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Zimmerpflanzen

🪴 Zimmerpflanzen – Grüne Begleiter für dein Zuhause

Zimmerpflanzen verwandeln jeden Innenraum: Sie reinigen die Luft, schaffen Atmosphäre und bringen ein Stück tropischer Natur in Wohn-, Schlaf- oder Arbeitszimmer – von der skulpturalen Geigenfeige über den pflegeleichten Elefantenfuß bis zur dramatischen Alocasia. Auf dieser Seite findest du alle acht Arten bei Palmenstadl im Überblick, klare Standort-Empfehlungen nach Lichtbedarf, eine praxisnahe Eingewöhnungs-Anleitung sowie alles Wichtige zu Pflege und Winterpflege.

Stell dir vor: Der Morgen beginnt mit Blick auf eine großblättrige Alocasia, deren dunkelgrüne Blätter das Licht des Ostfensters auffangen – darunter ein Philodendron, der sich an einer Rankstütze entlangschlängelt. Tropische Zimmerpflanzen stammen aus Regenwäldern, Savannen und Trockengebieten der Tropen und Subtropen, wo sie in jahrelanger Anpassung gelernt haben, mit schwankenden Bedingungen umzugehen. Genau das macht viele von ihnen zu idealen Begleitern für das Leben in Innenräumen.

Nicht jede Zimmerpflanze ist dabei gleich anspruchslos: Während der Elefantenfuß (Beaucarnea recurvata) Vergessen beim Gießen schlicht ignoriert, braucht die Alocasia konstant hohe Luftfeuchtigkeit und einen hellen Platz. Welche Pflanze zu deinem Alltag passt, hängt von den Lichtverhältnissen, dem Pflegeaufwand, den du bereit bist zu investieren, und dem gewünschten Stil ab.

Diese Seite führt dich durch alle acht Zimmerpflanzen-Arten bei Palmenstadl, erklärt den jeweils passenden Standort im Haus, gibt dir eine praxisnahe Einpflanz-Anleitung und zeigt dir, wie du deine Pflanzen sicher durch die Wintermonate bringst.

Tropische Zimmerpflanzen verschiedener Arten in einem hellen modernen Wohnzimmer mit großem Fenster
Tropische Zimmerpflanzen als lebendige Raumgestaltung – Geigenfeige, Philodendron und Alocasia setzen gemeinsam starke Akzente

🌿 Warum Zimmerpflanzen?

Zimmerpflanzen leisten weit mehr als Dekoration: Sie verbessern das Raumklima, indem sie CO₂ aufnehmen, Sauerstoff abgeben und – je nach Art – Schadstoffe aus der Raumluft filtern. Studien zeigen, dass der Anblick von Grün nachweislich Stresslevel senkt und die Konzentrationsfähigkeit verbessert. Wer einmal einen Raum mit einer großen Alocasia oder einer in die Höhe gewachsenen Geigenfeige erlebt hat, weiß: Zimmerpflanzen verändern die Stimmung eines Raums grundlegend – schneller und wirkungsvoller als jedes Möbelstück.

Anders als saisonale Balkonpflanzen sind Zimmerpflanzen ganzjährige Mitbewohner. Eine einmal gut etablierte Geigenfeige oder ein kräftiger Philodendron wächst über Jahre heran und wird Jahr für Jahr eindrucksvoller. Das macht Zimmerpflanzen – gerade in größeren Exemplaren – zu einer langlebigen Investition in Wohnqualität und persönliches Wohlbefinden.

Profi-Tipp: Zimmerpflanzen im Ensemble gruppieren – ein großes Exemplar als Mittelpunkt, ergänzt durch zwei oder drei kleinere Arten. Das schafft optische Tiefe, erhöht die lokale Luftfeuchtigkeit durch Transpiration und lässt den Pflegeaufwand pro Pflanze sinken.

🪴 Die wichtigsten Arten im Überblick

Bei Palmenstadl findest du acht sorgfältig ausgewählte Zimmerpflanzen-Arten – von pflegeleichten Klassikern bis zu botanisch außergewöhnlichen Blickfängen. Hier ein kompakter Überblick über ihre jeweiligen Stärken, den idealen Standort und die passende Verwendung im Raum.

