Steckenpalme (Rhapis excelsa)
Gesamthöhe ca. 80cm - ohne Topf
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🌴 Rhapis excelsa – Die pflegeleichte Steckenpalme für schattige Standorte
Mit der Steckenpalme holst du dir eine der robustesten Zimmerpalmen überhaupt ins Haus – perfekt für alle, die eine pflegeleichte Grünpflanze suchen, die auch mit weniger Licht auskommt. Ihre fächerförmigen, dunkelgrünen Wedel und die schlanken, rohrartigen Stämme verleihen jedem Raum einen Hauch von tropischem Flair, ohne dass du dafür einen sonnigen Südbalkon brauchst.
Die Rhapis excelsa stammt ursprünglich aus den subtropischen Regionen Chinas und Südostasiens, wo sie im Unterwuchs lichter Wälder gedeiht. Diese Anpassung macht sie zur idealen Zimmerpalme für halbschattige bis schattige Standorte. Sie wächst buschig und kompakt, bildet aus einem Rhizom mehrere Stämme und erreicht in Kultur meist eine Höhe von 1,5 bis 2 Metern. Ihre tief geschlitzten Blätter sind ungiftig für Mensch und Tier – ein großer Vorteil, wenn Kinder oder Haustiere im Haushalt leben.
Perfekt für alle, die eine unkomplizierte Palme suchen, die auch längere Trockenphasen verzeiht und in nahezu jedem Zimmer gedeiht. Ob im Wohnzimmer, Flur oder Büro – die Steckenpalme bringt frisches Grün in jeden Winkel.
☀️ Standort & Licht
Die Steckenpalme stammt ursprünglich aus den subtropischen Wäldern Südchinas und angrenzenden Regionen Südostasiens, wo sie im Unterwuchs lichter Bambuswälder und an schattigen Berghängen gedeiht. Dort herrscht ein mildes, feuchtes Klima mit durchschnittlichen Temperaturen zwischen 15 und 25 °C im Jahresverlauf. Die Winter sind mild, aber kühl, während die Sommer warm, aber nicht extrem heiß sind. In ihrer natürlichen Umgebung wächst die Rhapis excelsa als Unterholzpflanze, die nur gefiltertes Licht erhält und niemals der vollen Sonne ausgesetzt ist. Durch herabfallende Blätter und die hohe Luftfeuchtigkeit des Waldes entsteht ein geschütztes Mikroklima, das die Palme über Jahrtausende perfektioniert hat. Diese Anpassung macht sie zur idealen Zimmerpalme für unsere Wohnräume – sie kommt mit deutlich weniger Licht aus als die meisten anderen Palmenarten.
In ihrer natürlichen Heimat erhält die Steckenpalme nur indirektes, gefiltertes Licht – meist durch das dichte Blätterdach größerer Bäume geschützt. Direkte Sonneneinstrahlung meidet sie und bevorzugt Standorte, an denen sie zwar hell, aber ohne intensive Mittagssonne steht. Diese Eigenschaft macht sie so wertvoll für die Kultur in Innenräumen. Selbst an Standorten, die für viele andere Palmen zu dunkel wären, zeigt die Rhapis excelsa noch ein gesundes Wachstum. Ihre tief geschlitzten Fächerwedel sind robust und vertragen auch wechselnde Lichtverhältnisse gut. Direkte Sonneneinstrahlung führt dagegen schnell zu gelben Flecken und verbrannten Blattspitzen – ein Zeichen, dass der Standort zu hell ist.
Für dich bedeutet das einen hellen bis halbschattigen Platz ohne direkte Sonne. Ideal sind Nordfenster, Ostfenster oder Standorte, die einige Meter vom Südfenster entfernt stehen. Ein heller Flur, ein Büro mit indirektem Tageslicht oder eine Zimmerecke neben einem großen Fenster eignen sich hervorragend. Die Steckenpalme gedeiht bei normalen Zimmertemperaturen zwischen 18 und 25 °C das ganze Jahr über. Im Sommer kannst du sie ab Ende Mai auf einen schattigen Balkon oder in den Garten stellen – achte darauf, dass sie vor intensiver Mittagssonne geschützt steht, etwa unter einem Baum oder an der Nordseite des Hauses. Im Winter bevorzugt die Palme idealerweise einen kühlen, aber frostfreien Standort mit Temperaturen zwischen 10 und 12 °C, etwa in einem unbeheizten Treppenhaus oder Wintergarten. Bei diesen kühleren Temperaturen reduziert sie ihr Wachstum und kommt mit sehr wenig Wasser aus. Falls keine kühle Überwinterung möglich ist, verträgt sie aber auch ganzjährig normale Zimmertemperaturen – dann solltest du allerdings auf ausreichende Luftfeuchtigkeit achten.
