Mexikanische Fächerpalme
Mexikanische Fächerpalme (Washingtonia robusta)
Entdecke die Pflegegeheimnisse und die Schönheit der Mexikanischen Fächerpalme.
Alle wichtigen Informationen findest du hier!
Stammhöhe 100-120 cm
Gesamthöhe 200-220 cm - ohne Topf
Spedition "XL"
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Stammhöhe 20-30 cm
Höhe 120-140 cm - ohne Topf
Spedition "L"
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Lieferzeit: 2 - 5 Werktage (DE - Ausland abweichend)
Stammhöhe 50-60 cm
Gesamthöhe 160-180 cm - ohne Topf
Spedition "L"
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Lieferzeit: 2 - 5 Werktage (DE - Ausland abweichend)
Stammhöhe 60-80 cm
Gesamthöhe 200-220 cm - ohne Topf
Spedition "L"
- Knapper Lagerbestand
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Lieferzeit: 2 - 5 Werktage (DE - Ausland abweichend)
🌴 Washingtonia robusta – Majestätische Mexikanische Fächerpalme für Terrasse und Wintergarten
Mit der Washingtonia robusta holst du dir einen echten Hingucker auf deine Terrasse oder in deinen Wintergarten – eine Palme, die selbst an grauen Tagen sofort Urlaubsstimmung verbreitet. Ihre majestätischen, grünen Fächerwedel und der charakteristische, faserige Stamm machen sie zu einem unverwechselbaren Blickfang. Trotz ihrer exotischen Erscheinung ist sie überraschend anspruchslos und kommt auch mit gelegentlichen Pflegefehlern gut zurecht.
Die Mexikanische Fächerpalme wächst schnell – bei optimaler Pflege bis zu einem Meter pro Jahr – und erreicht in Kultur beachtliche Höhen. Sie liebt vollsonnige Standorte, verträgt sommerliche Hitze problemlos und ist als Kübelpflanze bis -5 °C winterhart. Damit eignet sie sich perfekt für die Freilandkultur in milden Regionen Bayerns oder die geschützte Überwinterung auf der Terrasse. Ihr geringer Wasserbedarf und die Toleranz gegenüber Trockenheit machen sie ideal für alle, die eine pflegeleichte Exotin suchen.
Perfekt für alle, die ohne großen Aufwand mediterranes Flair in ihr Zuhause bringen möchten – ob als imposanter Solitär auf der Südterrasse, als Blickfang im hellen Wintergarten oder als grüner Raumteiler im lichtdurchfluteten Wohnraum. Die Washingtonia robusta ist nicht nur ein optisches Highlight, sondern auch ein robuster Begleiter, der dir über viele Jahre Freude bereitet.
☀️ Standort & Licht
Die Washingtonia robusta stammt aus den sonnenverwöhnten Regionen Nordmexikos und des südlichen Kaliforniens, wo sie in Halbwüsten und trockenen Canyons bei intensiver Sonneneinstrahlung gedeiht. In ihrer Heimat wächst sie als majestätischer Solitärbaum oder in kleinen Gruppen entlang von Wasserläufen und Oasen. Dort herrschen extreme klimatische Bedingungen: Im Sommer steigen die Temperaturen regelmäßig über 35 °C, während die Winter mild bleiben – die Durchschnittstemperaturen liegen zwischen 10 und 28 °C. Die Niederschlagsmengen sind gering und fallen hauptsächlich in den Wintermonaten, was die Palme an längere Trockenperioden gewöhnt hat. Diese natürlichen Bedingungen prägen ihren Charakter: Sie ist eine echte Sonnenanbeterin, die Hitze liebt und mit kargen Böden zurechtkommt. In ihrer natürlichen Umgebung entwickelt sie den typischen schlanken Stamm, der bis zu 30 Meter Höhe erreichen kann, gekrönt von einer eleganten Krone aus bis zu 4 Meter langen Fächerwedeln.
