Alte knorrige Unikate & Bonsai Oliven
Olivenbäume (Olea europaea)
Entdecke unsere feine Auswahl an alten 100jährigen Olivenbäumen!
In unserem Ratgeber erfährst du alles, was wichtig ist um diese Schönheiten optimal gedeihen zu lassen.
Alle wichtigen Informationen findest du hier!
Stammumfang 70cm
Gesamthöhe 200cm - ohne Topf
Topfdurchm. 100x90cm
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Lieferzeit: 2 - 5 Werktage (DE - Ausland abweichend)
Höhe ohne Topf 270cm
Kronendurchm. 200cm
Stammumfang 130cm
Topfdurchm. /höhe 120/...
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Gesamthöhe 140cm - ohne Topf
Kronendurchm. 140 cm
Stammumfang 50cm
Topfdurchm./ hö...
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Stammumfang 45cm
Gesamthöhe 170cm - ohne Topf
Kronendurchm. 200cm
Topfdurchm. 70cm
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Lieferzeit: 2 - 5 Werktage (DE - Ausland abweichend)
🫒 Alte knorrige Olivenbäume – Lebende Kunstwerke mit Geschichte
Stell dir vor, wie ein jahrhundertealter Olivenbaum mit seinem verdrehten, knorrigen Stamm deinen Garten in ein mediterranes Refugium verwandelt. Diese uralten Bäume sind weit mehr als Pflanzen – sie sind lebende Skulpturen, die Geschichten von 50 bis 300 Jahren erzählen und durch ihre faszinierende Wuchsform jeden Betrachter in ihren Bann ziehen.
Unsere handverlesenen Olivenbaum-Unikate stammen aus dem Mittelmeerraum und beeindrucken mit tiefen Rillen, verdrehten Stämmen und einer Robustheit, die Generationen überdauert. Jeder einzelne Baum ist ein Unikat – mit individueller Form, charakteristischem Stamm und eigener Persönlichkeit. Bei uns findest du ausschließlich winterharte Sorten wie Cornicabra, Leccino, Arbequina, Picual, Hojiblanca, Moufla und Aglandau, die selbst bayerische Winter meistern können.
Perfekt für alle, die ein außergewöhnliches Statement in ihrem Garten oder auf der Terrasse setzen möchten. 90% unserer Kunden pflanzen diese robusten Veteranen direkt nach dem Kauf in ihren Garten aus – in geschützten Südlagen sind sie sogar freilandtauglich und symbolisieren Langlebigkeit, Beständigkeit und mediterrane Lebensfreude.
☀️ Standort & Licht
In ihrer mediterranen Heimat – von Spanien über Italien bis Griechenland und die Türkei – wachsen Olivenbäume seit Jahrtausenden unter voller Sonneneinstrahlung in heißen, trockenen Sommern mit Temperaturen bis 40°C und milden Wintern mit gelegentlichem Frost. Diese jahrhundertealten Exemplare haben in ihrer ursprünglichen Heimat oft als Einzelbäume in sonnenverwöhnten Olivenhainen gestanden, wo sie von der intensiven Mittelmeersonne profitieren konnten. Die Kombination aus langen, heißen Sommern mit 10-12 Sonnenstunden täglich und kühlen, aber frostfreien Wintern hat diese Bäume zu den robusten Charakterpflanzen geformt, die sie heute sind. Durch ihre jahrzehntelange Anpassung an mediterranes Klima mit geringen Niederschlägen und intensiver UV-Strahlung entwickeln sie die typisch silbergrünen, ledrigen Blätter und den knorrigen, verdrehten Wuchs.
Diese alten Olivenbäume benötigen in ihrer Heimat mindestens 6-8 Stunden direkte Sonneneinstrahlung täglich, um optimal zu gedeihen. In den heißen Sommermonaten bevorzugen sie vollsonnige Lagen ohne Schattierung, während die Winter mild bleiben mit Temperaturen selten unter dem Gefrierpunkt. Bei ausreichend Licht entwickeln die Bäume kräftige Triebe, gesundes Laub und setzen im Frühjahr zahlreiche Blütenknospen an. Die intensive Sonneneinstrahlung fördert zudem die charakteristische Stammstruktur mit tiefen Furchen und verdrehten Formen, die diese alten Exemplare so besonders macht.