💧 Bewässerung
Gießrhythmus: Die Steckenpalme bevorzugt eine gleichmäßig feuchte, aber niemals nasse Erde. Gieße immer dann, wenn die obersten 2 bis 3 Zentimeter der Erde trocken sind – teste dies mit dem Finger oder einem Holzstäbchen. An schattigen Standorten trocknet das Substrat deutlich langsamer ab als an helleren Plätzen, entsprechend seltener musst du gießen. Im Sommer während der Wachstumsphase kann das alle 5 bis 7 Tage sein, im Winter bei kühler Überwinterung nur alle 2 bis 3 Wochen oder noch seltener. Die Rhapis excelsa ist tolerant gegenüber kurzen Trockenphasen – sie verzeiht es, wenn du das Gießen mal ein paar Tage vergisst. Staunässe hingegen führt schnell zu Wurzelfäule und sollte unbedingt vermieden werden.
Gießmethode: Am besten gießt du durchdringend, bis Wasser aus den Drainagelöchern austritt. Lasse das überschüssige Wasser vollständig ablaufen und entferne es aus dem Übertopf. Alternativ kannst du die Palme auch alle paar Wochen für 10 bis 15 Minuten in einen Eimer mit Wasser tauchen, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen – danach gut abtropfen lassen. Diese Tauchmethode sorgt dafür, dass auch tief sitzende Wurzeln mit Wasser versorgt werden. Verwende am besten zimmerwarmes, abgestandenes Leitungswasser oder Regenwasser. Hartes, kalkhaltiges Wasser verträgt die Steckenpalme gut, allerdings können sich mit der Zeit Kalkablagerungen auf der Erde bilden. Falls du in einer Region mit sehr hartem Wasser lebst, kannst du gelegentlich mit weichem Wasser gießen oder die oberste Erdschicht beim Umtopfen austauschen.
Weitere Informationen zur richtigen Bewässerung und Pflege von Palmen findest du in unserem Ratgeber.
🪴 Substrat & Umtopfen
Bester Zeitpunkt zum Umtopfen
Der ideale Zeitpunkt zum Umtopfen ist das zeitige Frühjahr, kurz bevor die Palme aus der Winterruhe erwacht und neues Wachstum zeigt. Zwischen März und Mai sind die Bedingungen optimal, da die Palme dann ihre Wachstumsphase beginnt und sich schnell an den neuen Topf anpassen kann. Nach der Überwinterung ist das Substrat oft verdichtet oder ausgelaugt – ein Umtopfen gibt der Palme frische Nährstoffe und Platz für neue Wurzeln.
Anzeichen für notwendiges Umtopfen
Du erkennst, dass ein Umtopfen nötig ist, wenn Wurzeln aus den Drainagelöchern wachsen oder der Wurzelballen den gesamten Topf ausfüllt. Auch wenn das Wasser beim Gießen sofort durch den Topf läuft, ohne richtig aufgenommen zu werden, ist das ein Hinweis auf erschöpfte oder verdichtete Erde. Verlangsamtes Wachstum und instabile Standfestigkeit sind weitere Anzeichen. Jungpflanzen wachsen schneller und benötigen oft jährlich einen größeren Topf, während ältere Exemplare nur alle 2 bis 3 Jahre umgetopft werden müssen.
