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Rundblättrige Schirmpalme (Livistona rotundifolia)



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🌴 Livistona rotundifolia – Elegante Zimmerpalme mit charakteristischen Fächerwedeln

Die Rundblättrige Schirmpalme verwandelt dein Wohnzimmer in eine tropische Oase – ihre kreisrunden Fächerwedel mit den charmant herabhängenden Blattspitzen verleihen jedem Raum eine besondere Ausstrahlung. Selbst an grauen Wintertagen bringt sie ein Stück Regenwald-Atmosphäre in dein Zuhause.

Diese elegante Zimmerpalme wächst kompakt und erreicht in Kultur etwa 2–4 Meter Höhe. Sie bevorzugt helle Standorte im lichten Halbschatten und kommt gut mit normalen Zimmertemperaturen zurecht. Die dunkelgrünen, fächerförmigen Blätter sind im unteren Bereich zu etwa zwei Dritteln zusammengewachsen – das verleiht ihnen die charakteristische runde Form. Ihr grauer, glatter Stamm entwickelt sich langsam und bleibt lange Zeit schlank.

Ideal für alle, die eine luftreinigende Palme mit tropischem Flair suchen und bereits etwas Erfahrung mit subtropischen Pflanzen mitbringen. Sie verzeiht gelegentliche Pflegefehler und belohnt dich mit einem beständigen, eleganten Wuchs.

Livistona rotundifolia mit charakteristischen kreisrunden Fächerwedeln und herabhängenden Blattspitzen
Die Rundblättrige Schirmpalme beeindruckt mit ihren eleganten, kreisrunden Fächerwedeln und dem typischen herabhängenden Blattspitzen

☀️ Standort & Licht

Die Rundblättrige Schirmpalme stammt aus den tropischen Regenwäldern Südostasiens – genauer gesagt aus Malaysia, Indonesien und den Philippinen. Dort wächst sie im Unterholz lichter Wälder, geschützt unter dem Kronendach höherer Bäume. Das Klima in ihrer Heimat ist ganzjährig warm und feucht, mit Durchschnittstemperaturen zwischen 25 und 30 Grad Celsius. Selbst nachts sinken die Temperaturen selten unter 20 Grad. Die Luftfeuchtigkeit liegt konstant bei 70 bis 90 Prozent, und regelmäßige Regenfälle sorgen für eine gleichmäßige Wasserversorgung. In dieser Umgebung kann Livistona rotundifolia zu einem stattlichen Baum mit bis zu 15 Metern Höhe heranwachsen – ihr glatter, grauer Stamm trägt dann eine dichte Krone aus großen Fächerwedeln.

Als Unterholzpflanze ist die Rundblättrige Schirmpalme an gefiltertes Licht gewöhnt. Direkte Sonneneinstrahlung erreicht sie in der Natur nur in kurzen Momenten, wenn Lücken im Blätterdach entstehen. Die meiste Zeit des Tages wächst sie im lichten Halbschatten – hell genug für Photosynthese, aber ohne die intensive Mittagssonne tropischer Regionen. Diese Lichtverhältnisse prägen ihre Ansprüche in Kultur. Bei zu wenig Licht streckt sie sich, bildet längere Blattstiele und verliert ihre kompakte Form. Die Wedel werden dann heller, fast gelblich-grün, und die Pflanze wirkt insgesamt weniger vital. Bei zu starker Sonneneinstrahlung hingegen drohen Blattverbrennungen – die Blattspitzen werden braun und trocken, manchmal zeigen sich auch helle Flecken auf den Blattflächen.

Für dich bedeutet das einen hellen Standort ohne direkte Mittagssonne. Ein Platz in der Nähe eines Ost- oder Westfensters ist ideal – dort bekommt die Palme ausreichend Licht, aber die Sonne ist morgens und abends nicht so intensiv. Auch ein heller Platz im Raum, etwa zwei bis drei Meter vom Fenster entfernt, funktioniert gut. Südfenster sind möglich, wenn du die Palme hinter einem leichten Vorhang stellst oder seitlich versetzt platzierst. Nordfenster sind nur geeignet, wenn der Raum insgesamt sehr hell ist. Im Sommer kannst du die Palme nach einer Eingewöhnungsphase auch nach draußen stellen – am besten auf eine schattige Terrasse oder unter einen Baum. Die Temperaturen sollten dabei konstant über 18 Grad bleiben. Im Winter bevorzugt Livistona rotundifolia kühlere Bedingungen zwischen 13 und 15 Grad, etwa in einem unbeheizten Wintergarten oder einem kühlen Treppenhaus. Wenn das nicht möglich ist, kommt sie auch bei normalen Zimmertemperaturen zurecht – achte dann aber besonders auf hohe Luftfeuchtigkeit.

