Weißstammpalme (Ravenea rivularis)
🌴 Ravenea rivularis – Die elegante Weißstammpalme für dein Zuhause
Mit der Weißstammpalme holst du dir ein Stück madagassischen Regenwald direkt ins Wohnzimmer – ihr charakteristischer, weißlich gepuderter Stamm und die elegant gebogenen Fiederblätter verwandeln jeden Raum in eine tropische Oase. Diese schnell wachsende Fiederpalme begeistert nicht nur durch ihre außergewöhnliche Optik, sondern auch durch ihre luftreinigende Wirkung.
Die Ravenea rivularis erreicht in Kultur eine Höhe von 2 bis 3 Metern und entwickelt dabei einen schlanken, aufrechten Wuchs mit einem Durchmesser von etwa 80 bis 120 Zentimetern. Ihr weißlich-grauer Stamm wirkt wie sonnengebleicht und bildet einen faszinierenden Kontrast zu den tiefgrünen, gefiederten Wedeln. Die Blätter sind breitoval und tief eingeschnitten, wodurch die Palme besonders filigran und elegant wirkt.
Perfekt für alle, die eine anspruchsvolle, aber pflegeleichte Zimmerpflanze suchen, die mit hoher Luftfeuchtigkeit gut zurechtkommt und gleichzeitig das Raumklima verbessert. Auch für Wintergärten mit tropischem Ambiente ist die Weißstammpalme ideal geeignet.
☀️ Standort & Licht
Die Weißstammpalme stammt ursprünglich aus den immerfeuchten Regenwäldern Madagaskars, wo sie entlang von Flussufern und in tropischen Niederungen wächst. In ihrer Heimat herrscht ein feucht-warmes Klima mit ganzjährig hohen Temperaturen zwischen 20 und 30 Grad Celsius und regelmäßigen Niederschlägen. Die Palme gedeiht dort im Halbschatten bis lichten Schatten unter dem Kronendach größerer Bäume und ist an eine konstant hohe Luftfeuchtigkeit von 70 bis 90 Prozent gewöhnt. Durch die Nähe zu Wasserläufen profitiert sie von einem gleichmäßig feuchten Wurzelbereich ohne längere Trockenperioden. Die dichte Vegetation des Regenwaldes schützt sie vor direkter Mittagssonne, während sie dennoch ausreichend helles, diffuses Licht erhält.
In ihrem natürlichen Habitat wächst die Ravenea rivularis im gefilterten Licht des Waldes und ist daher an helle, aber nicht vollsonnige Bedingungen angepasst. Sie benötigt etwa 4 bis 6 Stunden indirektes Licht pro Tag, um kräftig und gesund zu wachsen. Direkte Mittagssonne verträgt sie nur schlecht, da ihre Blätter dann zu Verbrennungen neigen und sich bräunlich verfärben. Besonders die jungen, sich noch entwickelnden Wedel reagieren empfindlich auf zu intensive Sonneneinstrahlung. Bei zu wenig Licht verlangsamt sich das Wachstum deutlich, die Abstände zwischen den Wedeln werden größer und die Palme entwickelt längere, dünnere Stämme. Die Blätter können zudem ihre sattgrüne Farbe verlieren und wirken blasser.
Für dich bedeutet das einen hellen Standort mit viel indirektem Licht – ideal ist ein Platz in der Nähe eines Ost- oder Westfensters, wo die Palme morgens oder abends sanfte Sonne genießen kann. Auch ein heller Standort mit Nordausrichtung funktioniert gut, wenn ausreichend Tageslicht vorhanden ist. Im Wintergarten solltest du darauf achten, dass die Palme vor der intensiven Mittagssonne geschützt steht, etwa durch eine leichte Schattierung oder durch größere Pflanzen im Vordergrund. Die optimale Raumtemperatur liegt zwischen 18 und 24 Grad Celsius, wobei auch wärmere Temperaturen bis 28 Grad problemlos vertragen werden. Im Sommer kannst du die Weißstammpalme auch nach draußen auf die Terrasse oder den Balkon stellen – wähle dann einen halbschattigen, windgeschützten Platz ohne direkte Mittagssonne. Wichtig ist, die Palme langsam an die veränderten Lichtverhältnisse zu gewöhnen, indem du sie zunächst für einige Tage an einen schattigen Ort stellst, bevor du sie an ihren endgültigen Standort bringst. So vermeidest du Sonnenbrand auf den Blättern.