In ihrer natürlichen Heimat genießt die Washingtonia robusta bis zu 10 Stunden direkte Sonneneinstrahlung pro Tag – und genau diese Lichtintensität braucht sie auch in Kultur, um ihr volles Potenzial zu entfalten. Die Palme bevorzugt ungefiltertes, direktes Sonnenlicht und verträgt selbst intensive Mittagssonne ohne Probleme. Ihre grünen Fächerwedel sind perfekt an starke UV-Strahlung angepasst und entwickeln bei ausreichender Lichtversorgung ihre charakteristische kräftige Färbung. Bei optimalem Licht wachsen die Wedel kräftig und aufrecht, neue Wedel bilden sich regelmäßig aus, und die Palme zeigt ihr volles Wachstumspotenzial. An sehr dunklen Standorten entwickelt sich die Palme langsamer, die Wedel neigen sich stärker nach unten, und das Wachstum pausiert. Die intensive Sonne sorgt auch dafür, dass der typische faserige Petticoat am Stamm – die abgestorbenen, herabhängenden Blätter – seine schützende Funktion erfüllen kann.
Für dich bedeutet das einen vollsonnigen Platz auf dem Südbalkon, der Südterrasse oder direkt vor einem großen Südfenster. Die Washingtonia robusta fühlt sich bei Temperaturen zwischen 20 und 30 °C am wohlsten und toleriert kurzzeitig auch Werte bis 10 °C ohne Schaden zu nehmen. Im Sommer steht sie idealerweise im Freien, wo sie Wind und Wetter ausgesetzt ist – das fördert die Stammbildung und macht sie robust. Ein windgeschützter Standort ist dennoch empfehlenswert, da die langen Wedel bei Sturm leicht reißen können. Junge Pflanzen solltest du langsam an die direkte Sonne gewöhnen, indem du sie zunächst für ein paar Stunden täglich ins Freie stellst und die Dauer schrittweise erhöhst – so vermeidest du Verbrennungen an den Wedeln. Im Wintergarten oder im Zimmer braucht die Palme ebenfalls einen hellen, warmen Platz – idealerweise direkt am Fenster. Bei Lichtmangel im Winter können Pflanzenlampen mit mindestens 3000 Lumen die natürliche Sonne ergänzen. Ein Nordstandort ist ungeeignet und führt zu Kümmerwuchs. Beachte auch, dass die Palme mit zunehmendem Alter mehr Raum entwickelt – plane großzügig, damit sie ihre majestätische Erscheinung voll entfalten kann.
💧 Bewässerung
Wasserbedarf: Die Washingtonia robusta hat trotz ihrer Wüstenherkunft einen moderaten bis hohen Wasserbedarf während der Wachstumsphase. Der Wurzelballen sollte durchgehend leicht feucht gehalten werden, wobei die oberste Erdschicht zwischen den Gießvorgängen antrocknen darf. Im Sommer gießt du etwa alle 5 bis 6 Tage, abhängig von Standort, Topfgröße und Witterung. Die Fingerprobe etwa 2 cm tief in die Erde gibt dir schnell Aufschluss – fühlt sich die Erde dort trocken an, ist es Zeit zum Gießen.
Richtig gießen: Gieße immer durchdringend, bis das Wasser aus den Abflusslöchern läuft – das stellt sicher, dass der gesamte Wurzelballen befeuchtet wird. Überschüssiges Wasser, das sich im Untersetzer sammelt, solltest du nach spätestens 15 Minuten abgießen, um Staunässe zu vermeiden. Staunässe führt schnell zu Wurzelfäule, erkennbar an gelben Wedeln und einem muffigen Geruch aus dem Substrat. Eine gute Drainage im Topf ist daher unerlässlich.
Wasserqualität: Verwende kalkarmes Wasser – ideal ist Regenwasser oder abgestandenes Leitungswasser in Zimmertemperatur. Kaltes Wasser direkt aus der Leitung kann die Wurzeln schocken, besonders im Sommer, wenn die Palme warm steht. Bei großen Kübeln und Exemplaren im Freiland kann der Wasserbedarf erheblich sein, da die ausladenden Wedel viel Wasser verdunsten.
