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Drillingsblume (Bougainvillea)


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BOUG60-80

Hersteller gemäß GPSR
Palmenstadl-Pflanzen
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🌺 Bougainvillea – Leuchtende Farbenpracht für Balkon und Terrasse

Kaum eine Pflanze verwandelt Balkon oder Terrasse so spektakulär wie die Drillingsblume – mit ihren leuchtenden Hochblättern in sattem Violett, flammendem Rot, zartem Pink oder frischem Weiß ist sie ein Dauerblickfang, der mediterranes Urlaubsgefühl nach Hause bringt. Die Bougainvillea (Bougainvillea glabra) gehört zu den opulentesten Kletterpflanzen überhaupt: Wenn Standort und Pflege stimmen, bedecken ihre farbenfrohen Hochblätter die Triebe in einer Dichte, die kaum noch Grün durchscheinen lässt.

Botanisch interessant: Was wir als die großen „Blüten" der Drillingsblume bewundern, sind in Wirklichkeit gar keine Blütenblätter, sondern farbige Hochblätter (Brakteen), die drei unscheinbare weiße Röhrenblüten einrahmen. Diese clevere Konstruktion macht die Bougainvillea zu einem echten Hingucker, der Bestäuber zuverlässig von Weitem anlockt. Als ursprünglich tropische Kletterpflanze aus Südamerika liebt sie Sonne, Wärme und Trockenheit – und dankt gute Pflege mit ausgiebiger Blüte.

Für alle, die einen vollsonnigen Balkon oder eine Südterrasse haben und bereit sind, die Drillingsblume im Winter ins Haus zu holen, bietet sie einen optischen Effekt, den kaum eine andere Kübelpflanze erreicht. Ihre Dornen verlangen Respekt beim Umgang – mit Handschuhen wird der Umgang unkompliziert und macht Freude.

Bougainvillea Drillingsblume mit dicht besetzten leuchtenden Hochblättern in Violett an einer Hauswand
Die Drillingsblume begeistert mit ihrer dichten Fülle leuchtender Hochblätter – ein mediterranes Farbspektakel für Balkon und Terrasse

☀️ Standort & Licht

Die Drillingsblume stammt aus den tropischen und subtropischen Küstenregionen Südamerikas – ihr natürliches Zuhause sind Brasilien, Argentinien, Bolivien und Peru. In ihrer Heimat wächst sie an Berghängen, Waldrändern und felsigen Küstenstreifen, wo sie Temperaturen von 15 bis über 35 °C und intensive Sonneneinstrahlung kennt. Das Klima dieser Regionen ist klar zweigeteilt: Eine ausgedehnte Trockenzeit wechselt sich mit einer feuchteren Regenperiode ab. Genau diese ausgeprägte Trockenphase ist der Schlüssel zur üppigen Blüte – in der Natur reagiert die Bougainvillea auf Wasserknappheit mit verstärkter Blütenbildung. In ihrer Heimat klettert sie entlang von Felsen, Bäumen und Häuserwänden in die Höhe und entfaltet ihre leuchtenden Farbpracht buchstäblich in voller Sonne. Die Durchschnittstemperaturen liegen das ganze Jahr über zwischen 18 und 32 °C, Frost ist der Pflanze vollkommen unbekannt – weshalb sie in Mitteleuropa nicht winterhart ist und Schutz benötigt. In ihrer tropisch-subtropischen Heimat kann die Bougainvillea ganzjährig und in schwindelerregender Fülle blühen; selbst alte, verholzte Exemplare an Hauswänden leuchten Monate lang in ungebrochener Pracht.