Für dich bedeutet das einen vollsonnigen Standort in deinem Garten, auf der Terrasse oder dem Südbalkon. Ideal sind geschützte Südlagen an einer Hauswand, wo die Bäume von der reflektierten Wärme profitieren und gleichzeitig Schutz vor kalten Nordwinden finden. In Bayerns milden Regionen – etwa im fränkischen Weinbaugebiet, im Raum Regensburg oder entlang der Donau – können diese winterharten Sorten sogar dauerhaft ausgepflanzt werden. Im Kübel kultiviert, verbringen sie die Sommermonate draußen in voller Sonne und überwintern kühl und hell bei 0-10°C, beispielsweise im unbeheizten Wintergarten, Gewächshaus oder einem hellen Treppenhaus. Während der Überwinterung benötigen sie weiterhin ausreichend Licht, um vital zu bleiben und im Frühjahr kraftvoll auszutreiben.
💧 Bewässerung
Wasserbedarf angepasst an das Alter: Alte, etablierte Olivenbäume sind wahre Überlebenskünstler bei Trockenheit. Ihre tief reichenden Wurzelsysteme und jahrhundertelange Anpassung an mediterrane Bedingungen machen sie deutlich genügsamer als junge Pflanzen. Während der Wachstumsphase von April bis September gießt du durchdringend, sobald die oberen 5-8 cm des Substrats abgetrocknet sind. Bei ausgepflanzten Exemplaren in Bayern reicht in normalen Sommern oft der natürliche Niederschlag – nur bei längeren Trockenperioden über 2-3 Wochen solltest du zusätzlich wässern.
Gießtechnik und Wassermenge: Gieße immer direkt auf das Substrat rund um den Stamm, nicht über das Laub, um Pilzerkrankungen vorzubeugen. Eine Gießgabe sollte so bemessen sein, dass das Wasser bis in die tieferen Wurzelschichten vordringt – bei großen Kübelpflanzen können das durchaus 10-20 Liter pro Gießgang sein. Ideal ist kalkfreies oder weiches Wasser, doch die robusten alten Olivenbäume vertragen auch härteres Leitungswasser ohne Schaden. Die Erde sollte zwischen den Wassergaben gut abtrocknen, denn Staunässe ist einer der häufigsten Fehler bei der Pflege. Ein gut durchlässiges Substrat verhindert, dass sich Wasser am Topfboden sammelt.
Winterbewässerung: Während der Überwinterung bei kühlen Temperaturen reduzierst du die Wassergaben deutlich. Das Substrat darf auch über längere Zeiträume trocken bleiben, sollte aber nie völlig austrocknen. Gieße nur sparsam, wenn die Erde komplett durchgetrocknet ist – oft reicht einmal monatlich. Bei ausgepflanzten Exemplaren übernimmt in der Regel der Winterregen die Wasserversorgung. Weitere detaillierte Informationen zur optimalen Bewässerung findest du in unserem Bewässerungs-Ratgeber für mediterrane Pflanzen.
🪴 Substrat & Umtopfen
Bester Zeitpunkt zum Umtopfen
Der ideale Zeitpunkt zum Umtopfen alter Olivenbäume ist das späte Frühjahr, typischerweise im April oder Mai nach dem letzten Frost, wenn die Bäume aus der Winterruhe erwachen und neue Wurzeln bilden. Bei älteren, großen Exemplaren ist ein Umtopfen oft erst nach 5-8 Jahren notwendig, da das Wurzelwachstum mit zunehmendem Alter deutlich langsamer wird. Junge Bonsai-Oliven topfst du hingegen alle 2-3 Jahre um, um frisches Substrat bereitzustellen.