Substrat- und Topfwahl
Verwende die Palmenstadl-Palmenerde direkt – sie ist perfekt abgestimmt und muss nicht weiter gemischt werden. Optional kannst du den Drainageanteil erhöhen, indem du etwas Lavagranulat, Bims oder Perlite unterarbeitest. Der neue Topf sollte etwa 5 bis 10 Zentimeter größer im Durchmesser sein als der alte. Achte unbedingt auf ausreichende Drainagelöcher am Boden, damit überschüssiges Wasser abfließen kann. Schwere Tontöpfe eignen sich gut für größere Palmen, da sie mehr Standfestigkeit bieten. Weitere Details zur optimalen Substratmischung findest du in unserem pH-Guide für Palmen und Exoten.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
Topfe die Palme vorsichtig aus und lockere den Wurzelballen leicht mit den Händen. Entferne alte, abgestorbene Wurzeln und überschüssige Erde. Setze die Palme in den neuen Topf und fülle rundherum mit frischer Palmenerde auf, bis der Wurzelballen vollständig bedeckt ist. Drücke die Erde leicht an und gieße durchdringend. In den ersten Wochen nach dem Umtopfen solltest du die Palme etwas schattiger stellen und sparsamer gießen, damit sie sich an das neue Substrat gewöhnen kann.
🌿 Düngung
Düngertypen: Die Steckenpalme benötigt während der Wachstumsphase von März bis September regelmäßige Nährstoffgaben. Am einfachsten ist die Verwendung eines Langzeitdüngers mit 6 Monaten Wirkungsdauer, den du im Frühjahr einmalig in die oberste Erdschicht einarbeitest. Alternativ kannst du einen Langzeitdünger mit 3 Monaten Wirkungsdauer verwenden und im Frühsommer eine zweite Gabe hinzufügen. Wenn du mehr Kontrolle über die Nährstoffversorgung haben möchtest, eignet sich ein löslicher Palmendünger, den du während der Wachstumsphase wöchentlich mit dem Gießwasser ausbringst. Halte dich dabei an die Dosierungsempfehlung des Herstellers.
Herbstvorbereitung: Ab September solltest du die Düngung reduzieren oder ganz einstellen, besonders wenn du die Palme kühl überwinterst. Optional kannst du im September oder Oktober einen kaliumbetonten Herbstdünger verwenden, um die Palme auf die Ruhephase vorzubereiten und ihre Widerstandsfähigkeit zu stärken. Kalium fördert die Festigkeit der Zellwände und sorgt dafür, dass die Palme mit weniger Wasser und Nährstoffen im Winter zurechtkommt.
Hinweise zur Düngung: Dünge niemals auf trockenem Substrat, da dies die Wurzeln verbrennen kann. Gieße vorher leicht an, bevor du flüssigen Dünger ausbringst. Bei Langzeitdüngern ist eine gleichmäßige Verteilung wichtig – arbeite die Düngerkörner oberflächlich in die Erde ein. Vermeide Überdüngung, da dies zu Salzablagerungen im Substrat und zu Wurzelschäden führen kann. Passende Dünger für Palmen findest du in unserem Shop.
🍊 Blüten & Früchte
Die Steckenpalme blüht in Kultur eher selten, da sie dafür ideale Bedingungen und ein gewisses Alter benötigt. Die Blüten erscheinen zwischen den Wedeln in Form von cremefarbenen bis gelblichen, verzweigten Blütenständen. Sie sind zweihäusig – das bedeutet, es gibt männliche und weibliche Pflanzen, und nur weibliche Exemplare bilden nach erfolgreicher Bestäubung Früchte aus. Die Blütezeit liegt meist im Frühjahr oder Frühsommer, kann aber je nach Standortbedingungen variieren.
Die Früchte der Steckenpalme sind kleine, runde Beeren, die zunächst grün sind und bei Reife eine rötlich-braune Färbung annehmen. Sie sind nicht für den menschlichen Verzehr geeignet. In Kübelkultur sind Blüten und Früchte sehr selten, da die Palme dafür optimale Licht- und Temperaturbedingungen über einen längeren Zeitraum benötigt. Wenn deine Steckenpalme blüht, kannst du dich über ein besonderes Ereignis freuen – es zeigt, dass sich die Pflanze rundum wohlfühlt.
❄️ Überwinterung
Die Steckenpalme ist nicht winterhart und verträgt keinen Frost. Idealerweise überwinterst du sie kühl bei Temperaturen zwischen 10 und 12 °C an einem hellen, frostfreien Ort wie einem unbeheizten Treppenhaus, Wintergarten oder kühlen Schlafzimmer. Bei diesen kühleren Temperaturen legt die Palme eine Wachstumspause ein und kommt mit deutlich weniger Wasser aus – das Substrat sollte nur leicht feucht gehalten werden. Eine kühle Überwinterung fördert die Gesundheit und Vitalität der Palme.