💧 Bewässerung

Wasserbedarf: Die Rundblättrige Schirmpalme benötigt während der Wachstumsphase von Frühjahr bis Herbst eine gleichmäßige Wasserversorgung. Das Substrat sollte leicht feucht bleiben – nicht nass, aber auch nie vollständig austrocknen. Gieße durchdringend, bis Wasser aus den Drainagelöchern läuft, und entferne überschüssiges Wasser nach etwa 15 Minuten aus dem Untersetzer. Im Winter reduzierst du die Wassergaben, besonders wenn die Palme kühl steht. Das Substrat darf dann zwischen den Gießvorgängen oberflächlich antrocknen.

Gießtechnik: Verwende am besten Regenwasser oder entkalktes Leitungswasser mit Zimmertemperatur. Kaltes Wasser direkt aus der Leitung kann die Wurzeln schockieren. Gieße langsam und gleichmäßig über die gesamte Substratoberfläche, damit sich das Wasser gut verteilt. Vermeide Staunässe – überschüssiges Wasser muss immer ablaufen können. Ein guter Indikator für den richtigen Zeitpunkt ist die oberste Substratschicht: Fühlt sie sich trocken an, kannst du gießen. In den Sommermonaten kann das alle 3 bis 5 Tage nötig sein, im Winter deutlich seltener.

Anzeichen für Pflegefehler: Wenn die Wedel gelb werden und schlaff herabhängen, ist das oft ein Zeichen für Staunässe. Prüfe dann, ob das Substrat zu nass ist und ob die Drainage funktioniert. Braune, trockene Blattspitzen hingegen deuten auf zu wenig Wasser oder zu geringe Luftfeuchtigkeit hin. Die Palme ist robust, aber langfristige Trockenheit oder dauerhaft nasses Substrat schaden ihr. Weitere Details zur richtigen Bewässerung von Palmen findest du in unserem ausführlichen Guide.

🪴 Substrat & Umtopfen

Bester Zeitpunkt zum Umtopfen

Der ideale Zeitpunkt für das Umtopfen ist das zeitige Frühjahr, kurz bevor die Palme aus der Winterruhe erwacht und in die Wachstumsphase startet. Zwischen März und April beginnen die Tage länger zu werden und die Pflanze bildet neue Wurzeln und Wedel. Zu diesem Zeitpunkt verkraftet sie den Stress des Umtopfens am besten und wächst schnell in das neue Substrat ein. Vermeide es, während der Wintermonate oder im Hochsommer umzutopfen – im Winter ruht die Palme und im Sommer kann die Hitze zusätzlichen Stress bedeuten.

Anzeichen für notwendiges Umtopfen

Du erkennst, dass ein Umtopfen nötig ist, wenn Wurzeln aus den Drainagelöchern wachsen oder sich an der Substratoberfläche zeigen. Auch wenn das Wasser sofort durchläuft, ohne vom Substrat aufgenommen zu werden, ist das ein klares Zeichen – das Substrat ist dann so verdichtet oder durchwurzelt, dass es kaum noch Wasser speichern kann. Ein weiteres Indiz ist verlangsamtes Wachstum trotz guter Pflege. Junge Palmen wachsen alle 1 bis 2 Jahre um, ältere Exemplare seltener – etwa alle 3 bis 4 Jahre. Wenn der Topf instabil wird und bei leichter Berührung umkippt, ist das ebenfalls ein Hinweis darauf, dass die Wurzeln den Topf komplett ausgefüllt haben.

Substrat- und Topfwahl

Verwende die Palmenstadl-Palmenerde direkt – sie ist perfekt abgestimmt und muss nicht gemischt werden. Die Erde ist leicht sauer, enthält Ton und Humus und bietet eine gute Struktur für Palmenwurzeln. Optional kannst du den Drainageanteil erhöhen, indem du etwas Lavagranulat, Bims oder Perlite unterarbeitest – das verhindert Staunässe noch effektiver. Wähle einen Topf, der etwa 5 bis 10 Zentimeter größer im Durchmesser ist als der alte. Wichtig sind Drainagelöcher im Boden – ohne Abflussmöglichkeit droht Wurzelfäule. Schwere Tontöpfe oder Keramiktöpfe bieten mehr Standfestigkeit als leichte Plastiktöpfe, gerade bei größeren Exemplaren.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