💧 Bewässerung
Wasserbedarf: Die Weißstammpalme bevorzugt eine gleichmäßig feuchte Erde und kommt aus einer Region mit ganzjährig hohen Niederschlägen. Gieße sie während der Wachstumsphase von Frühjahr bis Herbst regelmäßig, sobald die obersten 2 bis 3 Zentimeter der Erde angetrocknet sind. Die Erde sollte nie vollständig austrocknen, aber auch nicht dauerhaft nass sein. Im Sommer kann das bedeuten, dass du alle 3 bis 5 Tage zur Gießkanne greifst, abhängig von Temperatur, Topfgröße und Luftfeuchtigkeit.
Wasserqualität: Verwende am besten kalkfreies oder kalkarmes Wasser wie Regenwasser oder gefiltertes Leitungswasser. Die Weißstammpalme verträgt hartes, kalkhaltiges Wasser nicht gut, da sie schwach saure Bodenverhältnisse bevorzugt. Kalk im Gießwasser führt langfristig zu einem erhöhten pH-Wert im Substrat, wodurch wichtige Nährstoffe wie Eisen schlechter aufgenommen werden können. Die Folge sind gelbliche Blätter und ein geschwächtes Wachstum. Falls du nur hartes Leitungswasser zur Verfügung hast, kannst du es mit etwas Torf oder einem pH-senkenden Dünger anreichern.
Gießtechnik: Gieße durchdringend, bis das Wasser unten aus den Drainagelöchern läuft, und entferne überschüssiges Wasser aus dem Untersetzer nach etwa 15 Minuten. So stellst du sicher, dass der gesamte Wurzelballen durchfeuchtet wird und keine Staunässe entsteht. Staunässe ist einer der häufigsten Pflegefehler bei der Weißstammpalme und führt schnell zu Wurzelfäule. Im Winter reduzierst du die Wassergaben, da die Palme bei kühleren Temperaturen weniger aktiv wächst und entsprechend weniger Wasser benötigt. Gieße dann nur noch alle 7 bis 10 Tage und achte darauf, dass die Erde zwischen den Wassergaben etwas mehr abtrocknet. Mehr Informationen zur richtigen Bewässerung von Palmen findest du in unserem ausführlichen Bewässerungsratgeber.
🪴 Substrat & Umtopfen
Bester Zeitpunkt zum Umtopfen
Der ideale Zeitpunkt zum Umtopfen ist das zeitige Frühjahr, bevor die Palme in die aktive Wachstumsphase startet. Zu dieser Zeit beginnen die Wurzeln wieder verstärkt zu wachsen, und die Palme kann sich schnell im neuen Substrat etablieren. Vermeide das Umtopfen während der Ruhephase im Winter oder während der heißen Sommermonate, da die Palme dann zusätzlichem Stress ausgesetzt wäre.
Anzeichen für notwendiges Umtopfen
Du erkennst, dass ein Umtopfen nötig ist, wenn Wurzeln aus den Drainagelöchern wachsen oder die Erde bereits stark verdichtet und erschöpft wirkt. Weitere Hinweise sind Wasser, das sofort durch den Topf läuft, ohne vom Substrat aufgenommen zu werden, oder ein verlangsamtes Wachstum trotz guter Pflege. Junge Palmen wachsen schnell und sollten alle 1 bis 2 Jahre umgetopft werden, ältere Exemplare benötigen meist nur alle 3 bis 4 Jahre einen neuen Topf.
