Elefantenohr (Alocasia macrorrhiza)
Gesamthöhe 20-30 cm - ohne Topf
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🌺 Alocasia – Tropisches Elefantenohr mit spektakulären Blättern
Mit einer Alocasia holst du dir ein Stück tropischen Regenwald direkt in dein Zuhause – diese außergewöhnliche Pflanzengattung, auch Elefantenohr oder Pfeilblatt genannt, begeistert mit ihren großen, pfeilförmigen Blättern und ihrer eleganten Erscheinung. Die rund 90 Arten und unzähligen Sorten zeigen eine beeindruckende Vielfalt: von der kompakten Alocasia 'Polly' mit dunkelgrünen, weiß geaderten Blättern über die samtige Alocasia 'Black Velvet' bis zur imposanten Alocasia macrorrhiza, die Blätter von über einem Meter Durchmesser entwickeln kann. Die charakteristischen, oft herzförmigen oder pfeilförmigen Blätter mit stark kontrastierenden Adern machen jede Alocasia zu einem lebendigen Kunstwerk, das jeden Raum in eine tropische Oase verwandelt.
Das Besondere an Alocasia ist ihre Fähigkeit, durch Licht und Schatten zu kommunizieren – die Blätter richten sich aktiv nach der Lichtquelle aus und können ihre Position im Laufe des Tages verändern. Diese rhizombildenden Stauden aus der Familie der Aronstabgewächse (Araceae) stammen ursprünglich aus den tropischen Regenwäldern Südostasiens bis Nordaustralien, wo sie im Unterwuchs bei ganzjährig hoher Luftfeuchtigkeit und gefilterten Lichtverhältnissen gedeihen. Die Pflanze entwickelt typischerweise 4–7 Blätter gleichzeitig – während neue Blätter erscheinen, vergilben ältere und sterben ab, was ein völlig natürlicher Wachstumszyklus ist und kein Grund zur Sorge. Manche Arten bilden auch einen kurzen Stamm aus, der die Pflanze mit zunehmendem Alter noch imposanter wirken lässt.
Perfekt für alle, die eine echte Statement-Pflanze suchen und bereit sind, sich ein wenig mit den Bedürfnissen einer tropischen Schönheit zu beschäftigen. Die Alocasia benötigt helles, gefiltertes Licht ohne direkte Mittagssonne, ganzjährig warme Temperaturen (20–28 °C) und eine hohe Luftfeuchtigkeit von 60–80 %. Bei guter Pflege wächst sie zügig und belohnt dich mit regelmäßigem Blattaustrieb – die Entfaltung eines neuen Blattes ist jedes Mal ein faszinierendes Schauspiel! Mit der richtigen Standortwahl und ein paar bewährten Pflegetipps entwickelt sich deine Alocasia zu einer robusten, langlebigen Zimmerpflanze, die über viele Jahre Freude bereitet. Ein Hingucker für moderne Wohnräume, Wintergärten und lichtdurchflutete Büros!
☀️ Standort & Licht
Die Alocasia stammt aus den tropischen Regenwäldern Südostasiens – von Indien über Malaysia, Indonesien, die Philippinen bis nach Nordaustralien. Dort wächst sie im Unterwuchs dichter, immergrüner Wälder, wo sie vor der direkten Mittagssonne geschützt ist, aber dennoch helles, gefiltertes Licht erhält. Das Klima in ihrer Heimat ist ganzjährig warm mit Durchschnittstemperaturen zwischen 22 und 30 °C, nachts selten unter 18 °C. Die Luftfeuchtigkeit liegt konstant bei 70–90 %, und Niederschläge fallen regelmäßig über das ganze Jahr verteilt, sodass der Boden stets leicht feucht, aber nie staunass ist. Die Pflanze entwickelt sich als mehrjährige, rhizombildende Staude, die sich perfekt an die Bedingungen des tropischen Unterwuchses angepasst hat: große Blätter zum Einfangen von gefiltertem Licht, die Fähigkeit zur Wasserspeicherung im Rhizom und eine ausgeprägte Empfindlichkeit gegenüber kalten Temperaturen und direkter Sonne.