Falls keine kühle Überwinterung möglich ist, verträgt die Rhapis excelsa auch ganzjährig normale Zimmertemperaturen zwischen 18 und 22 °C. In diesem Fall solltest du weiterhin regelmäßig gießen und für ausreichende Luftfeuchtigkeit sorgen, da trockene Heizungsluft die Blattspitzen austrocknen kann. Stelle die Palme möglichst an einen hellen Standort ohne direkte Sonneneinstrahlung. Weitere Tipps zur Überwinterung von Palmen im Kübel findest du in unserem Ratgeber.
💨 Luftfeuchtigkeit
Bedeutung für die Pflanze: Die Steckenpalme stammt aus subtropischen Regionen mit höherer Luftfeuchtigkeit als sie in unseren beheizten Wohnräumen üblich ist. Während die Palme auch mit normaler Zimmerluft zurechtkommt, profitiert sie deutlich von einer erhöhten Luftfeuchtigkeit. Trockene Luft führt häufig zu braunen Blattspitzen und macht die Pflanze anfälliger für Spinnmilben. Eine Luftfeuchtigkeit von 50 bis 60 Prozent ist ideal, im Winter bei trockener Heizungsluft sollte sie nicht dauerhaft unter 40 Prozent fallen.
Maßnahmen zur Erhöhung der Luftfeuchtigkeit: Am einfachsten erhöhst du die Luftfeuchtigkeit durch regelmäßiges Besprühen der Wedel mit kalkarmem Wasser. Ein bis zwei Mal pro Woche genügt in den Wintermonaten, im Sommer bei sehr trockener Luft auch täglich. Stelle den Topf auf eine mit Wasser gefüllte Schale mit Kies oder Blähton – durch die Verdunstung entsteht ein feuchtes Mikroklima rund um die Palme. Achte darauf, dass der Topf nicht direkt im Wasser steht. Ein Luftbefeuchter im Raum ist ebenfalls hilfreich, besonders wenn du mehrere Palmen oder tropische Pflanzen pflegst.
Praktische Tipps: Dusche die Palme alle paar Wochen lauwarm ab, um Staub von den Wedeln zu entfernen und gleichzeitig die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen. Das fördert die Gesundheit der Blätter und beugt Schädlingen vor. Vermeide es, die Palme direkt neben Heizkörpern oder in unmittelbarer Nähe zu Klimaanlagen zu platzieren. Badezimmer und Küchen bieten oft höhere Luftfeuchtigkeit und eignen sich gut als Standorte, sofern genügend Licht vorhanden ist.
🐛 Schädlinge & Krankheiten
Häufige Schädlinge
Die Steckenpalme ist generell robust, kann aber bei ungünstigen Bedingungen von Schädlingen befallen werden:
- Spinnmilben: Erkennst du an feinen, silbrigen Gespinsten auf der Blattunterseite und kleinen gelben Punkten auf den Wedeln. Spinnmilben treten besonders bei trockener Heizungsluft auf. Erhöhe die Luftfeuchtigkeit und dusche die Palme regelmäßig ab.
- Schildläuse: Kleine, braune Höcker auf den Wedeln und Stielen. Sie sind oft an den Wedelansätzen zu finden und sondern klebrigen Honigtau ab. Sammle sie mit einem feuchten Tuch oder Wattestäbchen ab und behandle die Palme mit Neemöl.
- Wollläuse: Weiße, watteähnliche Gespinste in den Blattachseln. Sie saugen Pflanzensaft und schwächen die Palme. Entferne sie mechanisch mit einem in Alkohol getränkten Tuch und wiederhole die Behandlung nach einer Woche.
- Thripse: Winzige, längliche Insekten, die silbrige Spuren und kleine schwarze Kotpunkte auf den Blättern hinterlassen. Sie sind schwer zu erkennen, aber bei starkem Befall sichtbar. Behandle mit Neemöl oder einer Schmierseifenlösung.