Substrat- und Topfwahl
Verwende die Palmenstadl-Palmenerde direkt – sie ist perfekt abgestimmt auf die Bedürfnisse von Palmen und bietet eine optimale Mischung aus Nährstoffen, Drainage und Struktur. Die Erde ist bereits gebrauchsfertig und muss nicht mit anderen Substraten gemischt werden. Optional kannst du den Drainageanteil durch Zugabe von Lavagranulat, Bims oder Perlite erhöhen, falls du in einem Raum mit hoher Luftfeuchtigkeit gärtnerst oder die Palme stark gießt. Wähle einen Topf, der etwa 5 bis 10 Zentimeter größer im Durchmesser ist als der alte. Achte unbedingt auf ausreichend Drainagelöcher im Boden, damit überschüssiges Wasser abfließen kann. Schwere Tontöpfe bieten zusätzlich mehr Standfestigkeit, besonders bei größeren Exemplaren.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
Topfe die Palme vorsichtig aus und lockere den Wurzelballen leicht mit den Fingern, ohne die Wurzeln zu beschädigen. Entferne alte, verfaulte oder abgestorbene Wurzeln mit einer sauberen Schere. Fülle den neuen Topf zu etwa einem Drittel mit frischer Palmenerde und setze die Palme mittig hinein. Achte darauf, dass sie etwa auf gleicher Höhe steht wie zuvor. Fülle den Topf mit Erde auf, drücke das Substrat leicht an und gieße gründlich. Stelle die Palme für einige Tage an einen halbschattigen Platz, damit sie sich erholen kann, bevor du sie wieder an ihren gewohnten Standort stellst.
🌿 Düngung
Nährstoffbedarf: Die Weißstammpalme hat während der Wachstumsphase von April bis September einen erhöhten Bedarf an Nährstoffen. Sie benötigt vor allem Stickstoff für das Blattwachstum, Phosphor für die Wurzelentwicklung und Kalium für die allgemeine Vitalität und Widerstandsfähigkeit. Ein ausgewogener Palmendünger deckt diese Bedürfnisse optimal ab und sorgt für kräftiges, gesundes Wachstum mit sattgrünen Blättern.
Dünger-Optionen: Du hast mehrere Möglichkeiten zur Düngung. Die einfachste Methode ist ein Langzeitdünger mit 6 Monaten Wirkdauer, den du im Frühjahr einmalig in das Substrat einarbeitest. Alternativ kannst du einen Langzeitdünger mit 3 Monaten Wirkdauer verwenden und im Hochsommer eine zweite Gabe nachschieben. Für eine präzisere Kontrolle eignet sich löslicher Palmendünger, den du während der Wachstumsphase alle 1 bis 2 Wochen mit dem Gießwasser verabreichst. Beachte dabei immer die Dosierungsempfehlungen des Herstellers, um Überdüngung zu vermeiden. Mehr Details zur optimalen Düngung findest du in unserem Dünger-Sortiment.
Winter und Ruhephase: Im Winter stellt die Weißstammpalme ihr Wachstum weitgehend ein, weshalb du die Düngung vollständig einstellen solltest. Zu viele Nährstoffe bei geringem Lichtangebot und niedrigen Temperaturen können zu weichem, anfälligem Wachstum führen. Beginne erst wieder im Frühjahr mit der Düngung, wenn die Tage länger werden und die Palme neue Wedel austreibt. Ein kaliumbetonter Herbstdünger im September oder Oktober kann helfen, die Palme auf die Wintermonate vorzubereiten und ihre Widerstandskraft zu stärken.
🍊 Blüten & Früchte
Die Weißstammpalme entwickelt in ihrer natürlichen Umgebung im Frühjahr große, verzweigte Blütenstände mit cremeweißen bis gelblichen Blüten. Diese erscheinen zwischen den Wedeln und können eine Länge von bis zu 60 Zentimetern erreichen. Die Blüten sind zweihäusig, das heißt, es gibt männliche und weibliche Pflanzen. Nach erfolgreicher Bestäubung bilden sich längliche, dunkelbraune Früchte, die etwa die Größe einer Olive haben und von einem faserigen Fruchtfleisch umgeben sind.
In Kübelkultur sind Blüten und Früchte jedoch selten, da die Palme dafür ein gewisses Alter und ideale Bedingungen benötigt. Meist blühen nur Exemplare, die älter als 10 Jahre sind und ausreichend Platz sowie intensive Pflege erhalten. Falls deine Weißstammpalme blüht, ist das ein Zeichen dafür, dass sie sich besonders wohlfühlt. Die Früchte sind zwar nicht giftig, aber auch nicht zum Verzehr geeignet, da sie faserig und geschmacklich uninteressant sind.
❄️ Überwinterung
Die Weißstammpalme ist nicht winterhart und verträgt keine Temperaturen unter 10 Grad Celsius. Eine Überwinterung im Freien ist daher ausgeschlossen. Bringe die Palme im Herbst rechtzeitig ins Haus, bevor die Nachttemperaturen unter 12 Grad fallen. Die Überwinterung gelingt am besten in einem hellen, kühlen Raum mit Temperaturen zwischen 10 und 15 Grad Celsius, etwa in einem unbeheizten Wintergarten, einem kühlen Treppenhaus oder einem hellen Kellerraum mit Fenster.