Anzeichen für notwendiges Umtopfen
Du erkennst, dass ein Umtopfen nötig ist, wenn Wurzeln aus den Drainagelöchern wachsen, das Gießwasser sofort durchläuft oder das Substrat stark verdichtet und erschöpft wirkt. Bei großen, alten Olivenbäumen in schweren Kübeln kann anstelle des Umtopfens auch ein Austausch der obersten 10-15 cm Substrat ausreichen, um die Nährstoffversorgung zu verbessern.
Substrat- und Topfwahl
Verwende ein strukturstabiles, gut durchlässiges Substrat für mediterrane Pflanzen, das Staunässe zuverlässig verhindert. Olivenbäume bevorzugen eher nährstoffarme, mineralreiche Böden mit neutralem bis leicht basischem pH-Wert. Optional kannst du den Drainageanteil mit etwa 20% Sand, Lavagranulat, Bims oder Perlite erhöhen. Der neue Topf sollte nur 5-10 cm größer im Durchmesser sein und zwingend über Drainagelöcher verfügen. Schwere Terrakotta- oder Steinguttöpfe bieten bei großen, alten Bäumen bessere Standfestigkeit als Kunststoff.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
Topfe den Baum vorsichtig aus und lockere den Wurzelballen behutsam, ohne die Wurzeln stark zu beschädigen. Prüfe die Wurzeln auf Vitalität – grüne, saftige Wurzeln bedeuten Leben, braune und trockene Wurzeln sollten entfernt werden. Faulige Wurzelteile schneidest du großzügig ab. Bei Bedarf kannst du einzelne verholzte Wurzeln leicht zurückschneiden, um das Wurzelwachstum anzuregen. Setze den Baum in den neuen Topf auf einer Drainage-Schicht aus Kies oder Tonscherben und fülle mit frischem Substrat auf. Drücke die Erde leicht an und wässere durchdringend, damit sich das Substrat setzt und Lufteinschlüsse verschwinden. Nach dem Umtopfen stellst du den Olivenbaum an einen geschützten, sonnigen Standort und pausierst die Düngung für mindestens 5 Wochen, damit sich der Baum stressfrei erholen kann.
🌿 Düngung
Nährstoffbedarf alter Olivenbäume: Olivenbäume sind in ihrer Heimat an nährstoffarme Böden angepasst und benötigen deutlich weniger Dünger als viele andere Kübelpflanzen. Alte, etablierte Exemplare kommen mit einer moderaten Nährstoffversorgung bestens zurecht. Zu viel Dünger führt zu übermäßigem, weichem Wachstum, das anfälliger für Frost und Krankheiten ist. Während der Wachstumsphase von März bis September versorgst du deinen Olivenbaum regelmäßig mit Nährstoffen – optimal sind spezielle Dünger für mediterrane Pflanzen.
Düngervarianten und Anwendung: Du hast drei bewährte Optionen: Langzeitdünger mit 6 Monaten Wirkdauer arbeitest du im Frühjahr ins Substrat ein – eine Gabe pro Saison genügt. Langzeitdünger mit 3 Monaten gibst du im Frühjahr und nochmals im Frühsommer. Alternativ verwendest du einen löslichen Flüssigdünger, den du während der Wachstumsphase wöchentlich mit dem Gießwasser ausbringst. Im September bis Oktober kannst du optional einen kaliumbetonten Herbstdünger geben, der die Frosthärte verbessert und den Baum auf den Winter vorbereitet.
Winterruhe: Von November bis Februar stellst du jegliche Düngung komplett ein. In dieser Ruhephase bei kühlen Temperaturen wächst der Baum nicht und benötigt keine zusätzlichen Nährstoffe. Bei ausgepflanzten Olivenbäumen im Garten reicht oft eine einmalige Kompostgabe im Frühjahr, ergänzt durch gelegentliche Mulchschichten, die langsam Nährstoffe freisetzen. Nach einem Bodentest kannst du gezielt mit stickstoffreichem Langzeitdünger nachhelfen, falls Mängel erkennbar sind.