Pilzkrankheiten
- Wurzelfäule: Entsteht durch anhaltende Staunässe. Erkennst du an matschigen, dunkel verfärbten Wurzeln und welken Wedeln, obwohl das Substrat feucht ist. Topfe die Palme sofort um, entferne alle faulen Wurzeln und pflanze sie in frische, lockere Erde.
- Blattfleckenkrankheit: Zeigt sich durch braune oder schwarze Flecken auf den Wedeln, oft mit gelbem Rand. Ursache sind meist zu hohe Luftfeuchtigkeit in Kombination mit schlechter Luftzirkulation. Entferne betroffene Wedel und verbessere die Belüftung.
- Stammfäule: Seltener, aber ernst zu nehmen. Der Stamm wird weich und verfärbt sich dunkel. Ursache ist meist Staunässe oder Verletzungen am Stamm. Leider ist eine Rettung kaum möglich, wenn die Fäule fortgeschritten ist.
Vorbeugung
Die beste Vorbeugung ist optimale Pflege. Achte auf einen hellen Standort ohne direkte Sonne, vermeide Staunässe durch gute Drainage und sorge für ausreichende Luftfeuchtigkeit. Regelmäßiges Abduschen der Wedel entfernt Staub und Schädlinge, bevor sie sich ausbreiten können. Vermeide extreme Temperaturschwankungen und Zugluft. Untersuche deine Palme regelmäßig auf Anzeichen von Schädlingen oder Krankheiten, besonders an den Blattunterseiten und Wedelansätzen. Hygienische Werkzeuge beim Umtopfen oder Schneiden sind wichtig, um Infektionen vorzubeugen.
Bekämpfung
Bei leichtem Schädlingsbefall reicht oft das Abwischen mit einer Schmierseifenlösung oder das Abduschen der Palme. Neemöl ist ein bewährtes biologisches Mittel gegen Schildläuse, Spinnmilben und Wollläuse – sprühe die Wedel gründlich ein und wiederhole die Behandlung nach einer Woche. Bei starkem Befall kannst du zu systemischen Insektiziden greifen, die über die Wurzeln aufgenommen werden. Chemische Mittel solltest du nur als letztes Mittel einsetzen und genau nach Anleitung dosieren. Isoliere befallene Pflanzen, damit sich Schädlinge nicht auf andere Palmen ausbreiten.
✂️ Rückschnitt & Formschnitt
Wann schneiden: Der Rückschnitt ist bei der Steckenpalme unkompliziert. Schneide alte, braune oder abgestorbene Wedel das ganze Jahr über nach Bedarf ab, am besten im Frühjahr während der Wachstumsphase. Dann kann die Palme schneller neue Wedel bilden und die Schnittstellen heilen besser. Vermeide es, gesunde, grüne Wedel abzuschneiden, da diese für die Photosynthese wichtig sind.
Was schneiden: Entferne nur vollständig braune, vertrocknete oder beschädigte Wedel. Schneide direkt am Stämmchen ab, ohne den Stamm selbst zu verletzen. Wenn nur die Blattspitzen braun sind, kannst du diese mit einer Zackenschere schräg abschneiden – das sieht natürlicher aus als ein gerader Schnitt. Achte darauf, immer etwas vom gesunden grünen Gewebe stehen zu lassen, um die Pflanze nicht unnötig zu schwächen.
Technik und Werkzeug: Verwende eine scharfe, saubere Gartenschere oder ein scharfes Messer. Desinfiziere das Werkzeug vorher mit Alkohol, um Infektionen zu vermeiden. Schneide vorsichtig und sauber, ohne den Stamm zu quetschen. Nach dem Schnitt sollten die Schnittstellen trocken bleiben – gieße am besten erst am nächsten Tag wieder. Ein Formschnitt ist bei der Steckenpalme nicht üblich, da sie von Natur aus buschig und kompakt wächst. Neue Stämme treiben aus dem Rhizom nach – eine natürliche Verjüngung findet also automatisch statt.
⚠️ Typische Pflegefehler
- Staunässe: Zeigt sich durch gelbe Wedel, matschige Wurzeln und einen muffigen Geruch aus dem Topf. Gieße nur, wenn die oberste Erdschicht trocken ist, und entferne immer überschüssiges Wasser aus dem Übertopf.