Während der Wintermonate reduzierst du die Wassergaben deutlich und gießt nur noch, wenn die obersten 4 bis 5 Zentimeter der Erde abgetrocknet sind. Düngen solltest du in dieser Zeit überhaupt nicht. Achte darauf, dass die Palme weiterhin ausreichend Licht erhält, da sie sonst ihre Blätter verlieren kann. Falls der Winterstandort zu dunkel ist, kannst du mit einer Pflanzenlampe nachhelfen. Ausführliche Tipps zur Überwinterung von Palmen im Kübel findest du in unserem Überwinterungsratgeber.
💨 Luftfeuchtigkeit
Bedeutung hoher Luftfeuchtigkeit: Die Weißstammpalme stammt aus den feuchten Regenwäldern Madagaskars, wo die Luftfeuchtigkeit ganzjährig zwischen 70 und 90 Prozent liegt. In unseren Wohnräumen herrscht jedoch oft eine deutlich niedrigere Luftfeuchtigkeit von nur 40 bis 50 Prozent, besonders während der Heizperiode im Winter. Zu trockene Luft führt bei der Weißstammpalme zu braunen Blattspitzen, eingerollten Wedeln und erhöht die Anfälligkeit für Spinnmilben.
Maßnahmen zur Erhöhung: Besprühe die Wedel regelmäßig mit kalkfreiem Wasser, idealerweise alle 2 bis 3 Tage. Dies imitiert die natürlichen Niederschläge im Regenwald und versorgt die Blätter mit Feuchtigkeit. Alternativ kannst du die Palme auf eine mit Kieselsteinen und Wasser gefüllte Schale stellen. Das verdunstende Wasser erhöht die Luftfeuchtigkeit in unmittelbarer Nähe der Pflanze. Ein Luftbefeuchter im Raum ist besonders im Winter hilfreich und sorgt nicht nur für bessere Bedingungen für die Palme, sondern auch für ein angenehmeres Raumklima.
Standortwahl: Badezimmer mit Tageslicht oder Küchen sind oft bessere Standorte als trockene Wohnräume, da hier die Luftfeuchtigkeit natürlicherweise höher ist. Auch ein Wintergarten mit tropischen Pflanzen bietet ideale Bedingungen. Vermeide trockene Heizungsluft direkt neben der Palme, indem du sie nicht zu nah an Heizkörpern platzierst. Weitere Informationen zur richtigen Luftfeuchtigkeit für tropische Pflanzen findest du in unserem Luftfeuchtigkeits-Guide.
🐛 Schädlinge & Krankheiten
Häufige Schädlinge
Die häufigsten Schädlinge an der Weißstammpalme sind:
- Spinnmilben: Diese winzigen Spinnentiere treten besonders bei trockener Luft auf und sind an feinen Gespinsten zwischen den Blattfiedern erkennbar. Die Blätter bekommen helle, punktförmige Flecken und wirken stumpf. Besprühe die Palme regelmäßig mit Wasser und erhöhe die Luftfeuchtigkeit. Bei stärkerem Befall kannst du die Wedel mit einer Lösung aus Wasser und Schmierseife abwischen oder Raubmilben als biologischen Gegenspieler einsetzen.
- Schildläuse: Schildläuse sitzen meist an den Wedeln und am Stamm und sind als braune, ovale Höcker erkennbar. Sie saugen Pflanzensaft und schwächen die Palme. Entferne sie mechanisch mit einem feuchten Tuch oder einer weichen Bürste. Behandle die Palme anschließend mit Neemöl oder einem speziellen Mittel gegen Schildläuse.
- Wollläuse: Wollläuse sind an weißen, watteartigen Gespinsten erkennbar, die sich in den Blattachseln und an den Wedeln bilden. Auch sie saugen Pflanzensaft und scheiden klebrigen Honigtau aus. Entferne die Läuse mit einem in Alkohol getränkten Wattestäbchen und besprühe die Palme mit Neemöl.