Licht ist der entscheidende Faktor für die Blüte der Drillingsblume. In ihrer Heimat genießt sie acht bis zehn Stunden intensive, direkte Sonneneinstrahlung täglich – und genau das gibt ihr die Energie für ihre spektakuläre Farbpracht. Bei ausreichend Licht setzt sie kontinuierlich neue Hochblätter an und blüht über Monate. Halbschatten führt zu kräftigem Blattwachstum, aber deutlich weniger Hochblättern. Die Pflanze schätzt außerdem Wärme: Temperaturen über 20 °C stimulieren die Blütenbildung spürbar. Morgensonne nimmt sie ebenso gerne an wie die intensive Mittagssonne – eine sonnige Hauswand, die Wärme speichert, ist ideal.

Für dich in Deutschland bedeutet das: Die Drillingsblume fühlt sich auf einem vollsonnigen Süd- oder Südwestbalkon am wohlsten – je mehr Sonne, desto üppiger die Blütenpracht. Ein windgeschützter Platz direkt an einer wärmeabstrahlenden Hauswand ist optimal, da die gespeicherte Wärme auch abends ein günstiges Mikroklima schafft. Ab Mitte Mai, wenn die Nächte dauerhaft frostfrei und die Temperaturen stabil über 15 °C sind, zieht sie strahlend nach draußen. Wenn sie nach der Überwinterung noch nicht an intensive Sonne gewöhnt ist, gönne ihr ein bis zwei Wochen an einem hellen, halbschattigen Platz, bevor sie den vollsonnigen Standort übernimmt. In wärmeren Lagen Deutschlands – etwa der Rhein- oder Moselregion – kann sie besonders prächtig gedeihen.

💧 Bewässerung

Die Bougainvillea liebt es, trocken zu stehen – das ist ein wichtiger Unterschied zu vielen anderen Kübelpflanzen. In ihrer südamerikanischen Heimat hat sie gelernt, Trockenperioden nicht nur zu überstehen, sondern geradezu zu nutzen: Trockenstress stimuliert die Hochblattbildung und fördert die Blüte. Das bedeutet für die Bewässerung: lieber etwas zu wenig als zu viel.

Die Fingerprobe als Leitfaden

Gieße erst dann wieder, wenn die Erde in den oberen zwei bis drei Zentimetern gut abgetrocknet ist. Im Hochsommer bei voller Sonne kann das täglich sein – an kühleren, bewölkten Tagen reicht es alle zwei bis drei Tage. Im Herbst, wenn die Temperaturen sinken und die Pflanze die Saison ausklingen lässt, reduziere die Wassergabe schrittweise. Gieße immer gründlich durch, bis Wasser aus den Drainagelöchern läuft – dann konsequent den Untersetzer leeren.

Gezielter Trockenstress für mehr Blüte

Ein kurzer, gezielter Trockenstress von ein bis zwei Wochen im Frühjahr – also bewusst etwas sparsamer gießen, bevor die Hauptblühsaison startet – kann die Hochblattbildung ankurbeln. Viele Bougainvillea-Liebhaber nutzen diese Technik bewusst, um besonders üppige Blütephasen zu stimulieren. Sobald die Pflanze kräftig in Blüte steht, gieße wieder gleichmäßig.

Bewässerung im Jahresverlauf

  • Frühjahr: Mäßig beginnen, Wassermenge mit dem Austrieb schrittweise steigern
  • Sommer: Regelmäßig, aber erst wenn Erde gut abgetrocknet – kein dauerhaft nasses Substrat
  • Herbst: Gießmenge schrittweise reduzieren, Pflanze auf den Ruhezustand vorbereiten
  • Winter: Sehr sparsam – alle drei bis vier Wochen nur so viel, dass der Wurzelballen nicht vollständig austrocknet

🪴 Substrat & Umtopfen

Bester Zeitpunkt zum Umtopfen

Der beste Zeitpunkt ist das frühe Frühjahr – direkt beim Herausnehmen aus dem Winterquartier im März oder April, noch vor dem kräftigen Neuaustrieb. Die Bougainvillea steht kurz vor dem Start in die Wachstumsphase und nimmt frisches Substrat mit seinen Nährstoffen optimal an. Im Zusammenspiel mit dem Rückschnitt lässt sich das Umtopfen hervorragend kombinieren.