Geigenfeige (Ficus lyrata) mit großen geigenförmigen Blättern als Zimmerpflanze vor hellem Fenster
Ficus lyrata – die Geigenfeige gehört zu den beliebtesten Zimmerpflanzen für helle, großzügige Wohnräume

Baumfreund (Philodendron)

Philodendren gehören zu den adaptionsfähigsten und beliebtesten Zimmerpflanzen überhaupt. Mit ihren großen, oft tief eingeschnittenen oder herzförmigen Blättern bringen sie einen echten Dschungel-Look in jeden Raum – dabei sind sie erstaunlich tolerant gegenüber schwankender Luftfeuchtigkeit und indirektem Licht. Kletternde Arten lassen sich an Mosstöpfen oder Rankstützen führen; buschige Arten füllen Ecken und Regale wirkungsvoll. Für Einsteiger und erfahrene Zimmerpflanzenfreunde gleichermaßen ideal. Mehr zum Baumfreund →

Birkenfeige (Ficus benjamina)

Ficus benjamina ist ein Klassiker unter den Zimmerpflanzen – mit ihrem eleganten, leicht überhängenden Blattwerk und dem feinen Astwerk wirkt sie auch in größeren Exemplaren leicht und luftig. Sie bevorzugt einen hellen Standort ohne direkte Mittagssonne und reagiert empfindlich auf Standortwechsel, was gelegentliches Blattabwerfen auslösen kann. Einmal akklimatisiert bleibt sie jedoch ein langlebiger, dekorativer Begleiter, der mit den Jahren immer eindrucksvoller wird. Mehr zur Birkenfeige →

Elefantenfuß (Beaucarnea recurvata)

Beaucarnea recurvata ist die ultimative Pflanze für alle, die wenig Zeit fürs Gießen haben: In ihrer Stammverdickung speichert sie Wasser und überbrückt problemlos mehrwöchige Trockenperioden. Das überhängende, langgrasartige Blattwerk verleiht ihr ein skulpturales, fast skulpturhaftes Aussehen, das sich besonders in modernen, minimalistischen Einrichtungen bewährt. Volles Licht und sparsame Bewässerung – mehr braucht der Elefantenfuß nicht, um jahrzehntelang zu gedeihen. Mehr zum Elefantenfuß →

Elefantenohr (Alocasia macrorrhiza)

Alocasia macrorrhiza ist einer der dramatischsten Blickfänge unter den Zimmerpflanzen: Ihre riesigen, aufrecht stehenden Blätter können imposante Ausmaße erreichen und verleihen jedem Raum eine exotisch-tropische Dimension. Sie braucht einen hellen Standort ohne direkte Mittagssonne sowie gleichmäßige Wärme und hohe Luftfeuchtigkeit – ist also eher etwas für erfahrene Zimmerpflanzenliebhaber. In einem lichtdurchfluteten Wohnraum oder Wintergarten entfaltet sie ihre volle Wirkung. Mehr zum Elefantenohr →

Geigenfeige (Ficus lyrata)

Ficus lyrata ist seit Jahren eine der meistgefragten Design-Zimmerpflanzen: Mit ihren großen, geigenförmigen, dunkelglänzenden Blättern auf schlankem Stamm ist sie ein echtes Statement-Stück für moderne Wohnräume. Sie benötigt einen dauerhaft hellen Standort mit indirektem Licht und reagiert – ähnlich wie Ficus benjamina – auf Standortwechsel oder Zugluft empfindlich. Einmal gefunden, den perfekten Platz nicht mehr verändern, dann wächst sie zuverlässig und eindrucksvoll heran. Mehr zur Geigenfeige →

Gerändeter Drachenbaum (Dracaena marginata)

Dracaena marginata gehört zu den anspruchslosesten und langlebigsten Zimmerpflanzen überhaupt. Ihre schmalen, rot-grünen Blätter auf eleganten, mehrstämmigen Trieben wirken dekorativ in nahezu jedem Raumstil. Sie toleriert halbschattige Standorte besser als viele andere Exoten, verträgt trockene Heizungsluft gut und reagiert auf Pflegefehler sehr tolerant. Für Büros, Schlafzimmer oder Räume mit wenig natürlichem Licht ist sie eine der besten Entscheidungen überhaupt. Mehr zum Drachenbaum →

Paradiesvogelblume (Strelitzia reginae)