In ihrer natürlichen Umgebung genießt die Alocasia helles, aber gefiltertes Licht – etwa 5000–15000 Lux, vergleichbar mit dem Licht unter einem lichten Blätterdach. Die Blätter sind darauf ausgelegt, auch bei gedämpftem Licht effizient Photosynthese zu betreiben, weshalb direkte Sonneneinstrahlung schnell zu Verbrennungen führt. Zu wenig Licht führt jedoch zu dünnen, kleinen Blättern und einem gestreckten, schwachen Wuchs – die Pflanze verliert ihre kompakte, attraktive Form. Die Blätter richten sich aktiv nach der Lichtquelle aus und können ihre Position im Laufe des Tages verändern, um optimal Licht einzufangen.
Für dich bedeutet das einen hellen Standort ohne direkte Mittagssonne – idealerweise an einem Ost- oder Westfenster, wo die Morgensonne oder milde Abendsonne die Pflanze erreicht, oder 1–2 Meter von einem Südfenster entfernt hinter einem leichten Vorhang. Auch Nordfenster können funktionieren, wenn sie sehr hell sind oder du mit Pflanzenlampen ergänzt. Vermeide schattige Ecken ohne natürliches Licht – die Pflanze wird dort zwar überleben, aber nicht gedeihen. In modernen Wohnungen mit großen Fenstern und hellen Räumen fühlt sich die Alocasia besonders wohl. Ein Standort im Wintergarten oder in einem lichtdurchfluteten Badezimmer mit hoher Luftfeuchtigkeit ist ideal. Drehe die Pflanze alle 1–2 Wochen um 90 Grad, damit sie gleichmäßig wächst und sich nicht einseitig zur Lichtquelle neigt.
💧 Bewässerung
Als tropische Regenwaldpflanze benötigt die Alocasia eine gleichmäßig leichte Feuchtigkeit – der Boden sollte nie komplett austrocknen, aber auch niemals staunass sein. Das richtige Gießen ist der Schlüssel zu einer gesunden Alocasia: zu viel Wasser führt schnell zu Wurzelfäule, zu wenig lässt die Blätter schlaff werden und die Pflanze kann ins Rhizom einziehen.
Gießrhythmus im Jahresverlauf
Frühjahr und Sommer (April–September): In der Hauptwachstumszeit benötigt die Alocasia regelmäßige Wassergaben. Gieße etwa alle 3–5 Tage, sobald die oberen 2–3 cm des Substrats abgetrocknet sind. Bei hohen Temperaturen oder niedriger Luftfeuchtigkeit kann der Wasserbedarf steigen – achte darauf, dass die Erde nie komplett durchtrocknet. Die Pflanze zeigt Wassermangel durch leicht hängende Blätter, reagiert aber nach dem Gießen meist schnell wieder.
Herbst und Winter (Oktober–März): Bei kühleren Temperaturen und weniger Licht reduziert die Pflanze ihr Wachstum deutlich. Reduziere die Wassergaben auf etwa alle 7–10 Tage – gieße erst, wenn die oberen 3–5 cm des Substrats trocken sind. Manche Arten ziehen bei ungünstigen Bedingungen (zu kühl, zu trocken, zu wenig Licht) komplett ein und überdauern als Rhizom. Das ist ein natürlicher Schutzmechanismus und bedeutet nicht, dass die Pflanze tot ist – halte das Substrat leicht feucht und warte auf den Neuaustrieb im Frühjahr.
Gießtechnik & Wasserqualität
Gieße durchdringend, sodass überschüssiges Wasser aus dem Abfluss läuft, und entferne dieses Wasser nach 15–20 Minuten aus dem Übertopf. Vermeide es, die Pflanze nur oberflächlich anzugießen – das führt zu ungleichmäßiger Feuchtigkeit und schlechter Wurzelentwicklung. Die Wasserqualität ist wichtig: Zimmerwarmes, weiches Wasser (Regenwasser, gefiltertes oder entkalktes Leitungswasser) ist ideal. Kaltes oder sehr hartes Wasser kann zu braunen Blatträndern führen. Überprüfe die Bodenfeuchtigkeit regelmäßig mit dem Finger oder einem Holzstäbchen – verlasse dich nicht auf feste Gießintervalle, da der Wasserbedarf je nach Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Licht stark variiert. Weitere Informationen zur optimalen Bewässerung tropischer Pflanzen findest du in unserem Ratgeber Tipps zur richtigen Bewässerung und Pflege von Palmen.