Topfe die Palme vorsichtig aus und lockere den Wurzelballen leicht mit den Fingern. Entferne altes, verbrauchtes Substrat und achte darauf, die Wurzeln nicht unnötig zu beschädigen. Lege eine Drainageschicht aus Blähton oder Kies in den neuen Topf und fülle etwas frisches Substrat ein. Setze die Palme mittig ein – sie sollte etwa so tief stehen wie vorher. Fülle die Lücken rundum mit Substrat auf und drücke es leicht an, damit keine Hohlräume bleiben. Gieße nach dem Umtopfen durchdringend, damit sich das Substrat setzt und die Wurzeln guten Kontakt bekommen. Stelle die Palme für einige Tage an einen halbschattigen Platz, damit sie sich erholen kann, bevor du sie wieder an ihren normalen Standort bringst.

🌿 Düngung

Nährstoffbedarf: Die Rundblättrige Schirmpalme hat während der Wachstumsphase von April bis Oktober einen erhöhten Nährstoffbedarf. Sie benötigt vor allem Stickstoff für das Blattwachstum, Kalium für die Stabilität und Phosphor für die Wurzelbildung. Palmen reagieren empfindlich auf Überdüngung – zu viel Dünger kann Wurzelverbrennungen verursachen und das Wachstum eher hemmen als fördern. Im Winter pausiert die Palme im Wachstum und benötigt keine oder nur sehr sparsame Düngergaben.

Düngerarten: Du hast drei bewährte Optionen. Ein Langzeitdünger mit 6 Monaten Wirkdauer wird im Frühjahr einmalig ins Substrat eingearbeitet – das ist die pflegeleichteste Variante. Alternativ kannst du einen Langzeitdünger mit 3 Monaten Wirkdauer verwenden, dann brauchst du eine Nachschubgabe im Sommer. Die dritte Möglichkeit ist ein löslicher Palmendünger, den du während der Wachstumsphase wöchentlich mit dem Gießwasser ausbringst. Diese Variante gibt dir die größte Kontrolle, erfordert aber auch mehr Aufmerksamkeit. Weitere Informationen zu geeigneten Düngeroptionen für Palmen findest du in unserem Sortiment.

Anwendungshinweise: Dünge nur auf feuchtem Substrat, niemals auf trockenem – das verhindert Wurzelschäden. Bei löslichen Düngern orientierst du dich an der Dosierungsempfehlung auf der Verpackung. Wenn du unsicher bist, beginne mit der Hälfte der empfohlenen Menge – das ist oft ausreichend. Achte darauf, dass frisch umgetopfte Palmen für etwa 6 bis 8 Wochen keinen Dünger benötigen, da das neue Substrat bereits Nährstoffe enthält. Zeigt die Palme hellgrüne oder gelbliche Wedel trotz guter Pflege, kann das auf Nährstoffmangel hindeuten. Braune Blattränder oder eingerollte Blattspitzen hingegen können auf Überdüngung oder Salzanreicherung im Substrat hinweisen.

🍊 Blüten & Früchte

Blütenstände der Livistona rotundifolia mit kleinen, cremeweißen Blüten
Die Rundblättrige Schirmpalme entwickelt elegante Blütenstände mit cremeweißen Blüten

Die Rundblättrige Schirmpalme blüht in ihrer natürlichen Heimat, wenn sie ein gewisses Alter und eine entsprechende Größe erreicht hat. Die Blütenstände erscheinen im Frühjahr zwischen den Wedeln – sie sind verzweigt und tragen zahlreiche kleine, cremeweiße Blüten. In der Natur folgen auf die Blüte kleine, runde Früchte, die bei Reife blauschwarz glänzen. Die Früchte sind etwa einen Zentimeter groß und enthalten jeweils einen Samen. Von der Blüte bis zur Fruchtreife vergehen mehrere Monate.

In Kübelkultur sind Blüten und Früchte selten, da die Palme dafür ideale Bedingungen und ein gewisses Alter benötigt. Selbst Exemplare mit mehreren Metern Höhe blühen oft nicht, wenn sie in geschlossenen Räumen stehen. Im Wintergarten oder bei Sommeraufenthalt im Freien steigt die Wahrscheinlichkeit – vor allem, wenn die Palme schon einige Jahre alt ist und viel Licht bekommt. Sollte deine Palme tatsächlich blühen, ist das ein besonderes Ereignis und ein Zeichen dafür, dass du ihr optimale Bedingungen bietest. Die Früchte selbst sind nicht für den Verzehr geeignet, spielen aber in der Natur eine wichtige Rolle bei der Vermehrung.

