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Palmfarne & Cycadeen

🌿 Palmfarne & Cycadeen – lebende Fossilien für Terrasse & Garten

Palmfarne wie Cycas revoluta gehören zu den ältesten Pflanzengruppen der Erde – und zählen heute zu den begehrtesten Exoten für Terrasse, Eingang und helle Innenräume. Auf dieser Seite erfährst du alles über Standort, Pflege, pH-Wert, Luftfeuchtigkeit und Winterschutz für deinen Japanischen Sagopalmfarn.

Während Dinosaurier die Erde bevölkerten, wuchsen Cycadeen bereits in üppigen Wäldern – nahezu unverändert bis heute. Cycas revoluta trägt diese faszinierende Geschichte in jeder Wedelspitze: Die dunkelgrünen, glänzenden Fiederblätter, der kompakte, schuppige Stamm und der unverwechselbar langsame, beständige Wuchs machen ihn zu einer Pflanze mit ganz eigenem Charakter. Kein schnellwüchsiger Exot, sondern ein geduldiges, jahrzehntelanges Begleiter.

Was Cycas revoluta so wertvoll macht: Er ist überraschend robust für einen tropischen Exoten, verträgt trockenere Luft besser als viele andere exotische Arten und belohnt konsequente, aber unkomplizierte Pflege mit konstant schönem Wuchs. Als Kübelpflanze auf der Terrasse setzt er das ganze Jahr über einen markanten Akzent. Im Winter zieht er ins Haus und bereichert helle Wohn- oder Treppenhausbereiche mit einem Hauch Urzeit.

Auf dieser Seite stellen wir dir Cycas revoluta ausführlich vor, erklären welcher Standort und welches Substrat optimal sind, worauf es bei Bewässerung, pH-Wert und Luftfeuchtigkeit ankommt – und wie du deinen Palmfarn sicher durch den Winter bringst.

Cycas revoluta als Kübelsolitär auf einer Terrasse mit glänzenden dunkelgrünen Wedeln
Cycas revoluta als Terassen-Solitär – zeitlos, markant und überraschend pflegeleicht

🌱 Warum Palmfarne & Cycadeen?

Cycadeen sind keine Palmen, keine Farne – sie bilden eine eigene, uralte Pflanzengruppe, die bis in das Zeitalter der Trias zurückreicht. Dieser botanische Sonderstatus spiegelt sich auch im Erscheinungsbild wider: Die stramme, rosetttenartige Wedelkrone auf einem kompakten, schuppig-rauen Stamm ist unverwechselbar und in keiner anderen Pflanzengruppe so zu finden. Ein Cycas revoluta im Kübel oder Garten ist damit immer eine Ansage – eine Pflanze mit Persönlichkeit und Geschichte.

Für die Gartengestaltung bietet Cycas revoluta einen entscheidenden Vorteil gegenüber schnellwüchsigen Exoten: Er bleibt jahrelang kompakt und beherrschbar, verändert sich langsam und vorhersehbar und stellt damit keine Überraschungen in punkto Platzanspruch. Gleichzeitig steigt sein Wert mit jedem Jahr – ältere Exemplare mit kräftig ausgeprägtem Stamm sind echte Raritäten. Wer früh kauft, investiert in eine Pflanze, die mit den Jahren immer eindrucksvoller wird.

Hinzu kommt die Robustheit gegenüber widrigen Bedingungen: Cycas revoluta übersteht kurzfristige Trockenheit deutlich besser als die meisten tropischen Exoten und ist damit auch für Gartenbesitzer geeignet, die gelegentlich mal eine Gießrunde verpassen. Was er gar nicht verträgt: Staunässe, falschen pH-Wert im Substrat und Frost ohne Schutz. Wer diese drei Punkte im Griff hat, wird mit einem langjährigen, treuen Pflanzenbegleiter belohnt.

Profi-Tipp: Cycas revoluta wächst aus der Krone – niemals aus dem Stamm schneiden

Anders als Palmen und Bäume hat Cycas revoluta genau einen Wachstumspunkt: die Scheitelknospe an der Stammspitze. Wird diese beschädigt oder entfernt, stirbt die Pflanze. Entferne daher nur vergilbte oder vollständig abgestorbene Wedel – und das stets mit einem sauberen Schnitt direkt am Stamm, niemals durch Reißen.

