Zwergpalme
Zwergpalme (Chamaerops humilis)
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Hauptstamm 120 cm
Gesamthöhe ca. 180 cm - ohne Topf
Spedition "XL"
- Knapper Lagerbestand
-
Lieferzeit: 2 - 5 Werktage (DE - Ausland abweichend)
Gesamthöhe 80-100 cm - ohne Topf
Spedition "L"
- Knapper Lagerbestand
-
Lieferzeit: 2 - 5 Werktage (DE - Ausland abweichend)
Stammhöhe 50-60 cm
Gesamthöhe 110-130 cm ohne Topf
Spedition "L"
- Knapper Lagerbestand
-
Lieferzeit: 2 - 5 Werktage (DE - Ausland abweichend)
Gesamthöhe 40-60 cm - ohne Topf
Im 15 ltr. Topf
Paket "M"
- Knapper Lagerbestand
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Gesamthöhe 60-80 cm - ohne Topf
Paket "M"
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Gesamthöhe 100-120 cm ohne Topf
Spedition "L"
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Gesamthöhe 110-130 cm - ohne Topf
Spedition "L"
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🌴 Europäische Zwergpalme – Die mediterrane Schönheit für Garten & Kübel
Die Europäische Zwergpalme (Chamaerops humilis) ist die einzige in Europa heimische Palmenart und verkörpert mediterranes Flair wie keine andere Pflanze. Mit ihrer kompakten, mehrstämmigen Wuchsform und den charakteristischen silbrig-grünen bis blaugrünen Fächerwedeln verleiht sie jedem Garten oder jeder Terrasse ein authentisch südeuropäisches Ambiente. Ursprünglich aus den Küstenregionen des westlichen Mittelmeerraums stammend – von Südspanien über Südfrankreich bis nach Nordafrika – hat sich diese robuste Palme als beliebte Kübel- und Gartenpflanze etabliert.
Was Chamaerops humilis besonders macht, ist ihre Anpassung an mediterrane Extrembedingungen. Die Palme verträgt intensive Sonneneinstrahlung, extreme Hitze, Trockenheit und karge Böden problemlos. Ihre natürliche mehrstämmige Wuchsform – im Laufe der Jahre bilden sich mehrere Stämme aus dem Wurzelstock – verleiht ihr einen buschigen, kompakten Charakter. Ausgewachsene Exemplare erreichen Höhen von 2 bis 4 Metern und bleiben damit deutlich kompakter als die hochstämmigen Trachycarpus-Arten. Diese moderate Größe macht sie zur idealen Palme für kleinere Gärten, Terrassen und Kübelhaltung.
Bei Palmenstadl erhältst du sorgfältig kultivierte Europäische Zwergpalmen, die bereits im Freiland unter kontrollierten Bedingungen abgehärtet wurden. Jede Pflanze wird vor dem Versand visuell geprüft, damit sie gesund, vital und optimal durchwurzelt bei dir ankommt. Mit der richtigen Pflege – die wir dir im Folgenden detailliert erklären – entwickelt sich deine Chamaerops humilis zu einem langlebigen, pflegeleichten Begleiter, der mit minimalem Aufwand maximale mediterrane Atmosphäre schafft.
Inhaltsverzeichnis
☀️ Standort & Licht – Volle Sonne ist Pflicht
Chamaerops humilis stammt aus den heißen, trockenen Küstenregionen des westlichen Mittelmeerraums – von Südspanien (Andalusien) über Südfrankreich (Côte d'Azur) bis nach Italien, Sardinien, Sizilien und Nordafrika (Marokko, Algerien). Dort wächst sie auf kargen Hängen, in Macchie-Vegetation und an felsigen Küstenstreifen in voller Sonne. Das Klima ist mediterransubtropisch mit heißen, trockenen Sommern (oft über 35°C), milden Wintern und nur gelegentlichen Frostperioden. Die intensive Sonneneinstrahlung des Mittelmeerraums – oft 10-12 Stunden täglich im Sommer – prägt ihre Ansprüche.