❄️ Überwinterung

Livistona rotundifolia im hellen, kühlen Wintergarten
Ideale Überwinterung im hellen, kühlen Wintergarten

Die Rundblättrige Schirmpalme ist nicht winterhart und verträgt keine Temperaturen unter 10 Grad Celsius. Eine Überwinterung im Freien ist daher nicht möglich. Ideal ist ein heller, kühler Wintergarten oder ein unbeheiztes Treppenhaus mit Temperaturen zwischen 13 und 15 Grad. Bei diesen Bedingungen legt die Palme eine natürliche Ruhephase ein, in der sie weniger Wasser und keine Düngergaben benötigt. Das schont die Pflanze und bereitet sie auf die kommende Wachstumsphase vor.

Wenn du keinen kühlen Raum zur Verfügung hast, kann die Palme auch bei normalen Zimmertemperaturen überwintern. Achte dann besonders auf ausreichende Luftfeuchtigkeit – trockene Heizungsluft setzt der Palme zu und begünstigt Schädlinge wie Spinnmilben. Besprühe die Wedel regelmäßig mit weichem Wasser oder stelle einen Luftbefeuchter auf. Reduziere die Wassergaben im Winter, aber lasse das Substrat nie vollständig austrocknen. Düngen ist in der kalten Jahreszeit nicht nötig. Weitere praktische Tipps zur Überwinterung von Kübelpflanzen findest du in unserem ausführlichen Ratgeber.

💨 Luftfeuchtigkeit

Ansprüche: Die Rundblättrige Schirmpalme stammt aus tropischen Regenwäldern und bevorzugt eine hohe Luftfeuchtigkeit von 60 bis 80 Prozent. Unter diesen Bedingungen entwickeln sich die Wedel optimal, bleiben tiefgrün und die Blattspitzen trocknen nicht aus. In normalen Wohnräumen liegt die Luftfeuchtigkeit oft nur bei 40 bis 50 Prozent – das ist für die Palme auf Dauer zu trocken, besonders während der Heizperiode im Winter.

Maßnahmen zur Erhöhung: Du kannst die Luftfeuchtigkeit auf verschiedene Weise erhöhen. Eine einfache Methode ist das regelmäßige Besprühen der Wedel mit kalkarmem Wasser – am besten morgens, damit die Blätter über den Tag abtrocknen können. Alternativ stellst du die Palme auf eine flache Schale mit Wasser und Kies – der Topf steht dabei auf dem Kies, nicht im Wasser. Durch Verdunstung entsteht ein feuchtes Mikroklima um die Pflanze. Elektrische Luftbefeuchter sind die komfortabelste Lösung und halten die Luftfeuchtigkeit konstant. Auch das Gruppieren mehrerer Pflanzen hilft – sie erhöhen durch Transpiration die Feuchtigkeit in ihrer unmittelbaren Umgebung. Weitere Hintergründe zur richtigen Luftfeuchtigkeit für tropische Pflanzen findest du in unserem Ratgeber.

Folgen zu trockener Luft: Bei dauerhaft niedriger Luftfeuchtigkeit zeigen sich braune, trockene Blattspitzen. Die Wedel verlieren an Glanz und wirken stumpf. Zudem steigt die Anfälligkeit für Spinnmilben – diese Schädlinge bevorzugen trockene Bedingungen und breiten sich dann schnell aus. Wenn du rechtzeitig für höhere Luftfeuchtigkeit sorgst, erholt sich die Palme meist gut und bildet wieder gesunde, kräftige Wedel.

🐛 Schädlinge & Krankheiten

Regelmäßige Blattkontrolle zur Früherkennung von Schädlingen
Regelmäßige Blattkontrolle hilft, Schädlinge frühzeitig zu erkennen