🌿 Die Art im Überblick

Palmenstadl führt mit Cycas revoluta die weltweit bekannteste und meistgepflegte Cycadee – die ideale Wahl für Einsteiger und Sammler gleichermaßen. Sie vereint botanische Besonderheit mit praktischer Kultivierbarkeit und ist damit die Referenzpflanze dieser faszinierenden Pflanzengruppe.

Cycas revoluta mit charakteristischer Wedelkrone und schuppigem Stamm als Kübelpflanze
Cycas revoluta – der Japanische Sagopalmfarn mit seinem unverwechselbaren Wuchs

Japanischer Sagopalmfarn (Cycas revoluta)

Cycas revoluta stammt ursprünglich aus Japan und dem südlichen China und zählt zu den langsamwüchsigsten Pflanzen überhaupt – der Stamm wächst nur etwa 2 bis 5 cm pro Jahr. Das macht jeden Zentimeter Stammhöhe zu einem messbaren Zeichen von Alter und Qualität. Die Wedel erscheinen einmal jährlich in einem einzigen, koordinierten Schub – dem sogenannten „Flush" – und entfalten sich innerhalb weniger Wochen aus der Scheitelknospe.

Das dunkelgrüne, glänzende, steif gefiederte Laub ist das optische Markenzeichen der Art: symmetrisch angeordnet, mit leicht eingerollten Wedelrändern (daher „revoluta" – zurückgerollt), und von einer Präzision in der Struktur, die an botanische Zeichnungen erinnert. Der kompakte, faserige Stamm entwickelt mit zunehmendem Alter immer mehr Charakter und macht ältere Exemplare zu echten Schaupflanzen.

In Deutschland wird Cycas revoluta überwiegend als Kübelpflanze kultiviert und über Winter an einem hellen, frostfreien Ort eingelagert. Der ideale Standort im Sommer ist vollsonnig bis halbschattig, windgeschützt und warm. Wichtig: Ein leicht saurer bis neutraler pH-Wert im Substrat und eine gute Drainage sind Grundvoraussetzung für gesundes Wachstum. Mehr zum Japanischen Sagopalmfarn →

📍 Welcher Standort ist ideal?

Cycas revoluta ist anpassungsfähiger als viele andere tropische Exoten – er gedeiht sowohl im Vollsonnigen als auch im Halbschatten. Entscheidend ist vor allem, was er nicht verträgt: anhaltende Staunässe, Kältezug und direkte Winternässe. Die folgende Tabelle gibt dir einen schnellen Überblick über geeignete und weniger geeignete Standortbedingungen.

Standorttyp Eignung Haltung Besonderer Hinweis
Vollsonne, warm, windgeschützt Ideal Kübel (Terrasse, Eingang) Maximales Wachstum und Farbintensität
Halbschatten, hell, windgeschützt Gut Kübel oder Innenraum Wedel bleiben etwas weicher
Heller Innenraum (Wintergarten, Wohnzimmer) Gut (ganzjährig) Kübel Indoor Auf Luftfeuchtigkeit achten
Schatten, Nordlage, Zugluft Ungeeignet Wachstumsstillstand, Pilzanfälligkeit

Der Hauswand-Effekt ist auch für Cycas revoluta wertvoll: Ein Kübel nahe einer nach Süden ausgerichteten Mauer profitiert von reflektierter Wärme und verbessertem Kleinklima. Das fördert den jährlichen Wedelschub und hilft der Pflanze, sich nach dem Winter schneller zu erholen. Wichtig beim Innenraum-Einsatz: Heizungsluft trocknet die Luft stark aus – hier regelmäßig auf ausreichende Luftfeuchtigkeit achten, Details dazu im Pflegeabschnitt.

🪴 Richtig pflanzen

Standortwahl

Wähle für Cycas revoluta im Kübel einen vollsonnigen bis halbschattigen, windgeschützten Platz. Der Kübel sollte ausreichend groß sein – nicht zu knapp, da beengte Verhältnisse das langsame Wurzelwachstum unnötig hemmen. Gleichzeitig gilt: Zu viel ungenutztes Substrat speichert Feuchtigkeit und erhöht das Staunässerisiko. Wähle eine Topfgröße, die den Ballen um ca. 3 bis 5 cm überragt.

Substrat & pH-Wert

Cycas revoluta benötigt ein durchlässiges, nährstoffreiches Substrat mit einem leicht sauren pH-Wert von 6,0 bis 6,5. Werte außerhalb dieses Bereichs behindern die Nährstoffaufnahme erheblich und führen zu typischen Mangelerscheinungen wie gelblichen Wedeln. Die Pflanzerde von Palmenstadl bietet eine optimale Ausgangsstruktur, die bei Bedarf mit einem Anteil Perlite oder Bimssand für zusätzliche Drainage aufgelockert werden kann. Für einen detaillierten Überblick über pH-Wert-Anforderungen verschiedener Exoten empfehlen wir unseren professionellen pH-Guide für Palmen und Exoten.