Anzeichen für notwendiges Umtopfen

Du erkennst den Bedarf daran, dass Wurzeln aus den Drainagelöchern herauswachsen oder das Gießwasser sofort ungebremst durchläuft, ohne von der Erde aufgenommen zu werden. Auch wenn eine kräftig gepflegte Pflanze kaum noch wächst oder trotz Düngung weniger Hochblätter ausbildet, ist ein größerer Topf sinnvoll. Alle zwei bis drei Jahre ist in der Regel ein Umtopfen angebracht.

Substrat- und Topfwahl

Die Drillingsblume bevorzugt ein durchlässiges, leicht kalkreiches Substrat mit guter Nährstoffversorgung. Hochwertige Blumenerde aus dem Palmenstadl-Substratsortiment eignet sich gut – optional kannst du den Drainageanteil mit Lavagranulat, Bims oder Perlite erhöhen, um Staunässe noch sicherer zu verhindern. Wähle immer einen Topf mit ausreichenden Drainagelöchern. Schwere Ton- oder Terrakottatöpfe geben der kräftig wachsenden Kletterpflanze gute Standfestigkeit. Nicht zu groß umtopfen – ein nur 5 bis 8 cm größerer Topf animiert die Bougainvillea eher zur Blüte als ein üppig großes Gefäß, in dem sie zunächst Wurzeln bildet.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

Trage beim Umtopfen unbedingt Handschuhe – die Dornen der Bougainvillea sind scharf und können tiefe Kratzer verursachen. Topfe die Pflanze vorsichtig aus und vermeide es, den Wurzelballen zu stark zu lockern, da Bougainvillea wurzelempfindlich ist. Lege eine Drainageschicht in den neuen Topf, fülle frisches Substrat ein, setze die Pflanze mittig ein und fülle auf. Leicht andrücken, gründlich angießen und an einem hellen, warmen Platz aufstellen.

🌿 Düngung

Als üppige Blühpflanze hat die Drillingsblume während der Wachstumssaison einen erhöhten Nährstoffbedarf. Gleichzeitig gilt: Zu viel Stickstoff fördert kräftiges Blattwachstum auf Kosten der Blüte. Das Ziel ist eine ausgewogene Nährstoffversorgung, die Blüte und Gesundheit fördert.

Empfohlene Düngevarianten

  • Langzeitdünger 6 Monate: Im Frühjahr beim Umtopfen in die Erde einarbeiten – versorgt die Bougainvillea gleichmäßig durch die gesamte Blühsaison ohne weitere Maßnahmen.
  • Langzeitdünger 3 Monate: Im Frühjahr und Mitte Sommer einarbeiten – für eine lückenlose Versorgung über alle Blühmonate.
  • Löslicher Blühpflanzendünger (wöchentlich): Von Mai bis September wöchentlich über das Gießwasser – sorgt für schnell verfügbare Nährstoffe und besonders lebhafte Blütenfarben. Immer auf feuchte Erde, nie auf ausgetrocknetes Substrat.

Ab Oktober wird die Düngung eingestellt – die Drillingsblume bereitet sich auf die Winterruhe vor und benötigt keine Nährstoffe mehr. Im Winterquartier wird nicht gedüngt. Erst wenn im Frühjahr der erste Neuaustrieb sichtbar wird, beginnt die neue Düngephase. Im Palmenstadl-Düngersortiment findest du alle passenden Optionen für die optimale Versorgung deiner Bougainvillea.

💡 Profi-Tipp:

Ein kaliumbetonter Herbstdünger im September stärkt die Triebe vor der Überwinterung und erhöht die Widerstandskraft. So startet die Bougainvillea im Frühjahr vitaler aus dem Winterschlaf.