Häufige Schädlinge

  • Spinnmilben: Diese winzigen Schädlinge erkennst du an feinen, weißlichen Gespinsten auf den Blattunterseiten und zwischen den Blattachseln. Die Wedel bekommen gelbliche Sprenkelungen und verlieren an Vitalität. Spinnmilben treten besonders bei trockener Luft auf. Erhöhe die Luftfeuchtigkeit durch regelmäßiges Besprühen und dusche die Palme gründlich ab. Bei starkem Befall hilft Neemöl oder eine Schmierseifenlösung.
  • Schildläuse: Schildläuse sitzen als kleine, braune Höcker an den Blattstielen und Blattunterseiten. Sie saugen Pflanzensaft und scheiden klebrigen Honigtau aus. Entferne die Schädlinge mechanisch mit einem feuchten Tuch oder einer weichen Bürste. Bei hartnäckigem Befall kannst du Neemöl einsetzen – die Behandlung solltest du nach etwa einer Woche wiederholen.
  • Wollläuse: Wollläuse erkennst du an weißen, watteartigen Gespinsten in den Blattachseln. Sie schwächen die Palme und fördern Pilzinfektionen durch ihre Ausscheidungen. Tupfe die Läuse mit einem in Alkohol getränkten Wattestäbchen ab oder verwende eine Schmierseifenlösung. Kontrolliere die Palme regelmäßig, da Wollläuse zur Wiederbesiedlung neigen.
  • Thripse: Thripse sind längliche, dunkle Insekten, die silbrige Saugschäden auf den Wedeln hinterlassen. Sie treten seltener auf als Spinnmilben, können aber ebenfalls Schaden anrichten. Gelbtafeln helfen bei der Früherkennung. Bei Befall duschst du die Palme ab und behandelst sie mit Neemöl.

Pilzkrankheiten

  • Wurzelfäule: Wurzelfäule entsteht durch anhaltende Staunässe. Die Wurzeln werden schwarz, matschig und riechen modrig. Die Palme welkt trotz feuchtem Substrat, und die Wedel werden gelb. Topfe die Palme sofort aus, entferne alle faulen Wurzeln mit einem sauberen Messer und setze sie in frisches, trockenes Substrat. Gieße in den folgenden Wochen sehr zurückhaltend.
  • Blattfleckenkrankheit: Braune oder schwarze Flecken auf den Wedeln können auf Pilzinfektionen hindeuten. Diese entstehen oft bei zu hoher Luftfeuchtigkeit in Kombination mit schlechter Luftzirkulation. Entferne befallene Blätter und verbessere die Belüftung. Vermeide es, die Wedel abends zu besprühen – feuchte Blätter über Nacht begünstigen Pilzwachstum.
  • Stammfäule: Stammfäule ist selten, aber ernst. Der Stamm wird weich und verfärbt sich dunkel. Ursache ist meist zu viel Wasser in Kombination mit kühlen Temperaturen. Eine Behandlung ist schwierig – in fortgeschrittenen Stadien lässt sich die Palme oft nicht mehr retten. Vorbeugung ist hier der beste Schutz.

Vorbeugung

Die beste Vorbeugung ist optimale Pflege. Ein heller Standort ohne direkte Mittagssonne, gleichmäßige Bewässerung ohne Staunässe und hohe Luftfeuchtigkeit halten die Palme gesund. Achte auf gute Luftzirkulation – stehende Luft fördert Schädlinge und Pilze. Untersuche die Palme regelmäßig auf Schädlinge, besonders die Blattunterseiten und Blattachseln. Halte Werkzeuge und Töpfe sauber, um Krankheitsübertragungen zu vermeiden. Neu gekaufte Pflanzen solltest du zunächst separat aufstellen und beobachten, bevor du sie zu anderen Pflanzen stellst.

Bekämpfung

Bei leichtem Befall reicht oft das Abwischen mit Seifenlauge oder das Abduschen der Palme. Biologische Mittel wie Neemöl oder Schmierseife sind schonend und wirksam gegen die meisten Schädlinge. Trage die Mittel gleichmäßig auf und wiederhole die Behandlung nach einer Woche, um auch nachschlüpfende Larven zu erfassen. Chemische Mittel solltest du nur im Notfall einsetzen – sie belasten die Umwelt und können bei falscher Anwendung der Palme schaden. Wenn du unsicher bist, hole dir Rat im Fachhandel oder bei erfahrenen Palmengärtnern.

✂️ Rückschnitt & Formschnitt

Wann schneiden: Der Rückschnitt ist bei der Rundblättrigen Schirmpalme unkompliziert. Schneide nur alte, vollständig braune Wedel ab – am besten im Frühjahr, bevor die Wachstumsphase beginnt. Warte, bis ein Wedel komplett abgestorben ist, bevor du ihn entfernst. Grüne oder teilweise grüne Wedel solltest du stehen lassen, da die Palme daraus noch Nährstoffe zieht.

Was schneiden: Entferne nur tote Wedel. Die Palme bildet ihre Wedel aus einem zentralen Wachstumspunkt am Stamm – dieser darf auf keinen Fall beschädigt werden. Schneide die alten Wedel so nah wie möglich am Stamm ab, ohne in lebendes Gewebe zu schneiden. Vermeide es, gesunde Wedel aus optischen Gründen zu entfernen – jeder Wedel trägt zur Photosynthese bei und unterstützt das Wachstum.