Bewässerung im Winter: Im Winter, wenn die Palme kühler überwintert wird, reduzierst du die Wassergaben deutlich auf etwa alle 10 Tage. Das Substrat darf dann zwischen den Gießvorgängen fast vollständig abtrocknen. Je kühler der Standort, desto trockener sollte das Substrat gehalten werden, um Pilzbefall zu vermeiden. Bei Balkon- und Terrassenpflanzen solltest du auch auf natürliche Niederschläge achten – bei Dauerregen ist zusätzliches Gießen meist nicht nötig.
Anzeichen für Unterbewässerung sind hängende, schlaffe Wedel und vertrocknete Blattspitzen, während Überwässerung sich durch gelbe Wedel, braune matschige Wurzeln und Wachstumsstillstand zeigt. Die Washingtonia robusta toleriert kurze Trockenphasen deutlich besser als anhaltende Nässe – im Zweifelsfall lieber etwas weniger gießen. Ein regelmäßiger Gießrhythmus fördert das schnelle Wachstum, das die Art auszeichnet. Weitere Tipps zur richtigen Bewässerung von Palmen findest du in unserem ausführlichen Ratgeber.
🪴 Substrat & Umtopfen
Bester Zeitpunkt zum Umtopfen
Der ideale Zeitpunkt zum Umtopfen ist das zeitige Frühjahr, etwa März bis April, kurz bevor die Palme aus der Winterruhe erwacht und in die Hauptwachstumsphase startet. Zu diesem Zeitpunkt sind die Wurzeln bereit, sich schnell in frisches Substrat einzuwurzeln, und eventuelle Verletzungen beim Umtopfen heilen zügig ab. Die Washingtonia robusta wächst schnell und benötigt alle 2 bis 3 Jahre einen neuen Topf, da ihre Wurzeln den vorhandenen Raum schnell ausfüllen. Junge Pflanzen sollten jährlich umgetopft werden, um das starke Wachstum zu unterstützen.
Anzeichen für notwendiges Umtopfen
Du erkennst, dass ein Umtopfen nötig ist, wenn:
- Wurzeln aus den Drainagelöchern wachsen
- Die Erde stark verdichtet und erschöpft wirkt
- Wasser sofort durchläuft, ohne richtig vom Substrat aufgenommen zu werden
- Das Wachstum sich trotz guter Pflege verlangsamt
- Der Topf durch das Wurzelwachstum instabil wird
Ein zu kleiner Topf kann zu Staunässe führen, die Wurzelfäule begünstigt. Ein größerer Topf bietet den Wurzeln mehr Platz und fördert so das Wachstum der Palme erheblich.
Substrat- und Topfwahl
Unsere Palmenstadl-Palmenerde ist speziell auf die Bedürfnisse von Fächerpalmen abgestimmt und kann direkt verwendet werden – ohne zusätzliche Mischungen. Das Substrat ist gut durchlässig, verhindert Staunässe und hat einen leicht sauren bis neutralen pH-Wert. Optional kannst du den Drainageanteil noch mit Lavagranulat, Bims oder Perlite erhöhen, wenn du besonders durchlässiges Substrat bevorzugst.
Wähle einen Topf, der nur leicht größer ist als der alte – etwa 5 bis 10 cm mehr im Durchmesser. Zu große Töpfe führen zu Staunässe, da die Wurzeln das viele Substrat nicht schnell genug durchwurzeln. Wichtig sind Drainagelöcher im Boden, damit überschüssiges Wasser abfließen kann. Schwere Töpfe aus Terrakotta oder Keramik bieten bessere Standfestigkeit, besonders bei größeren Exemplaren, die durch ihre Höhe kopflastig werden. Die Washingtonia robusta bildet tiefe Pfahlwurzeln aus, daher sind hohe, schmale Töpfe ideal – mindestens 50 cm Tiefe bei größeren Pflanzen.
Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Umtopfen
Topfe die Palme vorsichtig aus, indem du den Topf seitlich legst und leicht gegen die Wände klopfst. Lockere den Wurzelballen sanft mit den Fingern und entferne etwa ein Drittel der alten, erschöpften Erde, ohne die Wurzeln zu beschädigen. Fülle eine Drainage-Schicht aus Blähton oder Kies in den neuen Topf, darauf eine Lage frisches Substrat. Setze die Palme mittig ein und achte darauf, dass sie in derselben Tiefe sitzt wie zuvor – der Wurzelhals sollte knapp unter der Oberfläche liegen. Fülle rundherum mit Substrat auf und drücke es leicht an, um Lufttaschen zu vermeiden. Gieße nach dem Umtopfen durchdringend und stelle die Palme für etwa zwei Wochen an einen halbschattigen Platz, damit sie sich erholen kann.
🌿 Düngung
Die Washingtonia robusta ist während der Wachstumsphase eine ausgesprochen nährstoffhungrige Palme, die regelmäßige Düngung benötigt, um ihr schnelles Wachstum zu unterstützen. Besonders wichtig sind Kalium für die Zellstabilität und die Widerstandskraft gegen Krankheiten, Stickstoff für das Blattwachstum und Magnesium zur Vorbeugung von Chlorose – gelben Blättern mit grünen Blattadern. Ein ausgewogenes Nährstoffangebot sorgt dafür, dass die Palme kräftige, grüne Wedel entwickelt und ihre charakteristische Wuchsform behält.
Für die Düngung stehen dir drei bewährte Optionen zur Verfügung:
- Langzeitdünger mit 6 Monaten Wirkdauer: Wird im zeitigen Frühjahr in die oberste Erdschicht eingearbeitet und versorgt die Palme die gesamte Saison über kontinuierlich mit Nährstoffen. Ideal für alle, die wenig Aufwand mit der Düngung haben möchten.
- Langzeitdünger mit 3 Monaten Wirkdauer: Wird im Frühjahr eingearbeitet und im Hochsommer erneut nachgelegt. Diese Variante ermöglicht eine flexiblere Anpassung an den Nährstoffbedarf während der Saison.
- Löslicher Palmendünger für wöchentliche Gaben: Wird während der Wachstumsphase von März bis September wöchentlich mit dem Gießwasser ausgebracht. Diese Methode gibt dir die volle Kontrolle über die Nährstoffversorgung und ist besonders bei Kübelpflanzen effektiv.
Starte bei der ersten Düngung mit einer halben Dosierung, um die Verträglichkeit zu testen und Überdüngung zu vermeiden. Überdüngung zeigt sich durch braune Blattspitzen, einen weißen Salzbelag auf der Erde oder Wurzelverbrennung. Im Herbst empfiehlt sich ein kaliumbetonter Herbstdünger, der die Palme auf die Überwinterung vorbereitet und die Frosthärte erhöht. Im Winter, wenn die Palme ihre Wachstumsruhe hält, wird die Düngung ganz eingestellt. Bei kühler Überwinterung unter 15 °C verzichtest du komplett auf Dünger. Magnesiumsulfat als Ergänzung kann bei gelben Blättern mit grünen Adern helfen, die auf Magnesiummangel hindeuten.
🍊 Früchte
Die Washingtonia robusta ist zweihäusig, was bedeutet, dass es männliche und weibliche Pflanzen gibt, die sich äußerlich zunächst nicht unterscheiden. Im Sommer, meist zwischen März und Mai, erscheinen bei geschlechtsreifen Exemplaren lange, verzweigte Blütenstände in Rispen angeordnet, die sich aus der Krone heraus entwickeln. Die Blüten sind cremefarben bis gelblich und eher unauffällig, verströmen aber einen angenehm süßlichen Duft. Nach erfolgreicher Bestäubung – in Kultur meist durch Insekten oder Wind – entwickeln sich an weiblichen Pflanzen die charakteristischen Früchte.