Für die Kultur in Deutschland bedeutet das: Chamaerops humilis benötigt vollsonnige Standorte mit mindestens 6-8 Stunden direkter Sonne täglich – mehr ist besser. Vollsonnige Plätze mit Süd- oder Südwestausrichtung sind ideal. Die Palme liebt Hitze und intensive Sonneneinstrahlung und zeigt ihr volles Potenzial nur bei ausreichend Licht. Halbschattige Standorte werden notfalls toleriert, führen aber zu verlangsamtem Wachstum und weniger kompakter Form. Anders als viele tropische Palmen kommt die Europäische Zwergpalme mit der intensiven Mittagssonne bestens zurecht – Sonnenbrand ist praktisch unbekannt.
Bei der Standortwahl ist Windschutz weniger kritisch als bei Trachycarpus fortunei – die kompakten, steifen Wedel der Chamaerops sind deutlich windresistenter. Wichtiger ist perfekte Drainage – Staunässe ist der größte Feind dieser Palme. Vermeide Senken und schwere Lehmböden. Hanglagen, kiesige Böden oder leicht erhöhte Standorte sind perfekt. Die Palme kommt auch mit kargen, mageren Böden gut zurecht – sie ist an mediterrane Extrembedingungen angepasst. Sommertemperaturen von 25-35°C sind optimal, im Winter verträgt sie Frost bis -12 bis -15°C (je nach Herkunft und Standort).
💧 Bewässerung – Weniger ist mehr
Die Europäische Zwergpalme ist extrem trockenheitstolerant und benötigt deutlich weniger Wasser als die meisten anderen Palmenarten. In ihrer mediterranen Heimat übersteht sie monatelange Trockenperioden ohne Probleme. Diese Anpassung macht sie zur perfekten Palme für trockene Standorte und für Gärtner, die pflegeleichte Pflanzen bevorzugen. Die wichtigste Regel lautet: Lieber zu wenig als zu viel – Chamaerops humilis verträgt Trockenheit deutlich besser als Staunässe.
Praktisch bedeutet das: Im Sommer bei warmem Wetter alle 10-14 Tage durchdringend gießen, sodass das gesamte Wurzelwerk durchfeuchtet wird. Überschüssiges Wasser muss ungehindert ablaufen können. Zwischen den Wassergaben darf das Substrat ruhig komplett abtrocknen – die Palme kommt damit bestens zurecht. Im Winter reduzierst du die Wassergaben drastisch auf alle 3-4 Wochen oder sogar seltener, je nach Standort und Temperatur. Bei Frost im Freiland gießt du gar nicht. Die Palme ruht im Winter und benötigt kaum Wasser.
Ausgepflanzte, etablierte Exemplare (ab dem dritten Standjahr) kommen in Deutschland meist mit natürlichen Niederschlägen aus und benötigen nur in extremen Trockenperioden über 3-4 Wochen ohne Regen zusätzliches Wasser. Dies macht die Chamaerops zur perfekten Palme für pflegeleichte Gärten. Achte auf gute Drainage – wenn sich Wasser am Stammfuß staut, droht Wurzelfäule. Kalkreiches Leitungswasser wird problemlos toleriert, Regenwasser ist aber immer die beste Wahl. Weitere Tipps zur optimalen Bewässerung von Palmen findest du in unserem Ratgeber.
🪴 Substrat & Umtopfen – Mager und durchlässig
Das richtige Substrat ist für Chamaerops humilis entscheidend, unterscheidet sich aber von den Anforderungen vieler anderer Palmen. Die Europäische Zwergpalme bevorzugt eher magere, mineralische Böden und kommt mit kargen Bedingungen gut zurecht. Sie ist an die nährstoffarmen, steinigen Böden des Mittelmeerraums angepasst. Unsere hochwertige Palmenerde von Palmenstadl kann verwendet werden, sollte aber mit mineralischen Zuschlägen angereichert werden.
Eine ideale Mischung besteht aus Gartenerde, Sand und Kies im Verhältnis 50:30:20. Alternativ kannst du Palmenerde mit 30-40% Lavagranulat, Bims oder grobem Quarzsand mischen. Der pH-Wert sollte im neutralen bis leicht alkalischen Bereich liegen (6,0-7,5). Wichtig ist perfekte Drainage – eine dicke Drainageschicht aus Tonscherben, Kies oder Lavagranulat am Topfboden ist Pflicht. Das Substrat sollte eher nährstoffarm sein – zu viel Humus oder Kompost führt zu Problemen. Detaillierte Informationen zum optimalen pH-Wert findest du in unserem pH-Guide für Palmen und Exoten.