🍊 Blüten & Früchte
Im Frühling von April bis Mai schmücken sich alte Olivenbäume mit zahllosen cremeweißen bis gelblichen Blütenständen, die in dichten Rispen an den vorjährigen Trieben erscheinen und einen zarten, angenehmen Duft verströmen. Diese unscheinbaren Blüten sind der Startpunkt für die Entwicklung der begehrten Olivenfrüchte. Die Blütezeit dauert etwa 2-3 Wochen und ist abhängig von warmen Temperaturen und ausreichend Sonnenlicht. Bei optimalen Bedingungen – volle Sonne, Wärme und einem zweiten Olivenbaum zur Fremdbestäubung – setzt der Baum zahlreiche Früchte an, die bis zum Spätsommer heranreifen.
Die Früchte entwickeln sich langsam von grün über violett bis schwarz, je nach Reifegrad und Sorte. Erntezeit ist typischerweise von September bis November. Junge Bonsai-Oliven oder Kübelpflanzen fruchten seltener als ausgepflanzte, alte Exemplare, doch mit Geduld und idealen Standortbedingungen bilden auch sie Oliven aus. Für eine reiche Ernte ist zu beachten, dass ein zweiter Olivenbaum zur Bestäubung förderlich ist – viele Sorten sind selbststeril oder profitieren von Fremdbestäubung. Die geernteten Oliven kannst du nach traditioneller Methode einlegen oder zu Olivenöl verarbeiten. In Kübelkultur sind Blüten und Früchte seltener, da der Baum dafür ideale Bedingungen und ein gewisses Alter benötigt.
❄️ Überwinterung
Die Überwinterung alter Olivenbäume hängt stark von ihrer Winterhärte und deinem Standort ab. Gesunde Exemplare der Sorten Cornicabra, Leccino, Arbequina, Picual, Hojiblanca, Moufla und Aglandau vertragen kurzzeitigen Frost bis etwa -15°C, wobei ältere, gut etablierte Bäume robuster sind als junge Pflanzen. In Bayerns milden Regionen – etwa im fränkischen Weinbaugebiet, im Raum Regensburg oder entlang der Donau – können ausgepflanzte Olivenbäume dauerhaft im Freien bleiben, benötigen jedoch Schutzmaßnahmen bei länger anhaltenden Minusgraden.
Wähle für ausgepflanzte Exemplare einen geschützten Standort an einer Südwand, wo die Bäume von der Wärmeabstrahlung profitieren und vor kalten Nordwinden geschützt sind. Bei Temperaturen unter -10°C oder längeren Frostperioden schützt du Stamm und Krone mit Vlies, Jute oder einem speziellen Winterschutzzelt. Der Wurzelbereich sollte mit einer dicken Mulchschicht aus Laub oder Stroh abgedeckt werden. Bei sehr tiefen Temperaturen kann eine externe Heizquelle im Winterschutzzelt sinnvoll sein, um kritische Werte zu vermeiden.
Kübelpflanzen überwinterst du kühl und hell bei 0-10°C – ideal sind kalte Wintergärten, Folienzelte, Gewächshäuser oder helle Treppenhäuser. Achte auf gute Durchlüftung, um Pilzkrankheiten vorzubeugen, und stelle sicher, dass der Baum ausreichend Licht erhält, um vital zu bleiben. Weitere Informationen findest du in unserem ausführlichen Ratgeber Mediterrane Pflanzen im Kübel überwintern sowie im Spezial-Guide Ausgepflanzten Olivenbaum überwintern.
💨 Luftfeuchtigkeit
Natürliche Anpassung: Olivenbäume stammen aus mediterranen Regionen mit niedriger bis mittlerer Luftfeuchtigkeit, typischerweise zwischen 40-60%. Ihre ledrigen, silbergrünen Blätter sind an trockene Luft angepasst und kommen mit der in deutschen Wohnräumen üblichen Luftfeuchtigkeit gut zurecht. Im Gegensatz zu vielen Tropenpflanzen benötigen alte Olivenbäume keine zusätzliche Luftbefeuchtung – im Gegenteil, zu hohe Luftfeuchtigkeit in Kombination mit schlechter Belüftung kann Pilzkrankheiten begünstigen.