🪴 Substrat & Umtopfen
Bester Zeitpunkt zum Umtopfen
Der ideale Zeitpunkt zum Umtopfen ist das zeitige Frühjahr (März–April), wenn die Pflanze aus der Winterruhe erwacht und neues Wachstum zeigt. Zu diesem Zeitpunkt verkraftet die Alocasia den Stress des Umtopfens am besten und kann sich schnell im neuen Substrat etablieren. Vermeide es, im Herbst oder Winter umzutopfen, da die Pflanze dann weniger aktiv ist und Wurzelverletzungen langsamer abheilen.
Anzeichen für notwendiges Umtopfen
Du erkennst, dass ein Umtopfen nötig ist, wenn Wurzeln aus den Drainagelöchern wachsen, das Wasser sofort durchläuft ohne vom Substrat aufgenommen zu werden, oder das Wachstum trotz guter Pflege stagniert. Ein weiteres Zeichen ist, wenn die Pflanze den Topf kippt, weil das Wurzelwerk zu groß geworden ist. Junge, stark wachsende Alocasia solltest du jährlich umtopfen, ältere Exemplare etwa alle 2–3 Jahre. Das Substrat verliert mit der Zeit seine Struktur und sollte dann erneuert werden, selbst wenn der Topf noch groß genug ist.
Substrat- und Topfwahl
Die Alocasia benötigt ein lockeres, luftiges Substrat mit guter Drainage und gleichzeitig guter Wasserspeicherfähigkeit – eine Herausforderung! Ideal ist eine Mischung aus hochwertiger Zimmerpflanzenerde (40 %), Kokosfasern oder Kokoshum (30 %), Rinde oder Orchideensubstrat (15 %) und mineralischen Lockerungsmaterialien wie Perlit, Bims oder Lavagranulat (15 %). Diese Mischung sorgt für optimale Drainage und verhindert Verdichtung, während sie gleichzeitig Feuchtigkeit und Nährstoffe speichert. Der pH-Wert sollte leicht sauer bis neutral liegen (5,5–7,0). Wähle einen Topf, der etwa 3–5 cm größer im Durchmesser ist als der bisherige – zu große Töpfe fördern Staunässe. Achte unbedingt auf Drainagelöcher! Eine Drainageschicht aus Blähton am Topfboden (2–3 cm) ist empfehlenswert, aber kein Muss bei gut durchlässigem Substrat.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
Topfe die Alocasia vorsichtig aus, indem du den Topf seitlich legst und die Pflanze sanft herausziehst. Die Wurzeln sind fein und empfindlich – arbeite behutsam! Lockere die äußeren Wurzeln vorsichtig mit den Fingern, entferne altes, verdichtetes Substrat und schneide faulige oder abgestorbene Wurzeln mit einer sauberen, scharfen Schere ab. Setze die Pflanze in den neuen Topf, sodass die Oberkante des Wurzelballens etwa 2 cm unter dem Topfrand liegt. Fülle frisches Substrat ein, klopfe den Topf leicht auf und drücke die Erde sanft an. Gieße gründlich an und stelle die Pflanze an ihren gewohnten Standort. In den ersten 1–2 Wochen nach dem Umtopfen kann es zu leichtem Blattverlust kommen – das ist normal und kein Grund zur Sorge.
🌿 Düngung
Als schnellwachsende Tropenpflanze hat die Alocasia einen moderaten bis hohen Nährstoffbedarf während der Wachstumsphase. Eine ausgewogene Düngung fördert das Blattwachstum, die intensive Blattfärbung und die allgemeine Vitalität der Pflanze. Allerdings ist es besser, zu wenig als zu viel zu düngen – Überdüngung zeigt sich durch braune Blattränder, Salzablagerungen auf der Erde und erhöhte Anfälligkeit für Schädlinge.