Strelitzia reginae begeistert mit einer der unverwechselbarsten Blüten im Pflanzenreich: Die orange-blaue Blütenkrone erinnert an den exotischen Paradiesvogel und macht die Pflanze zu einem echten Hingucker. Als Zimmerpflanze braucht sie einen vollsonnigen Standort und verträgt zeitweilige Trockenheit gut. Im Sommer darf sie auch auf dem Balkon oder der Terrasse stehen; im Winter zieht sie als blühfähige Kübelpflanze ins Haus. Besonders attraktiv als Einzelpflanze in hellen, großzügigen Räumen. Mehr zur Paradiesvogelblume →

Weiße Strelizie (Strelitzia augusta)

Strelitzia augusta ist die große Schwester der Paradiesvogelblume: Mit ihren breiten, bananenähnlichen Blättern auf kräftigen Stielen wächst sie imposant und füllt auch große Räume mühelos. Die weißen Blüten erscheinen bei ausreichend Licht und Alter der Pflanze – bis dahin überzeugt sie allein schon durch ihr kraftvolles Blattwerk. Ideal für Wintergärten, Treppenhäuser und helle Wohnräume mit hohen Decken. Im Sommer liebt sie einen sonnigen Außenplatz. Mehr zur Weißen Strelizie →

 

📍 Welche Pflanze für welchen Standort?

Der Lichtbedarf ist das wichtigste Kriterium bei der Wahl der richtigen Zimmerpflanze. Auch die Luftfeuchtigkeit und die Temperaturstabilität des Raums spielen eine Rolle. Die folgende Tabelle gibt dir einen schnellen Überblick, welche Art zu welchem Raumtyp passt:

Standorttyp Empfohlene Arten Pflegeaufwand
Vollsonnig (Südfenster) Beaucarnea, Strelitzia reginae, Strelitzia augusta Gering bis mittel
Hell, indirektes Licht (Ost-/Westfenster) Ficus lyrata, Ficus benjamina, Alocasia, Philodendron Mittel
Halbschattig (Nordfenster, Raumtiefe) Dracaena marginata, Philodendron Gering
Hohe Luftfeuchtigkeit (Bad, Wintergarten) Alocasia macrorrhiza, Philodendron Mittel bis hoch

Grundsätzlich gilt: Ein Standort, den du einmal gefunden hast und der der Pflanze sichtlich bekommt, sollte nicht mehr verändert werden. Besonders Ficus-Arten reagieren auf Ortswechsel mit Blattabwurf, der harmlos ist, aber unnötig gestresst. Fensterrichtung und Abstand zum Fenster bestimmen die Lichtmenge stärker als du vielleicht denkst: Schon zwei Meter Abstand halbieren die verfügbare Lichtintensität erheblich.

Profi-Tipp: Dreh Zimmerpflanzen im Winter regelmäßig um die eigene Achse, damit alle Blattseiten gleichmäßig Licht erhalten. So wächst die Pflanze gleichmäßig und neigt sich nicht einseitig zur Lichtquelle hin.

✂️ Richtig einpflanzen & eingewöhnen

Topf und Gefäß wählen

Der neue Topf sollte nur wenig größer sein als der aktuelle Wurzelballen – zu große Töpfe führen zu feuchtem, schlecht durchlüftetem Substrat und fördern Wurzelfäule. Unbedingt auf ausreichend Drainagelöcher achten; dekorative Übertöpfe ohne Ablaufloch immer mit einem Unterteller kombinieren, den du nach dem Gießen leerst.

Substrat und Bodenvorbereitung

Zimmerpflanzen-Substrate sollten locker, gut durchlässig und dennoch nährstoffreich sein. Schwere, verdichtende Erde aus dem Discounter ist selten ideal: Ein hochwertiges Zimmerpflanzen-Substrat mit guter Durchlüftung und stabilem pH-Wert sorgt für einen deutlich besseren Start. Für trockenheitstolerante Arten wie Beaucarnea empfiehlt sich ein Anteil grober Sand oder Perlite; für feuchtigkeitsliebende Arten wie Alocasia ein leicht erhöhter Humusanteil.