Optimale Bedingungen: Während der Überwinterung bei kühlen Temperaturen ist eine gute Luftzirkulation wichtiger als hohe Luftfeuchtigkeit. Vermeide stehende, feuchte Luft, indem du den Winterstandort regelmäßig lüftest – auch bei Frost. Kurzes Stoßlüften alle paar Tage genügt, um die Luftqualität zu verbessern und Schimmelbildung vorzubeugen. Im Sommer auf der Terrasse oder im Garten reguliert sich die Luftfeuchtigkeit natürlich, und die Bäume profitieren von der freien Luftbewegung.
Wann Vorsicht geboten ist: Nur in sehr trockenen, beheizten Räumen mit Luftfeuchtigkeit unter 30% – etwa im Winter bei Zentralheizung – kann gelegentliches Besprühen der Blätter mit kalkfreiem Wasser sinnvoll sein. Dies dient jedoch primär der Staubentfernung und weniger der Luftbefeuchtung. Grundsätzlich gilt: Alte Olivenbäume sind an trockene Bedingungen angepasst und benötigen keine aufwendige Luftfeuchte-Regulierung.
🐛 Schädlinge & Krankheiten
Häufige Schädlinge
Alte Olivenbäume sind äußerst robust, können aber gelegentlich von Schädlingen befallen werden:
- Schildläuse: Erkennbar an braunen, ovalen Panzer auf Blättern und Zweigen. Sie saugen Pflanzensaft und scheiden klebrigen Honigtau aus. Bekämpfung durch mechanisches Abkratzen oder Behandlung mit Neemöl.
- Wollläuse: Zeigen sich als weiße, watteähnliche Gespinste an Blattunterseiten und Triebachseln. Entferne befallene Stellen mechanisch oder behandle mit Schmierseifenlösung.
- Spinnmilben: Bei sehr trockener Luft möglich, erkennbar an feinen Gespinsten und gelblich gesprenkelten Blättern. Erhöhe die Luftfeuchtigkeit leicht und spüle die Blätter ab.
- Olivenfliege: In wärmeren Regionen kann die Olivenfliege Früchte befallen. Larvenfraß führt zu Fruchtfäule. Vorbeugung durch rechtzeitige Ernte und Hygiene.
Pilzkrankheiten
- Wurzelfäule: Entsteht durch anhaltende Staunässe. Anzeichen sind welke Blätter trotz feuchter Erde, faulig riechende Wurzeln und Kümmerwuchs. Verhindere Staunässe durch gut durchlässiges Substrat und maßvolles Gießen.
- Blattfleckenkrankheit: Zeigt sich durch braune oder schwarze Flecken auf den Blättern, oft bei zu feuchten, schlecht belüfteten Standorten. Entferne befallene Blätter und verbessere die Luftzirkulation.
- Verticillium-Welke: Pilzerkrankung, die Gefäßbahnen verstopft und zum Absterben von Trieben führt. Befallene Zweige sofort entfernen und vernichten.
Vorbeugung
Die beste Vorbeugung ist optimale Pflege: Ein sonniger, luftiger Standort mit gut durchlässigem Substrat, maßvolles Gießen ohne Staunässe und regelmäßige Kontrolle auf erste Anzeichen von Schädlingen oder Krankheiten. Alte, gesunde Olivenbäume mit kräftigem Wuchs sind deutlich widerstandsfähiger gegen Krankheiten als gestresste oder geschwächte Pflanzen. Vermeide Überdüngung, da weiche Triebe anfälliger für Schädlingsbefall sind.