🍊 Blüten & Früchte

Nahaufnahme der Bougainvillea-Hochblätter in leuchtendem Violett mit den kleinen weißen Röhrenblüten in der Mitte
Drei leuchtende Hochblätter umrahmen jeweils eine kleine weiße Röhrenblüte – das ist das botanische Geheimnis der Drillingsblume

Das Faszinierendste an der Drillingsblume steckt schon im Namen: „Drilling" – denn immer drei farbige Hochblätter (Brakteen) umrahmen gemeinsam drei kleine, unscheinbare weiße Röhrenblüten. Was wir als die großen, leuchtenden „Blüten" wahrnehmen, sind botanisch gesehen Hochblätter – modifizierte Blätter, die Farbe annehmen, um Bestäuber anzulocken. Diese clevere Konstruktion macht die Bougainvillea zu einem der spektakulärsten Blühphänomene unter den Kletterpflanzen. Je nach Sorte leuchten die Hochblätter in leuchtendem Violett, sattem Magenta, flammendem Orange, zartem Lachs oder reinem Weiß – manche Sorten kombinieren sogar mehrere Farben auf einer Pflanze.

In Kübelkultur in Mitteleuropa blüht die Drillingsblume von Mai bis Oktober, wenn Standort und Pflege stimmen. Früchte bildet sie unter unseren Bedingungen so gut wie nie – dafür sind spezifische Bestäubungsbedingungen und konstant tropisches Klima nötig. Die Blühfreude der Drillingsblume lässt sich durch gezielten leichten Trockenstress und konsequent sonnigen Standort spürbar steigern.

 

❄️ Überwinterung

Bougainvillea Drillingsblume im hellen Wintergarten zur frostfreien Überwinterung bei kühlen Temperaturen
Ideale Überwinterung im hellen, kühlen Wintergarten

Die Drillingsblume ist in Mitteleuropa nicht winterhart und verträgt keinen Frost. Ab Oktober – wenn die Nächte kühler werden und Temperaturen unter 10 °C drohen – zieht sie ins Winterquartier. Mit der richtigen Überwinterung kannst du deine Bougainvillea viele Jahre kultivieren und jedes Frühjahr neu zum Blühen bringen.

Ideal ist ein heller, kühler Standort mit 5 bis 15 °C – ein heller Wintergarten, ein kühles Treppenhaus oder ein helles, ungeheiztes Zimmer eignen sich gut. Im Winterquartier gießt du nur sehr sparsam, etwa alle drei bis vier Wochen, damit der Wurzelballen nicht völlig austrocknet. Düngung entfällt komplett. Blattabwurf im Winter ist bei der Bougainvillea normal und kein Zeichen für schlechte Gesundheit – sie verhält sich als teilimmergrüne bis sommergrüne Pflanze. Alle Details zur sicheren Überwinterung deiner Tropenpflanzen findest du in unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung für Tropenpflanzen sowie im Palmenstadl-Winterschutz-Guide.

 

💨 Luftfeuchtigkeit

Im Vergleich zu vielen anderen Tropenpflanzen ist die Drillingsblume weniger anspruchsvoll, was die Luftfeuchtigkeit betrifft. In ihrer Heimat an den Berghängen und Küstengebieten Südamerikas wächst sie in einem eher trockenen bis mäßig feuchten Klima – die subtropischen Regionen, in denen Bougainvillea besonders üppig gedeihen, sind deutlich weniger feucht als tropische Regenwälder. Das kommt ihr in deutschen Innenräumen zugute, da sie mit der trockenen Heizungsluft im Winter besser zurechtkommt als viele andere exotische Pflanzen.

Auf dem Balkon und im Freien

Draußen im Sommer ist die natürliche Luftfeuchtigkeit in der Regel ausreichend. Die Drillingsblume verträgt trockene Sommertage gut und zeigt sich dabei robust. Lediglich bei extremer, anhaltender Trockenheit kann gelegentliches Besprühen der Blätter erfrischend wirken – die Blüten dabei bitte trockenlassen, da Wassertropfen auf den Hochblättern unschöne Flecken hinterlassen können.

