind Blüten eine absolute Rarität und meist nur bei sehr alten, großen Exemplaren (15+ Jahre) mit gutem Stamm und mehreren Verzweigungen zu beobachten. Optimale Bedingungen – helles Licht, regelmäßige Pflege und eine kühle Winterruhe – können die Blütenbildung fördern. Nach der Blüte verzweigt sich der Trieb, was dem Baum seine charakteristische, schirmförmige Krone verleiht. Wenn du das Glück hast, eine Blüte zu erleben, ist das ein außergewöhnliches Ereignis!

Braune Blattspitzen haben meist drei Hauptursachen: (1) Zu trockene Luft – vor allem im Winter bei Heizungsluft problematisch. Abhilfe: Luftfeuchtigkeit erhöhen durch regelmäßiges Besprühen, Wasserschalen aufstellen. (2) Kalkhaltiges Wasser – der Kanarische Drachenbaum ist empfindlich gegenüber zu viel Kalk. Abhilfe: Regenwasser oder kalkarmes Leitungswasser verwenden. (3) Überdüngung – zu viel Dünger führt zu Salzablagerungen und braunen Spitzen. Abhilfe: Düngung reduzieren, Erde austauschen wenn stark versalzen. Braune Spitzen kannst du vorsichtig mit einer sauberen Schere abschneiden – schneide dabei die gesunde Blattpartie leicht schräg an, um ein natürliches Aussehen zu bewahren. Das Blatt wächst nicht nach, aber die Pflanze bildet neue, gesunde Blätter.

Ja, du kannst den Kanarischen Drachenbaum durch gezielten Schnitt verzweigen lassen. Die Pflanze verzweigt sich von Natur aus nach der Blüte, aber du kannst den Haupttrieb auch kappen, um die Verzweigung zu fördern. Bester Zeitpunkt ist das Frühjahr (März/April). Schneide den Stamm an der gewünschten Stelle mit einer sauberen, scharfen Säge oder Schere ab. Aus den darunter liegenden Knospen treiben nach einigen Wochen neue Triebe aus – meist 2–4 Stück. Beim Schnitt tritt das rote Harz "Drachenblut" aus, das die Wunde natürlich verschließt. Nach einigen Monaten entwickelt sich so die charakteristische, verzweigte, schirmförmige Krone. Der abgeschnittene obere Teil kann als Steckling bewurzelt werden (Bewurzelung dauert aber mehrere Monate).

Der Kanarische Drachenbaum (Dracaena draco) gilt als leicht giftig für Haustiere wie Katzen und Hunde. Die Blätter enthalten Saponine, die bei Verzehr zu Magen-Darm-Beschwerden, Erbrechen oder Durchfall führen können. Für Menschen ist die Pflanze in der Regel ungefährlich, kann aber bei empfindlichen Personen Hautreizungen verursachen, besonders das rote Harz. Wenn du Haustiere hast, stelle die Pflanze außer Reichweite oder wähle eine ungiftige Alternative. Bei Verdacht auf Vergiftung bei Haustieren kontaktiere sofort einen Tierarzt. Für Kinder ist die Pflanze in der Regel unbedenklich, da die Blätter nicht besonders attraktiv zum Verzehr sind, aber beaufsichtige kleine Kinder trotzdem.

Der Kanarische Drachenbaum wächst langsam – typischerweise 5–10 cm pro Jahr in Kultur, je nach Bedingungen. In seiner natürlichen Umgebung kann er über Jahrhunderte wachsen und bis zu 20 Meter hoch werden, aber in Zimmerkultur bleiben die Exemplare meist bei 1–3 Metern Höhe. Das langsame Wachstum ist ein Vorteil, da die Pflanze über viele Jahre hinweg ihre Größe behält und nicht ständig umgetopft werden muss. Der charakteristische, dicke Stamm entwickelt sich über Jahre und Jahrzehnte – bei guter Pflege verdickt sich der Stamm etwa 1–2 cm pro Jahr. Das berühmte Exemplar "Drago Milenario" in Teneriffa ist etwa 400–600 Jahre alt, 16 Meter hoch und hat einen Stammumfang von über 15 Metern – ein beeindruckendes Beispiel für die Langlebigkeit dieser Art!

Ja, der Kanarische Drachenbaum ist gut für Anfänger geeignet! Die Pflanze ist robust und verzeiht Pflegefehler relativ gut, solange du die wichtigste Regel beachtest: Nicht zu viel gießen! Er verträgt Trockenheit besser als Nässe, wächst langsam (wenig Arbeit), benötigt nur mäßig Dünger und ist relativ unempfindlich gegenüber Schädlingen. Ein heller Standort und mäßiges Gießen (im Sommer alle 7–10 Tage, im Winter alle 2–3 Wochen) reichen völlig aus. Das langsame Wachstum bedeutet wenig Arbeit – umtopfen nur alle 3–4 Jahre. Der häufigste Anfängerfehler ist zu viel Gießen und Staunässe – mit Zurückhaltung beim Wasser und guter Drainage wirst du über viele Jahre Freude an diesem legendären Baum haben!

Der Kanarische Drachenbaum gilt als vulnerabel (gefährdet) auf der IUCN-Roten Liste. Gründe dafür sind: (1) Habitatverlust durch Urbanisierung, Landwirtschaft und Tourismus auf den Kanarischen Inseln, (2) Frühere Übernutzung des roten Harzes "Drachenblut" für kommerzielle Zwecke (Farbstoff, Heilmittel), (3) Langsames Wachstum und seltene Blüte erschweren die natürliche Regeneration der Populationen, (4) Klimawandel bedroht die natürlichen Habitate. Wilde Populationen sind heute selten und geschützt. Das berühmte Exemplar "Drago Milenario" in Teneriffa steht unter Naturschutz. Durch den Kauf von kultivierten Exemplaren unterstützt du den Erhalt dieser legendären Art, ohne wilde Populationen zu gefährden!