Bekämpfung
Bei leichtem Befall reicht oft das mechanische Entfernen der Schädlinge oder befallener Pflanzenteile. Spüle die Blätter gründlich mit einem Wasserstrahl ab, um Schädlinge zu entfernen. Biologische Mittel wie Neemöl, Schmierseife oder Rapsöl sind effektiv und schonen die Umwelt. Chemische Insektizide sollten nur als letztes Mittel bei starkem Befall eingesetzt werden. Wiederhole die Behandlung nach 7-10 Tagen, um auch nachgeschlüpfte Schädlinge zu erfassen. Wichtig ist regelmäßige Inspektion, damit du Probleme frühzeitig erkennst und rechtzeitig eingreifen kannst.
✂️ Rückschnitt & Formschnitt
Wann schneiden: Der beste Zeitpunkt für den Rückschnitt alter Olivenbäume ist das späte Frühjahr nach der letzten Frostgefahr, typischerweise Ende März bis Mai. Alternativ kannst du auch im Spätsommer nach der Fruchtbildung schneiden. Vermeide Schnittmaßnahmen im Herbst und Winter, da offene Schnittwunden bei Frost Schaden nehmen können. Bei Bonsai-Oliven erfolgt der Formschnitt kontinuierlich während der Wachstumsphase.
Was schneiden: Entferne zunächst alle toten, kranken oder beschädigten Triebe. Dünne die Krone aus, indem du sich kreuzende oder nach innen wachsende Äste entfernst, um Licht und Luft ins Innere zu lassen. Bei alten, knorrigen Exemplaren geht es primär um Erhaltungsschnitt – die charakteristische Form sollte bewahrt werden. Schneide immer knapp über einem nach außen gerichteten Auge oder Trieb, damit die Krone sich harmonisch entwickelt.
Wie schneiden: Verwende scharfes, sauberes Werkzeug – eine Gartenschere für dünne Triebe, eine Astschere oder Säge für dickere Äste. Desinfiziere die Klingen vor jedem Einsatz, um Krankheitsübertragung zu vermeiden. Setze Schnitte immer schräg an, damit Regenwasser ablaufen kann. Bei dickeren Ästen kannst du die Schnittstellen mit Wundverschlussmittel behandeln, um Austrocknung und Infektionen vorzubeugen. Olivenbäume treiben sehr gut aus altem Holz aus und erholen sich robust – wie Mittelmeerbauern es bei uralten Exemplaren seit Generationen praktizieren.
🌱 Revitalisierung & Auspflanzen alter Olivenbäume
Revitalisierung vernachlässigter oder verkahlter Bäume
Vitalität prüfen: Bevor du mit der Revitalisierung beginnst, prüfe zunächst die Vitalität deines Olivenbaums. Kratze vorsichtig an Rinde und Ästen: Grünes, saftiges Gewebe bedeutet, dass der Baum noch lebt – braunes, trockenes Gewebe zeigt abgestorbene Bereiche an. Bei den Wurzeln entfernst du alle fauligen, matschigen Teile und topfst den Baum anschließend in frisches, gut drainierendes Substrat um – ideal mit etwa 20% Sand für bessere Durchlässigkeit. Häufig ist zu nasser oder zu trockener Boden die Ursache für Kümmerwuchs. Gieße fortan sparsam und erst, wenn die oberen 5 cm des Substrats trocken sind.
Radikalschnitt durchführen: Bei alten Olivenbäumen von 100-300 Jahren ist die Struktur oft hohl oder verkahlt – dennoch können diese Bäume mit einem gezielten Radikalschnitt wieder austreiben. Schneide verkahlte oder tote Triebe bis ins lebende Holz zurück, bei Bedarf sogar bis 50 cm über dem Stammansatz. Verwende dafür eine desinfizierte Säge, um Infektionen zu vermeiden. Olivenbäume erholen sich erstaunlich robust von solchen Eingriffen. Die neu austreibenden Triebe bilden innerhalb weniger Monate eine dichte, frische Krone.