Empfohlene Düngertypen
Optimal ist ein Dünger für Grünpflanzen mit einem NPK-Verhältnis von etwa 10-5-10 oder 6-3-6, der während der Wachstumsphase (April–September) wöchentlich in halber Konzentration mit dem Gießwasser verabreicht wird. Alternativ kannst du im Frühjahr einen Langzeitdünger mit 3–6 Monaten Wirkdauer in das Substrat einarbeiten – das ist besonders praktisch und sorgt für eine gleichmäßige Nährstoffversorgung. Eine dritte Option ist organischer Dünger wie Wurmhumus oder Kompost, der beim Umtopfen unter das Substrat gemischt wird.
Wann und wie düngen?
Dünge ausschließlich während der aktiven Wachstumsphase von April bis September. In dieser Zeit gibst du bei der wöchentlichen Variante mit jedem zweiten Gießvorgang Flüssigdünger in halber Konzentration hinzu. Im Herbst und Winter stellst du die Düngung komplett ein, da die Pflanze kaum wächst und keine zusätzlichen Nährstoffe aufnimmt – überschüssiger Dünger würde sich im Substrat anreichern und zu Wurzelschäden führen. Dünge niemals auf trockenes Substrat, sondern nur auf leicht feuchte Erde, um Wurzelverbrennungen zu vermeiden. Wenn die Blätter blass werden oder das Wachstum stagniert, kann das ein Zeichen für Nährstoffmangel sein – erhöhe dann die Düngergaben leicht. Braune Blattränder oder weiße Salzablagerungen auf der Erde deuten dagegen auf Überdüngung hin – dann solltest du die Düngung aussetzen und das Substrat gründlich durchspülen.
🍊 Blüten & Früchte
Die Alocasia bildet als Mitglied der Aronstabgewächse typische Aronstab-Blütenstände aus: Ein fleischiger Kolben (Spadix), der mit winzigen Einzelblüten besetzt ist, wird von einem grün-weißlichen Hochblatt (Spatha) umhüllt. Die Blüten erscheinen meist im Frühjahr oder Frühsommer, bleiben aber oft unter dem Blätterdach verborgen und sind wenig spektakulär – die eigentliche Schönheit der Alocasia liegt in ihren beeindruckenden Blättern. Die Blütenstände sind etwa 10–20 cm lang und verströmen manchmal einen leicht unangenehmen Geruch, der in der Natur Bestäuber anlockt.
Nach erfolgreicher Bestäubung entwickeln sich kleine, runde Beeren, die zunächst grün sind und bei Reife orange bis rot werden. Diese Früchte sind hochgiftig und dürfen auf keinen Fall verzehrt werden! In Zimmerkultur ist eine Blüte eher selten und tritt meist nur bei gut etablierten, älteren Pflanzen unter optimalen Bedingungen auf. Viele Pflanzenliebhaber entfernen die Blütenstände frühzeitig, da sie der Pflanze viel Energie entziehen und bei jungen Exemplaren das Blattwachstum hemmen können. Wenn du die Blüte stehen lässt, solltest du die verwelkten Blütenstände zeitnah entfernen, um Fäulnis zu vermeiden und die Kraft der Pflanze auf das Blattwachstum zu lenken.
❄️ Überwinterung
Die Überwinterung der Alocasia ist unkompliziert, da sie als tropische Zimmerpflanze ganzjährig im Haus bleibt. Die Pflanze ist nicht winterhart und darf keinesfalls Temperaturen unter 15 °C ausgesetzt werden. Ideal sind konstant warme Bedingungen zwischen 18 und 25 °C, auch im Winter. Viele Arten reduzieren ihr Wachstum in den Wintermonaten aufgrund des geringeren Lichts und der kürzeren Tage – das ist völlig normal.