Wie schneiden: Verwende eine saubere, scharfe Gartenschere oder ein Messer. Schneide vorsichtig und ohne Zerren – das verhindert Verletzungen am Stamm. Wenn Blattstiele stachelig sind, trage Handschuhe. Nach dem Schnitt kannst du den Stamm mit einem feuchten Tuch abwischen, um Schmutz und Pflanzenreste zu entfernen. Desinfiziere dein Werkzeug vor und nach dem Einsatz, um die Übertragung von Krankheiten zu vermeiden. Ein Formschnitt im eigentlichen Sinne ist nicht nötig – die Palme wächst natürlich kompakt und formt sich selbst.

⚠️ Typische Pflegefehler

  • Staunässe: Zeigt sich durch gelbe, welke Wedel und einen modrigen Geruch aus dem Substrat. Die Wurzeln faulen und können kein Wasser mehr aufnehmen. Topfe die Palme sofort um, entferne faule Wurzeln und verwende frisches Substrat. Gieße künftig erst, wenn die oberste Substratschicht angetrocknet ist, und stelle sicher, dass überschüssiges Wasser immer ablaufen kann.
  • Zu wenig Wasser: Die Wedel werden schlaff und hängen herab, die Blattspitzen trocknen ein. Gieße durchdringend und achte darauf, dass das Wasser gleichmäßig ins Substrat eindringt. In den Sommermonaten benötigt die Palme regelmäßige Wassergaben – kontrolliere das Substrat alle paar Tage.
  • Zu viel direkte Sonne: Blattverbrennungen zeigen sich als braune, trockene Flecken auf den Wedeln. Verschiebe die Palme in den Halbschatten oder schütze sie mit einem Vorhang. Verbrannte Blätter erholen sich nicht mehr – schneide sie ab, sobald sie vollständig braun sind.
  • Zu trockene Luft: Braune Blattspitzen und stumpfe Wedel sind Anzeichen für zu geringe Luftfeuchtigkeit. Besprühe die Palme regelmäßig oder stelle einen Luftbefeuchter auf. Trockene Luft begünstigt auch Spinnmilben – achte daher auf hohe Luftfeuchtigkeit, besonders im Winter.
  • Überdüngung: Zeigt sich durch braune Blattränder, eingerollte Blattspitzen und Salzablagerungen auf der Substratoberfläche. Spüle das Substrat gründlich mit Wasser durch, um überschüssige Salze auszuschwemmen. Dünge künftig sparsamer und achte auf die Dosierungsempfehlungen.
  • Falscher Standort: Wenn die Palme zu dunkel steht, bildet sie lange, schwache Blattstiele und hellgrüne Wedel. Stelle sie an einen helleren Platz. Bei zu kühlem Standort wächst sie kaum und wirkt kraftlos – im Winter dürfen die Temperaturen nicht unter 10 Grad fallen.

📅 Pflegekalender

Der Pflegekalender gibt dir einen Überblick über die wichtigsten Maßnahmen im Jahresverlauf. Die Rundblättrige Schirmpalme folgt einem natürlichen Rhythmus – im Frühjahr und Sommer wächst sie aktiv, im Herbst bereitet sie sich auf die Ruhezeit vor, und im Winter legt sie eine Pause ein. Passe deine Pflege an diese Jahreszeiten an, um die Palme optimal zu unterstützen.

Jahreszeit Pflegemaßnahmen
Frühjahr (März–Mai) Beginn der Wachstumsphase – Wassergaben erhöhen, Langzeitdünger einarbeiten oder wöchentlich mit löslichem Dünger beginnen. Umtopfen bei Bedarf. Palme langsam an mehr Licht gewöhnen, bei milden Temperaturen nach draußen stellen.
Sommer (Juni–August) Hauptwachstumszeit – gleichmäßig gießen, Substrat leicht feucht halten. Regelmäßig düngen (wöchentlich löslich oder Nachschub bei 3-Monats-Langzeitdünger). Luftfeuchtigkeit hochhalten, Wedel bei Bedarf besprühen. Im Halbschatten outdoor möglich.
Herbst (September–November) Wachstum lässt nach – Wassergaben reduzieren, letzte Düngergabe im September. Palme vor ersten kalten Nächten ins Haus holen. Überwinterungsstandort vorbereiten (hell, kühl). Alte, braune Wedel entfernen.
Winter (Dezember–Februar) Ruhephase – sparsam gießen, Substrat zwischen Gießvorgängen oberflächlich antrocknen lassen. Nicht düngen. Auf hohe Luftfeuchtigkeit achten, besonders bei warmer Überwinterung. Regelmäßig auf Schädlinge kontrollieren.