Schritt für Schritt: Cycas revoluta einpflanzen

  1. Kübel mit Abzugsloch wählen – Drainage ist bei Cycadeen unverzichtbar
  2. Drainageschicht aus Lava-Granulat oder grobem Kies auf den Topfboden legen
  3. Palmenstadl-Pflanzerde einfüllen, ggf. mit Perlite auflockern
  4. Pflanze einsetzen – der Stamm sitzt auf Substrathöhe, nicht tiefer vergraben
  5. Substrat andrücken und kräftig angießen – der erste Guss setzt das Substrat
  6. Standort für die ersten Wochen etwas geschützter wählen bis zur Eingewöhnung

Praxis-Beispiel: Cycas revoluta in Passau

Ausgangssituation

Stefan M. aus Passau suchte eine Kübelpflanze für den überdachten Eingangsbereich seines Hauses – vollsonnig, südwestlich ausgerichtet, mit wenig Niederschlag direkt an der Pflanze. Er wollte eine langlebige, pflegeleichte Pflanze mit Charakter, die auch bei gelegentlichem Vergessen zu gießen keine Probleme macht. Nach einer Beratung bei Palmenstadl in Rogging entschied er sich für einen Cycas revoluta mit knapp 20 cm Stammhöhe.

Maßnahmen

Stefan pflanzte den Cycas in einen großen Terrakotta-Kübel mit Lava-Drainage und Palmenstadl-Pflanzerde, leicht mit Perlite gemischt. Er düngt von Mai bis August alle drei Wochen mit löslichem Palmendünger und prüft den pH-Wert einmal pro Saison. Im Oktober zieht der Cycas ins helle Treppenhaus mit ca. 12 °C – dort steht er bis Mitte Mai.

Ergebnis

Nach vier Jahren hat der Cycas zwei vollständige Wedelschübe produziert und der Stamm ist auf knapp 30 cm angewachsen. Stefan berichtet, dass die Pflanze im Eingangsbereich regelmäßig Kommentare von Besuchern bekommt – und dass er sie trotz gelegentlichem Vergessen zu gießen nie in einem schlechten Zustand erlebt hat.

💧 Pflege im Jahresverlauf

Cycas revoluta ist genügsamer als sein exotisches Aussehen vermuten lässt. Drei Faktoren bestimmen seinen Erfolg: die richtige Bewässerung, eine ausgewogene Düngung und das Einhalten der korrekten Luftfeuchtigkeit – besonders im Winterquartier.

Bewässerung

Der Grundsatz bei Cycadeen lautet: lieber seltener, dafür gründlich. Das Substrat darf zwischen den Gießgängen im oberen Bereich leicht antrocknen – Staunässe ist der häufigste Pflanzenfehler und führt zu Wurzelfäule, die schnell zum Totalverlust führt. Im Sommer bei Hitze häufiger kontrollieren, im Herbst konsequent reduzieren, im Winter auf ein Minimum begrenzen. Weitere Details zur richtigen Bewässerungsroutine für Exoten findest du in unserem Guide zur Kübelpflanzenpflege und Überwinterung.

Düngung

Von April bis August profitiert Cycas revoluta von einer regelmäßigen Nährstoffversorgung über löslichen Palmendünger alle zwei bis drei Wochen oder einem Langzeitdünger, der einmalig zur Pflanzung oder zu Saisonbeginn eingearbeitet wird. Cycadeen reagieren gut auf Magnesium – ein gelegentlicher Magnesiumsulfat-Zusatz fördert die Wedelfarbe. Ab September keine Stickstoffdüngung mehr, damit die Wedel vollständig ausreifen können.

Luftfeuchtigkeit

Cycas revoluta toleriert trockene Luft besser als viele andere Exoten – dennoch gilt: Zu trockene Heizungsluft im Winterquartier führt langfristig zu braunen Wedelspitzen und erhöhter Spinnmilbenbelastung. Eine Luftfeuchtigkeit von 40 bis 60 % ist optimal. Gelegentliches Besprühen der Wedel oder ein Luftbefeuchter in der Nähe helfen im Winterquartier. Einen ausführlichen Überblick über die Luftfeuchtigkeitsanforderungen verschiedener Exoten bietet unser Guide zur richtigen Luftfeuchtigkeit für mediterrane und tropische Pflanzen.

