Geigenfeige (Ficus lyrata)
Gesamthöhe 120-140 cm ohne Topf
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🌺 Geigenfeige – Dschungel-Atmosphäre für dein Wohnzimmer
Die Geigenfeige (Ficus lyrata) ist ein echter Eyecatcher unter den Zimmerpflanzen – ihre riesigen, geigenförmigen Blätter bringen tropisches Flair direkt in dein Zuhause. Wenn du eine Pflanze suchst, die Räumen Struktur gibt und mit ihrer imposanten Erscheinung beeindruckt, bist du hier genau richtig. Die bis zu 45 Zentimeter langen und 30 Zentimeter breiten Blätter sind ledrig, dunkelgrün glänzend und leicht gewellt – ein Anblick, der jeden Raum aufwertet.
Diese baumartig wachsende Pflanze aus den tropischen Regenwäldern Westafrikas erreicht in Zimmerkultur eine Höhe von 3 bis 4 Metern und entwickelt einen glatten, hellbraunen Stamm. Die Geigenfeige ist immergrün und behält ihre dekorativen Blätter das ganze Jahr über. Wie alle Ficus-Arten führt sie Milchsaft, der beim Schneiden austritt und leicht hautreizend wirken kann. In Kultur blüht die Pflanze selten, was aber keinen Verlust darstellt – ihr Charme liegt eindeutig in den prächtigen Blättern.
Perfekt für alle, die eine Statement-Pflanze suchen – die Geigenfeige ist bei richtiger Pflege langlebig und wächst zu einem beeindruckenden Solitär heran. Als Blickfang im Wohnzimmer, in hellen Fluren oder im Wintergarten macht sie eine ausgezeichnete Figur. Bedenke, dass diese Pflanze etwas anspruchsvoller ist als andere Zimmerpflanzen und Veränderungen nicht besonders schätzt – Standortwechsel und schwankende Bedingungen können zu Blattabwurf führen.
☀️ Standort & Licht
Die Geigenfeige stammt aus den tropischen Regenwäldern Westafrikas, wo sie als Baum im Unterholz wächst – unter dem schützenden Blätterdach größerer Bäume. In ihrer natürlichen Heimat herrschen ganzjährig warme Temperaturen zwischen 20 und 30 Grad Celsius mit hoher Luftfeuchtigkeit und regelmäßigen Niederschlägen. Das Klima ist konstant, ohne extreme Schwankungen, was die Pflanze an gleichbleibende Bedingungen gewöhnt hat. Sie erhält in der Natur gefiltertes, helles Licht, aber keine direkte, intensive Mittagssonne, die ihre großen Blätter verbrennen würde. Diese konstanten, warmen und feuchten Bedingungen prägen die Ansprüche der Pflanze in Kultur.
In ihrer natürlichen Umgebung wächst die Geigenfeige unter hellem, aber diffusem Licht. Die großen Blätter sind darauf ausgelegt, auch bei geringerer Lichtintensität effektiv Photosynthese zu betreiben. Direktes, hartes Sonnenlicht würde die Blätter schädigen und braune Flecken verursachen – die Pflanze ist eindeutig an das gedämpfte Licht des Regenwaldes angepasst. Gleichzeitig benötigt sie ausreichend Helligkeit, um ihre beeindruckende Größe und das gesunde, dunkelgrüne Laub zu entwickeln. Bei zu wenig Licht wächst die Pflanze langsamer, bildet kleinere Blätter und verliert ihre kompakte Form – die unteren Blätter können dann abfallen.
Für dich bedeutet das einen sehr hellen Standort ohne direkte Mittagssonne – ein Ost- oder Westfenster ist ideal, wo die Pflanze morgens oder abends etwas Sonnenlicht erhält, aber vor der intensiven Mittagshitze geschützt ist. Auch ein heller Platz etwas entfernt vom Südfenster funktioniert gut, solange ausreichend Tageslicht vorhanden ist. Die ideale Raumtemperatur liegt ganzjährig zwischen 18 und 25 Grad Celsius – auch im Winter sollte sie nicht unter 18 Grad Celsius sinken. Vermeide Zugluft, Klimaanlagen und Heizkörper in direkter Nähe, da die Geigenfeige Temperaturschwankungen und trockene Heizungsluft nicht schätzt. Ein konstanter, geschützter Standort ist entscheidend – Standortwechsel führen oft zu Stress und Blattabwurf. Einmal gefunden, sollte der Platz möglichst beibehalten werden.