Stelle die Alocasia im Winter an einen möglichst hellen Standort und vermeide kalte Zugluft von Fenstern oder Türen. Die Luftfeuchtigkeit sollte auch im Winter hoch bleiben (60–80 %), was bei trockener Heizungsluft eine Herausforderung sein kann – nutze Luftbefeuchter, Wasserschalen auf der Heizung oder stelle die Pflanze in eine Gruppe mit anderen Pflanzen. Reduziere die Wassergaben entsprechend dem langsameren Wachstum, aber lasse das Substrat nie komplett austrocknen. Düngen solltest du im Winter nicht. Manche Arten ziehen bei ungünstigen Bedingungen (zu kühl, zu trocken, zu wenig Licht) komplett ein und überdauern als Rhizom im Substrat – das ist ein natürlicher Schutzmechanismus. Halte das Substrat in diesem Fall leicht feucht und warte auf den Neuaustrieb im Frühjahr, wenn die Bedingungen wieder besser werden. Detaillierte Informationen zur Überwinterung tropischer Pflanzen findest du in unserem Ratgeber Tropenpflanzen überwintern – die klare Schritt-für-Schritt-Anleitung.
💨 Luftfeuchtigkeit
Die Luftfeuchtigkeit ist für die Alocasia einer der wichtigsten Pflegefaktoren – sie stammt aus tropischen Regenwäldern mit konstant hoher Luftfeuchte von 70–90 % und benötigt ähnliche Bedingungen in Kultur, um gesund und vital zu bleiben. Zu niedrige Luftfeuchtigkeit führt zu braunen, eingetrockneten Blatträndern, erhöhter Anfälligkeit für Schädlinge (besonders Spinnmilben und Thripse) und allgemeiner Schwäche der Pflanze.
Ideale Bedingungen
Eine Luftfeuchtigkeit von 60–80 % ist ideal für die Alocasia. In normalen Wohnräumen liegt die Luftfeuchtigkeit oft nur bei 30–50 %, besonders im Winter bei laufender Heizung. Du kannst die Luftfeuchtigkeit durch verschiedene Maßnahmen erhöhen: Stelle die Pflanze in eine Gruppe mit anderen Pflanzen (Pflanzen transpirieren und erhöhen gemeinsam die Luftfeuchte), nutze einen elektrischen Luftbefeuchter in der Nähe der Pflanze, platziere Wasserschalen auf der Heizung oder besprühe die Blätter regelmäßig mit weichem Wasser (Vorsicht: nicht in der prallen Sonne, sonst können Brandflecken entstehen). Eine sehr effektive Lösung für besonders anspruchsvolle Arten ist die Kultur in einem Terrarium, einer Vitrine oder einem Gewächsschrank, wo die Luftfeuchtigkeit konstant hoch gehalten werden kann. Weitere Informationen zur optimalen Luftfeuchtigkeit für Tropenpflanzen findest du in unserem Ratgeber Die richtige Luftfeuchtigkeit für mediterrane, tropische und Wüstenpflanzen.
Standortwahl nach Luftfeuchtigkeit
Badezimmer mit Fenster sind ideale Standorte für Alocasia, da die Luftfeuchtigkeit dort natürlicherweise höher ist. Auch Küchen können funktionieren, sofern ausreichend Licht vorhanden ist. Vermeide Standorte direkt neben Heizkörpern oder in Räumen mit Klimaanlage, da beides die Luft stark austrocknet. Ein Hygrometer hilft dir, die Luftfeuchtigkeit zu überwachen und bei Bedarf einzugreifen. Wenn die Blattränder trotz ausreichender Bewässerung braun werden, ist zu niedrige Luftfeuchtigkeit die wahrscheinlichste Ursache.
🐛 Schädlinge & Krankheiten
Die Alocasia ist generell robust, kann aber bei ungünstigen Bedingungen – besonders zu niedriger Luftfeuchtigkeit – anfällig für Schädlinge werden. Auch Pflegefehler wie Staunässe führen schnell zu Problemen. Eine regelmäßige Kontrolle der Blätter, besonders der Unterseiten und der Blattachseln, hilft, Schädlinge frühzeitig zu erkennen und zu bekämpfen.
Häufige Schädlinge
- Spinnmilben: Zeigen sich durch feine Gespinste an den Blattunterseiten und zwischen den Blättern sowie durch kleine, helle Sprenkel auf der Blattoberseite. Treten besonders bei trockener Luft auf. Erhöhe die Luftfeuchtigkeit, dusche die Pflanze gründlich ab und behandle sie mit Neemöl oder einem Spinnmilbenspray. Wiederhole die Behandlung nach 7–10 Tagen.