Die Früchte sind kleine, rundliche Beeren von etwa 0,5 cm Durchmesser, die im reifen Zustand braun glänzen. Im Vergleich zu anderen Palmenarten sind sie eher unscheinbar und haben einen geringen Fruchtfleischanteil. Sie sind für Menschen nicht essbar und haben keine kulinarische Bedeutung, sind aber dekorativ und locken Vögel an, die zur Verbreitung der Samen beitragen. In Kübelkultur sind Blüten und Früchte allerdings sehr selten, da die Pflanze dafür ideale Bedingungen, ein gewisses Alter und eine Mindesthöhe von mehreren Metern benötigt. Wenn deine Palme fruchtet, ist das ein Zeichen für optimale Pflege und einen exzellenten Standort.
❄️ Überwinterung
Die Überwinterung der Washingtonia robusta hängt stark von ihrer Winterhärte und der Klimazone ab. Als Kübelpflanze verträgt sie kurzfristig Temperaturen bis etwa -5 °C, bei längeren Frostperioden oder stärkerem Frost benötigt sie jedoch Schutz. Junge Pflanzen sind empfindlicher und sollten grundsätzlich frostfrei überwintert werden.
Überwinterung im Freien: Für Freilandüberwinterung wählst du einen geschützten Standort, idealerweise an einer südorientierten Hauswand, die Wärme abstrahlt. Umwickle den Stamm mit mehreren Lagen Wintervlies oder Jute und binde die Wedel locker zusammen, um sie vor Frostschäden zu schützen. Eine dicke Mulchschicht aus Laub, Stroh oder Rindenmulch über dem Wurzelbereich schützt die empfindlichen Wurzeln. Bei angekündigtem starkem Frost kannst du zusätzlich eine Frostschutzhaube über die Krone ziehen. Wichtig ist, an frostfreien Tagen zu lüften, damit sich keine Feuchtigkeit staut, die zu Pilzbefall führen kann. Ausführliche Tipps zu Winterschutzmaßnahmen findest du bei unseren Winterschutz-Artikeln.
Überwinterung in Gebäuden: Die sicherere Variante ist die Überwinterung in Gebäuden – ideal ist ein heller, kühler Wintergarten oder ein unbeheiztes Gewächshaus mit Temperaturen zwischen 5 und 10 °C. Auch eine helle Garage mit Fenster oder ein kühler Hausflur eignen sich. Je heller der Standort, desto wärmer darf er sein – bei wenig Licht sollte es kühler sein, um Vergeilungswachstum zu vermeiden. Gieße während der Überwinterung nur spärlich, sodass die Erde nicht vollständig austrocknet, aber auch nicht feucht bleibt. Düngen entfällt komplett. Im Frühjahr, ab etwa Mitte April, gewöhnst du die Palme langsam wieder an Sonne und Außentemperaturen. Weitere detaillierte Informationen zur Überwinterung von Palmen im Kübel haben wir für dich zusammengestellt.
💨 Luftfeuchtigkeit
Die Washingtonia robusta stammt zwar aus eher trockenen Regionen, toleriert in Kultur aber eine breite Bandbreite an Luftfeuchtigkeit. Normale Raumluft mit 40 bis 50 Prozent relativer Luftfeuchte ist völlig ausreichend – die Palme zeigt sich hier unkompliziert und anpassungsfähig. Im Freien während des Sommers reguliert sich die Luftfeuchtigkeit natürlich und stellt kein Problem dar.
Problematisch wird es vor allem im Winter, wenn trockene Heizungsluft die Luftfeuchtigkeit unter 30 Prozent sinken lässt. Dann können die Blattspitzen braun werden und eintrocknen – ein typisches Symptom für zu trockene Luft. Um dem vorzubeugen, kannst du die Wedel ein- bis zweimal wöchentlich mit kalkarmem Wasser besprühen oder die gesamte Palme regelmäßig abduschen. Das entfernt gleichzeitig Staub von den Blättern, was die Photosynthese verbessert und Schädlingsbefall vorbeugt. Ein Luftbefeuchter im Raum kann bei dauerhaft trockener Luft hilfreich sein, ist aber nicht zwingend erforderlich.