Im Winterquartier

Auch im Winterquartier kommt die Bougainvillea mit normaler Raumluft zurecht. Zusätzliche Maßnahmen zur Luftbefeuchterung sind nicht notwendig. Wichtiger ist die Lichtverfügbarkeit: Ein heller Platz ist für eine gute Überwinterung deutlich entscheidender als die Luftfeuchtigkeit. Alle Hintergründe zur optimalen Luftfeuchtigkeit für verschiedene Pflanzentypen erklärt unser Luftfeuchtigkeits-Guide für mediterrane und tropische Pflanzen.

🐛 Schädlinge & Krankheiten

Regelmäßige Blattkontrolle an der Bougainvillea auf der Blattunterseite auf Schädlingsbefall
Regelmäßige Kontrolle der Blattunterseiten hilft, Schädlinge bei der Drillingsblume frühzeitig zu entdecken

Häufige Schädlinge

  • Spinnmilben: Besonders häufig bei trockener Luft und hohen Temperaturen. Erkennbar an feinen, seidigen Gespinsten auf der Blattunterseite sowie kleinen hellen Punkten auf den Blättern. Regelmäßiges Besprühen der Blattunterseiten mit Wasser beugt ihnen wirksam vor. Bei Befall helfen Neemölpräparate, mehrfach im Abstand von drei bis fünf Tagen angewendet.
  • Blattläuse: Bevorzugen junge Triebspitzen und frische Blätter. Erkennbar auch an klebrigem Honigtau auf Blättern und darunter stehenden Oberflächen. Kräftiges Absprühen mit Wasser reicht bei leichtem Befall. Bei stärkerem Befall hilft Seifenwasser oder Neemöl.
  • Weiße Fliegen (Mottenschildläuse): Kleine weiße Insekten auf der Blattunterseite, die beim Berühren der Pflanze auffliegen. Häufiger im Winterquartier oder an Innenstandorten. Gelbsticker helfen beim frühen Erkennen; biologische Pflanzenschutzmittel zeigen gute Wirkung.
  • Schildläuse und Wollläuse: Braune oder weißwattige Auflagerungen an Trieben und Blattachseln. Bei leichtem Befall mit einem in Alkohol getränkten Wattestäbchen mechanisch entfernen, bei stärkerem Befall Neemöl einsetzen – konsequent mehrfach anwenden.

Pilzkrankheiten und Wurzelproblemen vorbeugen

Die häufigste Krankheitsursache bei der Drillingsblume ist Wurzelfäule durch anhaltende Staunässe – erkennbar an gelb werdenden Blättern trotz ausreichend Wasser und nachlassender Vitalität. Bougainvillea möchte gut abtrocknen zwischen den Gießgaben; ein durchlässiges Substrat und das konsequente Leeren des Untersetzers nach dem Gießen verhindern das zuverlässig. Blattflecken durch Pilze entstehen meist durch Nässe auf dem Blattwerk – richte das Gießwasser immer auf die Erde, nicht auf die Pflanze.

Vorbeugung

Eine optimal gepflegte Drillingsblume am richtigen Standort bleibt vitaler und widerstandsfähiger. Regelmäßige Blattkontrolle – besonders auf der Unterseite – hilft, einen Befall frühzeitig zu erkennen. Beim Umtopfen und Überführen aus dem Winterquartier: neue oder zurückgeholte Pflanzen kurz gesondert beobachten, bevor sie zu einem bestehenden Pflanzenbestand kommen. Gute Luftzirkulation am Standort verringert das Risiko für Pilzerkrankungen spürbar.

Bekämpfung

Bei leichtem Befall zunächst mechanisch entfernen – kräftiges Absprühen mit Wasser oder Abreiben mit einem feuchten Tuch. Biologische Mittel wie Neemöl oder Kaliseife sind die nächste Stufe und gut verträglich für die Pflanze. Mehrfach anwenden im Abstand von drei bis fünf Tagen, da Schädlinge in verschiedenen Entwicklungsstadien vorliegen. Chemische Mittel sind nur die letzte Option. Beim Umgang mit der Bougainvillea stets Handschuhe tragen – die Dornen sind scharf.