- Thripse: Thripse sind längliche, dunkle Insekten, die sich von Pflanzensaft ernähren. Sie hinterlassen silbrige Flecken und Kot auf den Blättern. Dusche die Palme gründlich ab und setze bei starkem Befall Blautafeln oder biologische Nützlinge wie Raubmilben ein.
Pilzkrankheiten
- Wurzelfäule: Wurzelfäule entsteht durch anhaltende Staunässe und zeigt sich durch welke, hängende Wedel und einen modrigen Geruch aus dem Topf. Die Wurzeln sind braun, matschig und lösen sich leicht ab. Topfe die Palme sofort um, entferne alle faulen Wurzeln und pflanze sie in frisches, gut drainierendes Substrat. Gieße in Zukunft sparsamer und achte auf ausreichend Drainage.
- Blattfleckenkrankheit: Blattflecken entstehen durch Pilzinfektionen, meist begünstigt durch zu hohe Luftfeuchtigkeit bei schlechter Luftzirkulation. Die Flecken sind oft braun mit gelbem Rand. Entferne befallene Wedel und verbessere die Luftzirkulation. Vermeide es, die Blätter in den Abendstunden zu besprühen, da sie über Nacht nicht abtrocknen können.
- Stammfäule: Stammfäule ist selten, aber ernst. Sie zeigt sich durch weiche, verfärbte Stellen am Stamm. Ursache ist meist Staunässe oder Verletzungen am Stamm. Entferne befallene Bereiche mit einem scharfen, desinfizierten Messer und behandle die Wunde mit einem Fungizid. Eine Rettung ist nur bei frühem Erkennen möglich.
Vorbeugung
Die beste Vorbeugung ist optimale Pflege. Achte auf einen hellen Standort mit ausreichend indirektem Licht, eine gleichmäßig feuchte, aber nicht nasse Erde und eine hohe Luftfeuchtigkeit. Vermeide Staunässe durch gute Drainage und entferne überschüssiges Wasser aus dem Untersetzer. Sorge für ausreichend Luftzirkulation um die Palme herum, ohne sie direkter Zugluft auszusetzen. Reinige Werkzeuge und Töpfe vor der Verwendung, um eine Übertragung von Krankheitserregern zu verhindern. Kontrolliere die Palme regelmäßig auf Schädlinge und Krankheitsanzeichen, besonders die Blattunterseiten und Blattachseln.
Bekämpfung
Bei leichtem Befall reicht oft das Abwischen der Wedel mit einem feuchten Tuch oder einer milden Seifenlauge. Für Spinnmilben und Wollläuse eignet sich Neemöl besonders gut, da es biologisch abbaubar ist und die Schädlinge zuverlässig bekämpft. Wiederhole die Behandlung alle 7 bis 10 Tage, um auch nachschlüpfende Larven zu erfassen. Bei starkem Befall oder hartnäckigen Schädlingen kannst du auf systemisch wirkende Insektizide zurückgreifen. Achte dabei auf die Dosierung und Anwendungshinweise des Herstellers. Biologische Nützlinge wie Raubmilben oder Schlupfwespen sind eine umweltfreundliche Alternative, besonders bei Wintergartenpflanzen.
✂️ Rückschnitt & Formschnitt
Wann schneiden: Der Rückschnitt bei der Weißstammpalme ist unkompliziert und beschränkt sich auf das Entfernen alter, brauner Wedel. Schneide Wedel erst dann ab, wenn sie vollständig braun und trocken sind, da die Palme Nährstoffe aus absterbenden Blättern zurückzieht. Der beste Zeitpunkt ist das Frühjahr, bevor die Palme neue Wedel austreibt. Du kannst jedoch das ganze Jahr über abgestorbene Wedel entfernen, sobald sie komplett braun sind.
Was schneiden: Schneide nur vollständig abgestorbene Wedel ab und lass dabei einen kurzen Stumpf von etwa 5 bis 10 Zentimetern am Stamm stehen. Dieser Stumpf trocknet mit der Zeit weiter ein und kann später entfernt werden, sobald er sich leicht lösen lässt. Schneide niemals grüne, noch lebende Wedel ab, selbst wenn sie an den Spitzen braun sind. Die Palme benötigt ihre Blätter zur Photosynthese, und ein vorzeitiges Entfernen schwächt sie unnötig.