Umgetopft wird bei Bedarf im Frühjahr (April-Mai), wenn die Wurzeln den alten Topf komplett durchwurzelt haben. Aufgrund des langsamen Wachstums (3-8 cm/Jahr im Kübel) ist Umtopfen nur alle 3-5 Jahre notwendig. Ältere Exemplare können noch länger im selben Gefäß bleiben. Wähle den neuen Topf nur geringfügig größer mit sehr guten Drainagelöchern. Bei Auspflanzung im Garten solltest du schwere Lehmböden großzügig mit Sand, Kies und eventuell etwas reifem Kompost auflockern. Die Drainage muss perfekt sein – bei Zweifel pflanze auf einem Hügel oder in einem erhöhten Beet.
🌿 Düngung – Maßvoll ist das Motto
Chamaerops humilis hat einen geringen Nährstoffbedarf – deutlich geringer als viele andere Palmenarten. Sie ist an die kargen, nährstoffarmen Böden des Mittelmeerraums angepasst und reagiert auf Überdüngung empfindlich. Während der Wachstumsperiode (April bis August) reicht eine sparsame Düngung vollkommen aus. Verwende einen ausgewogenen Palmendünger oder einen Langzeitdünger, den du im Frühjahr in halber Dosierung ins Substrat einarbeitest.
Achte auf eine ausgewogene NPK-Zusammensetzung mit Spurenelementen. Magnesium und Eisen sind wichtig – ein Mangel äußert sich in Chlorosen der Wedel. Kalium unterstützt die Frosthärte. Dünge maximal zwei- bis dreimal pro Saison und verwende dabei eher zu wenig als zu viel. Im September stellst du die Düngung komplett ein, damit die Palme sich auf den Winter vorbereiten kann. Im Winter wird nie gedüngt. Hochwertigen Dünger für Palmen findest du in unserem Sortiment.
Bei ausgepflanzten Exemplaren reicht oft eine einmalige Kompostgabe im Frühjahr (2-3 cm Schicht um die Palme herum) kombiniert mit etwas Hornspänen. Mehr ist meist nicht nötig – die Palme kommt mit nährstoffarmen Bedingungen bestens zurecht. Überdüngung führt zu weichem, frostanfälligem Gewebe und macht die Palme anfällig für Schädlinge. Beobachte das Wachstumsverhalten: Bildet die Palme kontinuierlich neue Wedel mit satt grüner Farbe, ist die Nährstoffversorgung optimal. Wichtig: Niemals auf trockenes Substrat düngen – dies führt zu Wurzelschäden.
❄️ Winterhärte & Auspflanzung – Bedingt frosthart bis -12°C
Die Winterhärte der Chamaerops humilis liegt bei etwa -12 bis -15°C, wenn die Palme etabliert ist und der Standort optimal ist. Sie ist damit etwas weniger frosthart als Trachycarpus fortunei (-17°C), aber deutlich härter als die meisten anderen mediterranen Palmen. Wichtig ist die Unterscheidung zwischen kurzfristigen Tiefsttemperaturen und Dauerfrost – wenige Nächte mit -12°C werden toleriert, anhaltender Dauerfrost unter -8°C über mehrere Wochen ist kritischer.
Entscheidend für erfolgreiche Auspflanzung sind: Ein vollsonniger, windgeschützter Standort (Südlage ideal), perfekt drainierter Boden (keine Winternässe!), und ausreichend Zeit zur Etablierung vor dem ersten Winter. Pflanze im Frühjahr (April-Mai) aus, damit die Palme vor dem Winter gut einwurzeln kann. Im ersten und zweiten Winter ist zusätzlicher Winterschutz empfehlenswert, auch wenn die Art grundsätzlich winterhart ist. Die mehrstämmige Wuchsform macht die Palme robuster – wenn ein Stamm Frostschäden erleidet, treiben die anderen weiter aus.