Nachsorge und Düngung: Nach dem Radikalschnitt stellst du den Baum an einen sonnigen, windgeschützten Standort – ideal vor einer Südwand, wo er maximale Wärme und Licht erhält. Dünge sparsam mit stickstoffreichem Langzeitdünger, am besten nach einem Bodentest, um Überdüngung zu vermeiden. Regelmäßiger Erziehungsschnitt in den Folgejahren verhindert erneutes Verkahlen und fördert eine kompakte, gesunde Krone. Mit Geduld und konsequenter Pflege entwickelt sich selbst ein stark vernachlässigter alter Olivenbaum zu einem vitalen, prächtigen Exemplar.
Auspflanzen vom Kübel ins Freiland
90% unserer Kunden pflanzen ihre alten Olivenbäume direkt nach dem Kauf in den Garten aus – und das ist bei winterharten Sorten wie Cornicabra in geschützten bayerischen Südlagen absolut machbar. Das Auspflanzen erfordert sorgfältige Vorbereitung, belohnt dich jedoch mit einem dauerhaft im Garten etablierten, robusten Baum, der über Jahrzehnte wächst und gedeiht.
Vorbereitung: Wähle das Frühjahr, idealerweise April oder Mai nach dem letzten Frost, als Pflanzzeit. Grabe ein Pflanzloch, das mindestens doppelt so groß ist wie der Wurzelballen – bei großen, alten Bäumen sollte das Loch mindestens 80x80 cm breit und ebenso tief sein. Bei schweren Lehmböden lockerst du den Untergrund gründlich auf und legst eine etwa 20 cm dicke Drainageschicht aus Kies oder Blähton ein, um Staunässe zuverlässig zu vermeiden. Mische die ausgehobene Erde mit Sand und Kies, um die Durchlässigkeit zu verbessern – Olivenbäume bevorzugen sandige, steinige Böden.
Auspflanzen – Schritt für Schritt: Lege den Baum vorsichtig auf die Seite und ziehe ihn mit Helfern behutsam aus dem Topf. Ggf. den Topf mit einem scharfen Messer aufschneiden! Prüfe die Wurzeln: Verfilzte, dicht verwachsene Wurzeln kürzt du mit einem scharfen Messer um 2-5 cm, um neues Wurzelwachstum anzuregen. Faulige oder beschädigte Wurzelteile entfernst du großzügig. Setze den Wurzelballen waagerecht ins Pflanzloch – achte darauf, dass die Krone nicht tiefer sitzt als zuvor im Topf. Fülle das Loch mit der vorbereiteten Erdmischung auf, drücke die Erde rundherum fest an und gieße großzügig an. In der ersten Woche gießt du regelmäßig, danach nur noch bei längerer Trockenheit – alte Olivenbäume sind trockenheitsresistent und benötigen wenig Wasser.
Nachsorge: Stütze den Baum ggf. mit stabilen Holzpfosten gegen Wind, damit er sicher anwurzeln kann. Bei sehr großen Exemplaren kannst du den Wurzelbereich mit Natursteinen einfassen, um die Wurzelausbreitung zu begrenzen und optisch ansprechend zu gestalten. Dünge im ersten Jahr nach dem Auspflanzen nicht – erst im nächsten Frühjahr gibst du eine moderate Gabe Langzeitdünger oder Kompost. Schneide nach 4-6 Wochen eventuell abgestorbene Triebe zurück, die der Baum aufgrund des Pflanzstresses abwirft. Mit der richtigen Pflege wächst dein alter Olivenbaum dauerhaft im Garten und wird zum majestätischen Blickfang für kommende Generationen.
⚠️ Typische Pflegefehler
- Staunässe: Zeigt sich durch gelbe, welkende Blätter trotz feuchter Erde und faulig riechende Wurzeln. Achte auf gut durchlässiges Substrat und Drainagelöcher im Topf. Gieße erst, wenn die oberen 5 cm abgetrocknet sind.
- Zu wenig Licht im Winter: Führt zu Blattverlust und schwachem Neuaustrieb. Stelle den Baum auch im Winterquartier an den hellsten verfügbaren Platz und ergänze notfalls mit Pflanzenlampen.