Schritt für Schritt einpflanzen

  1. Neuen Topf mit Substrat zu einem Drittel befüllen
  2. Pflanze vorsichtig aus dem alten Topf lösen, altes Substrat teilweise ablösen
  3. Einsetzen – Oberkante des Wurzelballens ca. 2 cm unter dem Topfrand
  4. Rundum mit frischem Substrat auffüllen, leicht andrücken
  5. Kräftig angießen, überschüssiges Wasser aus dem Unterteller nach 30 Minuten entfernen
  6. Ersten Standort bewusst wählen und mindestens 4–6 Wochen nicht mehr verändern

Praxis-Beispiel: Ficus lyrata im Wohnzimmer – Region Straubing

Ausgangssituation

Familie Baumann aus Straubing hatte ein großes, helles Wohnzimmer mit einem nach Südwesten ausgerichteten Fenster – optisch schön, aber ohne grünen Mittelpunkt. Gesucht war eine große, gestalterisch präsente Zimmerpflanze, die dem Raum Charakter gibt und nicht zu viel tägliche Pflege erfordert. Nach einer Beratung in Rogging entschied sich die Familie für eine Geigenfeige mit ca. 160 cm Gesamthöhe.

Maßnahmen

Die Ficus lyrata wurde in einen Terrakotta-Topf mit 35 cm Durchmesser umgepflanzt – bewusst nur eine Größe größer als der Liefertopf. Das Substrat: ein hochwertiges Einheitserde-Gemisch mit 20 % Perlite für bessere Luftzufuhr zu den Wurzeln. Der Standort wurde direkt neben dem Fenster gewählt, außerhalb direkter Mittagssonne. Die ersten sechs Wochen wurde die Pflanze nicht gedreht und nicht versetzt – die ruhige Eingewöhnung war der Schlüssel.

Ergebnis

Die Ficus lyrata verlor in den ersten zwei Wochen einige untere Blätter – ein normales Eingewöhnungszeichen, das bald aufhörte. Nach acht Wochen trieb die Pflanze neue Blätter und wächst seitdem gleichmäßig. Familie Baumann ergänzte das Arrangement mit einem Philodendron als Bodenpflanze – zusammen bilden sie den grünen Mittelpunkt des Wohnzimmers.

💧 Pflege im Jahresverlauf

Bewässerung

Die Grundregel lautet: lieber seltener, dafür gründlich gießen. Zwischen zwei Wassergaben sollte das Substrat in der oberen Schicht spürbar abgetrocknet sein – das verhindert Staunässe und fördert gesundes Wurzelwachstum. Im Winter reduzieren fast alle Zimmerpflanzen ihr Wachstum deutlich; die Wassergaben sollten entsprechend seltener werden. Ausnahme: Alocasia und Philodendron brauchen auch im Winter gleichmäßige Feuchtigkeit. Staunässe ist bei allen Arten zu vermeiden. Für feuchtigkeitsliebende Arten empfiehlt sich regelmäßiges Besprühen der Blätter mit kalkarmem Wasser.

Düngung

Von März bis September ist die aktive Wachstumsphase – in dieser Zeit profitieren Zimmerpflanzen von regelmäßiger Nährstoffversorgung. Ein Langzeitdünger mit 3- oder 6-monatiger Wirkdauer ist besonders komfortabel; alternativ eignet sich ein löslicher Volldünger, der wöchentlich ins Gießwasser gegeben wird. Ab September wird die Düngung reduziert, ab Oktober komplett eingestellt – eine Herbstgabe mit erhöhtem Kaliumanteil stärkt die Zellstruktur für die Ruhezeit. Passende Dünger für Zimmerpflanzen und Exoten findest du direkt im Shop.

Rückschnitt

Die meisten Zimmerpflanzen brauchen keinen regelmäßigen Rückschnitt – das Entfernen gelber oder abgestorbener Blätter genügt in der Regel. Bei Philodendren und Dracaena kann der Rückschnitt im Frühjahr gezielt für buschigeren Wuchs eingesetzt werden. Ficus-Arten nur im Notfall schneiden: Das Entfernen von Ästen kann Stressreaktionen auslösen. Alle Schnitte mit sauberen, scharfen Werkzeugen durchführen.

🌡️ Überwintern & Winterpflege

Tropische Zimmerpflanzen in einem hellen Winterquartier mit Kunstlicht und feuchtigkeitserhöhenden Maßnahmen
Zimmerpflanzen im Winter: heller Standort, reduziertes Gießen und höhere Luftfeuchtigkeit sind die drei wichtigsten Maßnahmen

Auch Zimmerpflanzen spüren den Winter – nicht durch Frost, aber durch abnehmende Tageslichtlänge, trockenere Heizungsluft und sinkende Temperaturen in der Nacht. Die richtige Winterpflege entscheidet oft darüber, ob eine Pflanze im Frühjahr in voller Kraft austreibt oder sich mühsam erholen muss.