Geografisch eignet sich Chamaerops humilis für Auspflanzung in milden Weinbauklima-Regionen (Rheingraben, Bodensee, Moseltal, geschützte Stadtlagen, Küstenregionen). In kälteren Regionen (kontinentales Klima, Gebirgslagen über 400 m, exponierte Lagen in Norddeutschland) ist Kübelhaltung mit frostfreier oder kühler Überwinterung (0-10°C) sicherer. Kübelpflanzen vertragen etwa -8 bis -10°C, wenn der Topf isoliert wird. Die Herkunft der Pflanze spielt eine Rolle – Exemplare aus höheren, kälteren Lagen (z.B. Nordspanien) sind frosthärter als solche aus Küstenregionen. Detaillierte Informationen zur Überwinterung von Kübelpflanzen findest du in unserem Ratgeber.
🛡️ Winterschutz – Schutz vor Nässe wichtiger als vor Kälte
Ob Winterschutz notwendig ist, hängt von Region, Alter der Palme und Witterung ab. Etablierte, ausgepflanzte Palmen in milden Weinbauklima-Regionen kommen oft ohne jeglichen Winterschutz aus bis etwa -10°C. In kälteren Lagen oder bei angekündigten Temperaturen unter -10°C ist ein Vlies um die Krone empfehlenswert. Wichtiger als Kälteschutz ist jedoch der Schutz vor Winternässe – die Kombination aus Nässe und Frost ist für Chamaerops deutlich gefährlicher als trockener Frost allein.
Für ausgepflanzte Exemplare: Mulche den Boden um die Palme herum mit einer Schicht aus Kies, Lavamulch oder grobem Sand – dies verbessert die Drainage und isoliert leicht. Vermeide organischen Mulch (Rindenmulch, Laub), da dieser Feuchtigkeit speichert. Bei Temperaturen unter -10°C oder bei Dauerfrost kannst du die Krone locker mit Vlies umwickeln. Wichtig: Das Material muss luftdurchlässig sein und darf nicht direkt auf den Wedeln aufliegen. Bei längerem Regen im Winter kann ein transparenter Regenschutz über der Krone helfen – achte auf Belüftung und entferne ihn sobald der Regen vorbei ist.
Für Kübelpflanzen: Ab etwa -5°C die Palme an die Hauswand rücken (Südseite ideal) und den Topf dick isolieren (Styropor, Noppenfolie, Kokosmatten). Der Kübel sollte auf Holz- oder Styroporblock stehen für Bodenisolierung. Die Krone kannst du bei Temperaturen unter -8°C mit lockerem Vlies schützen. Bei Dauerfrost unter -10°C sollten Kübelpflanzen ins kühle Winterquartier (0-10°C, hell) gebracht werden. Wichtig: Entferne den Winterschutz sobald die Temperaturen wieder steigen, damit die Palme nicht unter dem Material fault. Umfassende Informationen zum Winterschutz für Palmen findest du in unserem Shop.
🌳 Wuchsform & Größe – Die kompakte Mehrstämmige
Das charakteristischste Merkmal der Chamaerops humilis ist ihre natürliche mehrstämmige Wuchsform. Anders als die hochstämmigen Trachycarpus-Arten bildet die Europäische Zwergpalme im Laufe der Jahre mehrere Stämme aus dem Wurzelstock. Diese buschige, kompakte Wuchsform ist typisch für die Art und verleiht ihr einen ganz eigenen Charakter. Junge Pflanzen beginnen zunächst mit einem Stamm, aber ab einem Alter von 5-10 Jahren bilden sich Seitentriebe am Stammfuß, die zu zusätzlichen Stämmen heranwachsen.
Das Wachstum ist langsam bis moderat. Ausgepflanzt kannst du mit etwa 5 bis 15 Zentimetern Höhenzuwachs pro Jahr rechnen – deutlich langsamer als bei Trachycarpus fortunei (15-30 cm/Jahr). Im Kübel wächst sie noch langsamer mit nur 3-8 cm pro Jahr. Pro Jahr bildet eine gesunde Palme 4-8 neue Wedel. Ausgewachsene Exemplare erreichen Höhen von 2 bis 4 Metern in der Breite (Durchmesser der Gesamtanlage) können sie 2-3 Meter erreichen. In ihrer mediterranen Heimat werden sehr alte Exemplare gelegentlich bis 5 Meter hoch, aber dies dauert Jahrzehnte.