- Zu warme Überwinterung: Bei Temperaturen über 15°C im Winterquartier wächst der Baum weiter, obwohl Licht und Nährstoffe fehlen. Das Ergebnis sind lange, dünne Triebe und erhöhte Schädlingsanfälligkeit. Halte die Temperaturen bei 0-10°C.
- Überdüngung: Erkennst du an Salzrändern am Topfrand, braunen Blattspitzen und weichem, übermäßigem Wachstum. Olivenbäume benötigen weniger Dünger als viele andere Pflanzen. Halte dich an die empfohlenen Dosierungen und dünge im Winter gar nicht.
- Zu kleiner Topf: Wenn Wurzeln aus den Drainagelöchern wachsen oder das Substrat sofort durchtrocknet, ist ein größerer Topf nötig. Topfe alle 5-8 Jahre um oder tausche bei sehr großen Bäumen die oberste Substratschicht aus.
- Direktes Gießen über Blätter: Kann Pilzkrankheiten begünstigen, besonders bei schlechter Luftzirkulation. Gieße immer direkt auf das Substrat rund um den Stamm.
- Zu frühe Freilandstellung im Frühjahr: Spätfrost kann junge Triebe schädigen. Stelle Kübelpflanzen erst nach den Eisheiligen (Mitte Mai) dauerhaft ins Freie oder schütze sie bei Spätfrostgefahr mit Vlies.
📅 Pflegekalender für alte Olivenbäume
Der folgende Pflegekalender gibt dir eine Übersicht über die wichtigsten Pflegemaßnahmen im Jahresverlauf – angepasst an die Bedürfnisse alter, winterharter Olivenbäume in deutscher Klimazone.
Praxis-Beispiel: Alter Olivenbaum in Franken
Ausgangssituation:
Ein Kunde aus dem fränkischen Weinbaugebiet bei Würzburg erwarb vor fünf Jahren eine knorrige Leccino-Olive mit geschätztem Alter von 120 Jahren. Der Baum war etwa 2,5 Meter hoch und sollte dauerhaft im Garten ausgepflanzt werden – an einem geschützten Platz an der Südwand seines Hauses.
Maßnahmen:
Wir empfahlen ihm eine Pflanzgrube mit mineralreichem, durchlässigem Substrat und guter Drainage. Im Sommer gießt er nur bei längeren Trockenperioden, da der natürliche Niederschlag meist ausreicht. Er düngt im Frühjahr einmalig mit Kompost und einer Langzeitdüngergabe. Im Winter schützt er Stamm und Krone bei angekündigtem starkem Frost mit einem Winterschutzzelt und Vlies. Bei Temperaturen unter -12°C nutzt er zusätzlich eine kleine Heizquelle im Zelt.
Ergebnis:
Der alte Olivenbaum hat bereits mehrere Winter mit Temperaturen bis -14°C ohne nennenswerte Schäden überstanden. Er wächst langsam, aber stetig, bildet jedes Jahr neue Triebe und hat im dritten Standjahr erstmals Blüten und einige Früchte entwickelt. Der Kunde schätzt besonders die skulpturale Wirkung des knorrigen Stammes, der seinem Garten einen mediterranen, fast zeitlosen Charakter verleiht. Bei einem Besuch in unserem Ladengeschäft in Rogging berichtete er stolz, dass sein alter Olivenbaum zum absoluten Blickfang und Gesprächsthema unter Gartenfreunden geworden ist.
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Jeder alte Olivenbaum in unserem Sortiment ist ein handverlesenes Unikat mit eigener Geschichte und Charakter. Robust, winterhart und perfekt für bayerisches Klima. Ausgepflanzt oder im Kübel – diese lebenden Kunstwerke verwandeln deinen Garten in ein mediterranes Refugium.
Qualität von Palmenstadl: Alle alten Olivenbäume werden sorgfältig selektiert und visuell geprüft. Jeder Baum ist einzeln gelistet und beschrieben – Sie erhalten genau den Baum, den Sie auswählen!
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