 

✂️ Rückschnitt & Formschnitt

Der Rückschnitt der Drillingsblume ist unkompliziert und ein wichtiger Schritt für buschigen Wuchs und üppige Blütenpracht. Der optimale Zeitpunkt ist das frühe Frühjahr im März, wenn du sie aus dem Winterquartier holst – unmittelbar vor dem Neuaustrieb. Jetzt siehst du gut, welche Triebe eingetrocknet sind, und der frische Schnitt regt kräftige neue Triebe an, an denen die Hochblätter erscheinen.

Wie und was schneiden

Entferne zuerst alle abgestorbenen und eingetrockneten Triebe vollständig. Danach kannst du kräftige, zu lange Triebe großzügig um ein Drittel bis zur Hälfte kürzen – die Drillingsblume reagiert darauf mit kräftigem Neuaustrieb und mehr Verzweigungen, was langfristig mehr Blüten bedeutet. Schneide immer knapp über einem Blattknoten oder einer Verzweigung. Scharfe, saubere Scheren sorgen für glatte Schnittflächen.

Handschuhe – unverzichtbar!

Trage beim Rückschnitt und bei allen Arbeiten an der Bougainvillea immer stabile Handschuhe – am besten solche mit verstärkten Fingern. Die Dornen der Drillingsblume sind kräftig, scharf und nach unten gebogen; sie können beim Rangieren der Pflanze tiefe Kratzer hinterlassen. Mit gutem Handschutz macht der Rückschnitt Spaß und geht schnell.

Einen leichten Formschnitt kannst du während der Saison jederzeit durchführen, um aus dem Rahmen wachsende Triebe zu kürzen. Das stimuliert gleichzeitig den Neuaustrieb und damit neue Hochblätter – ein angenehmer Nebeneffekt, der die Blühsaison verlängert.

⚠️ Typische Pflegefehler

Die Drillingsblume ist unkompliziert – dennoch gibt es einige häufige Fehler, die sich mit ein bisschen Wissen leicht vermeiden lassen:

  • Zu wenig Sonne: Die häufigste Ursache für ausbleibende Blüte. Erkennbar daran, dass die Pflanze kräftig wächst, aber kaum Hochblätter ansetzt. Lösung: Vollsonnigen Platz mit täglich mindestens sechs bis acht Stunden direktem Sonnenlicht wählen.
  • Zu viel gießen: Zeigt sich durch gelb werdende Blätter und nachlassende Vitalität. Bougainvillea möchte zwischen den Gießgaben gut abtrocknen. Lösung: Fingerprobe anwenden, Untersetzer nach dem Gießen konsequent leeren.
  • Zu früh nach draußen: Temperaturen unter 10 °C setzen der Drillingsblume zu. Lösung: Erst ab Mitte Mai dauerhaft nach draußen, wenn die Temperaturen stabil über 15 °C liegen – und dann schrittweise an die volle Sonne gewöhnen.
  • Zu warmes Winterquartier: Bei dauerhaft über 15 °C im Winter ruht die Pflanze nicht ausreichend und startet weniger kräftig in die neue Saison. Lösung: Kühl und hell überwintern, 5–12 °C sind ideal.
  • Kein Rückschnitt im Frühjahr: Ohne Schnitt verholzen ältere Triebe zunehmend, die Blühfreude nimmt ab. Lösung: Jedes Frühjahr im März zurückschneiden für kompakten, blühfreudigen Wuchs.
  • Zu groß umtopfen: Ein üppig großes Gefäß animiert zunächst zur Wurzelbildung statt zur Blüte. Lösung: Nur in einen um 5 bis 8 cm größeren Topf umsetzen.