💧 Bewässerung
Die Bewässerung der Geigenfeige erfordert etwas Fingerspitzengefühl – sie mag es weder zu nass noch zu trocken. Gieße mäßig mit lauwarmem, kalkarmem Wasser, sobald die obersten 2 bis 3 Zentimeter des Substrats trocken sind. Prüfe das am besten mit der Fingerprobe, bevor du zur Gießkanne greifst. Im Sommer benötigt die Pflanze während der Wachstumsphase regelmäßiger Wasser, etwa einmal pro Woche, je nach Raumtemperatur und Topfgröße. Im Winter, wenn das Wachstum pausiert, reduzierst du die Wassergaben auf etwa alle 10 bis 14 Tage.
Staunässe ist unbedingt zu vermeiden, da sie schnell zu Wurzelfäule führt – gieße lieber etwas weniger als zu viel. Entferne überschüssiges Wasser aus dem Untersetzer oder Übertopf etwa 15 Minuten nach dem Gießen. Verwende möglichst weiches, temperiertes Wasser – Regenwasser oder abgestandenes Leitungswasser sind ideal. Kaltes Wasser direkt aus der Leitung kann die Wurzeln schocken. Weitere hilfreiche Tipps zur richtigen Bewässerung findest du in unserem Bewässerungsguide.
Ein wichtiger Tipp: Gieße gleichmäßig und entwickle eine gewisse Routine, ohne dabei starr zu sein. Die Geigenfeige schätzt Konstanz – extreme Schwankungen zwischen sehr trocken und sehr nass stressen die Pflanze und können zu Blattabwurf führen. Achte darauf, dass das Wasser gut im Substrat versickert und nicht oberflächlich abläuft, was bei verdichtetem Substrat passieren kann. Bei großen Pflanzen in großen Töpfen kann es sinnvoll sein, die Erde mit einem Stab zu prüfen, da die Oberfläche schneller trocknet als tiefere Schichten.
🪴 Substrat & Umtopfen
Bester Zeitpunkt zum Umtopfen
Der ideale Zeitpunkt zum Umtopfen ist das Frühjahr, im März oder April, wenn die Pflanze aus der Winterruhe erwacht und neues Wachstum beginnt. Zu diesem Zeitpunkt kann die Geigenfeige mögliche Verletzungen an den Wurzeln am besten verkraften und neue Wurzeln bilden. Vermeide das Umtopfen im Herbst und Winter, da die Pflanze in diesen Phasen weniger aktiv ist. Jungpflanzen wachsen schneller und können alle ein bis zwei Jahre umgetopft werden, während ältere Exemplare nur alle zwei bis drei Jahre einen neuen Topf benötigen.
Anzeichen für notwendiges Umtopfen
Du erkennst, dass ein Umtopfen nötig ist, wenn Wurzeln aus den Drainagelöchern wachsen oder die Erde stark verdichtet und erschöpft wirkt. Auch wenn das Wasser nach dem Gießen sofort durchläuft, ohne vom Substrat aufgenommen zu werden, ist das ein Zeichen für erschöpfte Erde. Wächst die Pflanze trotz optimaler Bedingungen langsamer, kann ein zu kleiner Topf der Grund sein. Wenn die Pflanze im Verhältnis zum Topf instabil wird und zum Umkippen neigt, ist definitiv ein größerer Topf nötig. Bedenke, dass die Geigenfeige Veränderungen nicht liebt – topfe nur um, wenn es wirklich notwendig ist.