Es gibt auch kultivierte einstämmige Formen (oft als Chamaerops humilis var. cerifera oder als Hochstamm-Zuchtformen verkauft). Diese sind meist deutlich teurer und weniger robust als die natürliche mehrstämmige Form. Die Mehrstämmigkeit bietet einen Vorteil: Wenn ein Stamm durch Frost oder andere Einflüsse geschädigt wird, treiben die anderen weiter aus und die Palme erholt sich. Dies macht die mehrstämmige Form besonders geeignet für Grenzstandorte. Die kompakte Größe macht Chamaerops humilis zur idealen Palme für kleinere Gärten, Terrassen und dauerhafte Kübelhaltung.
🐛 Schädlinge – Meist unproblematisch
Im Freiland ausgepflanzt ist Chamaerops humilis sehr robust gegen Schädlinge. Die natürlichen Fressfeinde, wechselnde Witterung und gute Luftzirkulation halten Schädlingspopulationen in Schach. Probleme treten fast ausschließlich bei Kübelhaltung im Winter auf, wenn die Palme in beheizten Räumen mit trockener Luft steht. Der häufigste Schädling ist dann die Spinnmilbe, erkennbar an feinen Gespinsten an den Blattunterseiten und kleinen, hellen Sprenkelungen auf den Wedeln.
Zur Vorbeugung hilft regelmäßiges Abbrausen der Wedel, besonders während trockener Wintermonate im Innenraum. Bei akutem Befall kannst du die Palme zunächst gründlich abduschen und anschließend mit Rapsöl-Präparaten oder Neemöl behandeln. Schildläuse treten gelegentlich auf, sind aber hartnäckiger. Sie sitzen meist an den Wedelstielen und saugen Pflanzensaft. Einzelne Tiere lassen sich mechanisch entfernen, bei stärkerem Befall sind wiederholte Behandlungen mit ölhaltigen Präparaten notwendig.
Palmrüssler (Rhynchophorus ferrugineus): Dies ist der gefährlichste Schädling für Chamaerops humilis, aber glücklicherweise hauptsächlich ein Problem in Südeuropa (Spanien, Italien, Südfrankreich). In Deutschland ist das Risiko sehr gering, da der tropische Käfer die deutschen Winter nicht überlebt. Der Palmrüssler legt Eier in Schnittwunden am Stamm, die Larven fressen sich dann durch das Stamminnere und können die Palme töten. Vorbeugung: Vermeide Schnittwunden am Stamm, schneide nur vollständig vertrocknete Wedel, und kontrolliere regelmäßig auf Bohrlöcher und Sägemehl. Im Freiland in Deutschland sind Schädlinge praktisch kein Thema.
✂️ Schneiden – Minimaler Aufwand
Die Europäische Zwergpalme benötigt kaum Schnittmaßnahmen. Anders als bei Sträuchern gibt es bei Palmen keine Formschnitte. Der einzige Grund zum Schneiden ist das Entfernen vollständig abgestorbener Wedel. Diese verfärben sich zunächst gelb, dann braun und trocknen schließlich komplett ein. Erst in diesem Stadium solltest du zur Schere greifen – teilweise grüne oder gelbe Wedel erfüllen noch immer wichtige Funktionen für die Pflanze.
Schneide abgestorbene Wedel möglichst nah am Stamm ab, ohne jedoch das Stammgewebe selbst zu verletzen. Verwende eine saubere, scharfe Gartenschere, die zuvor desinfiziert wurde. Bei der mehrstämmigen Chamaerops kannst du auch alte, verkahlte Stämme bodennah entfernen, wenn sie optisch stören. Dies regt die Bildung neuer Stämme aus dem Wurzelstock an. Wichtig: Entferne niemals grüne Wedel, nur weil sie optisch stören. Jeder grüne Wedel trägt zur Photosynthese bei und stärkt die Palme.
Vorsicht vor Palmrüssler: Da Schnittwunden am Stamm in Südeuropa Palmrüssler anlocken können, schneide nur, wenn wirklich nötig. Desinfiziere Schnittwerkzeuge gründlich und versiegele größere Schnittwunden am Stamm mit Baumwachs oder Wundverschlussmittel. In Deutschland ist dieses Risiko minimal, aber bei Pflanzen, die im Sommer im Freien stehen und später nach Südeuropa transportiert werden, solltest du vorsichtig sein. Ein Schnitt am Vegetationspunkt (Wachstumsspitze) eines Stammes führt zum Absterben dieses Stammes – bei mehrstämmigen Exemplaren ist dies weniger kritisch als bei einstämmigen Palmen.