🧊 Winterschutz in der Praxis

Cycas revoluta im Winterquartier in einem hellen, kühlen Raum als Kübelpflanze
Cycas revoluta im Winterquartier: hell, frostfrei und mit reduzierter Bewässerung

Cycas revoluta ist nicht winterhart und muss in Deutschland vor dem ersten Frost ins Winterquartier. Die gute Nachricht: Die Anforderungen ans Winterquartier sind überschaubar – Helligkeit und Frostfreiheit sind die wichtigsten Faktoren, alles andere ist nachrangig.

Das richtige Winterquartier

Ideal ist ein heller, kühler Raum mit 8 bis 15 °C – ein unbeheiztes Gewächshaus, ein kühler Wintergarten, ein helles Treppenhaus oder ein heller Keller mit Tageslichtfenster. Temperaturen unter 5 °C sollten dauerhaft vermieden werden. Dunkelheit führt zu etiolierten, schwachen Wedeln und erhöhter Anfälligkeit für Schädlinge. Heizungsräume über 18 °C sind ebenfalls ungünstig – zu viel Wärme regt vorzeitigen Austrieb an, bevor die Pflanze bereit ist.

Vorbereitung für die Einlagerung

Vor dem Einlagern die Bewässerung deutlich reduzieren und keine Düngung mehr vornehmen. Abgestorbene oder braune Wedel sauber entfernen. Den Cycas auf Schädlinge prüfen – Schützlinge sollten nie mit Schädlingen eingelagert werden. Im Winterquartier selbst nur sehr sparsam gießen, gelegentlich die Wedel auf Spinnmilben und Schildläuse kontrollieren und bei Bedarf behandeln. Eine gute Übersicht zur Kübelpflanzenüberwinterung allgemein bietet unser Leitfaden zur Überwinterung von Kübelpflanzen.

Temperaturbereich Maßnahmen für Cycas revoluta
unter 10 °C (Nächte) Einlagerung vorbereiten, Bewässerung stark reduzieren
5 bis 15 °C (Winterquartier) Ideal: hell, trocken, kaum gießen, monatlich kontrollieren
unter 5 °C Kälteschäden möglich – wärmeren Platz im Quartier suchen
unter 0 °C (Frost) Irreversibler Schaden – zwingend frostfrei halten

🛒 Kaufberater

Beim Kauf eines Cycas revoluta ist der Stamm das wichtigste Qualitätsmerkmal. Da die Pflanze extrem langsam wächst, steht jeder Zentimeter Stammhöhe für Jahre geduldiger Kultivierung und ist ein direktes Maß für den Wert des Exemplars.

Stammhöhe & Sofortwirkung

Jungpflanzen ohne sichtbaren Stamm sind der günstige Einstieg für geduldige Gartenfreunde – die volle optische Wirkung entwickelt sich über viele Jahre. Exemplare mit 10 bis 20 cm Stammhöhe zeigen bereits den charakteristischen Cycas-Look und sind sofort als Blickfang einsetzbar. Pflanzen mit über 30 cm Stamm sind echte Raritäten und Schaupflanzen mit langem Vorleben – eine Investition, die sich dauerhaft auszahlt.

Checkliste vor dem Kauf

  • Winterquartier vorhanden – hell, frostfrei, 8 bis 15 °C?
  • Kübel mit Abzugsloch und Drainage eingeplant?
  • Substrat mit richtigem pH-Wert (6,0 bis 6,5) vorbereitet?
  • Sonniger bis halbschattiger Sommerstandort verfügbar?
  • Stammhöhe passend zur gewünschten Sofortwirkung gewählt?
  • Dünger und Pflanzerde für die erste Saison mitbestellt?

🌿 Palmfarne & Cycadeen – jetzt entdecken!

Cycas revoluta in verschiedenen Stammhöhen – für Terrasse, Eingang und Wintergarten. Persönliche Beratung gibt es direkt vor Ort in Rogging.

Qualität von Palmenstadl: Alle Palmfarne werden sorgfältig selektiert, visuell geprüft und sicher verpackt geliefert.

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❓ FAQ – Häufige Fragen zu Palmfarnen & Cycadeen

Cycas revoluta ist weder Palme noch Farn – er gehört zur eigenen, uralten Pflanzengruppe der Cycadeen, die bereits vor über 200 Millionen Jahren existierte. Die Ähnlichkeit mit Palmen ist rein optisch; botanisch sind Cycadeen näher mit Nadelbäumen verwandt als mit Palmen. Der Name „Palmfarn" ist volkstümlich und botanisch nicht korrekt, hat sich aber als Bezeichnung fest etabliert.