Licht sichern: Im Winter sinkt die Lichtintensität in deutschen Breitengraden erheblich. Stelle Pflanzen möglichst nahe ans Fenster – auch ein Abstand von 50 cm weniger kann einen deutlichen Unterschied machen. Pflanzen, die im Sommer draußen standen, sollten spätestens bei Nachttemperaturen unter 10–12 °C ins Haus geholt werden.

Heizungsluft ausgleichen: Heizungsluft trocknet die Raumluft stark aus und stresst feuchtigkeitsliebende Arten. Regelmäßiges Besprühen mit kalkarmem Wasser, Kiesschalen mit Wasser unter dem Topf oder das Gruppieren mehrerer Pflanzen erhöhen die lokale Luftfeuchtigkeit spürbar.

Gießen und Düngen anpassen: Im Winter brauchen die meisten Arten deutlich weniger Wasser und keine Düngergaben. Strelitzien, die im Sommer auf dem Balkon standen, benötigen nach dem Einräumen zunächst eine Eingewöhnungszeit. Eine ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitung für das Überwintern tropischer Pflanzen findest du in unserem Leitfaden: Tropenpflanzen überwintern – die klare Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Temperaturbereich Empfohlene Maßnahmen
18–22 °C (geheizte Wohnräume) Gießen reduzieren, Luftfeuchtigkeit erhöhen, nicht düngen, Lichtstandort optimieren
12–18 °C (kühles Treppenhaus, Wintergarten) Gut geeignet für Strelitzien und Beaucarnea; Gießen stark reduzieren, kein Dünger
8–12 °C (ungeheizter Wintergarten) Nur für Beaucarnea und Strelitzia; Alocasia, Philodendron und Ficus zu kalt
unter 8 °C Alle Arten in wärmere Bereiche bringen; Kälteschäden (Blattverfärbungen) drohen

🛒 Kaufberater

Die richtige Zimmerpflanze zu wählen hängt von drei Faktoren ab: den Lichtverhältnissen in deinem Zuhause, dem Pflegeaufwand, den du realistisch einplanen kannst, und der gewünschten optischen Wirkung. Hier eine schnelle Entscheidungshilfe:

Größe und Sofortwirkung

Kleine Pflanzen (bis 60 cm Gesamthöhe) sind kostengünstig und ideal für Regale oder Fensterbänke. Mittlere Exemplare (60–120 cm) setzen bereits deutliche Akzente und sind als Raumteiler geeignet. Große Pflanzen (120–200 cm) verändern einen Raum sofort und nachhaltig – besonders Ficus lyrata oder Strelitzia augusta entfalten in dieser Größe ihre volle gestalterische Kraft. Exemplare über 200 cm sind seltene Besonderheiten für repräsentative Räume und Eingangsbereiche.

Checkliste vor dem Kauf

  • Wie viel natürliches Licht hat der geplante Standort täglich?
  • Wie oft kannst du realistisch gießen – täglich, wöchentlich, seltener?
  • Ist die Luftfeuchtigkeit im Raum ausreichend für feuchtigkeitsliebende Arten?
  • Gibt es Kinder oder Haustiere? Einige Arten (Alocasia, Dracaena) sind schwach giftig
  • Welche Topfgröße und welches Material passen zur Einrichtung?
  • Auf Qualität achten: gut durchwurzelt, frisch selektiert, visuell geprüft – wie bei Palmenstadl

🪴 Zimmerpflanzen – jetzt entdecken!

Bei Palmenstadl findest du alle acht Zimmerpflanzen-Arten in verschiedenen Größen – von kompakten Jungpflanzen bis zu beeindruckenden Solitärexemplaren, die sofort Eindruck machen. Alle Pflanzen werden direkt in Rogging versandfertig gemacht, sorgfältig verpackt und persönlich für dich ausgewählt.

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❓ FAQ – Häufige Fragen zu Zimmerpflanzen

Beaucarnea recurvata (Elefantenfuß) und Dracaena marginata (Gerändeter Drachenbaum) gehören zu den anspruchslosesten Zimmerpflanzen überhaupt. Beide tolerieren unregelmäßiges Gießen, trockene Heizungsluft und auch halbschattige Standorte deutlich besser als viele andere Arten. Für absolute Einsteiger oder Personen mit wenig Zeit ist der Elefantenfuß die klare Empfehlung – er übersteht Vergessen beim Gießen schlicht ohne sichtbare Schäden.