📅 Pflegekalender

Die wichtigsten Pflegemaßnahmen für die Drillingsblume im Überblick:

Jahreszeit Pflegemaßnahmen
🌱 Frühjahr Rückschnitt (März), Umtopfen, Dünger einarbeiten, ab Mitte Mai schrittweise nach draußen, an Sonne gewöhnen, Bewässerung steigern
☀️ Sommer Erst gießen wenn Erde abgetrocknet, wöchentlich düngen, Schädlingskontrolle, Untersetzer leeren, leichter Formschnitt bei Bedarf, Handschuhe tragen
🍂 Herbst Ab Oktober ins frostfreie Winterquartier, Düngung einstellen, Gießen stark reduzieren, ggf. leichter Rückschnitt vor dem Einwintern
❄️ Winter Hell und kühl überwintern (5–15 °C), alle 3–4 Wochen sparsam gießen, nicht düngen, Blattabwurf ist normal

Praxis-Beispiel: Drillingsblume in der Anwendung

Ausgangssituation:

Ein Kunde aus Straubing kaufte seine Bougainvillea mit leuchtend pinkfarbenen Hochblättern vor zwei Jahren bei uns. Er suchte eine Kletterpflanze mit maximaler Farbwirkung für seine südseitig ausgerichtete Hausecke, die gleichzeitig als Sichtschutz dienen sollte.

Maßnahmen:

Wir empfahlen ein stabiles Rankgitter direkt an der Hauswand mit Südausrichtung sowie einen Terrakottatopf mit durchlässigem Substrat. Er gießt erst, wenn die Erde gut abgetrocknet ist, und düngt von Mai bis September wöchentlich mit löslichem Blühpflanzendünger. Im Oktober kommt die Pflanze in seinen hellen, unbeheizten Kellerraum bei rund 8 °C. Dort gießt er nur alle vier Wochen sparsam. Im März schneidet er sie kräftig zurück und topft sie um.

Ergebnis:

Die Drillingsblume hat seine Hauswand in eine leuchtende Farbwand verwandelt und blüht von Mai bis Oktober nahezu ununterbrochen. Er berichtet, dass sie nach dem zweiten Rückschnitt deutlich buschiger und blühfreudiger geworden ist. Bei einem Besuch in unserem Ladengeschäft in Rogging schwärmte er, dass sie der absolute Mittelpunkt seiner Terrasse ist und Besucher regelmäßig begeistert.

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Hol dir die leuchtende Farbpracht der Bougainvillea auf deinen Balkon oder deine Terrasse! Unsere Drillingsblumen sind kräftig, vital und gut durchwurzelt – bereit für eine beeindruckende Blühsaison mit leuchtenden Hochblättern in sattem Violett, Pink, Rot oder Weiß.

Qualität von Palmenstadl: Alle Drillingsblumen werden freilandgezogen, sorgfältig selektiert und visuell geprüft.

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❓ FAQ

Der häufigste Grund für ausbleibende Hochblätter ist zu wenig Sonne – die Bougainvillea braucht mindestens sechs bis acht Stunden direkte Sonne täglich. Ein schattiger oder halbschattiger Platz fördert Blattwachstum, aber kaum Hochblattbildung. Weitere Ursachen können zu viel Stickstoff im Dünger, ein zu großer Topf oder fehlender Trockenstress sein. Ein kurzfristiger, leichter Trockenstress im Frühjahr – etwas sparsamer gießen über ein bis zwei Wochen – kann die Hochblattbildung wirksam ankurbeln.

Die Bougainvillea überwintert ab Oktober frostfrei bei 5 bis 15 °C an einem hellen Standort – ein heller Wintergarten, kühles Treppenhaus oder helles unbeheiztes Zimmer sind ideal. Nur alle drei bis vier Wochen sparsam gießen, nicht düngen. Blattabwurf ist normal und kein Zeichen für schlechte Gesundheit. Im März zurückschneiden und mit steigender Temperatur und Bewässerung langsam in die neue Saison führen.