Substrat- und Topfwahl
Verwende eine humusreiche, durchlässige Zimmerpflanzenerde, die du mit etwas Sand oder Perlite für bessere Drainage mischen kannst. Die Palmenstadl-Palmenerde eignet sich gut als Basis und kann direkt verwendet oder mit 20 Prozent Perlite aufgelockert werden. Hydrokultur ist ebenfalls möglich, erfordert aber eine sorgfältige Umstellung. Der neue Topf sollte etwa 5 Zentimeter größer im Durchmesser sein als der alte und zwingend über Drainagelöcher verfügen. Schwere Keramik- oder Tontöpfe bieten großen Pflanzen besseren Halt als leichte Kunststofftöpfe. Der pH-Wert des Substrats sollte leicht sauer bis neutral sein.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
Topfe die Pflanze vorsichtig aus, indem du den Topf auf die Seite legst und die Pflanze sanft herausziehst. Lockere den Wurzelballen leicht und entferne alte, verbrauchte Erde soweit möglich, ohne die Wurzeln zu beschädigen. Setze die Geigenfeige in den neuen Topf, fülle mit frischem Substrat auf und drücke die Erde leicht an. Die Pflanze sollte etwa auf gleicher Höhe wie zuvor sitzen – nicht zu tief einpflanzen. Gieße anschließend mäßig und stelle die Pflanze zurück an ihren gewohnten Standort. In den ersten Wochen nach dem Umtopfen kann es zu leichtem Blattabwurf kommen – das ist normal, solange sich die Pflanze an das neue Substrat gewöhnt.
🌿 Düngung
Während der Wachstumsphase von März bis Oktober benötigt die Geigenfeige regelmäßige Nährstoffzufuhr. Dünge wöchentlich mit einem flüssigen Grünpflanzendünger in der empfohlenen Dosierung – die großen Blätter und das aktive Wachstum erfordern eine kontinuierliche Versorgung mit Nährstoffen. Achte darauf, nur auf feuchtes Substrat zu düngen, um Wurzelschäden zu vermeiden. Ein Langzeitdünger ist ebenfalls eine gute Option – arbeite ihn im Frühjahr ins Substrat ein und gib nach drei Monaten eine zweite Portion.
Im Winter, wenn die Pflanze weniger aktiv wächst, reduzierst du die Düngung auf etwa alle sechs Wochen mit halber Dosierung. Überdüngung führt zu weichem, unnatürlichem Wachstum und kann die Wurzeln schädigen – halte dich an die empfohlenen Mengen. Die Blätter profitieren zusätzlich vom gelegentlichen Abstauben mit einem feuchten Tuch – das entfernt nicht nur Staub, sondern verbessert auch die Photosynthese. Vermeide es jedoch, die Blätter zu besprühen oder mit Blattglanz-Produkten zu behandeln, da diese die Poren verstopfen können. Drehe die Pflanze gelegentlich um einige Grad, um einseitiges Wachstum zum Licht hin zu verhindern.
🍊 Blüten & Früchte
In ihrer natürlichen Heimat bildet die Geigenfeige kleine, unscheinbare Blüten aus, die sich im Inneren von feigenartigen Fruchtkörpern befinden – eine Besonderheit der Ficus-Arten. Diese Blüten sind nicht sichtbar, da sie von der Fruchtwand umschlossen werden und nur durch spezialisierte Wespen bestäubt werden können. Nach erfolgreicher Bestäubung entwickeln sich kleine, grünliche Früchte, die etwa die Größe einer Kirsche erreichen. Diese Früchte sind nicht für den Verzehr geeignet.
In Zimmerkultur blüht und fruchtet die Geigenfeige extrem selten, da die spezialisierten Bestäuber fehlen und die Bedingungen nicht optimal sind. Wenn deine Pflanze blüht, ist das ein außergewöhnliches Ereignis und ein Zeichen für hervorragende Pflege. Der Hauptreiz dieser Pflanze liegt jedoch eindeutig in den spektakulären, geigenförmigen Blättern und der beeindruckenden Wuchsform – nicht in Blüten oder Früchten. Die dekorative Erscheinung der Geigenfeige macht sie auch ohne Blüte zu einer der beliebtesten Zimmerpflanzen weltweit.