Hohe Luftfeuchtigkeit – etwa im Badezimmer oder im beheizten Wintergarten mit Wasserbecken – verträgt die Washingtonia robusta problemlos und fördert sogar die Wedelgesundheit. Achte aber darauf, dass bei hoher Luftfeuchte die Luftzirkulation ausreichend ist, damit die Blätter nach dem Besprühen schnell abtrocknen können – sonst kann Pilzbefall entstehen. Die regelmäßige Staubentfernung durch Abduschen oder Abwischen ist nicht nur ästhetisch wichtig, sondern verbessert auch die Lichtaufnahme der Wedel deutlich und hält die Palme vital.
🐛 Schädlinge & Krankheiten
Häufige Schädlinge
Die häufigsten Schädlinge an der Washingtonia robusta treten vor allem bei ungünstigen Kulturbedingungen auf – zu trockene Luft, zu wenig Licht oder zu warme Überwinterung begünstigen einen Befall:
- Spinnmilben: Erkennbar an feinen Gespinsten zwischen den Wedeln und kleinen hellen Punkten auf der Blattoberseite. Die Wedel verfärben sich gräulich-gelb und wirken stumpf. Spinnmilben lieben trockene, warme Luft und breiten sich besonders im Winter in beheizten Räumen aus.
- Schildläuse: Braune, feste Höcker auf Blättern, Blattstielen und am Stamm, die klebrigen Honigtau ausscheiden. Dieser zieht oft Rußtaupilze nach sich, die die Blätter schwarz färben. Schildläuse sind hartnäckig, da ihr fester Panzer sie schützt.
- Wollläuse (Schmierläuse): Weiße, watteartige Gespinste in Blattachseln und an der Blattunterseite. Sie saugen wie Schildläuse Pflanzensaft und schwächen die Palme erheblich. Wollläuse sind mobil und können sich schnell ausbreiten.
- Thripse: Kleine, längliche Insekten, die silbrige Flecken und Streifen auf den Wedeln hinterlassen. Bei starkem Befall verkrüppeln neue Wedel und bleiben klein.
Pilzkrankheiten
Pilzkrankheiten entstehen meist als Folge von Pflegefehlern, insbesondere zu viel Feuchtigkeit in Kombination mit kühlen Temperaturen oder schlechter Luftzirkulation:
- Wurzelfäule: Durch anhaltende Staunässe werden die Wurzeln braun, matschig und faulig. Die Wedel welken, obwohl der Wurzelballen feucht ist, und die Pflanze riecht muffig aus dem Topf. Im fortgeschrittenen Stadium ist Wurzelfäule meist nicht mehr heilbar.
- Blattfleckenkrankheit: Braune oder schwarze Flecken mit gelbem Hof auf den Wedeln, verursacht durch Pilze. Tritt vor allem bei zu hoher Luftfeuchtigkeit, schlechter Belüftung und nassen Blättern über Nacht auf.
- Stammfäule: Der Stamm wird weich, braun und fault von innen. Meist eine Folge von Verletzungen oder dauerhaft zu feuchten Bedingungen am Stammansatz.
Vorbeugung
Die beste Vorbeugung gegen Schädlinge und Krankheiten ist eine optimale Pflege mit ausreichend Licht, richtiger Bewässerung ohne Staunässe, guter Luftzirkulation und angemessener Luftfeuchtigkeit. Halte die Palme sauber, indem du Staub regelmäßig abduschst – das erschwert Schädlingen die Ansiedlung erheblich. Achte auf Hygiene beim Umtopfen: Verwende saubere Töpfe und desinfiziere Werkzeuge, um keine Krankheitserreger zu übertragen. Kontrolliere neue Pflanzen gründlich, bevor du sie zu deinen bestehenden Pflanzen stellst. Eine gestärkte, vital wachsende Palme ist von Natur aus widerstandsfähiger gegen Schädlinge und Krankheiten.