⚠️ Pflegefehler – Häufige Probleme und ihre Lösungen
Braune Blattspitzen: Bei Chamaerops sind leicht braune Spitzen oft normal und kein Grund zur Sorge. Wenn sich die Verfärbung jedoch weit in Richtung Blattansatz ausbreitet, liegt meist Überwässerung, Staunässe oder zu hohe Luftfeuchtigkeit vor (die Palme mag es eher trocken). Überprüfe die Drainage und reduziere die Wassergaben. Im Winter bei Kübelhaltung kann auch zu trockene Heizungsluft die Ursache sein.
Gelbe Wedel: Ältere, untere Wedel vergilben natürlicherweise – das ist normal. Vergilben jedoch mehrere Wedel gleichzeitig oder betrifft es junge Wedel, liegt meist ein Problem vor: Staunässe (häufigste Ursache bei Chamaerops!), Nährstoffmangel (besonders Magnesium oder Eisen), oder zu dunkler Standort (die Palme braucht viel Sonne). Überprüfe die Wurzeln auf Fäulnis und optimiere die Kulturbedingungen. Stelle die Palme sonniger und verbessere die Drainage.
Verkümmertes Wachstum: Wenn deine Chamaerops kaum neue Wedel bildet (weniger als 3-4 pro Jahr), liegt meist Lichtmangel vor. Die Palme braucht mindestens 6-8 Stunden direkte Sonne für gesundes Wachstum. Auch zu viel Wasser oder zu nährstoffreiche Erde können das Wachstum hemmen. Stelle die Palme an den sonnigsten Platz, den du hast. Das langsame Wachstum (3-15 cm/Jahr) ist aber grundsätzlich normal für diese Art.
Wurzelfäule: Dies ist das häufigste und gefährlichste Problem bei Chamaerops humilis. Faulige Wurzeln, matschiges Stammgewebe und übler Geruch sind Anzeichen. Ursache ist fast immer Staunässe – die Palme verträgt Trockenheit deutlich besser als Nässe. In frühen Stadien kann Umtopfen in trockenes, mineralisches Substrat helfen. Entferne alle faulenden Wurzelteile großzügig. Bei fortgeschrittener Fäule ist die Palme meist nicht mehr zu retten. Vorbeugung: Perfekte Drainage und sparsames Gießen sind essentiell.
Frostschäden nach Winter: Braune, matschige Wedel nach strengen Wintern können auf Frostschäden oder Fäulnis durch Winternässe hindeuten. Schneide beschädigte Wedel nicht sofort ab – warte bis Frühjahr. Bei mehrstämmigen Exemplaren können einzelne Stämme absterben, während andere neu austreiben. Wenn alle Stämme betroffen sind, prüfe das Herz – wenn es noch fest und grün ist, besteht Hoffnung.
Überdüngung: Zu viel Dünger führt bei Chamaerops zu weichem, frostanfälligem Gewebe, übermäßigem Wachstum und erhöhter Schädlingsanfälligkeit. Die Wedel werden dunkelgrün bis bläulich. Spüle das Substrat gründlich durch und dünge in Zukunft sparsamer. Die Palme kommt mit nährstoffarmen Bedingungen bestens zurecht – weniger ist mehr.