Cycas revoluta produziert seine neuen Wedel in einem einmaligen, jährlichen Schub – dem sogenannten „Flush". Innerhalb weniger Wochen, meist im Frühsommer, entfaltet sich ein kompletter Kranz neuer Wedel aus der Scheitelknospe. Der Rest des Jahres passiert nach außen hin wenig, obwohl die Pflanze intern den nächsten Flush vorbereitet. Gute Licht- und Nährstoffversorgung fördern einen kräftigen jährlichen Austrieb.

Gelbe Wedel sind meistens auf einen falschen pH-Wert im Substrat zurückzuführen – liegt er zu hoch (alkalisch), kann Cycas revoluta Nährstoffe wie Eisen und Mangan nicht aufnehmen. Ein leicht saurer pH-Wert von 6,0 bis 6,5 ist optimal. Weitere Ursachen können Überwässerung mit beginnender Wurzelfäule, Magnesiummangel oder ein zu dunkler Standort sein. Den pH-Wert des Substrats regelmäßig prüfen ist die effektivste Vorbeugemaßnahme.

Cycas revoluta gehört zu den langsamwüchsigsten Pflanzen überhaupt: Der Stamm legt jährlich nur 2 bis 5 cm zu. Eine Pflanze mit 20 cm Stammhöhe ist damit bereits 10 bis 15 Jahre alt. Dieses langsame Wachstum ist der Grund für den relativ hohen Kaufpreis gut entwickelter Exemplare – und erklärt, warum Cycadeen mit dem Alter immer wertvoller werden.

Ein heller, frostfreier Raum mit 8 bis 15 °C ist ideal – ein kühler Wintergarten, ein unbeheiztes Gewächshaus oder ein helles Treppenhaus. Dunkelheit führt zu schwachen, etiolierten Wedeln. Zu warme Standorte über 18 °C regen vorzeitigen Austrieb an. Im Winterquartier kaum gießen und nicht düngen – die Pflanze befindet sich in Ruhe.

Nein – der Stamm darf unter keinen Umständen beschnitten oder verletzt werden. Cycas revoluta hat genau einen Wachstumspunkt: die Scheitelknospe an der Stammspitze. Wird diese beschädigt, kann die Pflanze nicht mehr austreiben und stirbt ab. Entfernt werden dürfen nur vollständig vergilbte oder abgestorbene Wedel – und das immer mit einem sauberen Schnitt direkt am Stamm.

Cycas revoluta bevorzugt ein leicht saures Substrat mit einem pH-Wert von 6,0 bis 6,5. Überschreitet der pH-Wert 7,0, werden Eisen, Mangan und andere Spurenelemente für die Pflanze unlöslich – Mangelerscheinungen wie Vergilbung der Wedel sind die Folge. Den pH-Wert des Substrats einmal pro Saison mit einem einfachen Testset prüfen ist eine sinnvolle Routinemaßnahme.

Cycas revoluta toleriert trockene Luft besser als viele andere Exoten, gedeiht aber am besten bei einer Luftfeuchtigkeit von 40 bis 60 %. Besonders im Winterquartier mit Heizungsluft kann die Luft zu trocken werden – gelegentliches Besprühen der Wedel oder ein Luftbefeuchter in der Nähe helfen. Sehr trockene Luft begünstigt Spinnmilbenbefall, der im Winter regelmäßig kontrolliert werden sollte.

Löslicher Palmendünger alle zwei bis drei Wochen von April bis August ist gut geeignet – alternativ ein Langzeitdünger, der zu Saisonbeginn eingearbeitet wird. Cycadeen reagieren positiv auf einen gelegentlichen Magnesiumsulfat-Zusatz (Bittersalz), der die Wedelfarbe verbessert. Ab September keine Stickstoffdüngung mehr, damit die Wedel vollständig ausreifen.

Nach den Eisheiligen Mitte Mai, wenn keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind. Den Standortwechsel langsam vollziehen – zunächst an einen halbschattigen Platz stellen und erst nach ein bis zwei Wochen an den endgültigen, sonnigeren Standort. Direktes Herausstellen in die pralle Sonne nach dem Winter kann zu Blattverbrennungen führen, da die Wedel das intensive Licht noch nicht gewohnt sind.