Bekämpfung
Bei leichtem Befall reicht oft das mechanische Entfernen – Spinnmilben und Wollläuse lassen sich mit einem feuchten Tuch abwischen, Schildläuse kannst du mit einer alten Zahnbürste oder einem Holzstäbchen abkratzen. Anschließend die Palme gründlich mit einer milden Schmierseifenlösung abduschen. Bei stärkerem Befall hilft Neemöl, das als biologisches Insektizid wirkt und Schädlinge erstickt – mehrmals im Abstand von 5 bis 7 Tagen anwenden, auch die Blattunterseiten gründlich benetzen. Rapsöl oder Paraffinöl wirken ähnlich. Isoliere befallene Pflanzen sofort, um eine Ausbreitung zu verhindern. Bei Pilzbefall entferne befallene Blätter großzügig und entsorge sie im Hausmüll. Verbessere die Kulturbedingungen, reduziere die Feuchtigkeit und erhöhe die Luftzirkulation.
✂️ Rückschnitt & Formschnitt
Der Rückschnitt bei der Washingtonia robusta ist unkompliziert, da Palmen nur aus einem einzigen Vegetationspunkt wachsen. Grundsätzlich müssen Palmen nicht häufig zurückgeschnitten werden – es ist jedoch gelegentlich sinnvoll, um die Gesundheit der Pflanze zu gewährleisten, insbesondere wenn die Palme braune oder gelbe Blätter entwickelt hat. Schneide nur abgestorbene, vollständig braune Wedel – und auch diese erst, wenn sie komplett vertrocknet sind. Grüne oder teilweise grüne Wedel sollten nicht entfernt werden, da die Palme daraus noch Nährstoffe zurückzieht und für das Wachstum nutzt.
Zeitpunkt: Der beste Zeitpunkt für den Rückschnitt ist das Frühjahr oder der Herbst, wenn die Temperaturen mild sind. In diesen Phasen ist die Palme aktiv genug, um Schnittwunden gut zu verschließen. Im Winter solltest du auf Schnittarbeiten verzichten, da die Palme ruht und anfälliger für Infektionen ist.
Technik: Verwende eine saubere, scharfe Säge oder Gartenschere und desinfiziere das Werkzeug vor und nach dem Schnitt mit Alkohol, um keine Krankheiten zu übertragen. Setze den Schnitt möglichst nah am Stamm an – schneide verwelkte Blätter an der Basis des Blattstiels ab –, ohne jedoch den Stamm selbst zu verletzen. Ein glatter Schnitt heilt besser als ein ausgefranster. Nach dem Schnitt kannst du die Schnittstellen mit spezieller Wundpaste oder Holzkohle versiegeln, um das Eindringen von Krankheitserregern zu verhindern, obwohl die Palme die Wunden in der Regel selbst verschließt.
Was du schneiden kannst: Entferne auch beschädigte oder eingerissene Wedel sowie verblühte Blütenstände, um die Kraft der Palme in die neuen Wedel zu lenken. Du kannst die Washingtonia robusta auch in Form schneiden, um ihre gewünschte Höhe und Form zu erhalten, solltest dabei aber behutsam vorgehen. Der charakteristische Petticoat – die faserigen, herabhängenden alten Wedel am Stamm – ist ein typisches Merkmal der Washingtonia robusta und kann nach Belieben belassen oder entfernt werden. Er schützt den Stamm vor intensiver Sonneneinstrahlung und vor Kälte. Trage beim Schneiden Handschuhe und eine Brille, um dich vor Dornen und herabfallenden Blättern zu schützen.
⚠️ Typische Pflegefehler
Auch bei der robusten Washingtonia robusta können Pflegefehler auftreten, die das Wachstum beeinträchtigen. Die häufigsten Fehler und ihre Symptome:
- Staunässe: Zeigt sich durch gelbe Wedel, einen muffigen Geruch aus dem Substrat und braune, matschige Wurzeln. Verursacht durch zu häufiges Gießen, fehlende Drainage oder einen zu großen Topf. Abhilfe: Umtopfen in frisches, durchlässiges Substrat, beschädigte Wurzeln entfernen, Gießrhythmus anpassen.