- Thripse: Kleine, längliche Insekten, die an den Blättern saugen und silbrige Flecken sowie schwarze Kotspuren hinterlassen. Dusche die Pflanze ab und behandle sie mit Neemöl oder einem systemischen Insektizid. Gelbtafeln helfen, den Befall zu überwachen.
- Wollläuse (Schmierläuse): Weiße, watteähnliche Gespinste in Blattachseln und an Blattstielen. Entferne die Läuse mit einem in Alkohol getränkten Wattestäbchen oder behandle die Pflanze mit Neemöl. Kontrolliere regelmäßig nach, da Wollläuse hartnäckig sein können.
- Blattläuse: Kleine, grüne oder schwarze Insekten, die sich an jungen Trieben und Blättern ansiedeln. Dusche die Pflanze kräftig ab oder behandle sie mit Schmierseifenlösung.
Pilzkrankheiten
- Wurzelfäule: Die häufigste und gefährlichste Krankheit bei Alocasia. Entsteht durch Staunässe und schlechte Drainage. Erkennst du an gelben, schlaffen Blättern, weichen, fauligen Wurzeln und einem muffigen Geruch aus dem Topf. Bei ersten Anzeichen sofort umtopfen: Pflanze austopfen, alle fauligen Wurzeln großzügig mit sauberer Schere entfernen, in frisches, trockenes Substrat setzen und zunächst sehr sparsam gießen. In schweren Fällen kann die Pflanze nur noch über das Rhizom gerettet werden.
- Blattfleckenkrankheiten: Braune oder schwarze Flecken auf den Blättern, oft mit gelbem Hof. Können durch Pilze oder Bakterien verursacht werden. Entferne befallene Blätter sofort, vermeide Staunässe und gieße nicht über die Blätter. Bei starkem Befall hilft ein Fungizid.
Vorbeugung
Die beste Vorbeugung ist optimale Pflege: heller Standort ohne direkte Sonne, hohe Luftfeuchtigkeit (60–80 %), gleichmäßig leichte Bodenfeuchtigkeit ohne Staunässe, gutes Substrat mit Drainage und regelmäßige, moderate Düngung während der Wachstumsphase. Kontrolliere die Pflanze wöchentlich auf Schädlinge und achte besonders auf Blattunterseiten. Quarantäne neue Pflanzen für 2–3 Wochen, bevor du sie zu anderen Pflanzen stellst. Halte die Blätter sauber, indem du sie gelegentlich mit einem feuchten Tuch abwischst – das entfernt Staub und verbessert die Photosynthese.
Bekämpfung
Bei leichtem Befall reichen oft mechanische Maßnahmen (Abduschen, Abwischen mit Alkohol) und Hausmittel wie Neemöl oder Schmierseifenlösung. Bei starkem Befall sind systemische Insektizide oder Fungizide notwendig. Wiederhole die Behandlung nach 7–10 Tagen, um auch nachschlüpfende Schädlinge zu erwischen. Isoliere befallene Pflanzen von anderen Zimmerpflanzen, um eine Ausbreitung zu verhindern.
✂️ Rückschnitt & Formschnitt
Die Alocasia benötigt keinen regulären Rückschnitt im klassischen Sinne. Die Pflanze bildet von Natur aus eine attraktive Form mit 4–7 großen Blättern, die sich regelmäßig erneuern. Ein Formschnitt ist nicht notwendig und auch nicht empfehlenswert, da jedes Blatt für die Photosynthese wichtig ist.
Wann und was schneiden?
Schneide nur vollständig verwelkte, gelbe Blätter ab, um der Pflanze unnötigen Energieverlust zu ersparen und das optische Erscheinungsbild zu verbessern. Warte mit dem Schneiden, bis das Blatt komplett gelb ist – die Pflanze zieht aus vergilbenden Blättern noch Nährstoffe zurück. Schneide den Blattstiel mit einer sauberen, scharfen Schere oder einem Messer möglichst nah am Ansatz ab, ohne das Rhizom zu verletzen. Wenn Blütenstände erscheinen und du kein Interesse an Blüten hast, kannst du diese ebenfalls frühzeitig entfernen, um die Energie der Pflanze auf das Blattwachstum zu lenken – besonders bei jungen Pflanzen ist das empfehlenswert.