Werkzeug & Sicherheit: Verwende eine scharfe, saubere Gartenschere oder bei dickeren Wedeln eine Baumsäge. Desinfiziere das Werkzeug vor der Verwendung mit Alkohol, um eine Übertragung von Krankheiten zu verhindern. Achte beim Schneiden darauf, dass du den Stamm nicht verletzt, da offene Wunden Eintrittspforten für Pilze und Bakterien sind. Trage beim Schneiden Handschuhe, da die Blattstiele der Palme faserig und leicht scharfkantig sind. Ein Formschnitt im eigentlichen Sinne ist bei der Weißstammpalme nicht nötig, da sie von Natur aus einen kompakten, aufrechten Wuchs entwickelt.
⚠️ Typische Pflegefehler
- Zu wenig Luftfeuchtigkeit: Trockene Luft führt zu braunen Blattspitzen und eingerollten Wedeln. Besprühe die Palme regelmäßig mit kalkfreiem Wasser oder stelle sie auf eine mit Wasser gefüllte Kiesschale. Ein Luftbefeuchter im Raum hilft besonders im Winter.
- Staunässe: Zu häufiges Gießen ohne ausreichende Drainage führt zu Wurzelfäule. Die Wedel werden gelb und hängen. Gieße nur, wenn die obersten 2 bis 3 Zentimeter der Erde abgetrocknet sind, und sorge für ein gut drainierendes Substrat.
- Zu wenig Wasser: Bei dauerhafter Trockenheit rollen sich die Wedel ein und werden braun. Die Palme bevorzugt gleichmäßig feuchte Erde. Gieße regelmäßig und lass die Erde nie vollständig austrocknen.
- Zu viel direkte Sonne: Intensive Mittagssonne führt zu Verbrennungen auf den Blättern, erkennbar an braunen, trockenen Flecken. Stelle die Palme an einen hellen, aber halbschattigen Standort ohne direkte Mittagssonne.
- Kalkhaltiges Wasser: Hartes Leitungswasser erhöht den pH-Wert des Substrats, wodurch die Palme wichtige Nährstoffe schlechter aufnehmen kann. Die Blätter werden gelblich. Verwende kalkfreies Wasser wie Regenwasser oder gefiltertes Leitungswasser.
- Zu dunkler Standort: Bei zu wenig Licht wächst die Palme langsamer, die Wedel werden länger und dünner, und die Palme verliert ihre Vitalität. Wähle einen hellen Standort mit viel indirektem Licht.
- Überdüngung: Zu viel Dünger führt zu Salzablagerungen im Substrat und zu braunen Blatträndern. Halte dich an die Dosierungsempfehlungen und dünge im Winter gar nicht.
- Zu kühle Überwinterung: Temperaturen unter 10 Grad Celsius schädigen die Palme. Achte darauf, dass sie auch im Winter bei mindestens 10 bis 15 Grad steht.
📅 Pflegekalender
Der Pflegekalender gibt dir eine Übersicht über die wichtigsten Pflegemaßnahmen im Jahresverlauf.
Praxis-Beispiel: Ravenea rivularis in der Anwendung
Ausgangssituation:
Ein Kunde aus Neumarkt kaufte seine Weißstammpalme vor drei Jahren bei uns – damals etwa 120 Zentimeter hoch. Er suchte eine attraktive, schnellwachsende Zimmerpflanze für sein helles Arbeitszimmer mit Westfenster.
Maßnahmen:
Wir empfahlen ihm einen Platz nahe am Fenster mit indirektem Licht und ohne direkte Mittagssonne. Er gießt alle 4 Tage durchdringend mit Regenwasser und düngt während der Wachstumsphase alle zwei Wochen mit löslichem Palmendünger. Besonders wichtig war die hohe Luftfeuchtigkeit: Er besprüht die Wedel täglich morgens und hat einen kleinen Luftbefeuchter im Raum installiert. Im Winter überwintert er die Palme in seinem kühlen Treppenhaus bei 12 Grad Celsius.
Ergebnis:
Heute ist die Palme über 2 Meter hoch und bildet jedes Jahr 8 bis 10 neue Wedel aus. Die Blätter sind kräftig grün und zeigen keine braunen Spitzen. Bei einem Besuch in unserem Ladengeschäft in Rogging berichtete er, dass die Weißstammpalme das absolute Highlight seines Arbeitszimmers ist und Kollegen bei Videokonferenzen regelmäßig begeistert nachfragen.
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