❄️ Überwinterung
Die Geigenfeige ist eine tropische Pflanze und benötigt auch im Winter warme Temperaturen – sie ist keinesfalls winterhart und darf nicht draußen überwintern. Die ideale Überwinterungstemperatur liegt zwischen 18 und 25 Grad Celsius, also im normalen Wohnbereich. Anders als viele andere Pflanzen benötigt die Geigenfeige keine kühle Winterruhe, sondern bevorzugt konstant warme Bedingungen das ganze Jahr über. Achte darauf, dass der Standort auch im Winter sehr hell bleibt, da die Pflanze bei Lichtmangel Blätter abwerfen kann.
Im Winter wächst die Pflanze langsamer, weshalb du die Wassergaben leicht reduzieren kannst – etwa alle 10 bis 14 Tage reicht meist aus. Die Düngung wird auf etwa alle sechs Wochen mit halber Dosierung reduziert. Vermeide kalte Zugluft von Fenstern und stelle die Pflanze nicht direkt neben Heizkörper, da trockene Heizungsluft die Blätter schädigen kann. Weitere Informationen zur Überwinterung von Tropenpflanzen findest du in unserem Tropenpflanzen-Überwinterungsguide.
💨 Luftfeuchtigkeit
Als tropische Pflanze schätzt die Geigenfeige eine erhöhte Luftfeuchtigkeit, kommt aber auch mit der üblichen Raumluftfeuchtigkeit zurecht, wenn diese nicht zu niedrig ist. Ideal sind Werte zwischen 50 und 60 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit, was in Wohnräumen nicht immer gegeben ist. Bei trockener Heizungsluft im Winter können die Blattränder braun werden oder die Pflanze wird anfälliger für Schädlinge wie Spinnmilben. Du erkennst zu trockene Luft daran, dass die Blattspitzen braun und trocken werden.
Um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen, kannst du die Pflanze auf einen mit Kieselsteinen und Wasser gefüllten Untersetzer stellen – der Topfboden sollte dabei nicht im Wasser stehen. Vermeide es, die Blätter zu besprühen, da stehendes Wasser auf den Blättern Pilzkrankheiten begünstigen kann. Besser ist es, die Blätter regelmäßig mit einem feuchten Tuch abzustauben, was gleichzeitig die Luftfeuchtigkeit leicht erhöht. Ein Luftbefeuchter im Raum kann besonders im Winter hilfreich sein. Mehr Informationen zur optimalen Luftfeuchtigkeit für Tropenpflanzen findest du in unserem Luftfeuchtigkeitsguide.
🐛 Schädlinge & Krankheiten
Häufige Schädlinge
Die Geigenfeige kann bei ungünstigen Bedingungen von verschiedenen Schädlingen befallen werden:
- Spinnmilben: Erkennst du an feinen Gespinsten zwischen den Blättern und an kleinen gelben Punkten auf der Blattunterseite. Sie treten besonders bei trockener Heizungsluft auf. Erhöhe die Luftfeuchtigkeit und besprühe die Pflanze gründlich mit Wasser. Bei starkem Befall hilft eine Behandlung mit Neemöl oder Schmierseifenlösung.
- Schildläuse: Diese kleinen, braunen Insekten sitzen fest an Blättern und Stamm und saugen Pflanzensaft. Sie sind an ihrem harten Schild erkennbar und scheiden klebrigen Honigtau aus. Entferne sie mechanisch mit einem in Seifenlauge getränkten Tuch oder behandle die Pflanze mit einem biologischen Schädlingsbekämpfungsmittel.
- Wollläuse: Zeigen sich als weiße, watteähnliche Gespinste an Blattachseln und Triebspitzen. Sie lassen sich mit einem in Alkohol getränkten Wattestäbchen entfernen oder mit Schmierseifenlösung behandeln. Bei hartnäckigem Befall kann Neemöl helfen.
- Thripse: Diese winzigen Insekten verursachen silbrige Flecken und Streifen auf den Blättern. Sie sind schwer zu erkennen, hinterlassen aber charakteristische Schadensmuster. Gelbtafeln helfen bei der Kontrolle, und eine Behandlung mit Neemöl oder Schmierseife ist wirksam.
Pilzkrankheiten
- Wurzelfäule: Entsteht durch anhaltende Staunässe und zeigt sich durch weiche, braune Wurzeln und einen fauligen Geruch. Die Pflanze wirkt insgesamt geschwächt, obwohl das Substrat feucht ist. Einzige Rettung: Pflanze austopfen, faule Wurzeln entfernen, in frisches, trockenes Substrat setzen und Gießverhalten anpassen.