Werkzeug und Sicherheit
Nutze eine scharfe, saubere Gartenschere oder ein scharfes Messer. Desinfiziere das Werkzeug vor und nach dem Schnitt mit Alkohol, um Krankheitsübertragungen zu vermeiden. Trage beim Schneiden Handschuhe, da alle Pflanzenteile der Alocasia giftig sind und der austretende Pflanzensaft Hautreizungen verursachen kann. Wasche dir nach der Arbeit gründlich die Hände und halte Kinder und Haustiere von der Pflanze fern.
Was passiert nach dem Schnitt?
Nach dem Entfernen alter Blätter konzentriert die Pflanze ihre Energie auf das Wachstum neuer Blätter. Die Schnittstelle trocknet normalerweise schnell ab – vermeide es, direkt auf die Wunde zu gießen. Innerhalb weniger Wochen sollte ein neues Blatt erscheinen, sofern die Bedingungen optimal sind. Die Alocasia hält typischerweise 4–7 Blätter gleichzeitig – sobald ein neues Blatt erscheint, vergilbt oft ein altes, was ein natürlicher Kreislauf ist.
⚠️ Typische Pflegefehler
- Staunässe / zu häufiges Gießen: Der häufigste und gefährlichste Fehler. Zeigt sich durch gelbe, schlaffe Blätter, Wurzelfäule und einen muffigen Geruch aus dem Topf. Abhilfe: Wassergaben drastisch reduzieren, erst gießen wenn die oberen 2–3 cm Substrat trocken sind. Bei Wurzelfäule sofort umtopfen, faulige Wurzeln entfernen, frisches Substrat verwenden. Das ist die Haupttodesursache bei Alocasia!
- Zu niedrige Luftfeuchtigkeit: Zeigt sich durch braune, eingetrocknete Blattränder und erhöhte Anfälligkeit für Spinnmilben. Abhilfe: Luftfeuchtigkeit auf 60–80 % erhöhen durch Luftbefeuchter, Gruppierung mit anderen Pflanzen, Wasserschalen oder regelmäßiges Besprühen. Badezimmer oder Küche mit Fenster sind ideale Standorte.
- Zu wenig Licht: Zeigt sich durch kleine, blasse Blätter, langen, dünnen Blattstielen und gestrecktem Wuchs. Die Pflanze verliert ihre kompakte Form. Abhilfe: Standort wechseln zu einem helleren Platz ohne direkte Mittagssonne – Ost- oder Westfenster sind ideal, oder 1–2 Meter von einem Südfenster entfernt hinter einem Vorhang.
- Direkte Sonneneinstrahlung: Zeigt sich durch braune, verbrannte Flecken auf den Blättern. Abhilfe: Pflanze aus der direkten Sonne nehmen, an einen Standort mit hellem, gefiltertem Licht stellen. Verbrannte Blätter erholen sich nicht mehr und können entfernt werden.
- Zu kalte Temperaturen: Zeigt sich durch gelbe Blätter, Wachstumsstillstand und Einziehen ins Rhizom. Abhilfe: Pflanze an einen wärmeren Standort stellen (mindestens 18 °C, optimal 20–28 °C). Vermeide kalte Zugluft von Fenstern im Winter. Bei komplettem Blattverlust: Rhizom im Substrat belassen, leicht feucht halten und auf Neuaustrieb im Frühjahr warten.
- Überdüngung: Zeigt sich durch braune Blattränder, weiße Salzablagerungen auf der Erde und weiche, übermäßig schnell wachsende Triebe. Abhilfe: Düngung sofort einstellen, Substrat gründlich mit weichem Wasser durchspülen oder bei starkem Befall umtopfen. Danach nur noch in halber Konzentration düngen.
- Blattverlust nach Kauf oder Standortwechsel: Völlig normal bei Umgebungswechsel (andere Lichtbedingungen, Luftfeuchtigkeit, Temperatur). Die Pflanze wirft alte Blätter ab und passt sich an die neuen Bedingungen an. Abhilfe: Geduld haben, optimale Bedingungen schaffen (Licht, Luftfeuchtigkeit, Temperatur), nicht übertreiben mit Gießen oder Düngen. Nach einigen Wochen sollten neue Blätter erscheinen.