📅 Pflegekalender – Chamaerops humilis im Jahresverlauf
| Monat | Maßnahme | Hinweise |
|---|---|---|
| Januar – Februar | Winterruhe, ggf. Winterschutz | Bei Dauerfrost unter -10°C Vlies anbringen, vor Winternässe schützen, kaum gießen |
| März | Winterschutz entfernen | Vlies entfernen sobald keine strengen Fröste mehr drohen, erste vorsichtige Wassergaben |
| April | Umtopfen, Auspflanzen, erste Düngung | Optimaler Zeitpunkt für Umtopfen/Auspflanzen, sparsam düngen (halbe Dosis Langzeitdünger) |
| Mai – Juni | Hauptwachstumszeit | Mäßig gießen (alle 10-14 Tage), neue Wedel bilden sich, volle Sonne ideal |
| Juli – August | Hochsommer, mäßiges Gießen | Bei extremer Hitze etwas häufiger gießen, zweite Düngung möglich (sparsam), Hitze wird gut vertragen |
| September | Düngung beenden, Auspflanzen möglich | Keine Düngung mehr (Vorbereitung auf Winter), Wassergaben langsam reduzieren, Auspflanzen notfalls möglich |
| Oktober | Vorbereitung Winter | Kübel an sonnige Hauswand rücken, Winterschutz-Material bereithalten, Wassergaben stark reduzieren |
| November – Dezember | Winterruhe, bei Bedarf schützen | Sehr sparsam gießen (alle 3-4 Wochen), Winterschutz bei unter -10°C, vor Winternässe schützen |
Praxis-Beispiel: Europäische Zwergpalme im Steingarten
Ausgangssituation: Ein Palmenstadl-Kunde aus dem Rheintal (USDA-Zone 7b/8a) pflanzte im April 2017 eine 60 cm hohe mehrstämmige Chamaerops humilis in seinen südwestlich exponierten Steingarten aus. Der Standort war vollsonnig mit etwa 8-10 Stunden direkter Sonne täglich. Der Boden war sandig-kiesig mit perfekter Drainage. Die Palme wurde in ein Gemisch aus vorhandenem Boden, Sand und Kies (40:30:30) gesetzt und auf einem leichten Hügel platziert.
Maßnahmen: Im ersten und zweiten Winter (2017/18 und 2018/19) erhielt die Palme bei Temperaturen unter -8°C ein lockeres Vlies um die Krone und Schutz vor Winternässe durch eine transparente Regenabdeckung. Ab dem dritten Winter wurde kein Winterschutz mehr verwendet. Gedüngt wurde einmal im April mit Langzeitdünger in halber Dosierung. Gewässert wurde im ersten Sommer alle 10 Tage, danach nur noch bei extremer Trockenheit über 3 Wochen. Der vollsonnige, karge Standort im Steingarten entsprach perfekt den mediterranen Ursprungsbedingungen.
Ergebnis: Nach acht Jahren (Stand Januar 2025) hat die Palme einen Höhenzuwachs von etwa 70 cm erreicht (durchschnittlich 8-9 cm/Jahr) und ist nun insgesamt 130 cm hoch. Sie hat drei kräftige Stämme aus dem Wurzelstock entwickelt – die charakteristische mehrstämmige Form. Sie bildet jährlich 5-7 neue Wedel pro Stamm. Die Palme hat auch die strengen Winter 2020/21 (-13°C) und 2023/24 (-11°C) ohne Winterschutz und ohne sichtbare Schäden überstanden. Dank des kargen, vollsonnigen Standorts mit perfekter Drainage ist sie vollständig etabliert und benötigt praktisch keine Pflege mehr – nur bei extremer Sommertrockenheit über 3-4 Wochen wird gegossen. Die silbrig-grünen Wedel leuchten im Steingarten und verleihen dem Garten authentisches mediterranes Flair.
Standort: Steingarten Südwest, vollsonnig | Substrat: Sandig-kiesig mit perfekter Drainage | Düngung: 1× jährlich Langzeitdünger (halbe Dosis)
🌿 Europäische Zwergpalme kaufen – Mediterranes Flair für Garten & Terrasse
Mit einer Chamaerops humilis holst du dir die einzige in Europa heimische Palme in deinen Garten. Winterhart bis -12°C, extrem trockenheitstolerant, pflegeleicht, kompakte mehrstämmige Wuchsform und authentisch mediterran – die perfekte Palme für pflegeleichte Gärten und Kübelhaltung. Freilandgezogene, abgehärtete Exemplare aus unserer Gärtnerei sind die Grundlage für eine langfristig stabile Kultur.
🏡 Verkaufsgewächshaus | 🌿 Innenbereich | 🌳 Außenbereich | 💬 Persönliche Beratung | ✨ Einkaufserlebnis
❓ FAQ – Häufig gestellte Fragen zur Europäischen Zwergpalme
Qualität von Palmenstadl: Alle Europäischen Zwergpalmen werden freilandgezogen, sorgfältig abgehärtet und visuell geprüft. Jede Palme ist bereits an mitteleuropäisches Klima angepasst und stammt aus Beständen mit hoher Frosthärte.
SSL-gesicherter Kauf | Versand aus Deutschland | Persönliche Beratung in Pfakofen | Einkaufserlebnis vor Ort | Kompetenter Kundenservice