- Blattfleckenkrankheit: Tritt bei zu hoher Luftfeuchtigkeit in Kombination mit Blattnässe auf. Erkennst du an braunen oder schwarzen Flecken auf den Blättern mit gelbem Rand. Entferne betroffene Blätter, vermeide Blattnässe und sorge für bessere Luftzirkulation.
- Stammfäule: Zeigt sich durch weiche, verfärbte Stellen am Stamm und ist meist eine Folge von Überwässerung oder Verletzungen. Wenn der Stamm bereits stark betroffen ist, ist die Pflanze meist nicht mehr zu retten. Präventiv hilft nur sparsames Gießen und Vermeidung von Verletzungen.
Vorbeugung
Die beste Vorbeugung ist optimale Pflege. Ein heller Standort ohne direkte Mittagssonne, durchlässiges Substrat, mäßiges Gießen und erhöhte Luftfeuchtigkeit halten deine Geigenfeige gesund. Achte auf gute Luftzirkulation, besonders im Winter bei geschlossenen Fenstern. Kontrolliere die Pflanze regelmäßig auf Schädlinge – einmal wöchentlich einen kurzen Blick auf die Blätter zu werfen, reicht meist aus. Vermeide es, die Pflanze zu nass zu halten, und stelle sicher, dass überschüssiges Wasser immer gut abfließen kann. Sauberes Werkzeug und Töpfe verhindern die Übertragung von Krankheitserregern.
Bekämpfung
Bei leichtem Befall reicht oft das Abwischen der Blätter mit Seifenlauge oder das mechanische Entfernen der Schädlinge. Biologische Mittel wie Neemöl oder Schmierseife sind wirksam und schonen die Pflanze. Trage die Mittel gleichmäßig auf alle Blattober- und Unterseiten auf und wiederhole die Behandlung nach einer Woche, um auch geschlüpfte Larven zu erwischen. Chemische Mittel solltest du nur als letztes Mittel einsetzen und dabei unbedingt die Anwendungshinweise beachten. Isoliere befallene Pflanzen von anderen Zimmerpflanzen, um eine Ausbreitung zu verhindern.
✂️ Rückschnitt & Formschnitt
Der Rückschnitt bei der Geigenfeige ist unkompliziert und kann die Pflanze gut verzweigen lassen. Der beste Zeitpunkt ist das Frühjahr, wenn die Pflanze aus der Winterruhe erwacht und aktiv wächst. Wenn deine Geigenfeige zu hoch geworden ist, kannst du sie problemlos kürzen – schneide einfach die Triebspitze auf der gewünschten Höhe ab. Die Pflanze wird an der Schnittstelle neue Seitentriebe bilden und buschiger wachsen.
Verwende für den Schnitt eine saubere, scharfe Schere oder ein Messer, um Quetschungen zu vermeiden. Beim Schneiden tritt Milchsaft aus, der hautreizend sein kann – trage am besten Handschuhe und tupfe den Saft mit einem Tuch ab. Lass die Schnittstelle an der Luft trocknen, ohne sie zu versiegeln. Neben dem Formschnitt solltest du regelmäßig abgestorbene oder beschädigte Blätter entfernen. Schneide sie möglichst nah am Stamm ab, ohne dabei in den Stamm selbst zu schneiden.
Ein radikaler Rückschnitt ist selten nötig, aber die Pflanze verträgt ihn gut, wenn du sie deutlich verkleinern möchtest. Bedenke, dass die Geigenfeige nach einem starken Rückschnitt einige Zeit braucht, um sich zu erholen und neue Triebe zu bilden. Die abgeschnittenen Triebspitzen kannst du übrigens zur Vermehrung nutzen – mehr dazu im nächsten Abschnitt zur Vermehrung.
⚠️ Typische Pflegefehler
- Zu viel Wasser: Staunässe ist der häufigste Grund für Wurzelfäule bei der Geigenfeige. Erkennst du daran, dass die Blätter gelb werden und abfallen, und die Erde dauerhaft nass bleibt. Lösung: Gieße erst, wenn die obersten 2-3 cm des Substrats trocken sind, und stelle sicher, dass überschüssiges Wasser gut abfließen kann.