- Zu große Töpfe beim Umtopfen: Zeigt sich durch Staunässe und langsames Wachstum. Zu viel Substrat bleibt zu lange feucht. Abhilfe: Nur in Töpfe umtopfen, die 3–5 cm größer sind als der bisherige. Bei zu großem Topf: Zurück in kleineren Topf setzen.
- Wurzelverletzungen beim Umtopfen: Die feinen Wurzeln sind empfindlich. Zeigt sich durch Wachstumsstillstand oder Welke nach dem Umtopfen. Abhilfe: Beim Umtopfen sehr vorsichtig arbeiten, Wurzeln so wenig wie möglich stören. Nach dem Umtopfen optimale Bedingungen schaffen und 1–2 Wochen Anpassungszeit geben.
📅 Pflegekalender
Die Alocasia folgt als tropische Pflanze einem klaren Jahresrhythmus, der sich an den Jahreszeiten und dem verfügbaren Licht orientiert. Mit diesem Pflegekalender behältst du den Überblick über die wichtigsten Aufgaben und sorgst dafür, dass deine Pflanze gesund und vital bleibt.
Praxis-Beispiel: Alocasia in der Anwendung
Ausgangssituation:
Eine Kundin aus Schierling kaufte vor drei Jahren eine junge Alocasia 'Polly' bei uns – damals mit nur drei kleinen Blättern und etwa 15 cm Gesamthöhe. Sie wollte ihr helles Badezimmer mit Nordfenster aufwerten und suchte eine pflegeleichte Zimmerpflanze mit spektakulären Blättern. Die Ausgangsbedingungen waren gut: helles, gefiltertes Licht ohne direkte Sonne und natürlich hohe Luftfeuchtigkeit durch tägliches Duschen.
Maßnahmen:
Wir empfahlen ihr einen Standort etwa 1,5 Meter vom Nordfenster entfernt auf einem Regal, wo die Pflanze helles, indirektes Licht erhält. Sie gießt im Sommer etwa alle 4 Tage mit weichem Regenwasser, das sie speziell für ihre Zimmerpflanzen sammelt, und im Winter nur noch alle 7–10 Tage. Von April bis September düngt sie alle zwei Wochen mit flüssigem Grünpflanzendünger in halber Konzentration. Zusätzlich stellt sie einen kleinen Luftbefeuchter ins Badezimmer, der die Luftfeuchtigkeit konstant bei etwa 70 % hält. Im ersten Jahr topfte sie die Pflanze einmal um (nach 8 Monaten), danach jährlich im März. Das Substrat besteht aus einer Mischung aus hochwertiger Zimmerpflanzenerde, Kokosfasern, Pinienrinde und Perlit. Die Kundin kontrolliert wöchentlich die Blätter auf Schädlinge und wischt sie gelegentlich mit einem feuchten Tuch ab. Gelbe Blätter entfernt sie sofort an der Basis.
Ergebnis:
Heute ist die Alocasia 'Polly' eine prächtige Pflanze mit 6–7 großen, glänzenden Blättern mit markanten weißen Adern und einer Gesamthöhe von etwa 60 cm. Die Blätter sind dunkelgrün, fest und zeigen keinerlei braune Ränder oder andere Stresssymptome. Die Pflanze bildet regelmäßig neue Blätter aus – etwa alle 4–6 Wochen erscheint ein neues Blatt, während ein altes vergilbt und entfernt wird. In drei Jahren hatte die Kundin keinerlei Probleme mit Schädlingen oder Krankheiten. Bei einem Besuch in unserem Ladengeschäft in Rogging berichtete sie, dass die Alocasia ihr absoluter Liebling geworden ist – die Entfaltung eines neuen Blattes sei jedes Mal ein faszinierendes Erlebnis. Besonders schätzt sie die pflegeleichten Eigenschaften und die spektakuläre Optik, die ihr Badezimmer in eine tropische Wohlfühloase verwandelt. Die Pflanze ist zum Herzstück ihres Urban-Jungle-Badezimmers geworden und zieht regelmäßig bewundernde Blicke von Gästen auf sich!
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