Praxis-Beispiel: Livistona rotundifolia in der Anwendung

Ausgangssituation:

Eine Kundin aus Straubing kaufte ihre Livistona rotundifolia vor drei Jahren bei uns – damals etwa 120 cm hoch. Sie suchte eine Palme mit besonderem Charakter für ihr helles Wohnzimmer mit großem Westfenster.

Maßnahmen:

Wir empfahlen einen Platz etwa zwei Meter vom Fenster entfernt, wo die Palme viel Licht, aber keine direkte Mittagssonne bekommt. Sie gießt alle 5 bis 6 Tage durchdringend und düngt während der Wachstumsphase wöchentlich mit löslichem Palmendünger. Im Sommer stellt sie die Palme auf die schattige Terrasse, im Winter überwintert sie bei normalen Zimmertemperaturen – dann besprüht sie die Wedel täglich, um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen. Sie hat die Palme einmal umgetopft und achtet darauf, keine Staunässe entstehen zu lassen.

Ergebnis:

Heute steht die Palme bei etwa 180 cm und entwickelt jedes Jahr mehrere neue Wedel. Die Blätter sind tiefgrün und die charakteristische runde Form ist gut ausgeprägt. Die Palme ist zu einem echten Blickfang im Wohnzimmer geworden. Bei einem Besuch in unserem Ladengeschäft in Rogging berichtete die Kundin, dass ihre Livistona rotundifolia genau die tropische Atmosphäre schafft, die sie sich gewünscht hat – ohne großen Pflegeaufwand.

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Hole dir mit der Rundblättrigen Schirmpalme tropisches Flair ins Zuhause. Ihre eleganten, kreisrunden Fächerwedel und der kompakte Wuchs machen sie zur idealen Zimmerpalme für helle Standorte. Robust und pflegeleicht – perfekt für Palmenfans mit etwas Erfahrung.

Qualität von Palmenstadl: Alle Livistona rotundifolia werden freilandgezogen, sorgfältig selektiert und visuell geprüft.

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❓ FAQ – Häufig gestellte Fragen

Die Rundblättrige Schirmpalme bevorzugt helle Standorte im lichten Halbschatten. Direkte Mittagssonne solltest du vermeiden, da sie Blattverbrennungen verursachen kann. Ein Platz in der Nähe eines Ost- oder Westfensters ist ideal. Auch zwei bis drei Meter vom Fenster entfernt fühlt sie sich wohl, wenn der Raum insgesamt hell ist. Im Sommer kann sie nach einer Eingewöhnungsphase auch draußen im Halbschatten stehen – achte aber darauf, dass die Temperaturen konstant über 18 Grad bleiben.

Während der Wachstumsphase von Frühjahr bis Herbst solltest du die Palme gleichmäßig feucht halten – gieße, sobald die oberste Substratschicht angetrocknet ist. Das ist im Sommer oft alle 3 bis 5 Tage der Fall, im Winter deutlich seltener. Gieße durchdringend, bis Wasser aus den Drainagelöchern läuft, und entferne überschüssiges Wasser nach etwa 15 Minuten aus dem Untersetzer. Verwende am besten Regenwasser oder entkalktes Leitungswasser mit Zimmertemperatur. Staunässe ist unbedingt zu vermeiden – sie führt zu Wurzelfäule.

Nein, die Rundblättrige Schirmpalme ist nicht winterhart und verträgt keine Temperaturen unter 10 Grad Celsius. Sie muss im Winter im Haus stehen. Ideal ist ein heller, kühler Wintergarten oder ein unbeheiztes Treppenhaus mit Temperaturen zwischen 13 und 15 Grad. Wenn das nicht möglich ist, kann sie auch bei normalen Zimmertemperaturen überwintern – achte dann besonders auf hohe Luftfeuchtigkeit, da trockene Heizungsluft ihr zusetzt und Schädlinge wie Spinnmilben begünstigt. Im Winter benötigt die Palme weniger Wasser und keinen Dünger.

Die Palmenstadl-Palmenerde ist ideal und kann direkt verwendet werden – sie muss nicht gemischt werden. Die Erde ist leicht sauer, enthält Ton und Humus und bietet eine gute Struktur für Palmenwurzeln. Optional kannst du den Drainageanteil erhöhen, indem du etwas Lavagranulat, Bims oder Perlite unterarbeitest – das verbessert die Drainage zusätzlich. Wichtig ist, dass das Substrat gut wasserdurchlässig ist, damit keine Staunässe entsteht. Umtopfen solltest du im Frühjahr, wenn die Palme aus der Winterruhe erwacht und in die Wachstumsphase startet.