- Zu wenig Licht: Bei unzureichendem Licht bildet die Pflanze kleinere Blätter, wächst langsam und verliert untere Blätter. Lösung: Stelle die Geigenfeige an einen sehr hellen Standort ohne direkte Mittagssonne – ein Ost- oder Westfenster ist ideal.
- Direkte Mittagssonne: Harte Sonnenstrahlen verbrennen die großen Blätter und verursachen braune Flecken. Lösung: Schütze die Pflanze vor direkter Mittagssonne mit einem Vorhang oder stelle sie etwas vom Fenster entfernt auf.
- Häufiger Standortwechsel: Die Geigenfeige reagiert sensibel auf Veränderungen und wirft bei Standortwechseln oft Blätter ab. Lösung: Wähle einen dauerhaften Standort und bewege die Pflanze nur, wenn unbedingt nötig. Gewöhne sie langsam an neue Bedingungen.
- Kaltes Wasser: Kaltes Leitungswasser kann die Wurzeln schocken und zu Stress führen. Lösung: Verwende lauwarmes, abgestandenes Wasser oder Regenwasser zum Gießen.
- Trockene Heizungsluft: Im Winter führt trockene Luft zu braunen Blattspitzen und erhöht die Anfälligkeit für Spinnmilben. Lösung: Erhöhe die Luftfeuchtigkeit durch Wasserschalen, Luftbefeuchter oder regelmäßiges Abstauben mit feuchtem Tuch.
- Zugluft: Kalte Zugluft von Fenstern oder Klimaanlagen stresst die Pflanze. Lösung: Stelle die Geigenfeige an einen geschützten Platz ohne Zugluft.
- Zu niedrige Temperaturen: Unter 18 Grad Celsius reagiert die tropische Pflanze mit Wachstumsstillstand und Blattabwurf. Lösung: Halte die Temperatur ganzjährig zwischen 18 und 25 Grad Celsius.
📅 Pflegekalender
Der folgende Pflegekalender gibt dir einen schnellen Überblick über die wichtigsten Pflegemaßnahmen im Jahresverlauf. So behältst du immer im Blick, wann welche Pflege ansteht und kannst deine Geigenfeige optimal versorgen.
Praxis-Beispiel: Geigenfeige in der Anwendung
Ausgangssituation:
Ein Kunde aus Straubing kaufte seine Geigenfeige vor fünf Jahren bei uns – damals etwa 80 Zentimeter hoch. Er suchte eine beeindruckende Zimmerpflanze für sein helles Wohnzimmer mit Westausrichtung, die als Solitär wirken sollte.
Maßnahmen:
Wir empfahlen ihm einen Platz etwa zwei Meter vom Westfenster entfernt, wo die Pflanze helles Licht erhält, aber vor direkter Nachmittagssonne geschützt ist. Er gießt etwa einmal pro Woche mit lauwarmem, abgestandenem Leitungswasser und entfernt überschüssiges Wasser aus dem Untersetzer. Von März bis Oktober düngt er wöchentlich mit Grünpflanzendünger. Im Winter reduziert er die Wasser- und Düngergaben. Er staubt die Blätter monatlich mit einem feuchten Tuch ab und hat die Pflanze zweimal umgetopft, dabei immer Palmenstadl-Palmenerde verwendet. Die Pflanze hat ihren Standort seit fünf Jahren nicht gewechselt.
Ergebnis:
Heute steht die Geigenfeige bei beeindruckenden 2,5 Metern Höhe und bildet jedes Jahr mehrere neue Blätter. Die Blätter sind dunkelgrün, glänzend und makellos – kein Blattabwurf, keine braunen Flecken. Die Pflanze hat sich zu einem absoluten Hingucker entwickelt und prägt das gesamte Wohnzimmer. Bei einem Besuch in unserem Ladengeschäft in Rogging berichtete der Kunde, dass die Geigenfeige seine Lieblingspflanze ist und er sich nicht vorstellen kann, wie das Wohnzimmer ohne sie aussehen würde.
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