Dracaena marginata und Philodendron sind die tolerantesten Arten bei wenig natürlichem Licht. Dracaena kommt auch mit einem Nordfenster oder einer Raumtiefe von mehreren Metern gut zurecht. Philodendron wächst im Halbschatten langsamer, bleibt aber gesund. Wichtig: Kein einziger Pflanzentyp kommt ohne jegliches Licht aus – trübe Nordfenster mit Kunstlicht zu ergänzen ist in solchen Situationen sinnvoll.

Ficus benjamina und Ficus lyrata reagieren empfindlich auf Standortwechsel, Zugluft, plötzliche Temperaturveränderungen oder einen veränderten Lichteinfall im Herbst. Ein gewisser Blattabwurf nach dem Umstellen ist völlig normal und kein Grund zur Sorge – die Pflanze gewöhnt sich in der Regel innerhalb von 4–8 Wochen an. Den einmal gefundenen Standort möglichst nicht mehr verändern ist die beste Prävention.

Eine feste Gießregel gibt es nicht – entscheidend ist der Zustand des Substrats. Die oberste Erdschicht sollte zwischen zwei Wassergaben gut abgetrocknet sein; für trockenheitsliebende Arten (Beaucarnea, Strelitzia) darf das Substrat tiefer austrocknen. Im Winter reduziert sich der Wasserbedarf bei fast allen Arten deutlich. Lieber seltener und gründlich gießen als täglich in kleinen Mengen – das schützt vor Staunässe.

Umtopfen ist sinnvoll, wenn Wurzeln aus den Drainagelöchern wachsen, das Substrat sich schnell durchnässt und kaum noch Wasser hält oder das Wachstum trotz guter Pflege stagniert. Der beste Zeitpunkt ist das frühe Frühjahr, kurz vor dem Beginn der Wachstumsphase. Neuer Topf: nur eine Größe größer als der aktuelle, mit ausreichend Drainagelöchern und frischem Substrat.

Einige gängige Zimmerpflanzen sind schwach bis mäßig giftig: Alocasia und Dracaena enthalten Oxalate bzw. Saponine, die bei Verschlucken Reizungen verursachen können. Strelitzien gelten als leicht giftig. Für Haushalte mit Kleinkindern oder Katzen empfiehlt sich, gefährdete Arten unerreichbar zu platzieren oder gezielt auf als unbedenklich geltende Arten zu setzen. Im Zweifelsfall beim Tierarzt oder der Giftnotrufzentrale nachfragen.

Ja – viele Zimmerpflanzen profitieren von einem Sommeraufenthalt im Freien: Strelitzien, Beaucarnea und Dracaena entwickeln sich draußen deutlich kräftiger. Wichtig: Den Übergang langsam vollziehen, da direktes Sonnenlicht nach dem Winterstandort Blattverbrennungen verursachen kann. Erst in einen geschützten Halbschattenplatz stellen, dann schrittweise an mehr Sonne gewöhnen. Spätestens bei Nachttemperaturen unter 10 °C wieder einräumen.

Für Zimmerpflanzen empfiehlt sich ein ausgewogener Volldünger mit Stickstoff, Phosphor und Kalium sowie Spurenelementen. Langzeitdünger (3 oder 6 Monate Wirkdauer) sind komfortabel und gleichmäßig wirkend; lösliche Dünger ermöglichen eine gezieltere Dosierung. Grundregel: Im Sommer regelmäßig düngen, im Winter Pause machen. Überdüngung ist häufiger ein Problem als Nährstoffmangel – lieber etwas weniger dosieren.

Heizungsluft senkt die relative Luftfeuchtigkeit in Räumen teils unter 30 % – zu wenig für feuchtigkeitsliebende Arten wie Alocasia oder Philodendron. Abhilfe schaffen: regelmäßiges Besprühen der Blätter mit kalkarmem Wasser, das Aufstellen von Wasserschalen auf der Heizung, Kies-Untersetzer mit Wasser oder das Gruppieren mehrerer Pflanzen. Direkt neben Heizkörpern platzieren schadet allen Arten.

Strelitzia reginae blüht hauptsächlich im Spätherbst und Winter – eine angenehme Besonderheit, da in dieser Zeit kaum andere Zimmerpflanzen blühen. Voraussetzung ist ein sehr heller, möglichst sonniger Standort sowie eine leicht kühlere Überwinterung, die den Blühreiz auslöst. Junge Pflanzen brauchen einige Jahre bis zur ersten Blüte; etablierte Exemplare blühen regelmäßig und reich.