- Zu wenig Wasser: Die Wedel hängen schlaff herab, die Blattspitzen vertrocknen und werden braun-knusprig. Die Erde ist dauerhaft trocken und steinhart. Abhilfe: Gießrhythmus erhöhen, Fingerprobe durchführen, evtl. Topf in Wasser tauchen, bis keine Blasen mehr aufsteigen.
- Zu dunkler Standort: Die Palme bildet lange, dünne, hellgrüne Wedel (Vergeilung), das Wachstum ist schwach, und die Wedel hängen kraftlos herab. Abhilfe: Umzug an einen vollsonnigen Standort, bei Zimmerhaltung Pflanzenlampe ergänzen.
- Ungünstiger Schnitt: Abschneiden grüner oder teilweise grüner Wedel schwächt die Palme erheblich, da sie daraus noch Nährstoffe gewinnen könnte. Das Wachstum verlangsamt sich, und die Palme wird anfälliger für Krankheiten. Abhilfe: Nur vollständig braune Wedel entfernen.
- Kälteschäden: Braune, matschige Wedel nach Frost, die Palme treibt im Frühjahr nicht mehr aus, der Vegetationspunkt ist erfroren. Abhilfe: Rechtzeitig einräumen oder ausreichend schützen, junge Pflanzen frostfrei halten.
- Überdüngung: Braune Blattränder und -spitzen, weißer Salzbelag auf der Erde, Wurzelverbrennung. Abhilfe: Substrat gründlich durchspülen, Düngergaben reduzieren, beim nächsten Umtopfen frisches Substrat verwenden.
- Gelbe Blätter: Können verschiedene Ursachen haben – Staunässe, Nährstoffmangel (besonders Magnesium), zu dunkler Standort oder natürliches Altern der unteren Wedel. Abhilfe: Ursache identifizieren und Pflegebedingungen anpassen.
Die Fingerprobe vor dem Gießen, eine langsame Gewöhnung an Standortwechsel und eine sorgfältige Beobachtung der Palme helfen, die meisten Pflegefehler zu vermeiden. Bei Unsicherheiten lieber vorsichtiger agieren – die Washingtonia robusta toleriert kurze Trockenheit deutlich besser als Staunässe, und ein etwas zu dunkler Standort ist besser als ein Kälteschock.
📅 Pflegekalender
Der Pflegekalender zeigt dir auf einen Blick, welche Maßnahmen zu welcher Jahreszeit anstehen, damit deine Washingtonia robusta optimal gedeiht:
Praxis-Beispiel: Washingtonia robusta in der Anwendung
Ausgangssituation:
Ein Kunde aus Regensburg hat seine Washingtonia robusta vor drei Jahren bei uns gekauft – damals etwa 180 cm hoch. Er suchte eine schnellwachsende Palme für seine großzügige Dachterrasse mit Südausrichtung.
Maßnahmen:
Wir empfahlen einen vollsonnigen Standort und regelmäßige Pflege. Er gießt alle 5-6 Tage durchdringend und düngt wöchentlich mit löslichem Palmendünger. Im Winter überwintert er die Palme in seinem unbeheizten Treppenhaus bei 5-8 °C. Die Palme musste bereits dreimal umgetopft werden, weil sie so schnell wächst.
Ergebnis:
Heute steht sie bei über 3 Metern und begeistert jeden Sommer auf seiner Dachterrasse. Die Wedel sind kräftig grün, und die Palme bildet jedes Jahr 10-12 neue Wedel aus. Bei einem Besuch in unserem Ladengeschäft in Rogging berichtete er, dass seine Washingtonia robusta das absolute Highlight seiner Sammlung ist und regelmäßig für Bewunderung bei Besuchern sorgt.
😊 Washingtonia robusta – Jetzt bestellen!
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Qualität von Palmenstadl: Alle Washingtonia robusta werden freilandgezogen, sorgfältig selektiert und visuell geprüft.
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