Braune Blattspitzen entstehen meist durch zu geringe Luftfeuchtigkeit oder zu seltenes Gießen. Die Rundblättrige Schirmpalme stammt aus tropischen Regenwäldern und benötigt eine hohe Luftfeuchtigkeit von 60 bis 80 Prozent. In normalen Wohnräumen liegt die Luftfeuchtigkeit oft niedriger, besonders während der Heizperiode. Erhöhe die Luftfeuchtigkeit durch regelmäßiges Besprühen der Wedel, einen Luftbefeuchter oder das Aufstellen der Palme auf eine flache Schale mit Wasser und Kies. Auch Trockenheit kann braune Blattspitzen verursachen – gieße gleichmäßig und lasse das Substrat nicht vollständig austrocknen.

Die Rundblättrige Schirmpalme wächst relativ langsam – in Kultur kannst du mit einem Zuwachs von etwa 20 bis 30 Zentimetern pro Jahr rechnen, wenn die Bedingungen optimal sind. Sie bildet während der Wachstumsphase kontinuierlich neue Wedel aus dem zentralen Wachstumspunkt am Stamm. Junge Palmen wachsen etwas schneller als ältere Exemplare. Die Wachstumsgeschwindigkeit hängt stark von Licht, Temperatur, Wasser- und Nährstoffversorgung ab. Bei idealen Bedingungen – hell, warm, hohe Luftfeuchtigkeit und gute Pflege – wächst sie etwas zügiger. In Kübelkultur erreicht sie selten mehr als 2 bis 4 Meter Höhe.

Ja, im Sommer kannst du die Palme nach draußen stellen, wenn die Temperaturen konstant über 18 Grad bleiben. Ideal ist ein Platz im Halbschatten – etwa unter einem Baum oder auf einer schattigen Terrasse. Gewöhne die Palme schrittweise an das Freiland, indem du sie zunächst an trüben Tagen für einige Stunden nach draußen stellst. Direkte Mittagssonne solltest du vermeiden, da sie Blattverbrennungen verursachen kann. Im Sommer profitiert die Palme von frischer Luft und natürlicher Luftfeuchtigkeit. Hole sie rechtzeitig vor den ersten kalten Nächten im Herbst wieder ins Haus – Temperaturen unter 10 Grad schaden ihr.

Die häufigsten Schädlinge sind Spinnmilben, Schildläuse und Wollläuse. Spinnmilben treten besonders bei trockener Luft auf und erkennst du an feinen Gespinsten und gelblichen Sprenkelungen auf den Wedeln. Schildläuse sitzen als braune Höcker an Blattstielen und Blattunterseiten und scheiden klebrigen Honigtau aus. Wollläuse zeigen sich als weiße, watteähnliche Gespinste in den Blattachseln. Bei leichtem Befall reicht oft das Abduschen der Palme oder das Abwischen mit Seifenlauge. Biologische Mittel wie Neemöl oder Schmierseife sind schonend und wirksam. Hohe Luftfeuchtigkeit und regelmäßige Kontrollen beugen Schädlingsbefall vor.

Dünge die Palme während der Wachstumsphase von April bis Oktober. Du hast drei Möglichkeiten: Ein Langzeitdünger mit 6 Monaten Wirkdauer wird einmalig im Frühjahr ins Substrat eingearbeitet – das ist am pflegeleichtesten. Alternativ kannst du einen Langzeitdünger mit 3 Monaten Wirkdauer verwenden und im Sommer eine Nachschubgabe geben. Die dritte Option ist ein löslicher Palmendünger, den du wöchentlich mit dem Gießwasser ausbringst – das erfordert mehr Aufmerksamkeit, gibt dir aber die größte Kontrolle. Dünge nur auf feuchtem Substrat, um Wurzelschäden zu vermeiden. Im Winter benötigt die Palme keinen Dünger.

Der Rückschnitt ist unkompliziert – du musst nur alte, vollständig braune Wedel entfernen. Warte, bis ein Wedel komplett abgestorben ist, bevor du ihn abschneidest, da die Palme daraus noch Nährstoffe zieht. Verwende eine saubere, scharfe Gartenschere und schneide die alten Wedel so nah wie möglich am Stamm ab, ohne in lebendes Gewebe zu schneiden. Der zentrale Wachstumspunkt am Stamm darf auf keinen Fall beschädigt werden, da die Palme von dort aus alle neuen Wedel bildet. Ein Formschnitt ist nicht nötig – die Palme wächst von Natur aus kompakt und formt sich selbst.