Genau – was wir als leuchtende „Blüten" sehen, sind botanisch gesehen Hochblätter (Brakteen): modifizierte Blätter, die Farbe angenommen haben, um Bestäuber anzulocken. Immer drei dieser farbigen Hochblätter umrahmen gemeinsam drei kleine, unscheinbare weiße Röhrenblüten in der Mitte. Daher der Name „Drillingsblume". Die eigentlichen Blüten sind kaum zu sehen – die ganze Schauseite übernehmen die farbenprächtigen Hochblätter.

Nein, die Drillingsblume ist in Mitteleuropa nicht winterhart. Sie verträgt keinen Frost und muss ab Oktober in ein frostfreies Winterquartier geholt werden. In sehr warmen Regionen Mitteleuropas – etwa im Rheintal oder in geschützten Stadtlagen – können manche Exemplare leichte Minusgrade kurzzeitig tolerieren, aber das ist eher die Ausnahme. Als sichere Regel gilt: ab Oktober ins geschützte Winterquartier.

Die Bougainvillea möchte zwischen den Gießgaben gut abtrocknen – erst wenn die obersten zwei bis drei Zentimeter der Erde trocken sind, ist der nächste Gießgang angesagt. Im Sommer kann das täglich bis alle zwei Tage sein, an kühleren Tagen reicht es alle drei bis vier Tage. Im Winter nur alle drei bis vier Wochen sparsam gießen. Untersetzer nach dem Gießen immer leeren – Staunässe ist der größte Feind der Drillingsblume.

Der optimale Zeitpunkt ist März, direkt beim Herausholen aus dem Winterquartier. Entferne alle eingetrockneten Triebe und kürze kräftige Triebe großzügig um ein Drittel bis zur Hälfte – das fördert buschigen Wuchs und mehr Verzweigungen, an denen die Hochblätter erscheinen. Immer scharfe, saubere Scheren verwenden und unbedingt Handschuhe tragen: Die Dornen der Drillingsblume sind scharf und kräftig.

Im Herbst und Winter ist Blattabwurf bei der Bougainvillea völlig normal – sie verhält sich als teilimmergrüne bis sommergrüne Pflanze und legt im Winterquartier eine Ruhephase ein. Auch starker Standortwechsel, Kühle oder Zugluft können kurzfristig Blattabwurf auslösen. Im Frühjahr treibt die Pflanze nach dem Rückschnitt kräftig wieder aus. Nur wenn Blätter bei warmer Temperatur und im Sommer massenhaft abfallen, lohnt es sich, Gießverhalten und Standort zu überprüfen.

Durchlässige, leicht kalkhaltige Blumenerde ist ideal. Ein Anteil Lavagranulat, Bims oder Perlite verbessert die Drainage und verhindert Staunässe. Der Topf muss Drainagelöcher haben. Nicht zu groß umtopfen – ein Topf, der nur 5 bis 8 cm größer ist als der vorherige, animiert die Drillingsblume eher zur Blüte als ein üppig großes Gefäß.

Von Mai bis September regelmäßig mit einem Blühpflanzendünger versorgen. Entweder Langzeitdünger im Frühjahr in die Erde einarbeiten – eine Gabe versorgt die gesamte Saison. Alternativ wöchentlich löslichen Blühpflanzendünger über das Gießwasser geben. Wichtig: nie auf trockene Erde düngen, immer zuerst leicht angießen. Ab Oktober bis zum Frühjahr komplett auf Düngung verzichten.

Ja, die Drillingsblume hat kräftige, nach unten gebogene Dornen an den Trieben – trage beim Umgang immer Handschuhe, besonders beim Rückschnitt und Umtopfen. Bezüglich Giftigkeit: Alle Pflanzenteile der Bougainvillea gelten als leicht giftig und können bei Berührung Hautreizungen auslösen, besonders bei empfindlicher Haut. Kinder und Haustiere sollten keinen unbeaufsichtigten Zugang zur Pflanze haben.