- Zu wenig Wasser: Die Wedel hängen nach unten und die Blattspitzen werden braun. Gieße durchdringend und regelmäßiger, besonders im Sommer. Teste die Feuchtigkeit der Erde mit dem Finger.
- Zu viel direkte Sonne: Führt zu gelben Flecken und verbrannten Blättern. Stelle die Palme an einen halbschattigen bis schattigen Standort ohne direkte Mittagssonne.
- Trockene Heizungsluft: Braune Blattspitzen und erhöhte Anfälligkeit für Spinnmilben. Besprühe die Wedel regelmäßig, stelle Wasserschalen auf oder verwende einen Luftbefeuchter.
- Überdüngung: Erkennst du an braunen Blatträndern und Salzablagerungen auf der Erde. Reduziere die Düngergaben und spüle das Substrat gelegentlich mit klarem Wasser durch.
- Zu kleiner Topf: Wachstum pausiert, Wurzeln wachsen aus den Drainagelöchern. Topfe die Palme um und gib ihr mehr Platz zum Wachsen.
- Zu kalter Standort im Winter: Wedel werden schlaff und die Palme wächst nicht mehr. Temperaturen unter 10 °C sollten vermieden werden. Stelle die Palme an einen wärmeren, frostfreien Ort.
📅 Pflegekalender
Ein strukturierter Pflegekalender hilft dir, alle wichtigen Maßnahmen im Jahresverlauf zu planen. Die Steckenpalme folgt einem natürlichen Rhythmus aus Wachstum und Ruhe, der sich an den Jahreszeiten orientiert.
| Jahreszeit | Maßnahmen |
|---|---|
| Frühjahr (März – Mai) | Umtopfen bei Bedarf | Langzeitdünger einarbeiten | Gießmenge erhöhen | Ab Ende Mai ins Freie stellen (schattiger Standort) | Regelmäßig auf Schädlinge kontrollieren |
| Sommer (Juni – August) | Regelmäßig gießen (alle 5–7 Tage) | Wöchentlich mit löslichem Dünger versorgen | Luftfeuchtigkeit erhöhen durch Besprühen | Wedel abduschen | Schattigen Standort beibehalten |
| Herbst (September – November) | Düngung ab September reduzieren | Optional Herbstdünger geben | Vor ersten Frösten ins Haus holen | Gießmenge langsam reduzieren | Auf Schädlinge kontrollieren |
| Winter (Dezember – Februar) | Kühl überwintern (10–12 °C ideal) | Sparsam gießen (nur leicht feucht halten) | Keine Düngung | Luftfeuchtigkeit beachten | Gelegentlich Wedel besprühen |
Praxis-Beispiel: Rhapis excelsa in der Anwendung
Ausgangssituation:
Ein Kunde aus Regensburg kaufte seine Rhapis excelsa vor drei Jahren bei uns – damals etwa 90 cm hoch. Er suchte eine pflegeleichte Palme für sein halbschattiges Arbeitszimmer mit Ostfenster, da er oft auf Geschäftsreisen ist und keine Zeit für aufwendige Pflege hat.
Maßnahmen:
Wir empfahlen ihm einen hellen Standort etwa zwei Meter vom Ostfenster entfernt. Er gießt alle 7 bis 10 Tage durchdringend und verwendet einen Langzeitdünger mit 6 Monaten Wirkungsdauer, den er im Frühjahr einarbeitet. Im Sommer stellt er die Palme auf seinen schattigen Nordbalkon. Im Winter steht sie in seinem kühlen Schlafzimmer bei etwa 12 °C.
Ergebnis:
Die Steckenpalme ist heute über 140 cm hoch und bildet jedes Jahr neue Wedel aus. Die Wedel sind kräftig dunkelgrün und gesund. Bei einem Besuch in unserem Ladengeschäft in Rogging berichtete er, dass die Rhapis excelsa die perfekte Wahl für sein Arbeitszimmer war – robust, pflegeleicht und auch bei längeren Abwesenheiten absolut zuverlässig.
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Qualität von Palmenstadl: Alle Rhapis excelsa werden freilandgezogen, sorgfältig selektiert und visuell geprüft.
SSL-gesicherter Kauf | Sichere Verpackung | Versand aus Deutschland | Persönliche Beratung in Rogging
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